Sprache ändern
   Doktoranden       Doktorandenkolloquium       Doktorandenforum       Doktorandenkolleg       Intern   


Herrschaft im 20. Jahrhundert – Gesellschaftsgeschichtliche Perspektiven

Koordination: Anja Hildebrandt

Während des „kurzen“ 20. Jahrhunderts (1914 bis 1990) haben in Europa gegensätzliche und miteinander konkurrierende Gesellschaftsordnungen um die politische Macht gerungen. Durchsetzung, Behauptung und Auflösung politischer Herrschaft sind daher ein zentrales Thema des 20. Jahrhunderts.

Gemeinsames Ziel der Projektvorhaben im Doktorandenkolleg ist es, Erkenntnisse über den Charakter und die Grenzen von Herrschaft in den unterschiedlichen politischen und sozialen Welten des 20. Jahrhunderts zu gewinnen. Dabei wird Herrschaft als ein Kräftefeld aufgefasst, in dem Herrschende und Beherrschte agieren, in dem Macht nicht besessen, sondern auf vielfältige Weise durchgesetzt wird. Die Doktoranden erforschen das öffentliche Handeln der Akteure, das zwischen Konsens und Konflikt als den zentralen Polen der Kommunikation stattfindet. Gleichzeitig soll die innere Bindungskraft der miteinander konkurrierenden und einander ablösenden Ordnungsmuster und Ordnungsvorstellungen untersucht werden.

Die methodischen Zugänge der Forschungsprojekte reichen von ethnologischen bis hin zu herrschaftssoziologischen Ansätzen und schließen die gesamte Bandbreite zeitgeschichtlicher Forschung zu den politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen ein: von der Analyse des Alltags, einzelner Institutionen, der Kultur des Politischen bis hin zu transnationalen Transformationsprozessen.

Alle Rechte an Texten, Bildern und sonstigen Inhalten liegen beim ZZF (2011).