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Tagungen und Konferenzen 2014

   


  

Kongress


50. Deutscher Historikertag
vom 23.-26.September 2014 in Göttingen

"Gewinner und Verlierer"


Zeit: 23. - 26. September 2014

Ort:
Universität Göttingen (Zentralcampus)

Veranstalter:
Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD)
Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. (VGD)
Georg-August-Universität Göttingen
 

Programm zum 50. Deutscher Historikertag 2014 in Göttingen


Hier finden Sie eine Übersicht über die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ZZF Potsdam an Sektionen auf dem 50. Deutschen Historikertag (pdf)
 

Der 50. Deutsche Historikertag 2014 steht unter dem Motto „Gewinner und Verlierer“. Die Unterscheidung von Gewinnern und Verlierern ist seit der Antike Kernbestand der Deutung historischen Geschehens. Sowohl direkte und indirekte Auseinandersetzungen als auch historische Prozesse haben Gewinner und Verlierer, die ggf. erst in der historischen Untersuchung und im historischen Urteil als solche hervortreten. Die Rede von Gewinnern und Verlierern ist zudem immer an bestimmte Perspektiven gebunden. Den historiographischen Zuschreibungen von Sieg und Niederlage, Gewinn und Verlust steht dabei das Selbstverständnis von Akteuren gegenüber. Wie Niederlagen oder Verluste erfahren und kommuniziert werden, ist nur aus der Perspektive der betroffenen Gruppen und Individuen zu erschließen. Diskurse von Verlierern können ein notwendiges Korrektiv für eine Geschichtsschreibung sein, die mit ihrem Objektivitätsanspruch diese Perspektive nur schwer einzunehmen vermag.

Das Partnerland des 50. Deutschen Historikertages ist Großbritannien. Vertreter Großbritanniens, britische Historikerinnen und Historiker, Forschungseinrichtungen sowie britische Geschichte und Kultur werden auf vielfältige Weise auf dem Historikertag präsent sein. VHD, Royal Historical Society und das Deutsche Historische Institut in London werden auf mehreren Ebenen miteinander kooperieren. Großbritannien ist traditionell mit Niedersachsen, dem Tagungsort Göttingen und insbesondere der Georg-August-Universität Göttingen eng verbunden. Die Gründung der Universität fällt in die Zeit der britisch-kurhannoverschen Personalunion. Der Namensgeber Georg August, Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Hannover) residierte als Georg II. in London.

 

  


  

Workshop


Fotografie im Dienst der Wissenschaft


Zeit: 4. September 2014

Ort:
Deutsches Museum, München


Der interdisziplinär ausgerichtete Workshop findet im Rahmen des SAW-Verbundprojekts "Visual History. Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses" statt, das die historische Bildforschung der Fotografie mit unterschiedlichen Teilprojekten vorantreiben will.

Der Workshop wurde organisiert und ausgerichtet vom Deutschen Museum, München.


Kooperationspartner des SAW-Verbundprojektes sind:

Deutsches Museum, München
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Georg Eckert Institut
Herder-Institut


Schon bald nach ihrer Erfindung wurde die Fotografie ein wichtiges methodisches Instrument unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen. Ihr mechanisches Aufzeichnungsverfahren lieferte scheinbar objektive Bilder, die Unsichtbares sichtbar machen, neue Er kenntnisse visuell dokumentieren, flüchtige Ergebnisse als dauerhaftes Wissen speichern und diese öffentlich machen sollten. Dabei wurde die Wechselwirkung von Kamera- bzw. Objektivtechnik, Fotochemie und Aufnahmepraxen zunehmend epistemologisch und auch kritisch reflektiert und in einer Vielzahl an Veröffentlichungen diskutiert.
Der Workshop „Fotografie im Dienst der Wissenschaft“ beleuchtet die theoretische und praktische Entwicklung in der wissenschaftlichen Fotografie mit einem besonderen Fokus auf die Zeit zwischen 1880 und 1920, nicht ohne wesentliche Entwicklungen in der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einzubeziehen. Dabei rücken einige zentrale Fragen in den Vordergrund: Wie ließ sich Wissen visualisieren und welche Möglichkeiten boten die unterschiedlichen Darstellungsmedien „Zeichnung“, „Fotografie“ und „Film“? Welche Rolle spielte die Reproduzierbarkeit und Ver breitung der Fo - tografie für ihre Etablierung in der Forschung? Und schließlich: Wie gestaltete sich der Einsatz der Fotogra - fie in der wissenschaftlichen Praxis und wie beeinfluss - ten sich Untersuchungsgegenstand und die zur Verfü - gung stehende fotografische Technik?


Workshop-Programm/Flyer (PDF)

    



Tagung


Geschichte als Erlebnis:
Performative Praktiken in der Geschichtskultur


Zeit: 3. - 5. Juli 2014

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und  Eberhard Karls Universität Tübingen
Organisation: Dr. Stefanie Samida (ZZF Potsdam)


Die Tagung wird unterstützt von der VolkswagenStiftung.
 

Men­schen besu­chen als authen­tisch ange­se­hene his­to­ri­sche Orte, spie­len
his­to­ri­sche Situa­tio­nen ein oder neh­men an insze­nier­ten Events teil, die mit allen Sin­nen Geschichte ver­ge­gen­wär­ti­gen sol­len. His­to­ri­sche Ree­nact­ments, wie bei­spiels­weise die vor kur­zem prak­ti­zierte Nach­stel­lung der Völ­ker­schlacht 1813 in Leip­zig, zie­hen unter gro­ßem Medi­en­echo zehn­tau­sende von Men­schen an. Gemein­sam ist die­sen als ‚Living History‘ bezeich­ne­ten kör­per­li­chen Prak­ti­ken, dass es sich um stark sinn­li­che Ver­ge­gen­wär­ti­gun­gen han­delt, die nicht allein in der Ver­mitt­lung von Geschichte auf­ge­hen.

Die Tagung fragt, wel­che Deu­tun­gen von Ver­gan­gen­heit hier­bei auf­ge­bracht wer­den und auf wel­che Weise sich diese von ande­ren Geschichts­dar­stel­lun­gen unter­schei­den. Sie unter­sucht die Motive der Betei­lig­ten, die durch­aus auch jen­seits der his­to­ri­schen Sinn­bil­dung lie­gen kön­nen. Dabei dis­ku­tiert sie die Hypo­these, dass die kör­per­li­che Aneig­nung von Geschichte eine Sehn­sucht nach Authen­ti­zi­tät und unmit­tel­ba­rer Erfah­rung bedient, die sich von media­len Dar­stel­lun­gen abgrenzt, aber gleich­zei­tig durch sie über­formt ist. 

Die Tagung ist bewusst fach­über­grei­fend ange­legt und dis­ku­tiert epo­chen­über­grei­fend his­to­ri­sche Ver­ge­gen­wär­ti­gun­gen. Ver­an­stal­tet wird sie vom For­schungs­pro­jekt „Living History: Ree­nac­ted Pre­history bet­ween Rese­arch and Popu­lar Per­for­mance“, das seit 2011 von der Volks­wa­gen­Stif­tung geför­dert und durch­ge­führt wird am Zen­trum für Zeit­his­to­ri­sche For­schung Pots­dam (ZZF) in der Abteilung V und an der Uni­ver­si­tät Tübin­gen (Ludwig-Uhland-Institut für Empi­ri­sche Kul­tur­wis­sen­schaft). Pro­jekt­lei­ter sind Prof. Frank Bösch (ZZF Pots­dam), Dr. Ste­fa­nie Samida (ZZF Pots­dam) sowie Prof. Bern­hard Tschofen (Universität Zürich).


Programm der Tagung "Geschichte als Erlebnis" (PDF)


Ausführliche Information zum Inhalt der Tagung, der Teilnehmer/innen, Abstract und Anfahrt zum Tagungsort ZZF Potsdam finden Sie auf der Website des interdisziplinären Projekts "Living History. Reenacted Prehistory between Research and Popular Performance"


Anmeldung:
Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 13. Juni 2014 per eMail an bei Robert Graef:
graef@zzf-pdm.de


Kontakt:
Dr. Stefanie Samida
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
eMail: samida@zzf-pdm.de

 


 

 

Tagung


Authentisierung von StadtLandschaften
Eine Tagung des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität


Zeit: 20.-21. Juni 2014

Ort:
Einstein-Forum
Am Neuen Markt 7
14467 Potsdam

Veranstalter: Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität
 

Organisation: Achim Saupe (LFV Historische Authentizität/Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)
Christoph Bernhardt (Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner)

Der Umgang mit der Vergangenheit zielt in vielen geschichtskulturellen Bereichen in einer nie gekannten
Intensität auf historische Authentizität. Die Sehnsucht nach dem vermeintlich „Echten“ und
„Originalen“ zeigt sich in diversen personen- und objektbezogenen Authentizitätskonstruktionen,
etwa in der Wertschätzung von „Tradition“, des „Zeitzeugen“, des „authentischen Objekts“ oder des
„authentischen Orts“. Die transdisziplinäre Erforschung dieses Phänomens und den mit ihm verbundenen
Bestrebungen zur Autorisierung von Vergangenheit durch Authentisierung stehen im Mittelpunkt
des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität.

Die Tagung Authentisierung von StadtLandschaften wird sich Prozessen städtischer und regionaler
Identitätsbildung widmen, innerhalb derer Verweise auf historische Authentizität eine zentrale Funktion
einnehmen.


Programm (PDF)

 

Anmeldung:
Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 15. Juni 2014 per eMail an bei Dr. Achim Saupe:
saupe@zzf-pdm.de


Kontakt:
Dr. Achim Saupe, eMail: saupe@zzf-pdm.de

 


 

 

Workshop


Exploring the Second World:
Socialist Internationalism in the Cold War


Date: 19-21 june 2014

Venue:
Centre for Contemporary History Potsdam
Seminar Room (Ground Floor)
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Conception: Dr. Patryk Babiracki (University of Texas-Arlington) and  Dr. Jan C.Behrends (ZZF Potsdam)

The Workshop is generously funded by VolkswagenStiftung.

 

The workshop explores the transnational ties established by communist regimes and the relationship to their doctrine of "Socialist Internationalism". Starting in High Stalinism the papers presented will analyse relations between the USSR and countries of its European Empire, contacts between communist party-states and Western Europe and ties of the Soviet bloc to the emerging "Third World". An international publication on the subject is planned. Proceedings will be in English. Please register sending an email to noll@zzf-pdm.de.


Workshop-Program (PDF)

 

Registration:
Please register before June 12, 2014
by Roxanna Noll
eMail: noll@zzf-pdm.de


Contact:
Dr. Jan C. Behrends, eMail: behrends@zzf-pdm.de

 


 

 

Workshop


„(V)Ermitteln im Museum“
im Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität“


Zeit: 10. Juni 2014

Ort:
Leibniz-Geschäftsstelle
Raum 1.15
Chausseestraße 111
10115 Berlin

Veranstalter: Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität“


Organisator: Achim Saupe (LFV Historische Authentizität/Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)

Programm (PDF)
 

Anmeldung:
Teilnahme ist nur bei vorheriger Anmeldung bei Dr. Achim Saupe, saupe@zzf-pdm.de, möglich.


Kontakt:
Dr. Achim Saupe, eMail: saupe@zzf-pdm.de

 


 

Workshop


Author's Workshop of the project
"Physical Violence in Late Socialism"


Date: 14 - 15 May 2014

Venue:
Vytautas Magnus University
Kaunas, Litauen

Conception: Dr. Jan C. Behrends (ZZF Potsdam), Dr. Rasa Balockaite (Vytautas Magnus University)


At Kaunas University the contributors to a volume on "Physical Violence in Late Socialism" will meet to discuss their individual contributions. The international volume will present original research on violence after Stalin in the USSR and in the countries of Eastern Europe. Studies will range from war and police violence to hooliganism and child abuse.



Contact:
Dr. Jan C. Behrends
Centre for Contemporary History Potsdam
eMail: behrends@zzf-pdm.de

 


 

Workshop


Geschichte in der Vitrine.
Sammlung und Ausstellung von Nationalgeschichten im Vergleich


Zeit: 8. - 9. Mai 2014

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Organisatoren: Dr. Pasquale De Caprio / Johannes Zechner M. A. / Dr. Irmgard Zündorf

Anmeldung bis spätestens 6. Mai 2014 an Dr. Irmgard Zündorf per Email: zuendorf@zzf-pdm.de

Während das (National-)Museum im modernen Sinne bereits eine Erfindung des national denkenden 19. Jahrhunderts war, erfolgten im späten 20. Jahrhundert im transatlantisch-westlichen Kulturraum eine Reihe politisch intendierter Neugründungen von nationalen Geschichtsmuseen. Da in der Vergangenheit historische Meistererzählungen und die historische Zunft selbst erheblichen Einfluss auf nationalistische Übersteigerungen kollektiver Identität hatten, verdienen die gegenwärtigen Entwicklungen eine kritische Auseinandersetzung: zum einen mit der institutionellen Idee des historischen Nationalmuseums, zum anderen mit den dort ausgestellten Konzepten des Nationalen. Genauer gefragt: Wie werden die jeweiligen historischen Meistererzählungen in die Präsentationen aufgenommen? Wie exklusiv beziehungsweise inklusiv wird Geschichte gesammelt und dargestellt? Wie wird im Medium der Ausstellung die Produktion nationaler Identität gefördert oder hinterfragt? Welche Vermittlung gibt es zwischen den Identitätsperspektiven des Regionalen, des Nationalen, des Europäischen und des Globalen?


Programm des Workshops (PDF)


Programm

Donnerstag, 8. Mai 2014

15.00 Uhr:  Begrüßung/Moderation (Irmgard Zündorf)
15.15 Uhr
Martin Sabrow (Berlin/Potsdam): Historische Meistererzählungen und ihre Herausforderungen
15.35 Uhr
Johannes Zechner (Berlin): Nationalgeschichte im Museum

16.00 – 18.30 Uhr Panel I (Teil I):
Narrative des Nationalen (Moderation Irmgard Zündorf)
Holtz, Bärbel (Berlin): Die Perspektive des Nationalen in der Museumspolitik Preußens

ca. 16.30 Uhr Kaffeepause

Kregeloh, Anja (Nürnberg): Geschichtsbilder im Museum. Das Germanische Nationalmuseum und das Mittelalter (im 19. Jhd.)
Spanka, Lisa (Bremen): "danmarkshistorier" - Geschichten der Vielfalt?

Kommentar: Pasquale De Caprio (Berlin)

Freitag, 9. Mai 2014

9.15 – 10.45 Uhr Panel I (Teil II):
Narrative des Nationalen (Moderation Irmgard Zündorf)

Reckling, Tobias (Portsmouth)/ Sehrt, Jurek (Berlin): "Geteilte Erinnerungen". Die Musealisierung des spanischen Bürgerkrieges

Minkov, Stefan (Shumen)/ Petrova, Deniza (Berlin): Nationale Narrative und Kulturtransfer am Beispiel des bulgarischen Nationalen Militärgeschichtlichen Museums

Calabretta, Constanza (Berlin): "Making Italians". An exhibition of the 150 anniversary of Italian unity

Kommentar: Mary-Liz Andrews (Berlin)

10.45 Uhr Pause

11.15-12.45 Uhr Panel II:
Kolonialismus als nationalgeschichtliche Herausforderung (Moderation Pasquale De Caprio)

Lewerenz, Susann (Hamburg)/ Muschalek, Marie (NY/Ithaca): "Kolonialismus im Kasten". Nationalgeschichte im Deutschen Historischen Museum in Berlin

Laufer, Ulrike (Essen): "Wie kommt der Ochsenkarren ins Museum?". Überlegungen zum "National Museum of Namibia" und dem neuen "Independence Memorial Museum"

Kunstmann, Rouven (Oxford): "Entkolonialisierende Nationalmuseen?". Die printmedialen Kontroversen der späten 1950er Jahre in Ghana und Nigeria

Kommentar: Ulrike Schaper (Berlin)

12.45-14.00 Uhr Mittagspause

14.00 – 15.30 Uhr: Panel III:
Transnationale Perspektiven (Moderation Johannes Zechner)

Settele, Veronika (Innsbruck): Nationale Narrative im Europäischen Gedächtnis: Das entstehende "Haus der Europäischen Geschichte" in Brüssel
Joss, Anna (Zürich): Legitimationsversuche für die Existenz eines Schweizerischen Nationalmuseums

Brait, Andrea (Wien): "Musealisierung von Nationalgeschichte in Diskussion". Die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und die Schweiz im Vergleich

Kommentar: Joachim Baur (Berlin)

15.30: Abschlussdiskussion (bis ca. 16.30)

 


Programm des Workshops (PDF)


Fotos vom Workshop (PDF)
(Fotos und Text: Roman Guski)
 

 Tagungsbericht bei H-Soz-u-Kult  (8. Juli 2014, Autorin: Bettina Altendorf, Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Berlin)

 


 

Workshop


Public Visual History
Wie Filme Geschichte schreiben

 


Zeit:
29./ 30. April 2014

Ort:
Potsdam Museum
Am Alten Markt 9 (Altes Rathaus), 14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
Organisatoren:
Dr. Sabine Moller (HU Berlin), Dr. Christoph Classen (ZZF Potsdam)
Anmeldung: bis spätestens 17.04.2014 an Nadine Jenke per Email: jenke@zzf-pdm.de

 

Nicht nur Filme, die sich explizit mit der Historie auseinandersetzen, wie „Schindlers Liste“ oder TV-Dokumentationen  wie „Hitler – eine Bilanz“, haben Geschichte geschrieben. Auch Filmproduktionen, die sich vordergründig nicht mit Geschichte beschäftigen, machen Geschichte. Im Zuge der Cultural Turns sind zunehmend auch Fernsehserien wie der Polizeiruf 110 oder Blockbuster wie Star Wars in den Gegenstandsbereich der historischen Forschung getreten.

In dem Workshop „Wie Filme Geschichte schreiben…“ diskutieren Historiker und Geschichtsdidaktiker gemeinsam mit Film- und Medienwissenschaftlern ihre Zugänge zu den geschichtskulturellen Dimensionen von Film und Fernsehen. Ziel der Veranstaltung ist es, diese Zugänge an Beispielen vorzuführen und methodisch zu reflektieren. Deshalb sollen weniger spezifische Lesarten eines Films als vor allem die Perspektivität des eigenen analytischen Zugriffs im Mittelpunkt der Diskussion stehen.Der Workshop soll helfen, ein Handbuch zu konzipieren, das über einen Filmkanon hinausgeht. Ansätze aus Visual und Public History ebenso wie Forderungen nach einem reflektierten Geschichtsbewusstsein und einer Visual Literacy sollen mit gängigen spezifisch filmwissenschaftlichen Methoden zusammengeführt werden. Im Ergebnis soll der Workshop die Frage beantworten, ob und wie sich diese Ansätze in einem Handbuch gewinnbringend umsetzen lassen.

 
Programm des Workshops(PDF)

 

Tagungsbericht bei H-Soz-u-Kult vom 06.06.2014 (Autor: André Kasubke, Zossen)  


 

Workshop

 

Privatisierte Gesundheit:
Arbeitsmärkte, Erfahrungsräume und Staatlichkeit im Gesundheitswesen seit den 1970er Jahren

19.-20. März 2014

Ort:
Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Universität Augsburg, Philos.-Hist. Fakultät / Geschichte
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät IV / Institut für Geschichte
 

Organisation:
Dietmar Süß (Universität Augsburg)
Winfried Süß (ZZF Potsdam/Universität Wuppertal)
Malte Thießen (Universität Oldenburg)


Eine der zentralen Auseinandersetzungen um die „Modernisierung“ des Gesundheitswesens seit den 1990er Jahren betrifft die Rolle privater Akteure auf dem wachsenden Markt der Gesundheitsökonomie. Dabei geht es um veränderte Formen der Versorgungsstrukturen, die insbesondere mit den Begriffen der „Effizienz“ und „Wettbewerbsfähigkeit“ diskutiert wurden.
Der Workshop möchte Zeithistoriker, Sozialwissenschaftler und Gesundheitsökonomen zusammenbringen, um über Voraussetzungen, Formen und Folgen der Ökonomisierung und Privatisierung von Gesundheit von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart zu diskutieren – und damit die gegenwärtigen Auseinandersetzung in europäisch-transnationaler Perspektive stärker historisch zu verorten.
Thematisiert werden die drei Themenfelder: Privatisierung und Staatlichkeit; Erfahrungsräume, Erwartungshorizonte und Praktiken; Privatisierte Arbeitswelten


Workshop-Programm
(pdf)


Anmeldung:
Eine Teilnahme am Workshop ist nur nach persönlicher Anmeldung bis zum 5. März 2014 möglich bei:
Priv.-Doz. Dr. Winfried Süß
Email: suess@zzf-pdm.de


Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. Winfried Süß
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Email: suess@zzf-pdm.de

 


 

Final Conference
International Joint Research Project

Physical Violence and State Legitimacy in Late Socialism

27 February - 1 March 2014

Final Conference organised by the ZZF Potsdam
and funded by the Leibniz-Gemeinschaft

Venue:
Auditorium, Jacob- und -Wilhelm-Grimm-Zentrum
Humboldt University of Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 3, Ground Floor
Berlin, Germany

Project directors: Jan C. Behrends, Pavel Kolár and Thomas Lindenberger

Organisation:
Stephanie Karmann

The historical research network on violence after Stalinism is funded by the Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. (WGL). The project is hosted by the Centre for Contemporary History, Potsdam (ZZF) in cooperation with the Institute for East and Southeast European Studies in Regensburg and the European University Institute in Florence.
The network investigates the relationship between physical violence and state legitimacy after Stalinism. It addresses the following questions: How did the party- state control violence after Stalin? How did political legitimation change after 1956? To what extent did physical violence disappear from politics? How was physical violence in the private sphere dealt with? Did these changes contribute to the decline of communism?
The project’s international research network is contributing to the debates about the nature of communist dictatorships, to the causes of the European revolutions of 1989 and the break-up of the Soviet Union in 1991. Its aim is to strengthen international cooperation and support comparative and transnational research in the field of communist studies.

Conference Programme (pdf)

Conference Poster (pdf)


Registration and Contact:
Please register before 13 February 2014 by sending an email to:
Stephanie Karmann
Centre for Contemporary History Potsdam
eMail: karmann@zzf-pdm.de

For further information please refer to the website of the group: www.physicalviolence.eu

 



Tagungsbericht - Conference Proceedings  


 

International Workshop

Biopower and Physical Violence: Embodied Experiences in Communist Europe

Potsdam, 24 January 2014

Workshop organised by the ZZF Potsdam
and funded by the Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. (WGL)

Venue: Centre for Contemporary History (ZZF Potsdam), Small Seminar room (Ground Floor), Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam, Germany

Concept: Muriel Blaive, Thomas Lindenberger

Departing from Michel Foucault, notably from his History of Sexuality, the biopolitical argument that a person's body is a site of control is now well established. Applied to Communist Europe, the Foucauldian biopolitical perspective relativizes the singularity of communist would-be 'totalitarianism' (modern Western states have displayed distinct 'totalitarian' tendencies in the exercise of their rule, too) and shifts the analysis "onto a terrain that is irreducible to traditional terms like democracy, power, and ideology" (Robert Esposito.) Without denying the existing differences between communism and democracy, it greatly reduces the importance of ideology and of the East/West divide. It shifts the accent onto what eventually made a crucial long-term difference between the two systems, i.e. the construction of citizenship. By involving the notions of consent and bodily integrity, we will also bring into play physical violence, especially as applied to women.

Workshop Programme (pdf)


Contact:
Stephanie Karmann
Centre for Contemporary History Potsdam
eMail: karmann@zzf-pdm.de

 


 



11. Potsdamer DoktorandInnenforum zur Zeitgeschichte

Krisen als Normalität?
Wahrnehmungen und Reaktionen seit 1945
 

16. bis 17. Januar 2014

Veranstalter:
ZZF Potsdam

Organisation: Jens Beckmann, Ariane Brill, Sina Fabian, Christiane Mende

Ort: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Großer Seminarraum, Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam

Der Begriff der Krise erscheint allgegenwärtig, seine inhaltliche Bestimmung fällt jedoch schwer. Unterschiedliche Deutungen dessen, was als Krise auszumachen ist, verweisen auf den relationalen Charakter und die diskursive Verfassung von Krisen. Die neuere Forschung hat dementsprechend vielfältig betont, dass Krisen nicht substantialistisch als ein Niedergangsphänomen zu fassen sind. Vielmehr basieren sie auf Selbstbeschreibungen der Gesellschaft, die eine existentielle Gefährdung ausmachen und angesichts der ungewissen Zukunft rasche Entscheidungen verlangen. Reaktionen auf Krisen können zum einen zu gesellschaftlichen Veränderungsprozessen führen, sie können andererseits allerdings auch auf die Stabilisierung des Bestehenden einwirken. Krisen sind dabei Phasen, die strukturelle Entwicklungen mit ereignishaften Situationen verbinden. Gerade dies macht sie für historische Analysen interessant, da sie sowohl kollektive als auch individuelle Wahrnehmungen und Praktiken einer Zeit verflochten fassbar machen. Krisen erscheinen zwar als Ausnahmephänomene, aber zugleich sind sie Teil gesellschaftlicher Normalität und konstruieren Annahmen über Normalität.

Auf dem ZZF-DoktorandInnenforum 2014 soll daher das Spannungsverhältnis unterschiedlicher Wahrnehmungen und Reaktionen auf Krisen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen. Die von Krisen bzw. Krisendiskursen ausgelösten Prozesse sind historisch in unterschiedlichen Formen zu beobachten und reichen von beschleunigten Aufbrüchen bis hin zu langwährenden Blockaden gesellschaftlichen Handelns. Methodisch wird sich dem Phänomen der Krise aus politik-, wirtschafts-, sozial- und kulturhistorischer Perspektive angenähert. Ebenso breit soll das Spektrum der Themen sein, die von Wirtschaftskrisen über andere einschneidende kollektive Ereignisse, wie Kriegsgeschehen, Entlassungswellen, Regierungswechsel, Energiekrisen, Umweltkatastrophen bis hin zu Krisen in Kultur und Lebenswelt reichen können. Sowohl historische Fallstudien, als auch eher theoretisch ausgerichtete Texte mit historischen Bezügen sind willkommen. Angesichts des häufig grenzüberschreitenden Charakters von Krisenphänomenen laden wir besonders zu Vorschlägen mit internationalen und transnationalen Themenstellungen ein.

Programm-Folder "11. Potsdamer DoktorandInnenforum zur Zeitgeschichte" (pdf)

Anmeldung:
Teilnehmende, die nicht vortragen möchten, sind herzlich willkommen, werden jedoch um Anmeldung bis zum 31. Dezember 2013 gebeten: doktorandenforum@zzf-pdm.de

 

 

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