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Schriftenreihe
»Medien und Gesellschaftswandel im 20. Jahrhundert«
 

(Hg. von Frank Bösch und Christoph Classen)


erscheint im Wallstein Verlag, Göttingen

 



 

 

Cover: Thomas Großmann "Fernsehen, Revolution und das Ende der DDR"


Franziska Kuschel

Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser
Die DDR und die Westmedien

Wallstein Verlag, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8353-1789-5 (2016)
 
 

Die DDR konnte sich nur im geringen Maße gegenüber den westlichen Medien abschotten. Auf diese Weise entstand hier eine komplexe Mediengesellschaft, die Radio und Fernsehen, aber auch Publikationen aus zwei Systemen konsumierte und damit alltäglich die SED-Diktatur herausforderte. Franziska Kuschel untersucht zum einen die Strategien des Staates, den Konsum westlicher Medien zu verhindern oder wenigstens zu kontrollieren und einzudämmen, die vor allem in den 1950er und 60er-Jahren die Kriminalisierung der sogenannten »geistigen Grenzgänger« einschlossen. Zum anderen nimmt sie Strategien der Mediennutzer, diesem Druck zu begegnen und auszuweichen unter die Lupe. Erstmals wird so das Wechselverhältnis zwischen staatlicher Kontrolle und der eigensinnigen Aneignung der Medien analysiert. Der alltägliche Gebrauch westlicher Rundfunk- und Fernsehprogramme sowie westlicher Printmedien in der DDR hatte selbst unter den Bedingungen einer Diktatur emanzipatorische Wirkungen, wenngleich die Konsumenten dies zunächst nicht politisch dachten. Er war somit Teil eines langfristigen gesellschaftlichen Wandels in der DDR.


Das Buch kann beim Wallstein Verlag bestellt werden.

Rezension vom Alina Laura Tiews, Rezensionsportal sehepunkte, 15.09.2016

Rezension "Leben ohne Kolibri" von Hannes Schwenger in: Tagespiegel vom 6. Juli 2016

Rezension von Claudia Dittmar in: Publizistik, 27.6.2016, unter: http://dx.doi.org/10.1007/s11616-016-0274-8

Rezension "Geistige Grenzgänger" von Ralf Husemann, in: Süddeutsche Zeitung vom 30.05.2016
[URL: http://www.sueddeutsche.de/politik/westfernsehen-in-der-ddr-geistige-grenzgaenger-1.3010277]

Rezension "Wider das geistige Grenzgängertum" von Christian Ruf, in: Dresdner Neueste Nachrichten vom 11.04.2016


 

Cover: Thomas Großmann "Fernsehen, Revolution und das Ende der DDR"


Kai Nowak

Projektionen der Moral
Filmskandale in der Weimarer Republik

Wallstein Verlag, 528 Seiten
ISBN: 978-3-8353-1703-1 (2015)
 
 

Der Film war von Beginn an gleichermaßen Faszination wie Provokation. Er lotete die Grenzen des Zeigbaren aus, dehnte sie, überschritt sie. Galt das Kino in seinen Anfängen noch selbst als skandalös, wurden zunehmend einzelne Filme zum Skandalon erhoben. Kai Nowak untersucht erstmals systematisch Filmskandale im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts unter Rückgriff auf eine breite Presse-, Film- und Aktenüberlieferung. Er zeigt, inwieweit Filmskandale als Seismographen des gesellschaftlichen Werte- und Normenwandels in der Moderne fungierten und die Deutung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Weimarer Republik ausfochten. Im Konflikt über Fragen wie den angemessenen Umgang mit den Grenzbereichen des Lebens, Vorstellungen staatlicher Ordnung, nationaler und regionaler Identität oder der Geschlechterordnung verhandelten Filmskandale nichts weniger als die politisch-moralischen Grundlagen des Gemeinwesens. Denn Filmskandale waren, so die These des Buches, Projektionen der Moral.


Das Buch kann beim Wallstein Verlag bestellt werden.

Rezension von Annika Klein auf H-Soz-Kult vom 22. Juli 2016
 

Cover: Thomas Großmann "Fernsehen, Revolution und das Ende der DDR"


Christoph Hilgert

Die unerhörte Generation
Jugend im westdeutschen und britischen Hörfunk 1945-1963

Wallstein Verlag, 388 Seiten
ISBN: 978-3-8353-1702-4 (2015)
 
 

Nach dem Zweiten Weltkrieg entspann sich in Westdeutschland und Großbritannien eine intensive, von ambivalenten Zukunftserwartungen geprägte Debatte über die Jugend. Christoph Hilgert zeigt, wie das Radio Vorstellungen über die Jugend und jugendkulturelle Entwicklungen durch Wort- und Musiksendungen prägte. Einerseits wurde Jugend als unerhörte Bedrohung des Status quo beschrieben, andererseits verschafften sich Jugendliche durch das Radio Gehör. Die medien- und kulturhistorische Studie bietet einen innovativen Beitrag zur Historisierung des überraschend ähnlich verlaufenden Wandels der westdeutschen und der britischen Gesellschaft, ihrer Generationenbeziehungen, Wert- und Moralvorstellungen sowie ihrer Medienkultur in dieser Zeit.


Das Buch kann beim Wallstein Verlag bestellt werden.

 

Rezension von Angela Gutzeit in der Sendung "Buchkritik" auf SWR2, 11.11.2015.

Rezension von Rainer Volk unter "Sehepunkte", Ausgabe 16 (2016), Nr. 2 vom Februar 2016.


 

Cover: Thomas Großmann "Fernsehen, Revolution und das Ende der DDR"


Thomas Großmann

Fernsehen, Revolution und das Ende der DDR

Wallstein Verlag, 293 Seiten
ISBN: 978-3-8353-1596-9 (2015)
 
 

Der Fall der Berliner Mauer begann lange vor dem 9. November 1989 - mit Fernsehbildern von Flucht und Protesten.

Protestgruppen und Demonstranten allein haben die Berliner Mauer nicht zum Einsturz gebracht. Auch das ost- und westdeutsche Fernsehen spielte eine entscheidende Rolle. Wie Thomas Großmann anhand von Sendungen, Berichten und Archivmaterial zeigt, dynamisierte es den Unmut gegen das SED-Regime und schützte zugleich die Protestierenden. Der Autor verdeutlicht, wie Medien soziale Bewegungen anstoßen und fördern - wie etwa die Massenflucht der DDR-Bürger im Sommer 1989 oder den friedlichen Protest in Leipzig, Dresden, Berlin und anderen ostdeutschen Städten. Der Niedergang der DDR wird somit durch eine neue mediengeschichtliche Perspektive ergänzt.


Das Buch kann im Wallstein Verlag bestellt werden.


 

Cover: Ariane Brill "Abgrenzung und Hoffnung"


Ariane Brill

Abgrenzung und Hoffnung
"Europa" in der deutschen, britischen und amerikanischen Presse 1945-1980

Wallstein Verlag, 293 Seiten
ISBN: 978-3-8353-1537-2 (2014)
 

Die Bedeutung von »Europa« veränderte sich im 20. Jahrhundert fortlaufend. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand es politisch für die Vision eines friedlich geeinten Kontinents, wurde aber in erster Linie auf »Westeuropa« bezogen. Bislang wurden Europavorstellungen vor allem an politischen und intellektuellen Debatten ausgemacht. Ariane Brill analysiert dagegen die öffentlichen Vorstellungen, die Journalisten breitenwirksam in drei Ländern aufbrachten: Sie entstanden durch eine transnationale gesellschaftliche Kommunikation, deren Zuschreibungen sich von ideengeschichtlichen Entwürfen durchaus unterschieden. Neben politischen Diskursen über Europa werden Imaginationen im Feld der Kultur, des Sports und des Tourismus untersucht und charakteristische Schlüsselbegriffe und Narrative deutlich. Dabei zeigt die Studie, dass »Europa« stets mit Hoffnung verbunden war, aber ebenso mit der Abgrenzung zum außer- sowie innereuropäischen »Anderen«.


Das Buch kann im Wallstein Verlag bestellt werden.

Rezension von Jens Flemming "Internationale Perspektiven auf ein altes Projekt", Rezensionsforum literaturkiritk.de, 27. Januar 2015
 


 

Cover: Florian Greiner: "Wege nach Europa"


Florian Greiner

Wege nach Europa
Deutungen eines imaginierten Kontinents in deutschen, britischen und amerikanischen Printmedien, 1914-1945

Wallstein Verlag, 520 Seiten
ISBN: 978-3-8353-1502-0 (2014)
 

Europavorstellungen in der Epoche der Weltkriege - eine alternative Vorgeschichte der europäischen Integration nach 1945.
Spezifische Europabilder zwischen 1914 und 1945 waren keinesfalls auf politische Räume beschränkt. Sie waren in vielfältigen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen auszumachen und traten oftmals in eher alltäglichen Kontexten auf. Florian Greiner untersucht deutsche, britische und amerikanische Printmedien der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf diesen Sachverhalt hin, um im Vergleich zur bisherigen vorwiegend ideengeschichtlichen Forschung deutlich stringenter öffentlichen Wahrnehmungen und Konstruktionen von Europa nachzuspüren. Unter Berücksichtigung der thematischen Bandbreite der Presseberichterstattung kann Greiner zeigen, dass sich »Europa« sukzessive zu einem Erfahrungsbegriff entwickelte, der den Zeitgenossen bereits deutlich präsenter war als gemeinhin angenommen.


Das Buch kann im Wallstein Verlag bestellt werden.


Rezension "'Europa' in der Zwischenkriegszeit" von Martin Munke, Rezensionsforum literaturkiritk.de, 26. Januar 2015

 

Rezension von Jan Logemann auf H-Soz-Kult vom 14.04.2016

 

 

 

 

 

 

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