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Schriftenreihe
»Kommunismus und Gesellschaft«

erscheint im Ch. Links Verlag, Berlin

 


 

Band 4

Jan Palmowski
Die Erfindung der sozialistischen Nation
Heimat und Politik im DDR-Alltag


Berlin 2016, 368 Seiten
ISBN 978-3-86153-892-9

 

Wie konnte ein scheinbar so stabiles Gemeinwesen wie die DDR so plötzlich in sich zusammenfallen? Diese Studie handelt davon, wie das SED-Regime eine eigene »nationale« Identität erfand und wie die DDR-Bürgerinnen und -Bürger mit ihr umgingen. Angesichts des Widerspruchs zwischen den propagierten sozialistischen Idealen von Gemeinschaft, Identität und Heimatliebe und der Lebenswirklichkeit entwickelten sie eigene Vorstellungen von Zugehörigkeit und Identität und verbargen ihre Distanz zum Regime unter einer Maske regelkonformen Verhaltens. So trugen sie bis 1989 zur scheinbaren Stabilität der Parteiherrschaft bei und entledigten sich der ungeliebten »Nation« DDR mit Leichtigkeit, als es zur Revolution kam.

 
Der Band kann beim Ch. Links Verlag bestellt werden.


 

 

Band 3

Andrea Bahr
Parteiherrschaft vor Ort
Die SED-Kreisleitung Brandenburg 1961-1989


Berlin 2016, 368 Seiten
ISBN 978-3-86153-891-2

 

Über 9000 SED-Funktionäre repräsentierten und organisierten die sozialistische Diktatur vor Ort. Obwohl sie an der wichtigen Schnitt stelle zwischen dem Regime und den Bürgern standen, war bislang unbekannt, wie die Praxis der »Kreisfürsten« und ihrer lokalen Parteiapparate aussah.

Andrea Bahr blickt erstmals systematisch hinter die Kulissen einer SED-Kreisleitung, indem sie die Herrschaftsroutine in Brandenburg an der Havel analysiert. Dabei treten erstaunliche Denk- und Handlungsstrukturen zu Tage: Denn die »Kreisfürsten« waren nicht nur die Herrscher vor Ort, sondern waren mit einem Alltag konfrontiert, der Verhandlungsgeschick und Improvisation erforderte.

 
Der Band kann beim Ch. Links Verlag bestellt werden.



 

 

Band 2

Florian Peters
Revolution der Erinnerung
Der Zweite Weltkrieg in der Geschichtskultur des spätsozialistischen Polen


Berlin 2016, 516 Seiten
ISBN 978-3-86153-891-2

 

Selten waren Geschichte und Erinnerung politisch so brisant wie im Polen der 1970er und 1980er Jahre. Historische Streitfragen wie der Hitler-Stalin-Pakt, Katyn, der Warschauer Aufstand und der Holocaust lieferten den Zündstoff, mit dem die demokratische Oppositionsbewegung das staatssozialistische Monopol auf die Vergangenheit herausforderte. Dieses Buch zeigt, wie stark die Revolution der Solidarnosc 1980 -1981 von historischen Bezügen durchdrungen war - aber auch, wie auf das geschichtstrunkene, kollektivistische Aufbegehren im Laufe eines Jahrzehnts die individualistische Wende von 1989 folgte. Indem es die Bedeutung des geschichtskulturellen Paradigmenwechsels für den polnischen Weg von der Solidarnosc zum Runden Tisch herausarbeitet, bietet es zugleich eine neue Sicht auf die gesamteuropäischen Umbrüche von 1989.


Der Band kann beim Ch. Links Verlag bestellt werden.


 

Band 1

Melanie Arndt
Politik und Gesellschaft nach Tschernobyl
(Ost-)Europäische Perspektiven

Berlin 2016, 216Seiten
ISBN 978-3-86153-890-5
 

Als die Katastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 fast vergessen schien, ließen die Bilder der brennenden Reaktorgebäude im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi die Erinnerung an den sowjetischen Nuklearunfall wieder aufflammen. Hat Tschernobyl einen »anthropologischen Schock« ausgelöst, wie ihn Ulrich Beck unmittelbar nach der Katastrophe diagnostizierte? Und führt eine Nuklearkatastrophe tatsächlich zur Demokratisierung der Gesellschaft?
Autorinnen und Autoren aus fünf verschiedenen Ländern ziehen 30 Jahre nach »Tschernobyl« Bilanz. Mit Beiträgen zu den Auswirkungen der Katastrophe in der Ukraine, Belarus, Polen, der Türkei, Frankreich und Japan.


Der Band kann beim Ch. Links Verlag bestellt werden.

Rezension von Artem Kouida vom 25. April 2016
im Rezensionsforum literaturkritik.de

 

 

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