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Tagungen, Konferenzen und Workshops 2016

  
 
  
 
 

  • "Thinking Beyond 'Crisis'"
    Historical, artistic and media approaches to contemporary migration in Europe
    Öffentliches Symposium
    17. Mai 2016, Berlin
     

 

 

  

 

 


 

 

 

 

Symposium
 

Thinking Beyond "Crisis"

Historical, artistic and media approaches to contemporary migration in Europe

 

Date: Tuesday, May 17, 2016 | 2 pm to 10 pm


Location:
BOX Freiraum
Boxhagener Straße 93/96
Innenhof
10245 Berlin-Friedrichshain


A cooperation between:
Bard College Berlin, the Centre for Contemporary History (ZZF Potsdam), the Hannah Arendt Center at Bard College,
BOX Freiraum and ‘wir machen das’


Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung erbeten
: detjen@zzf-potsdam.de (Marion Detjen)


Summary

News reports commenting on the current refugee situation rotate around terms like ‘crisis’ and ‘emergency.’ Both words however isolate events within the present and are apt to block out more encompassing and creative approaches including drawing on the experiences and theories brought to us by refugees from earlier eras.
With Hannah Arendt as a central figure who speaks to us both as a refugee and on refugees, ‘Thinking Beyond Crisis’ will attempt to outline the closures of presentist ad-hoc responses and to meet Europe's new reality in a mode of exchange and mutual adjustment rather than through technocratic ‘problem solving.’
Renowned scholars, artists, journalists and young Afghan refugees will engage in panel discussions, a poetry reading and open Q&A to help us think and speak 'beyond' crisis.

Speakers
Ewa Atanassow, Bard College Berlin
Roger Berkowitz, Hannah Arendt Center for Politics and Humanities, Bard College, Annandale
Kerry Bystrom, Bard College Berlin
Gerhard Casper, American Academy, Berlin
Jeffrey Champlin, Al-Quds Bard College for Arts & Sciences, East Jerusalem
Marion Detjen, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam and ‘wir machen das’
Stephan Detjen, Deutschlandradio, Berlin
Ines Kappert, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Susanne Koelbl, DER SPIEGEL and poetry mentor at BOX Freiraum, Berlin
Carolina Mojto, BOX Freiraum, Berlin and ‘wir machen das’
Orwa Nyrabia, film producer and filmmaker, Berlin
Patrice Poutrus, Universität Wien
Annette Vowinckel, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Ulrich Wilhelm, Bayerischer Rundfunk, Munich


Program

14:00-14:30
Welcome and introductory remarks
Carolina Mojto, BOX Freiraum & ‘wir machen das’
Kerry Bystrom, Bard College Berlin
Marion Detjen, ZZF Potsdam & ‘wir machen das’

14:30-16:00
Panel One Historical and Contemporary Migration in Eastern and Western Europe: Arendtian Perspectives
Patrice Poutrus, Universität Wien
Orwa Nyrabia, filmmaker & - producer
Jeffrey Champlin, Al-Quds Bard College

Moderator: Ewa Atanassow, Bard College Berlin

16:00-16:30: Coffee Break

16:30-18:00
Panel Two Arendt on Refugees/Arendt as Refugee
Gerhard Casper, American Academy
Roger Berkowitz, Hannah Arendt Center
Annette Vowinckel, ZZF Potsdam

Moderator: Kerry Bystrom, Bard College Berlin

18:00-20:00
Buffet with Aleppo Supper Club and presentation of the Refugee Student Scholarship Network by Marion Detjen

20:00-20:30
Poetry reading
Young Afghan refugees read from their own work, introduced by Susanne Koelbl who initiated the poetry program at BOX Freiraum together with Aaresh Spanta and Andreas Jödecke

20:30:22:00
‘Speaking Beyond Crisis Today’
Discussion on the crisis-discourse in the media followed by Q&A

Ines Kappert, Heinrich-Böll-Stiftung
Susanne Koelbl, DER SPIEGEL & BOX Freiraum
Ulrich Wilhelm, Bayerischer Rundfunk

Moderator: Stephan Detjen, Deutschlandradio  


Program "Thinking Beyond 'Crisis'" (pdf)

 

Contact:
Dr. Marion Detjen
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
detjen@zzf-potsdam.de

 


 

 

 

 

Workshop
 

Generationen linker Politik in der Bundesrepublik 1947 - 1987

Workshop im Rahmen des Promotionskollegs "Geschichte linker Politik in Deutschland jenseits von Sozialdemokratie und Parteikommunismus"

 

Zeit: Donnerstag, 23. Juni 2016


Tagungsort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

(Anfahrt)


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Institut für Soziale Bewegungen Bochum


Organisation:
David Bebnowski (david@bebnowski.de)

Anmeldung:
Bernd Hüttner: huettner@rosalux.de
 

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.

 

Die Debatte um Linke Politik und soziale Bewegungen in der „alten“ Bundesrepublik war lange durch die Chiffre „1968“ dominiert, um die in hitzigen Deutungskämpfen weiterhin gerungen wird. Aus dem Blick geriet dabei oft, dass die Grundlagen jener „Neuen Linken“, deren unterschiedliche Ausprägungen schließlich die 1960er Jahre dominierten, bereits im Jahrzehnt zuvor gelegt wurden. Proteste regten sich sowohl gegen NS-Kontinuitäten wie auch für die Wiedervereinigung beider deutscher Teilstaaten. Demonstriert wurde gegen die Remilitarisierung (West)Deutschlands und das KPD-Verbot, Aktivistinnen und Aktivisten nahmen das Grundgesetz beim Wort und forderten eine weitergehende Demokratisierung der Bundesrepublik ein.
Über die politischen Zusammenhänge der Bundesrepublik hinaus öffneten Stalins Tod und die Umwälzungen des 20. Parteitags von 1956 wiederum neue Räume für marxistisches Denken jenseits der Lager von Marxismus-Leninismus und Sozialdemokratie - in der britischen Debatte werden daher die „56er“ der New Left längst den 68ern gleichgestellt.
Diese These von den zwei Generation der neuen Linken will unsere Tagung aufgreifen und für die neuere Zeitgeschichte der BRD in zwei Workshops und einem abschließenden Vortrag von Theodor Bergmann diskutieren. Gefragt wird, welche Rolle die Traditionen der Weimarer Arbeiterbewegung spielten, verkörpert durch antifaschistische Exilanten und Überlebende aus der Zeit des Nationalsozialismus. Diskutiert werden soll aber auch, inwieweit das Generationenkonzept für die 1970er Jahre und später schlüssig ist. Gab es eine „Dritte Generation“ der Neuen Linken, oder lässt die im „roten Jahrzehnt“ zu beobachtende Fraktionierung von Lebensstilen und Politikformen eine solche Verallgemeinerung nicht zu?


Programm

13.00 - 13.30
Begrüßung und Tagungseröffnung durch Vertreter von RLS, ZZF und ISB

13.30 - 15.15
Thematische Workshops

David Bebnowski (Promotionsstipendiat im Kolleg) und Prof. Dr. Philipp Felsch (HU Berlin):
Theoretische Sackgasse oder generationeller Bruch?
Die „Krise des Marxismus“ am Ende der 1970er Jahre in Argument und PROKLA

15.15 – 15.45
Kaffeepause

15.45 - 17.30
Sarah Langwald (Promotionsstipendiatin im Kolleg) und Dr. Dominik Rigoll (ZZF Potsdam):
Generationelle Brüche und Kontinuitäten in der „Verteidigungsbewegung“ der 1950er und 1960er Jahre.

17.30 - 18.00
Kaffeepause


Keynote
18.00 - 19.30
Theodor Bergmann:
Die 1950er Jahre als Ausgangspunkt der Neuen Linken in der BRD

Einleitung: Prof. Dr. Mario Keßler ZZF Potsdam)
Moderation: Dr. Ralf Hoffrogge

19.30 - 20.00
Schlussworte/Verabschiedung

Im Anschluss ist ein gemeinsames Abendessen für alle Teilnehmenden in den Räumlichkeiten des ZZF vorgesehen.

 

Kontakt:
David Bebnowski
david@bebnowski.de 

 

 

 


 Abgeschlossene Tagungen und Konferenzen 2016


 

  


Tagung

 

Globales Engagement im Kalten Krieg
Internationale Solidarität in Ost- und Westdeutschland

 

 

Zeit: 21.-22. April 2016

Tagungsort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

(Anfahrt)


Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Centre d'histoire der Universität Versailles (CHCSC Versailles)

 

Organisation:
Frank Bösch (ZZF Potsdam)
Caroline Moine (CHCSC Versailles)
Stefanie Senger (ZZF Potsdam)

 

Anmeldung:

Aufgrund eines begrenzten Platzangebotes wird um schriftliche Anmeldung bis zum 14. April 2016 gebeten
bei Judith Koettnitz unter: koettnitz@zzf-potsdam.de



Kurztext zum Inhalt und zu den Zielen der Tagung

 

Im letzten Jahr überraschten die Deutschen die Welt mit einer großen Solidarität mit Flüchtlingen. Dieses zivilgesellschaftliche Engagement knüpft in mancher Hinsicht an Bewegungen der 1970er/80er Jahre an. In der Bundesrepublik entstanden damals zahlreiche Initiativen, die sich für politische Verfolgte in Diktaturen einsetzten, gegen den Rassismus in Südafrika oder für den Aufbau revolutionärer Staaten wie Nicaragua. Aber auch in der DDR erreichten staatlich initiierte Kampagnen der internationalen Solidarität eine massenhafte Unterstützung und es entstanden einzelne unabhängige Aktionen.

Die Tagung untersucht die Ziele und Praktiken dieser internationalen Solidarität in Ost- und Westdeutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Vordergrund steht die politisch-ethische Verbundenheit mit unterdrückten Minderheiten und Ländern, die bislang meist aus einer Selbstbeschreibung der Akteure heraus thematisiert wurde. Die Tagung betrachtet die Solidarität als grenzübergreifende Praxis im Kalten Krieg, ordnet sie in die Geschichte der „Neuen Linken“ ein und diskutiert sie als Teil der Globalisierung, die sich hier in vielfältigen transnationalen Kooperationen und dem Eintreten für die universellen Menschenrechte niederschlug. Neben den Erwartungen und Praktiken wird dabei auch das Scheitern vieler Initiativen analysiert.

Die Tagung diskutiert vorher verschickte Papiere, in die nur kurz eingeführt wird, mit Ausnahme der Impuls- und Abschlussvorträge.

 

 

Programm

 

 

Donnerstag, 21. April

 


13.30 Uhr – Begrüßung

13.40 Uhr – Impulsvorträge
 

  • Moderation: Patrick Merziger (Universität Leipzig)

  • Jan Eckel (Universität Köln): Solidarität und Menschenrechte

  • Frank Bösch (ZZF/Universität Potsdam): Ziviles Engagement und bürokratische Hilfe: Die „Boat People“ aus Südostasien und die bundesdeutsche Solidarität mit Flüchtlingen

     

15.00 Uhr – Kaffeepause


15.30–17.15 Uhr – Deutsch-deutsche Solidarität in der Systemkonkurrenz
 

  • Moderation: Kim Christiaens (KU Leuven)

  • Stefanie Senger (ZZF Potsdam): Reiz der Revolution. Das sandinistische Nicaragua und die deutsche Solidarität aus Ost und West

  • Konrad Sziedat (IfZ/LMU München): ‚Solidarität mit Solidarnosc‘ and beyond: Transnationale gefühlte Gemeinschaften und verflochtene Transformationen in Ost und West

  • Lutz Maeke (IfZ Berlin): Die doppelte deutsche Palästina-Solidarität

     

17.00 Uhr – Kaffeepause


17.30–19.15 Uhr – Solidarität im Kampf um Menschenrechte

  • Moderation: Jan Eckel (Universität Köln)

  • Caroline Moine (Universität Versailles): Menschenrechtsaktivismus für Chile in Ost- und Westdeutschland

  • Felix A. Jiménez (Boston College): West German solidarity and human rights activism for Argentina, 1975–1983

  • Benjamin Möckel (Universität Köln): Global Solidarity for Sale: Menschenrechtsaktivismus als Konsumpraxis in der Bundesrepublik in den 1970er und 1980er Jahren
     

19.15 Uhr Abendessen


20.15 – Filmvorführung und Diskussion

 

 


Freitag, 22. April


9.00–10.45 Uhr – Brigaden der Solidarität vor Ort

  • Moderation: Ulrich van der Heyden (HU Berlin)

  • Hubertus Büschel (Universität Groningen): Solidarität und Entwicklungshilfe in Afrika

  • Christian Helm (Universität Hannover): Reisen für die Revolution. Solidaritätsbrigaden als Praktik der bundesdeutschen Nicaragua-Solidarität

  • Eric Burton (Universität Wien): „Stark abhängig vom Partner“: Solidarität und ihre Grenzen bei den Brigaden der Freundschaft der FDJ


10.45 Uhr – Kaffeepause


11.15–12.30 Uhr – Bürgerrechte und Antirassismus

  • Moderation: Detlef Siegfried (Universität Kopenhagen)

  • Sophie Lorenz (Universität Heidelberg): ‚Schwarze Schwester Angela‘: ‚Rot-Schwarze‘ Verbundenheitsvorstellungen und die DDR-Solidaritätskampagne für Angela Davis

  • Anja Schade (Universität Hannover/FU Berlin): „Free Nelson Mandela“ Die Solidarität der DDR aus Sicht des African National Congress


12.30 Uhr – Snackpause


13.00 Uhr – Abschlussvortrag

  • Kim Christiaens (KU Leuven): Europe at the crossroads of three worlds: Tales of Revolution and Solidarity in postwar Europe


13.45 Uhr – Abschlussdiskussion

  • Moderation: Caroline Moine und Stefanie Senger

 

Programm-Flyer (pdf), Stand vom 30. März 2016



Kontakt:
Prof. Dr. Frank Bösch
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
boesch@zzf-pdm.de


Stefanie Senger
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
senger@zzf-pdm.de 

 

 

 


  

 

Workshop

 

Räume, Märkte, Szenen
Neue Arbeiten zur Popgeschichte

 

 

Zeit: 15. April 2016

Tagungsort:
Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung
Sophienstraße 22a
10178 Berlin

(Anfahrt)


Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit dem
Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung (HU Berlin)

 

Organisation:
Bodo Mrozek (ZZF Potsdam)

  

Pop- und Geschichtsforschung gingen lange Zeit getrennte Wege. Dies lag einerseits am programmatischen Anspruch auf Gegenwartsdeutung des auf neueste Trends fixierten Popdiskurses,  und andererseits an der (unter dem Kampfbegriff des „Kulturalismus“ trotzig behaupteten) Kulturabstinenz der Historiographie. Mit dem wachsenden zeithistorischen Interesse an den siebziger bis achtziger Jahren rücken nun zunehmend massen- und warenästhetische Aspekte der globalisierten Medien- und Informationsgesellschaften in den Fokus. Mittlerweile liegen erste Versuche der Systematisierung und Bündelung vor.  Popgeschichte versteht sich darin nicht als Methodenset oder gar als Schulbildung, sondern vielmehr als ein relevantes Themenfeld des 20. Jahrhunderts, auf dem unterschiedliche historiographische Verfahren zur Anwendung kommen.


Der vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung (HU Berlin) organisierte Workshop macht zunächst Inventur in Form einer kritischen Bestandsaufnahme und rückt dann bisherige Blindstellen wie die Unternehmensgeschichte oder die Bedeutung von Pop in ländlichen Räumen in den Fokus, zeigt aber auch neue Perspektiven auf etablierte Forschungsgegenstände wie Jugendszenen und -medien auf. Die Werkstatt dient der Vernetzung und richtet sich explizit auch an Nachwuchswissenschaftler_innen: Im offenen Panel können weitere Themen (auch für Abschlussarbeiten oder Promotionsvorhaben) in Form von Kurz¬präsentationen zur Diskussion gestellt werden. Der Workshop klingt mit Musik aus.


Anmeldung bitte bis zum 1.4. bei: Nora Prüfer: pruefer@zzf-potsdam.de


Weitere Infos zum Workshop erscheinen zeitnah auf: pophistory.hypotheses.org

 

 

Programm

 

9.00 (s.t.) Begrüßung und Einführung

  • Christian Kassung (Berlin) / Jürgen Danyel (Potsdam): Begrüßung

  • Bodo Mrozek (Berlin/Potsdam): Einführende Bemerkungen

  • Daniel Morat (Berlin): Wo steht die Popgeschichte? Resümee und Kritik eines Sympathisanten

 

10.00-11.30 Urbane und rurale pop scapes

  • Bodo Mrozek (Berlin/Potsdam): ‚Urbane Devianz‘: Stadt, Migration und Pop im New York der 1950er

  • Felix Fuhg (Berlin): Aufwachsen in der Metropole. Jugendkultur in London zur Zeit der Globalisierung (1958-1974)

  • Stefan Krankenhagen (Hildesheim): Aus der Pop Provinz. Hildesheim in den 1970er Jahren

  • Moderation: Dietlind Hüchtker (Leipzig)

 

11.30-12.00  Sebastian Schwesinger (Berlin): Führung durch Exzellenzcluster und Sound Lab

 

12.00-13.00 Mittagspause

 

13.00-14.30  Pop als Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte

  • Felix Dietzsch (Leipzig): Musik wird zur Industrie. Die deutsche Schallplattenproduktion 1900-1929

  • Christian A. Müller (Frankfurt): ‚Die nicht-kreativen Hintergründe liefern?‘: West- und ostdeutsche Tonträgerindustrien aus Perspektive der Popgeschichte (1950er-1980er Jahre)

  • Lothar Berndorff (Berlin): Universal Chronicles - zur Geschichte einer Plattenfirma

  • Moderation: Glaucia Perez da Silva (Duisburg-Essen)

 

15.00-16.30 Jugendbilder, Jugendszenen

  • Aline Maldener (Saarbrücken): Tracing the East. Osteuropa-Diskurse und -konstruktionen in westeuropäischen Jugendzeitschriften der 1960er und 70er Jahre

  • Nikolai Okunev (Berlin): Betrachtungen der Unpolitischen? Heavies in der DDR

  • Florian Lipp (Hamburg): Punk und New Wave in der DDR – neue Quellen, neue Fragen

  • Moderation: Alexa Geisthövel (Berlin)

 

17.00-18.00 Kurzpräsentationen popgeschichtlicher Projektskizzen


  • Annette Karpp (Berlin): "No more bad future!" Punk, politische Partizipation und Menschenrechte

  • Steffen Just (Berlin): Subjektimaginationen in Popmusikperformances, 1890-1960

  • Tanja Ehmann und Daniel Schneider (Berlin): Das kurze Jahr der Anarchie - Subkultur in Berlin zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung (Vorstellung einer Ausstellungsidee)

  • Moderation: Julia Erdogan (Potsdam)

 

18.00-19.00 Kommentar und Abschlussdiskussion

  • Jürgen Danyel (Potsdam): Kommentar / Impuls zur Abschlussdiskussion

 

21.00 – open end: Historiker legen Vinylquellen auf

  • Jürgen Danyel (Hammond Grooves)

  • Bodo Mrozek (SoulJazz)

  • Thomas Funk (Disco Surf)

  • Lothar Berndorff (Discophonie) und

  • PopHistory-Resident Kalle Laar (Rumanian Electronica)


Kosmetik-Salon Babette, Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin (Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten.)
 

 

Programm(pdf)

 

Veranstaltungsbesprechung:
Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. (GMM)  vom 20. April 2016
 

 


 

Tagung

 

Visual History
Konzepte, Forschungsfelder, Perspektiven

 

 

Zeit: 2.-4. März 2016


Tagungsort:
Palisa - Tagungs- und Veranstaltungszentrum
Palisadenstraße 48
10243 Berlin-Friedrichshain


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Herder Institut Marburg
Georg-Eckert-Institut Braunschweig
Deutsches Museum München


Anmeldungen werden bis zum 19. Februar erbeten. Bitte geben Sie an, ob Sie an allen Tagen teilnehmen.
Kontakt: Judith Berthold, Tel. 0331 28991 48, tagung@visual-history.de


Für die Verpflegung während der Tagung (Mittagsimbiss am Donnerstag und Freitag sowie Abendimbiss am Donnerstag) erheben wir eine Pauschale von 20 Euro (10 Euro für Studierende)
 

 

Die Geschichtswissenschaft war bis weit in das 20. Jahrhundert hinein vor allem eine Textwissenschaft. Erst in den vergangenen Jahrzehnten wurden Bilder zunehmend als Quellen einbezogen und gleichzeitig auch selbst zum Untersuchungsgegenstand. Ziel der Tagung ist es, eine kritische Bestandsaufnahme der Visu­al History zu leisten, methodische Probleme zu thematisieren, das Gespräch mit Nachbardisziplinen zu suchen und Perspekti­ven für den Umgang mit Bildern in der Geschichtswissenschaft zu entwickeln. 



 

PROGRAMM

 

 

Mittwoch, 2. März 2016


14.00 Begrüßung Annette Vowinckel und Jürgen Danyel (Potsdam)


14.15 Eröffnungsvortrag von Gerhard Paul (Flensburg)
Vom Bild her denken. Der Stand der Visual History zehn Jahre nach dem Konstanzer Historikertag


15.30–16.00 Kaffeepause


16.00–17.30 Panel 1 Konzepte und Methoden der historischen Bildforschung

 

  • Jens Jöger (Köln): Überlegungen zur 'konvetionellen' Bedeutung von Bildern
     

  • Ulrike Pilarczyk (Braunschweig): Politische Erziehung in der Spätphase der DDR. Grundzüge der seriell-ikonografischen Fotoanalyse
     

  • Stefan Troebst (Leipzig): Visuelle Geschichtskultur in Osteuropa. Ein Praxisbericht
     

    Moderation: Annette Vowinckel (Potsdam)



Donnerstag, 3. März 2016


9.30–11.00 Panel 2 Bilder in den Medien/Medialität der Bilder I: Fotografien, Landkarten und Briefmarken

 

  • Ulrich Prehn (Berlin): Von der Schatulle zum Journal. Fotografien als private Erinnerung und publiziertes Medium

  •  

  • Agnes Laba (Marburg): Zwischen Popularisierung und Verwissenschaftlichung – Zur Rolle von Landkarten als Visualisierungsmedien  
     

  • Silke Vetter-Schultheiß (Darmstadt): Von der Natur zur Technik. Westdeutscher Natur- und Umweltschutz auf Briefmarken von 1950 bis 1990
     

  • Moderation: Jörn Glasenapp (Bamberg)
     


11:00–11:30 Kaffeepause


11.30–13:00 Panel 3 Bilder in den Medien/Medialität der Bilder II: Fotografie, Architektur, Film und Fernsehen

 

  • Stefanie Dufhues (München): Mehr sehen/mehr wissen? Die Rolle der Fotografie in der Mikroskopie des 19. Jahrhunderts

  •  

  • Arnold Bartetzky (Leipzig): Architektur und Städtebau als Träger von Geschichtsbildern

  •  

  • Ulrike Weckel (Gießen): Dekonstruktion bewegter Bilder mit filmischen Mitteln. Beispiele des Umgangs mit Aufnahmen aus der NS-Zeit in Film und Fernsehen
     

  • Moderation: Martina Heßler (Hamburg)


13:00–14:30 Mittagspause


14.30–16.00 Panel 4 Bildproduzenten und Bildwirtschaft im historischen Wandel

 

  • Eszter Kiss (Potsdam): Akteure der sozialistischen Bildproduktion und -distribution

  •  

  • Malte Zierenberg (Berlin): Die Bilder, die Worte und der Print-Kapitalismus. Emblematische Ordnungen einer neuen fotografischen Öffentlichkeit seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert

  •  

  • Harriet Scharnberg (Halle-Wittenberg): Das A und P der Propaganda. Bildproduktion und Bildvertrieb der Associated Press G.m.b.H. im Nationalsozialismus
     

  • Moderation: Martina Winkler (Bremen)

 


16.00–16.30 Kaffeepause


16.30–18.00 Podiumsdiskussion Überlieferung, Digitalisierung, Situation der Bildarchive

 

  • Elke Bauer, Bildarchiv des Herder-Instituts, Marburg

  •  

  • Jens Bove, Deutsche Fotothek, Dresden

  •  

  • Hanns-Peter Frentz, bpk Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte, Berlin
     

  • Moderation: Lucia Halder (Köln/Braunschweig)


18.00 Fingerfood


19.30 Buchvorstellung Gerhard Paul, Das visuelle Zeitalter. Punkt und Pixel

(Ort: TheaterClub im Umspannwerk Ost, Palisadenstr. 48, 10243 Berlin)

 


Freitag, 4. März 2016


9.30–11.00 Panel 5 Visual Memory. Wirkungsmacht und Kanonisierung

 

  • Christoph Hamann (Berlin): Freiheit und Einheit? Zur Ikonographie des Mauerfalls 1989 in Berlin

  •  

  • Stephan Scholz (Oldenburg): »Bilder von zwingender Eindringlichkeit«. Produktion, Distribution und Verwendung fotografischer Repräsentationen von »Flucht und Vertreibung« in der Bundesrepublik

  •  

  • N.N.: Historisches Bildverstehen
     

  • Moderation: Susanne Popp (Augsburg)


11.00–11.30 Kaffeepause


11.30–13.00 Abschlusspodium Visual History – Was kommt nach dem Turn?

  • Lucia Halder, Georg-Eckert-Institut Braunschweig/ Rautenstrauch-Joest-Museum Köln

  • Wolfgang Hardtwig, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Jörg Trempler, Universität Passau

  • Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin
     

  • Moderation: Annette Vowinckel (Potsdam)



13:00 Mittagsimbiss vor Ort und Abreise

 
 

Programmflyer
 

 


  

 

Tagung

 

Entgrenzung, Pluralisierung und Identitätsbestimmung
Herausforderungen der Zeitgeschichte in der Welt
der Sozialwissenschaften

 

 

Zeit: 25.-27. Februar 2016


Tagungsort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

 

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 

Organisation:
Rüdiger Graf, Christopher Neumaier, Jenny Pleinen, Kim Christian Priemel


Tagungsteilnahme:
Interessierte, die an der Tagung teilnehmen möchten, nehmen bitte bis zum 17. Februar 2016 Kontakt mit Rüdiger Graf auf: graf@zzf-pdm.de
Bitte geben Sie an, ob sie an allen Tagen teilnehmen möchten.


Die Tagung wird unterstützt von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.


Seit dem Beginn der wissenschaftlichen Institutionalisierung der Zeitgeschichte haben Periodisierungsfragen, Anerkennungsbemühungen innerhalb der eigenen wie Abgrenzungen zu anderen Disziplinen sowie die Bestimmung der methodischen Identität das Fach periodisch beschäftigt. Die grundsätzliche Frage, was Zeitgeschichte ist, was sie sein kann und soll, stellt sich heute dringender denn je. Denn in einer Zeit, in der allenthalben die Forderung nach Interdisziplinarität gestellt wird, ist die inhaltliche und methodische Identität des Fachs Zeitgeschichte keineswegs selbstverständlich. Seine Vertreterinnen und Vertreter befinden sich nicht nur in medialer, sondern auch wissenschaftlicher Deutungskonkurrenz um das Bild der jüngsten Vergangenheit. Gerade die Perspektivverschiebung von der Nachgeschichte des Nationalsozialismus zur Vorgeschichte gegenwärtiger Problemkonstellationen (Hans Günter Hockerts) hat das Fach für neue Fragen geöffnet, seine Konturen aber in mehrfacher Hinsicht verwischt.

Die Tagung geht von drei Problemstellungen aus: Der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung, der Methodenpluralisierung  sowie der Deutungskonkurrenz und Identitätsbestimmung.
Ausgehend von diesen drei Problemstellungen sollen auf der Tagung grundsätzliche Fragen des zeit-historischen Selbstverständnisses diskutiert und dazu beigetragen werden, den oft unpräzisen – bisweilen sorglosen – Umgang mit Vokabular, Methoden und Theorien der sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen auf eine nicht notwendig sichere, wohl aber gründlicher reflektierte Grundlage zu stellen. Die Tagung verfolgt dabei ein bewusst exploratives Anliegen und will herausfinden, wie aktuelle Forschungsprojekte mit den oben skizzierten Herausforderungen umgehen, welche Lösungsvorschläge sie erarbeiten und an welchen empirischen Phänomenen sie diese durchdeklinieren. Gefragt wird danach, an welchen Punkten die zeithistorische Forschung auf grundsätzliche Erkenntnisgrenzen stößt – und welche Probleme möglicherweise eher forschungspraktisch begründet sind.


Programm der Tagung (pdf) (aktualisiert: 15.02.2016)

 

Programm

Donnerstag, 25. Februar 2016

13:30-14:00 Begrüßung und Einführung

14:00-15:30
Entgrenzung der Vergangenheit: Verlust und Persistenz des NS-Bezuges

Habbo Knoch (Köln): Unendliche Zeitgeschichte? Der Nationalsozialismus und die deutsche Ge-schichtswissenschaft im 21. Jahrhundert
Stefanie Middendorf (Halle): Problemgeschichte der Gegenwart? Der Ort des Nationalsozialismus in der Zeitgeschichte

Moderation/Diskussion: Dietmar Süß (Augsburg)

15:30-16:00 Kaffeepause

16:00-17:30
Räumliche Entgrenzung: Der Ort der Bundesrepublik

Florian Greiner (Augsburg): Die Pluralisierung eines imaginierten Raumes - Tendenzen, Perspektiven und Herausforderungen der zeithistorischen Europa-Forschung
Jörg Neuheiser (Tübingen): Wertewandel, Arbeit und Zeitgeschichte. Wie national darf eine transnationale Geschichtsschreibung sein?

Moderation/Diskussion: Heike Wieters (Berlin)

17:30-17:45 Kaffeepause

17:45-19:15
Zeitgeschichte und sozialwissenschaftliche Ungleichheitsforschung

Winfried Süß (Potsdam): Entdeckungserzählungen und Verschattungsnarrative. Soziale Ungleichheit zwischen Soziologie und (Zeit-)Geschichte
Christiane Reinecke (Leipzig): Den Beobachter beim Beobachten beobachten: Zur Historisierung und Lokalisierung von Wissenspraktiken in der Stadt- und Ungleichheitsforschung

Moderation/Diskussion: Annelie Ramsbrock (Potsdam)

20:00 Gemeinsames Abendessen


Freitag, 26. Februar 2016

9:00-10:30
Zeitgeschichte und Sozialwissenschaften: Kategorien und Praktiken

Ariane Leendertz und Nina Verheyen (Köln): Die Sozialwissenschaften in der Welt der Historie: Thesen zum Verhältnis von Zeitgeschichte und Soziologie
Kerstin Brückweh (Tübingen/Duisburg-Essen): Junge Erwachsene und die „Krise” des Arbeitsmarktes seit den 1970ern. Zur produktiven Verbindung von Geschichts- und Sozialwissenschaften

Moderation/Diskussion: André Steiner  (Potsdam)

10:30-11:00 Kaffeepause

11:00-13:00
Zeitgeschichte und sozialwissenschaftliche Umfrageforschung

Christopher Neumaier (Potsdam): Soziologische Perspektiven auf die Familie im Zeitalter des Wertewandels
Bernhard Dietz (Mainz): Herausforderungen der Zeitgeschichte in der Welt der sozialwissenschaftlichen Wertewandelsforschung
Janosch Steuwer (Bochum): „Durch den Druck der Öffentlichkeit“? Der zeithistorische Umgang mit Meinungsumfragen am Beispiel der Zwangsarbeiterentschädigung

Moderation/Diskussion: Alexander Gallus (Chemnitz)

13:00-14:00 Mittagspause

14:00-15:30
Zeitgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Wissenschaftsgeschichte

Tim B. Müller (Hamburg): Demokratie, Wirtschaftsgeschichte und Zeitgeschichte
Benoît Majerus (Luxemburg): T4, 4560RP und double bind. Psychiatrische Begriffe und zeitgeschichtliche Analyse im 20. Jahrhundert

Moderation/Diskussion: Kim Christian Priemel (Berlin)

15:30-16:00 Kaffeepause

16:00-18:00
Zeitgeschichtliche Quellen, Sprachen und Narrative

Pieter Lagrou (Brüssel): The Black Years of the White Continent? Ways out of the liturgy of the superiority of the present over the past
Martina Steber (München): Im Netz der Sprache. Begriffsbildung in der Zeitgeschichte
Andreas Fickers (Luxemburg), Zwischen ‚close‘ und ‚distant reading‘: Zur Hybridität zeithistorischer Forschungspraxis im digitalen Zeitalter

Moderation/Diskussion: Jenny Pleinen (Augsburg)


Samstag, 27. Februar 2016

9:00-11:00
Zeitgeschichte, Medien- und Kommunikation

Claudia Gatzka (Freiburg): Massenmedien und die ‚Modernisierung‘ politischer Kommunikation in der Bundesrepublik und Italien. Zeitgeschichtliche Tieferlegungen
Jenny Pleinen (Augsburg): Zeitgeschichte und Journalismus
Frank Bösch (Potsdam): Zeitgeschichtsschreibung im Zeitalter der Massenmedien

Moderation/Diskussion: Rüdiger Graf (Potsdam)

10:00-11:30 Kaffeepause

11:30-13:00
Entgrenzung von Gegenwart und Zukunft
Frank Reichherzer (Potsdam): Die Grenzen der Gegenwart. Überlegungen zur Zeitperspektive der Zeitgeschichte
Rüdiger Graf (Potsdam): Der Verlust der Zukunft und der Zukunftsbezug der Zeitgeschichte

Moderation/Diskussion: Martin Sabrow (Potsdam)

13:00-13:30 Abschlussdiskussion


Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Graf
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
graf@zzf-pdm.de

 


 

 

  

 

Tagung

 

13. Potsdamer Doktorandenforum:
Neue Wege in die Zeitgeschichte

 

 

Zeit: 11.-12. Februar 2016


Tagungsort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

 

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 

Organisation:
Janine Noack, Fabian Kuhn, Christoph Plath


Programmflyer des 13. Potsdamer Doktorandenforums (pdf)

 

Das Doktorandenforum ist eine jährliche wissenschaftliche Tagung zu aktuellen Themen der Zeitgeschichte, die auswärtigen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit bietet, ihre Promotionsvorhaben am ZZF vorzustellen. Die Graduierten des Kollegs übernehmen die thematische Konzeption und die Organisation der Konferenzen.


Das Programm des 13. Potsdamer Doktorandenforums finden Sie auch auf der Seite ZZF-Doktoranden/innen

 


 

  

 

Tagung

 

„Digitale Geschichtswissenschaft – neue Tools für neue Fragen? Eine Tagung für die CLARIN-D Facharbeitsgruppen „Neuere Geschichte“ und „Zeitgeschichte“

 

 

Zeit: 8.-9. Februar 2016


Tagungsort:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22
10117 Berlin

 

Veranstalter:
Georg-Eckert-Institut Braunschweig
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
CLARIN-D

 

Organisation:
Dr. Maret Keller ( keller@leibniz-gei.de )
Thomas Werneke ( werneke@zzf-pdm.de )


Anmeldung zur Tagung als Gastteilnehmer bei:
Thomas Werneke (werneke@zzf-pdm.de), Dr. Maret Keller (keller@leibniz-gei.de)

 

Die CLARIN-D Facharbeitsgruppen unter Leitung des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig und des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam laden zu einer Tagung am 8. und 9. Februar 2016 an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin ein. Neben der Vorstellung von CLARIN-D Ressourcen und Tools sollen aktuelle Forschungsvorhaben und -tendenzen vor allem zu Massenmedien (wie Zeitungen, Schulbücher u.a.) seit dem 18. Jh. vorgestellt und diskutiert werden. Angestrebt wird zudem, methodisch-konzeptionelle und technische Fragen der Sprachdatenerschließung für das Fach Geschichte zu erörtern und bestehende Herausforderungen und Möglichkeiten in die Fachgemeinschaft zu kommunizieren.


Programm (pdf), Stand vom 14.01.2016
 

 

PROGRAMM
(Stand vom 14.01.2016)

 

08.02.2016

 


13.15 - 13.30: Begrüßung durch den Akademiepräsidenten
Prof. Dr. Martin Grötschel


„Herausforderungen und Lösungswege für die Erstellung digitaler Korpora“
- Panel der Facharbeitsgruppe „Neuere Geschichte“ -

Moderation: Prof. Dr. Ernesto William de Luca


13.30-13.45
Einleitende Fragen: „(Wie) bringt CLARIN die Geschichtswissenschaft voran?“
Prof. Simone Lässig (DHI Washington)


13.45-14.15
„Quellen des Neuen – Die Integration von Ressourcen zur schulischen und universitären
Bildung in die CLARIN-D-Infrastruktur“ (CLARIN-D Kurationsprojekt der
Facharbeitsgruppe „Neuere Geschichte“).
Dr. Maret Keller (GEI)/Susanne Haaf (BBAW)


14.15-14.45
„Nachnutzbare digitale Korpora für die historische Forschung – Potenziale, Probleme und
Prozesse“
Dr. Michael Piotrowski (IEG Mainz)


14.45-15.15
„Ein Korpus von deutschen Abituraufsätzen zur Erforschung schulischer
Prüfungspraktiken“
Dr. Stefan Cramme/Dr. Joachim Scholz (DIPF)


15.15-15.45
„Von der Massendigitalisierung zur Volltextverfügbarkeit: Herausforderungen am Beispiel
älterer Drucke“
Gregor Horstkemper (Bayr. Staatsbibliothek)


15.45-16.15 Pause (Kaffee)


„Tools und Technologien für die historischen Wissenschaften“
- Technisches Panel -


16.15-16.30
Einleitende Bemerkungen
Dr. Alexander Geyken (BBAW)


16.30-17.00
„DiaCollo – computergestützte Analyse von Kollokationen im diachronen Verlauf“
Dr. Bryan Jurish (BBAW)/ Thomas Werneke (ZZF)


17.00-17.30
„Text Mining zur Analyse großer Datenmengen in den Sozialwissenschaften:
Herausforderungen und Erfahrungen aus dem „ePol-Projekt“
Dr. Gregor Wiedemann (Univ. Leipzig)


17.30-18.00
„Digitale Netzwerkanalyse dramatischer Texte“
Dr. Peer Trilcke (Univ. Göttingen) / Dario Kampkaspar (Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel)


18.00-18.30
„Graphbasiertes Text Mining und Netzwerkanalyse“
Thomas Efer (Univ. Leipzig)


18.30-19.45 Pause (gemeinsames Abendessen der ReferentInnen)

 


Offene Abendveranstaltung


19.45-21.00 Podiumsdiskussion:
„Chancen und Grenzen digitaler Geisteswissenschaften“
Prof. Martin Sabrow (ZZF), Prof. Simone Lässig (DHI Washington), Prof. Rüdiger Hohls
(HU Berlin), Prof. Dr. Ernesto William de Luca (GEI)
Moderation: Dr. Annette Schuhmann (ZZF)

 

 


Dienstag, 09.02.2016


„Neue Tools für neue Fragen?“
- Offenes Panel -

Moderation: Dr. Kathrin Kollmeier (ZZF)


9.00-9.30
„Die Binnendokumentation der Illuminaten durchleuchten – Chancen und
Schwierigkeiten einer Datenbank im Geflecht der Interessen“
Dr. Markus Meumann/Dr. Olaf Simons (Univ. Erfurt, Forschungszentrum Gotha)


9:30-10:00
“Measuring Turkish influence in Bosnia? Corpus-driven history of media discourses on
Turkey in Bosnia and Herzegovina (2002-2014)”
Dr. Dino Mujadževic (Lancaster Univ.)


10.00-10.30
„Erfahrung, Erinnerung, Erzählung und Deutung – Zur digitalen Analyse von Zeitzeugen-
Archiven zum Nationalsozialismus“
Dr. Cord Pagenstecher (FU Berlin)


10.30-11.00
„Hamburger Schlüsseldokumente zur jüdischen Geschichte: Eine Quellenedition im
Spagat zwischen Public History und Forschungsinfrastrukturen“
Dr. Miriam Rürup/ Daniel Burckhardt (IGDJ)


11.00-11.30 Pause (Brunch)


„Digitale Zeitungskorpora in der geisteswissenschaftlichen Forschung“
- Panel der Facharbeitsgruppe „Zeitgeschichte“ -

Moderation: Dr. Achim Saupe (ZZF)


11.30-12.00
„Digitale Zeitgeschichte am Beispiel des DDR-Presseportals: Mehr als nur Fliegenbeinzählerei?“
Daniel Burckhardt (HU zu Berlin)/Adrien Barbaresi (BBAW)


12.00-12.30
„(Korpus-)linguistische Zugänge zur DDR-Mediensprache“
Dr. Steffen Pappert (Univ. Duisburg Essen)


12.30-13.00
„Epistemologische und Methodologische Grundlagen sozialwissenschaftlicher Forschung
nach dem Computational Turn“
Prof. Dr. Gary S. Schaal (HSU Hamburg)


13.00-13.30
„Bundestagsakten in R“
Prof. Andreas Blätte (Univ. Duisburg Essen)


13.30 Schlusswort

 


Kontakt:
Thomas Werneke
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
werneke@zzf-pdm.de

 


 

  

 

Workshop zur Geschichte des Computers

 

The Digital Strand

 

 

Zeit: 21. Januar 2016


Tagungsort:
ETH Zürich
Rämistrasse 101
8092 Zürich


Veranstalter:
Technikgeschichte ETH Zürich
Zentrum Geschichte des Wissens der ETH Zürich und Universität Zürich
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)

 

Organisation:
Frank Bösch ( ZZF Potsdam)
Hannes Mangold (ETH Zürich)
Daniela Zetti (ETH Zürich)


Die Teilnahme an dem Workshop nur für angemeldete Teilnehmer/innen möglich.

 

Wie soll Computergeschichte geschrieben werden? Diese Frage steht, spätestens seit François Lyotard 1979 die Condition postmoderne konstatierte, im Raum. Vor mehr als zehn Jahren ist sie mit James W. Cortadas Trilogie zur Digital Hand akut geworden. Cortada hat die Computergeschichte zwar aus dem offenen Meer historischer Daten geholt, trotz oder wegen der Sammel- und Sortierleistung des ehemaligen IBM Sales Managers war die Gefahr, auf Sandbänken zu stranden, jedoch keineswegs gebannt. Offen blieb, wie der Computer als soziotechnisches Artefakt historisiert werden kann. Der Workshop „The Digital Strand“ will den Möglichkeitsraum von Digitalisierungen kartieren. Er legt die Metapher der einen, ordnenden und ökonomisierenden hand ad acta und schlägt vor, sie durch einen vieldeutigen, vielschichtigen und verwaschenen strand zu ersetzen.
Liegt unter der digitalen Hand der digitale Strand? Strand – zugleich poetisches Gestade und informationstheoretischer wie elektrotechnischer (Kabel-)Strang – kann als Begriff dienen, um die Historiographie des Computers zu problematisieren. Das Bild von gebündelten, ineinander greifenden und zugleich distinkten Drähten fokussiert jene Verwerfungen, Grenzverschiebungen und Rekonfigurationen, mit denen der Computer die prädigitalen Kategorien durcheinander gewirbelt hat und deren Geschichten es zu untersuchen gilt.

Auf dem Workshop „The Digital Strand“ werden aktuelle Forschungsprojekte im Bereich der Computergeschichte vorgestellt, insbesondere von jungen Historikerinnen und Historikern. Dabei werden unterschiedliche digitalhistorische Stränge auf unerwartete Kurzschlüsse abgetastet. 

 

PROGRAMM


10:15h
Einleitung
Frank Bösch (Potsdam), Aufbrüche in die digitale Gesellschaft
Hannes Mangold (Zürich) & Daniela Zetti (Zürich), Computergeschichte gestrandet

10:45h
1. Personen und Daten
Julia Fleischhack (Göttingen), Datengeschichte(n). Eine Forschungsskizze über den Computer hinaus
Steffen Henne (Marburg), „Vorstoß ins Neuland“. Die Computerisierung des Regierens in der Bundesrepublik der 1970er und 1980er Jahre. Geschichte und Vorgeschichte des Datenschutzes

11:45h Kaffeepause

12:00h
2. Sicherheit und Verwaltung
Janine Noack (Potsdam), Die Computerisierung der Bundeswehr und der NVA von den Anfängen bis in die 1980er Jahre
Ricky Wichum (Lüneburg), Recht, Politik, Automation. Der Computer bei Horst Herold und Niklas Luhmann
Rüdiger Bergien (Potsdam), Digitale staatliche Überwachung: Der Computerausbau in west - und ostdeutschen Polizeibehörden und Nachrichtendiensten, ca. 1965 bis 1990

13:30h Mittagessen

14:30h
3. Umverteilen und Verleihen
Thomas Kasper (Potsdam), Computerisierung und Sozialstaat: Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung in der gesetzlichen Rentenversicherung
Martin Schmitt (Potsdam), Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft. Informations- und Kommunikationstechnologie in den Sparkassen der BRD und der DDR
Florian Hoof (Frankfurt a. M.), „Talkin’ ‘bout my Generation“. Das Problem der Generation in der Computergeschichte

16:00h Kaffeepause

16:30h
4. Hacken und Scheitern
Julia Erdogan (Potsdam), Sub- und Gegenkulturen der Computernutzung seit den 1970er Jahren
Christoph Engemann (Lüneburg), Zum fortwährenden Scheitern staatlicher Projekte digitaler Identität

17:30h
Kommentar und Abschlussdiskussion
Frank Bösch (Potsdam)
David Gugerli (Zürich)

19:30h Abendessen



Workshop-Programm, Informationen zum Veranstaltungsort und zur Anreise
(pdf)



Kontakt:
Prof Dr. Frank Bösch
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
boesch@zzf-pdm.de


   



 Abgeschlossene Tagungen und Konferenzen 2015


     

 

 

Workshop


Quo vadis, Landesgeschichte?
Neue Ansätze zur Erfoschung der Geschichte von Berlin, Brandenburg und Preußen


2. Nachwuchsworkshop des Netzwerks Hiko
 

 


Zeit: 4.-5.
Dezember 2015

Tagungsorte:
Stiftung Stadtmuseum Berlin, Märkisches Museum Berlin
Hoffmann-Saal
Am Köllnischen Park 5, 10178 Berlin

Historische Kommission zu Berlin
Vortragssaal
Kirchweg 33 (Der Mittelhof), 14129 Berlin


Veranstalter
Historische Kommission zu Berlin
Kooperationspartner:
Brandenburgisches Landesarchiv
Freie Universität Berlin
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
Humboldt-Universität zu Berlin
Landesarchiv Berlin
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Universität Potsdam
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Der Workshop ist frei zugänglich.
Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.



Ziel des Workshops ist es, die Region in größere geschichtswissenschaftliche Zusammenhänge einzubetten und einen Blick auf die Zentrale in ihrer jeweiligen Ausformung zu werfen. Idealer Weise soll es gelingen, die seit Jahrzehnten geforderte Verknüpfung der Landesgeschichte mit der Reichsgeschichte zu befördern – ein Forschungspostulat, das bis heute aktuell geblieben ist. Mittels vergleichender Ansätze könnte es gelingen, in diesem sowohl thematisch als auch epochal offenen Workshop neue Perspektiven zu entwickeln.
Es werden 15 Nachwuchswissenschaftler ihre laufenden Forschungen und Qualifikationsarbeiten vorstellen und zur Diskussion stellen.
 

Programm "Quo vadis, Landesgeschichte?" (pdf-Flyer)

Plakat "Quo vadis, Landesgeschichte?" (pdf)


Kontakt:
Ellen Franke
Historische Kommission zu Berlin e.V.
Kirchweg 33 (Der Mittelhof), 14129 Berlin-Nikolassee
T: +49 (0)30 80 40 26 86
info[-at-]hiko-berlin.de
www.hiko-berlin.de
 

 

 

 

 

 


 

 

 


Workshop

 

Leben im Paradigma des Verhaltens.
Verhaltensbeobachtungen und Verhaltensregulierungen im 20. Jahrhundert

 

 

Zeit: 4.-5. Dezember 2015

Tagungsort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam


Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 

Organisation:
Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Graf
Dr. Annelie Ramsbrock



Um Anmeldung wird gebeten bis zum 2. Dezember 2015 per Mail an: ramsbrock@zzf-pdm.de

Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.


Programm des Workshops (pdf)

 

Hat das „Verhalten“ eine Geschichte? Auf den ersten Blick scheint diese Frage absurd zu sein. Menschen haben sich immer irgendwie verhalten, historische Arbeiten untersuchen dieses Verhalten, und der Begriff ist alltags-sprachlich ubiquitär. Umso erstaunlicher ist es da, dass er erst Mitte des 20. Jahrhunderts in deutschsprachigen Konversationslexika auftauchte und von da an eine rasante Karriere machte. Der Brockhaus verwies bei der ersten Erwähnung 1964 unter dem Lemma „Verhalten“ auf die Verhaltensforschung, die sowohl auf das Ver-halten von Menschen als auch von Tieren bezogen sein könne. Als wissenschaftlicher Begriff unterschied sich „Verhalten“ vom „Handeln“ oder moralischen Kategorien, insofern der Begriff die Grenze zwischen der menschlichen und der animalischen Welt überbrückte. Als Bezeichnung für offene und verborgene Zustands-änderungen von Organismen, umfasste der Begriff zudem nicht nur den Bereich des Willkürlichen und intenti-onal Steuerbaren, sondern auch des Unwillkürlichen, Reflexhaften und nur bedingt Kontrollierbaren.


Im Lauf des 20. Jahrhunderts versuchten eine Reihe von Wissenschaften, menschliches Verhalten möglichst exakt zu beobachten und zu erklären, und nach dem Zweiten Weltkrieg vollzog sich vor allem in den Vereinigten Staaten eine Reorganisation der Sozialwissenschaften unter dem Label des Verhaltens. Während sich die Geschichte der Behavioral Sciences in den letzten Jahren größeren Forschungsinteresses erfreut hat, gilt dies nicht für die Geschichte der Verhaltenswissenschaften und des Verhaltens in der Bundesrepublik Deutschland. Auch hier urteilten jedoch die Autoren des Historischen Wörterbuchs der Philosophie angesichts seiner vielfältigen wissenschaftlichen Fundierung und Ausdifferenzierung habe der Begriff des „Verhaltens“ vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts „in den naturwissenschaftlich ausgerichteten Disziplinen im wahrsten Sinne des Wortes Epoche gemacht“. Komposita wie Verhaltensänderung, Verhaltensmodifikation, Verhaltensstörung und Wendungen wie abnormes und abweichendes Verhalten, oder zielgerichtetes und zu-lässiges Verhalten, seien aus der Wissenschafts- in die Alltagssprache eingegangen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Ausdifferenzierung erfolgt die wissenschaftliche und alltagssprachliche Verwendung des Begriffs „Verhalten“ heute so selbstverständlich, dass es schwer fällt, die Kategorie überhaupt als gewordene und zudem noch als eine verhältnismäßig junge zu begreifen.


Nicht zuletzt aufgrund seiner häufigen Verwendung als unreflektierter Analysebegriff in der Ge-schichtswissenschaft, scheint es geboten, nach der Historizität des Verhaltens selbst zu fragen. Ausgehend von den verschiedenen disziplinären Zusammenhängen, in denen der Begriff des Verhaltens auftauchte, wird der Workshop der Frage nachgehen, ob es sich dabei um mehr als ein bloßes Label handelte: Wie wurde Verhalten jeweils definiert und mit welchen Methoden wurde es zu erfassen gesucht? Inwiefern unterschied sich der Zugriff auf menschliches Verhalten von alternativen Beschreibungsformen wie zum Beispiel über den Begriff des Handelns oder Kategorien der Moral? Darüber hinaus soll anhand von ausgewählten Praxisfeldern der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutung der Aufschwung der Verhaltenswissenschaften für die Beein-flussung, Steuerung und Regulierung gesellschaftlicher Prozesse hatte.

 

 

PROGRAMM:

Freitag, 4. Dezember 2015


13.00-13.30
Rüdiger Graf/Annelie Ramsbrock: Begrüßung und Einführung


13.30 – 14.45 Ökonomie
Moderation: Ralf Ahrens
Anne Sudrow: Walden, too: Alternative Ökonomie als angewandte Verhaltensforschung
Brigitta Bernet: Verhaltensmanagement

 

14.45-15.15 Kaffeepause

 

15.15 –16.45 Devianz und Therapie
Moderation: Rüdiger Graf
Annelie Ramsbrock: Resozialisierung oder der Ort des Verhaltens in der juristischen Anthropologie
Jens Elberfeld: Verhaltenstherapie
Constantin Goschler: Verfassungsfeinde zwischen Ideologie und Verhalten

 

16.45-17.15 Kaffeepause

 

17.15 – 18.30 Körper und Substanzen
Moderation: Annelie Ramsbrock
Maren Möhring: Essverhalten und Ernährungsverhalten
Jakob Tanner: Sucht. Zwangsverhalten und Kritik der Verhaltenszwänge

 

19.00 Gemeinsames Abendessen

 

 

Samstag, 5. Dezember

 


9:30-10.45 Körper und Gesundheit
Moderation: Kathrin Kollmeier
Hannah Ahlheim: Schlafverhalten
Malte Thiessen: Gesundheitsverhalten

 

10.45 - 11.00  Kaffeepause

 

11.00 - 12.15 Erziehung und Steuerung
Moderation: Franziska Rehlinghaus
Frank Bösch: Medienverhalten
Till Kössler: Verhaltenserziehung

 

12.15-13.00 Mittagessen

 

13.00 – 14.30 Sicherheit und Umwelt
Moderation: Christian Geulen
Kai Nowak: Vom „Unfäller“ zum „Könner“. Expertendiskurse zum Verkehrsverhalten in der Bundesrepublik DeutschlandThomas Lindenberger: „Sicherheit am Arbeitsplatz!“. Arbeitsschutz zwischen technischen Maßnahmen und Verhaltenssteuerung
Rüdiger Graf: Umweltverhalten – Entstehung, Erfassung und Beeinflussung

 

14.30 -15.00 Abschlussdiskussion
 

 

 

Kontakt:

 

Priv-Doz. Dr. Rüdiger Graf
Am Neuen Markt 9d, Raum 2.00
Tel.: 0331/74510-129
Fax: 0331/74510-143
E-Mail: graf@zzf-pdm.de

 

Dr. Annelie Ramsbrock
Am Neuen Markt 9d, Raum 2.02
Tel.: 0331/74510-127
Fax: 0331/74510-143
E-Mail: ramsbrock@zzf-pdm.de

 


 

Tagungsprogramm (pdf)

 

Veranstaltungsnachlese von Rüdiger Graf

 

10. März 2016
Leben im Paradigma des Verhaltens. Verhaltensbeobachtungen und Verhaltensregulierung im 20. Jahrhundert
(Tagung 4.12.-5.12.2015 in Potsdam), Veranstalter: ZZF Potsdam
 

H-SOZ-KULT
Autor: Christopher Kirchberg

 

    


 

 


Transferworkshop


DDR-Geschichte vermitteln
 

 


Zeit:
26. - 27. November 2015

Ort:
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Lentzeallee 94
14195 Berlin


Veranstalter und Organisation:
Juliane Brauer (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin)
Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)
Dagmar Ellerbrock (Technische Universität Dresden)

Anmeldung:
Der Workshop versteht sich in erster Linie als ein Forum für geladene Vertreter/innen der DDR-Gedenkstätten und Wissenschaftler/innen und ist daher halböffentlich angelegt.

Am 3. Oktober 2015 jährt sich zum 25. Mal der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Auch wenn die historische, politische und strafrechtliche Aufarbeitung der DDR-Geschichte unmittelbar nach 1989 begann, war und blieb das Nachdenken, Schreiben, Erinnern und Berichten über die 40 Jahre andauernde „andere“ deutsche Geschichte ambivalent, problematisch und umstritten. Parallel zu den wissenschaftlichen Debatten, und oft ganz unabhängig davon, etablierten sich an neuralgischen Orten der Staatsmacht der DDR Gedenkstätten, zum Beispiel in Gebäuden politischer Strafjustiz, Bezirkszentralen des Ministeriums für Staatssicherheit, an der Berliner Mauer oder der innerdeutschen Grenze. Diese Erinnerungsorte und Gedenkstätten sind für das historische Lernen über die Geschichte der DDR die wichtigsten Eckpfeiler. Der Besuch einer solchen Gedenkstätte ist für Jugendliche, aber auch für interessierte Erwachsene, oft der erste und nicht selten auch der einzige Zugriff auf die Geschichte der DDR. Damit spielen diese Lernorte für die kollektive Erinnerung an die DDR eine überragende Rolle. Aufgrund der zeitlichen Nähe müssen besondere Herausforderungen bewältigt werden. Die Mitarbeiter/innen leisten einen wichtigen Beitrag bei der Vermittlung und Darstellung der DDRGeschichte und zeigen großes Engagement. Häufig sind sie gar selbst Zeitzeugen. Damit entstand eine in der deutschen Gedenkstättenlandschaft einmalige Konstellation, die viele Chancen bietet, aber auch Schwierigkeiten in sich birgt.

Genau an dieser Stelle möchte der Transferworkshop ansetzen. Ziel ist es, Vertreter/innen aus Gedenkorten und Museen zur DDR-Geschichte mit Vertreter/innen aus den akademischen Feldern Public History und Geschichtsdidaktik in einen konstruktiven Dialog zu bringen. Zunächst geht es darum, die didaktische Arbeit und die Ausstellungskonzepte von zehn verschiedenen Orten zur DDR-Geschichte in den neuen Bundesländern vorzustellen und zu diskutieren, sowie Erfahrungen auszutauschen: Welche pädagogischen Konzepte funktionieren gut und welche nicht? Welche didaktischen Materialien und Angebote werden angenommen? Welche Herausforderungen ergeben sich durch die zeitliche Nähe zur DDR-Geschichte? Was können legitime Ziele der Vermittlungsarbeit sein? Welche Bedeutung kann der Beutelsbacher Konsens mit dem Überwältigungsverbot und seiner Forderung nach Multiperspektivität für die DDR-Gedenkstätten haben?


PROGRAMM

Donnerstag, 26. November 2015


13:00-13:30 Begrüßung und Einführung
Juliane Brauer, Irmgard Zündorf

13:30-15:10 Panel I: Alltagsgeschichte

DDR-Museum in Berlin (Robert Rückel / Sabine Moller)
Dresdner Revolutionsweg (Johannes Schulz / Frank-Michael Kuhlemann)

15:10-15:30 Kaffeepause

15:30-17:10 Panel II: Haftgeschichte (Teil 1)

Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus (Hana Hlásková / Irmgard Zündorf)
Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt (Jochen Voit / Sina Speit)

17:10-17:30 Kaffeepause

17:30-18:20 Panel III: Haftgeschichte (Teil 2)

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (Helmuth Frauendorfer / Martin Lücke)

ab 19:00 Abendessen mit Dinnertalk, Dagmar Ellerbrock

 

Freitag, 27. November 2015

9:00-10:40 Panel IV: Stasigeschichte

Stasi-Museum Berlin (Jörg Drieselmann / Thomas Sandkühler)
Museum Runde Ecke, Leipzig (Tobias Hollitzer / Christine Gundermann)

10:40-11:00 Kaffeepause

11:00-12:40 Panel V: Mauergeschichte

Gedenkstätte Berliner Mauer (Katrin Passens / Monika Fenn)
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (Mira Keune / Juliane Brauer)

12:40-14:00 Mittagessen mit Kleingruppenauswertung

14:00-15:30 Gemeinsame Ergebnissammlung: Kriterien guter Vermittlungsarbeit

 

Kontakt:
Irmgard Zündorf
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

0331/28991-13
zuendorf@zzf-potsdam.de

 

Tagungsbericht von Stefan Zeppenfeld: H-Soz-Kult, 18.04.2016.
 

    


 

 


Workshop


Materielle Geschichte zwischen Ding und Kontext

Perspektiven für die Erschließung und Erforschung im Digitalen


Workshop im Rahmen des Projekts "Materielle Kultur als soziales Gedächtnis einer Gesellschaft"
 

 


Zeit:
16. November 2015, 9.30. Uhr (s.t.)

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam


Organisation:
Katja Böhme (ZZF Potsdam)
Karsten Borgmann (ZZF Potsdam)
Andreas Ludwig (ZZF Potsdam)


Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
 

Anmeldung:
Die Teilnemherzahl ist begrenzt und einen Anmeldung daher erforderlich.
Bitte melden Sie sich an unter der eMail-Adresse:

 

Das Internet wird in zunehmendem Maße für die Erschließung von Kulturgut sowie die Präsentation von Forschungsergebnissen genutzt, jedoch scheinen beide Bereiche bisher weitgehend voneinander getrennt praktiziert und gedacht zu werden.

 

Deshalb erscheinen derzeit die praktizierten Formen webbasierter Wissenspräsentation noch unbefriedigend: die von Museumsseite gewählte Form ist der Objektkatalog, der Grundinformationen zu den Objekten zusammenfasst. Das Zustandekommen von Wissen dokumentiert er jedoch nicht, Kontextinformationen bleiben weitestgehend museumsintern. Seitens der akademischen Forschung werden Ergebnisse traditionell in Form von Texten publiziert, selten werden webbasierte Publikationsformen gewählt.

 

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Materielle Kultur als soziales Gedächtnis einer Gesellschaft" am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam wird nach geeigneten Wegen gesucht, museale Objektinformationen mit Kontextmaterialien und Forschungsergebnissen auf einer Website (material-history.de) zusammenzuführen. Gesucht wird eine webbasierte Form, die materielle Kultur und schriftliche Quellen, museale Katalogform und narrative Darstellungsform von Geschichte integriert.

 

Das bestehende Defizit nehmen wir zum Anlass, die Erfahrungen, Anforderungen und Wünsche von Museum, Forschung und Webspezialist*innen im Zusammenhang zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für die Erschließung, Erforschung und Präsentation materieller Objekte im Digitalen zu entwickeln.

Dabei ergeben sich unter anderem die folgenden Fragen: 1. Welche Vorzüge und Defizite zeigen bestehende Webauftritte von Museen? 2. Welche Anforderungen an die Aufbereitung von Objekten als Quellen ergeben sich aus der Perspektive von Forscher*innen, die mit Sammlungsbeständen arbeiten wollen? An welchen Daten besteht Interesse? 3. Welche Visualisierungen sind denkbar, um ein verknüpftes und zugleich übersichtliches Arbeits- und Rechercheinstrument zu bieten?

 

Die Schnittpunkte zwischen musealer Sammlung, Zeitgeschichte und Internet stehen damit im Zentrum der Veranstaltung, zu der wir Interessierte aus den unterschiedlichen Bereichen herzlich einladen.

 

 


PROGRAMM

9.30 Uhr

Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam:
Zeithistorisches Forschen im Internet. Was man sich wünschen sollte

 


9.45 Uhr

Katja Böhme / Andreas Ludwig,
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam:
Digitale Wissensplattformen für Materielle Kultur. Eine Problemübersicht

 


10.15 Uhr Museumsperspektive

Dr. Johanna Sänger, Historikerin:
Bilden, Werben, Wissen tauschen - Sammlungsobjekte im Internet

Kommentar: Dr. Manfred Wichmann, Stiftung Berliner Mauer
 

 

11:45 Uhr Perspektive: Materielle Dinge in der (Zeit-) Geschichte

Prof. Dr. Anke Ortlepp, Universität Kassel:
Dingforschung 2.0 - Webobjekte als Gegenstand (zeit-) historischer Forschung

Kommentar: Dr. Annette Cremer, Universität Gießen

 

 

14:15: Perspektive: digitale Plattformen

Dr. Stefan Rohde-Enslin, Institut für Museumsforschung - Staatliche Museen zu Berlin:
"museum digital": Das Mögliche als Richtschnur aber nicht als Endpunkt

Kommentar: Prof. Marian Dörk, Fachhochschule Potsdam

 

 

15:45 Abschlußdiskussion

Moderation: Dr. Jürgen Danyel, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 

 

17:00 Ende der Veranstaltung





Kontakt:
Dr. Andreas Ludwig
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
ludwig@zzf-pdm.de
 

    


 


Fachtagung

 

Abkehr von der Gewalt?
Der Umgang der westdeutschen Gesellschaft mit alten und neuen Formen gewaltsamen Handelns

 

Zeit:  12.-13. November 2015                                            


Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt  9d
14467  Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)

Konzeption / Organisation:

Thomas Schaarschmidt,  Annelie Ramsbrock,  Winfried Süß, Peter Ulrich Weiß
 

Anmeldung:
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an bei Dr. Peter Ulrich Weiß:

 

 


Vergleicht man die bundesdeutsche Gesellschaft mit den Gesellschaften der NS-Zeit oder der Weimarer Republik, fällt ins Auge, dass ihre Gewalthaftigkeit im Laufe der Jahrzehnte signifikant zurückgegangen ist. Gewaltsames Verhalten, so der Eindruck, war im Verlauf der 1970er und 1980er Jahre in Randbereiche abgedrängt und als Residualkategorie weitgehend eingehegt worden. Aus der Perspektive 70 Jahre nach Kriegsende erscheint die „Umkehr“ der (West-)Deutschen (Jarausch, 2004) somit wie ein kollektiver Lernprozess nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und der NS-Diktatur mit ihrer bespiellosen Massengewalt.

Doch was wie eine Erfolgsgeschichte des zivilisatorischen Fortschritts anmutet, lässt bei näherer Betrachtung Bruchlinien und Ambivalenzen erkennen, die einer vertieften Analyse bedürfen. Zum einen fällt auf, dass sich die Abkehr von der Gewalt auf verschiedenen Ebenen zeitversetzt und in unterschiedlicher Intensität vollzog. Zum anderen wurde die bundesdeutsche Gesellschaft mit der politischen Radikalisierung in den 1960er Jahren und dem Weg in den Terrorismus der 1970er Jahre mit neuen Formen der Gewalt konfrontiert. Auch hatten und haben vielfältige Formen der Mikrogewalt in zahlreichen gesellschaftlichen Teilbereichen ungebrochen überdauert. Dass die gewalthaltigen Darstellungen in den Medien Gewalt auf eine andere – virtuelle – Ebene verlagern, wird ebenfalls argumentiert (Welzer, 2012). Historische Forschungen zur Rolle der Gewalt in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft standen lange Zeit im Schatten der Soziologie, die sich bereits seit den 1980er Jahren mit entsprechenden Phänomenen auseinandergesetzt hatte. Doch inzwischen hat sich eine Reihe von Historikerinnen und Historikern mit innovativen Studien zu Wort gemeldet. Dabei nehmen viele der historischen Untersuchungen Bezug auf aktuelle Problemhorizonte und verstehen sich – unter Einbeziehung der Gewalterfahrungen im Zweiten Weltkrieg, in der NS-Diktatur und auch in der Weimarer Republik – als Beitrag zur Zeit- und Gegenwartsgeschichte.

Ziel des Workshops soll es sein, mit der historischen Erforschung der Funktionen von Gewalt und ihrer Einhegung in verschiedenen Bereichen neue Perspektiven auf den gesellschaftlichen Wandel Westdeutschlands zwischen 1945 und 1989 zu eröffnen. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Gewalterfahrungen in der ersten Jahrhunderthälfte, nach der Etablierung und Durchsetzung der Standards gewaltfreier Konfliktaustragung in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft sowie nach den unterschiedlichen Formen der Einhegung von Gewalt und ihrer punktuellen Entgrenzung. Darüber hinaus ist zu diskutieren, in welchem Verhältnis begrenzte und gegebenenfalls gesellschaftlich akzeptierte Formen der Gewalt im sozialen Nahbereich zur Gewaltbereitschaft im großen Maßstab standen (Schumann, 1997). Die Veranstalter erhoffen sich durch die historischen Tiefenbohrungen nicht nur Aufschlüsse zur bundesdeutschen Gesellschaftsgeschichte, sondern auch neue Impulse für die grundlegende Debatte darüber, ob Gewalt in der Geschichte der Neuzeit eher abnimmt (Pinker, 2011), unverändert bleibt (Maleševic, 2013) oder sogar zunimmt (Baumann, 1992).

 


Programmflyer der Fachtagung (pdf) (Stand: 10.11.2015)


Tagungsplakat mit Programm (pdf) (Stand: 06.11.2015)

 

Tagungsprogramm

Donnerstag, 12. November 2015


Einführung (10.15 – 11.15)
Begrüßung

Teresa Koloma Beck (Centre Marc Bloch Berlin)
Die Neuausrichtung der soziologischen Gewaltforschung

Krieg … war früher. Militär in der pazifizierten Gesellschaft (11.45 – 13.30)
Moderation: Frank Bösch (ZZF)

Angelika Dörfler-Dierken (ZMSBw Potsdam)
Die Bedeutung der Inneren Führung für die Ausrichtung der Bundeswehr

Claudia Bade (Hamburg)
Deserteure als Helden – Zum Wandel militärischer Leitbilder nach dem Zweiten Weltkrieg

Daniel Gerster (Universität Münster)
Apostel der Gewaltfreiheit? Die Friedensbotschaft der christlichen Kirchen und die bundesdeutsche Gesellschaft

Kommentar: Thomas Schaarschmidt (ZZF)


Abkehr von der Gewalt als gesellschaftliches Projekt I (14.45-16.30)
Moderation: Peter Ulrich Weiß (ZZF)

Till Kössler (Ruhr-Universität Bochum)
Prügelstrafe, Friedenserziehung und Mobbing – Schulen als Lernorte des Friedens … und der Gewalt

Wilfried Rudloff (Universität Kassel)
Extra und intra muros - Familiäre Gewalt und Gewalt in geschlossenen Einrichtungen

Annelie Ramsbrock (ZZF)
Schlagstock und Sozialtherapie - Gewalt hinter Gittern

Kommentar: Winfried Süß (ZZF)


Abkehr von der Gewalt als gesellschaftliches Projekt II (17.00 – 18.45)
Moderation: Jan Behrends (ZZF)

Christoph Classen (ZZF)
Ventilfunktion oder Brandbeschleuniger – Debatten um die Wirkung von Gewaltdarstellungen in alten und neuen Medien

Andreas Klose (Fachhochschule Potsdam)
Krieg ohne Waffen? – Sport in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft

Armin Pfahl-Traughber (FH des Bundes für öffentliche Verwaltung Brühl)
Von der OC bis zum NSU. Rechtsterrorismus und die Reaktionen darauf von Gesellschaft und Staat

Kommentar: Uta Gerhardt (Berlin)


Freitag, 13. November 2015

Der Umgang der bundesdeutschen Gesellschaft mit neuen Formen politischer Gewalt (9.15 – 11.00)
Moderation: Martin Sabrow (ZZF)

Josef Mooser (Universität Basel)
“Börners Dachlatte” – Gewalt in der deutschen Arbeiterbewegung

Petra Terhoeven (Universität Göttingen)
Klammheimliche Freude? Terrorismus und Gewaltdiskurse in der außerparlamentarischen Linken

Patrick Wagner (Universität Halle)
Vom Granatwerfer zum Deeskalationstraining - die Polizei als Repräsentantin des staatlichen Gewaltmonopols nach innen

Kommentar: Klaus Weinhauer (Universität Bielefeld)


Abschlussdiskussion (11.30 – 13.00)
Mary Fulbrook (University College London)
Schlusskommentar
Ulrich Herbert (Universität Freiburg)
Schlusskommentar

 

Kontakt:
Dr. Annelie Ramsbrock I Dr. Peter Ulrich Weiß
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

ramsbrock@zzf-pdm.de I weiss@zzf-pdm.de

 

Tagungsbericht  von Richard Rabensaat: Potsdamer Neueste Nachrichten, 18.11.2015, S. 21.

Tagungsbericht von Franziska Rehlinghaus: H-Soz-Kult, 21.01.2016.

 

 


 


Tagung

Und die Moral von der Geschicht'?
Ethische Probleme historischer Arbeit
 


Zeit:
5.-6. November 2015

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

Veranstalter:
AG Angewandte Geschichte / Public History im Verband der Historiker
und Historikerinnen Deutschlands
mit Unterstützung des
Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)

Organisation:

Prof. Dr. Cord Arendes (Heidelberg)
Dr. Thomas Prüfer (Köln)
Dr. Irmgard Zündorf (Potsdam)



Mit der steigenden Zahl von Auftragsforschungen und einem wachsenden Angebot historischer Dienstleistungen ist seit der Jahrtausendwende vor allem unter UniversitätshistorikerInnen ein Unbehagen gegenüber einem expandierenden Geschichtsmarkt entstanden, der neben der gewünschten Popularisierung historischen Wissens eben auch zu einer kritisierten ‚Kommerzialisierung‘ der Geschichtskultur führte. Vordergründig geht es dieser vielstimmigen Kritik an „Geschäften mit der Geschichte“ um die Wahrung wissenschaftlicher Standards, dahinter stehen aber auch ethische Bedenken über Form und Inhalt einer wie auch immer angewandten Geschichte. Dass es sich bei dieser Entwicklung um ein grundlegendes Phänomen handelt, zeigt sich vor allem in den wiederholt vorgetragenen Forderungen nach speziellen Ethik-Kodizes für HistorikerInnen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, aber auch zu anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen hat es von Seiten deutscher HistorikerInnen allerdings bisher kaum Initiativen gegeben, einen solchen Rahmen für gute historische Arbeit zu entwickeln.

Die AG Angewandte Geschichte/Public History arbeitet seit dem Sommer 2014 zusammen mit Cord Arendes und Angela Siebold von der Universität Heidelberg sowie Thorsten Logge von der Universität Hamburg an der Formulierung eines Ethik-Kodexes, der für alle HistorikerInnen (in und außerhalb der Universitäten) einen Orientierungsrahmen bietet. Nachdem wir einen ersten Entwurf auf dem Historiker-Tag in Göttingen 2014 diskutiert und über die Homepage [https://www.public-history.uni-hamburg.de/agag/] allen Interessierten zugänglich gemacht haben, wollen wir im Rahmen der Potsdamer Tagung das Thema grundsätzlicher behandeln und nach den Möglichkeiten und Grenzen einer Geschichtsethik fragen. Dabei sollen (Zeit-)HistorikerInnen, GeschichtsdidaktikerInnen, VertreterInnen der Public History und historische DienstleisterInnen mit VertreterInnen anderer Disziplinen und Berufe diskutieren. Dabei soll es nicht nur um eine Theorie angewandter Wissenschaftsethik gehen, sondern auch und vor allem um eine Reflexion praktischer Probleme der historischen Arbeit.


TAGUNGSPROGRAMM



Donnerstag, 5. November 2015


14:30 Uhr Begrüßung

Dr. Nora Hilgert (Geschäftsführerin des VHD)
Dr. Irmgard Zündorf (ZZF; AG Angewandte Geschichte/Public History)

 
 

14:45 Uhr Einführung

Prof. Dr. Cord Arendes (Universität Heidelberg)
Dr. Thomas Prüfer (Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer; AG Angewandte Geschichte/Public History)

 
 

15:00 - 16:30 Uhr
Vom Nutzen und Nachteil einer Ethik für die Historie

Vortrag: Prof. Dr. Christoph Kühberger, Salzburg
Moderation: Frank Drauschke, Berlin

 
 

16:30 - 17:00 Uhr Pause


 

17:00 - 18:30 Uhr
Horizonte angewandter (Wissenschafts-)Ethik

Vortrag: Prof. Dr. Thomas Reydon, Hannover
Kommentare:
Susanne Mauersberg, Berlin und Dr. Thomas Speckmann, Berlin
Moderation:
Dr. Thomas Prüfer, Köln


 

19:00 Uhr gemeinsames Abendessen

 


Freitag, 6. November 2015

9:00 - 10:30 Uhr
Emotion, Überwältigung, Staatsdoktrin - Problemlagen des Beutelsbacher Konsenses in Zeiten von Public History

Vortrag: Prof. Dr. Martin Lücke, Berlin
Kommentare: Dr. Gerhard Obermüller, Linz und Dr. Thorsten Logge, Hamburg
Moderation: Christine Bartlitz, Potsdam

 
 

10.30 - 10.45 Uhr Pause

 
 

10.45 - 12.15
Gute historische Arbeit - ethische Fragen im Geschichtsbüro

Vortrag: Dr. Rainer Lächele, Aalen
Kommentare: Prof. Dr. Christine Gundermann, Köln und Dr. Achim Saupe, Potsdam
Moderation: Susanne Wernsing, Wien




12:15 - 13:00 Uhr Mittagessen (Buffet)

 
 

13.00 - 14.30 Uhr
Im Spannungsfeld von akademischer Forschung und Gedenkkultur

Vortrag: Dr. Thomas Schaarschmidt, Potsdam
Kommentare: Dr. Andreas Etges, München und Dr. Clemens Tangerding, Berlin
Moderation: Dr. Irmgard Zündorf, Potsdam

 
 

14:30 - 15:00 Uhr Pause


 

15.00 - 16.00 Uhr
Praktikanten im Team - Stellenwert und Einsatzmöglichkeiten von kurzfristig Beschäftigten

Vortrag: Dr. Florian Neumann, München
Kommentare: Fabian Boehlke, Hamburg und Juliane Hoheisel, Heidelberg
Moderation: Anina Falasca, Berlin

 
 

16.00 - 17.00 Uhr
Auf dem Weg zu einem Ethik-Kodex?


Abschlussdiskussionsrunde
Impulsreferat und Moderation: Prof. Dr. Cord Arendes, Heidelberg

 

Tagungsprogramm zum Download (pdf)

 

 

 

Kontakt:
Dr. Irmgard Zündorf
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

zündorf@zzf-pdm.de

 

 

 


   

 


Tagung

NS-Belastung und politischer Neuanfang
Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin
 


Zeit:
4. November, Beginn: 9:00 Uhr                   

Ort:
Bundesministerium des Innern
Alt-Moabit 140
10557 Berlin


Veranstalter:
Bundesministerium des Innern
www.bmi.bund.de
Institut für Zeitgeschichte München - Berlin
www.ifz-muenchen.de
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
 

 
ANMELDUNG:
Aufgrund der großen Zahl der Anmeldungen für die Tagung "NS-Belastung und politischer Neuanfang. Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin" am 4. November 2015 können leider keine weiteren Anmeldungen entgegengenommen werden.
Wir bedanken uns für Ihr Interesse an der Veranstaltung.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die eine Anmeldebestätigung erhalten haben, bringen bitte zur Tagung
einen amtlichen Lichtbildausweis mit.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Frau Ute Eichhorn
Institut für Zeitgeschichte München - Berlin Abteilung Berlin
Finckensteinallee 85/87, 12205 Berlin
Tel.: 030/84 37 05-0
berlin@ifz-muenchen.de 

Die Innenministerien in Bonn und Ost - Berlin gehörten ab 1949 zu den einflussreichsten innenpolitischen Akteuren in beiden deutschen Staaten. Woher kamen die Personen, die sie aufbauten? Wie hoch war die NS-Belastung, zumal in so sensiblen Bereichen wie innere Sicherheit und öffentliche Verwaltung? Welche personellen Kontinuitäten bzw. Diskontinuitäten prägten das Selbstverständnis und das konkrete Handeln der Bediensteten? Von welchem Zeitpunkt an lassen sich ganz neue Einflüsse nachweisen? Wo zeigen sich Gemein- samkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Innenministerien in Ost und West?

Die Tagung gibt erste fundierte Antworten auf diese Fragen und diskutiert sie mit Expertinnen und Experten.


Flyer - Tagungsprogramm zum Download
 

Programm der Tagung

Einführung


9.00 Uhr, Begrüßung
Staatssekretär Hans-Georg Engelke, Bundesministerium des Innern

9.10 Uhr, Einführung
Prof. Dr. Frank Bösch, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Prof. Dr. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin

Das Bundesministerium des Innern

9.20 Uhr
Verwaltung ohne Demokraten? Die Personalpolitik des Bundesministeriums des Innern
Irina Stange, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin

9.35 Uhr
Unpolitische Verwaltungsexperten unter dem Grundgesetz? Die Abteilung „Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung“
Dr. Frieder Günther, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin

9.50 Uhr
Von „45ern“ und „131ern“. Das Personal der Abteilung „Öffentliche Sicherheit“
Dr. Dominik Rigoll, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

10.05 Uhr, Kommentar
Prof. Dr. Constantin Goschler, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix, Université Paris-Sorbonne

10.20 Uhr
Diskussion

10.40 Uhr , Pause

11.00 Uhr
Die „Spezialisten-Abteilungen“: Gesundheit und Soziales
Dr. Maren Richter, Institut für Zeitgeschichte München – Berlin

11.15 Uhr
Demokratische Zensoren? Das Personal der Kulturabteilung
Stefanie Palm, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

11.30 Uhr
„Schmutziges Wasser“? Die Abteilungen „Öffent licher Dienst“, „Wiedergutmachung“ und „Zivilschutz“
Dr. Jan Philipp Wölbern, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

11.45 Uhr, Kommentar
Prof. Dr. Christiane Kuller, Universität Erfurt
Prof. Dr. Gabriele Metzler, Humboldt-Universität zu Berlin

12.00 Uhr
Diskussion

12.20 Uhr, Pause

Das Ministerium des Innern der DDR

12.40 Uhr
„Alte Fachkräfte“ und „neue Menschen“. Zum Aufbau der Polizeiverwaltung in der SBZ/DDR
Franziska Kuschel, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

12.55 Uhr
Zur Ambivalenz des antifaschistischen Neubeginns. Das leitende Personal der zivilen Verwaltungen und der wissenschaftlichen
Dienste Lutz Maeke, Institut für Zeitgeschichte München − Berlin

13.10 Uhr, Kommentar
Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Patrick Wagner, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

13.25 Uhr
Diskussion

13.45 Uhr, Stehimbiss

Bilanz

14.30 Uhr
Rückschau und Ausblick
Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern

14.45 Uhr
Das Personal des BMI und MdI:
Eine Zwischenbilanz

Prof. Dr. Frank Bösch
Prof. Dr. Andreas Wirsching

15.15 Uhr, Kommentar
Prof. Dr. Michael Stolleis, Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte

15.30 Uhr
Publikumsdiskussion
mit Dr. Thomas de Maizière, Prof. Dr. Frank Bösch, Prof. Dr. Andreas Wirsching

16.15 Uhr, Empfang

17.00 Uhr, Ende der Tagung 

 

 

Tagungsbericht: NS-Belastung und politischer Neuanfang: Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin, 04.11.2015 Berlin, in: H-Soz-Kult, 18.12.2015, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6293>.
   

     





Kolloquium


Alltagsgeschichte der Diktatur

Kolloquium anlässlich des 60. Geburtstages von
Prof. Dr. Thomas Lindenberger
 


Zeit:
15. Oktober 2015, 15.15. Uhr (s.t.)

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Seminarraum
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam


Organisation:
Dr. Jan C. Behrends (ZZF Potsdam)
Dr. Jens Gieseke (ZZF Potsdam)

Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Verein der Förderer und Freunde des ZZF e.V.
 

Anmeldung:
Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail bis zum 8. Oktober 2015 an, bei Roxanna Noll (ZZF Potsdam):



Der Eintritt ist frei.


Aus Anlass des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Thomas Lindenberger veranstalten das Zentrum für Zeithistorische Forschung und der Verein der Förderer und Freunde des ZZF e.V. ein Kolloquium, zu dem die Direktoren des ZZF Potsdam, Prof. Dr. Frank Bösch und Prof. Dr. Martin Sabrow, sehr herzlich einladen.

 


PROGRAMM

15.15 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

15.30-17.30 Uhr
Kolloquium: Wo steht die Alltagsgeschichte der modernen Diktatur?

Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Dietrich Beyrau, Universität Tübingen
Prof. Dr. Sandrine Kott, Universität Genf
Prof. Dr. Eric Weitz, City College New York

im Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Lindenberger, ZZF Potsdam

Moderation: Dr. Jens Gieseke, ZZF Potsdam/ Dr. Jan C. Behrends, ZZF Potsdam


18.00 Uhr Laudatio
Prof. Dr. Christoph Kleßmann:
Potsdam zwischen Bielefeld und Berlin - Ein kollegialer Blick zurück.

Anschließend Empfang



Kontakt:
Dr. Jan C. Behrends
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Germany
behrends@zzf-pdm.de
 

 



Konferenz


Seminare und Sessions des ZZF Potsdam auf der
39. Konferenz der German Studies Association
 


Zeit:
1.-4.Oktober 2015

Ort:
Washington, DC/USA

Veranstalter:

German Studies Association, GSA

Purposes:
The annual conferences of the German Studies Association bring together over 1,000 scholars in the areas of German history, literature, culture, and politics. Presentations range over the period between the Middle Ages and the present.


Das ZZF ist auf der diesjährigen Konferenz der GSA mit folgenden Wissenschaftler_Innen vertreten:
Frank Bösch, Stefanie Eisenhuth, Rüdiger Graf, Hanno Hochmuth, Konrad H. Jarausch, und Thomas Lindenberger

Seminar
German Risks: Managing Safety and Disaster in 20th - Century Europe
Sessions Number: 25, 147, and 268
mit Frank Bösch, Thomas Lindenberger u.a.

Seminar
GDR Historiography: What’s Next?
mit Konrad H. Jarausch, Stefanie Eisenhuth, Hanno Hochmuth u.a.

Session
Germany in Europe: German, European, and American Perspectives
mit Frank Bösch u.a.

Session
West Germany and the Oil Crises of the 1970s: Premonitions, Peculiarities, and Practical Responses
mit Rüdiger Graf u.a.

Session
The World Economy Graphic
mit Rüdiger Graf u.a.

Session
Divided Heaven? Football Cultures and Football Spaces in Pre - and Post - Wende Berlin
mit Hanno Hochmuth u.a.


Gesamt-Programm der 39. GSA Conference (pdf) 


Weitere Informationen zur Konferenz auf der GSA-Website...

 

 


 


Tagung 


Genetic History:
A Challenge to Historical and Archaeological Studies/
Eine Herausforderung für Geschichtswissenschaft
und Archäologie
 


Zeit:
1.-2. Oktober 2015
Tagungsbeginn, 1. Oktober 2015, 9.00 Uhr
Tagungsende, 2. Oktober 2015, gegen 17.00 Uhr                          

Ort:
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Geschichtswissenschaften
5. OG, Raum 5009
Friedrichstraße 191-193
10117 Berlin


Konzeption/Organisation:
Dr. Stefanie Samida (ZZF Potsdam)
Dr. Jörg Feuchter (HU Berlin)

Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin)
 

Tagungssprache: Deutsch und Englisch / Conference language: German and English


Die Tagung wird gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.

Die Wegbeschreibung zum Tagungsort finden Sie hier.

Anmeldung/Registration:
Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail bis 15. September 2015 an, bei Robert Graef (ZZF Potsdam): graef[at]zzf-pdm

If you wish to attend please register by 15 September via e-mail to
Robert Graef (ZZF Potsdam): graef[at]zzf-pdm.de

Es wird keine Tagungsgebühr erhoben/Attendance is free.


Eine Liste der Referenten/innen, die Information zur Anmeldung und das aktuelle Programm finden Sie auf der Tagungswebsite unter diesem Link  http://www.genetic-history.com/index.htm


Zur Konferenz:

Zentrales Anliegen der Tagung ist es, einen fachübergreifenden Austausch über das neue Forschungsfeld ‚Genetic History‘ anzustoßen und dabei sowohl die naturwissenschaftliche als auch kulturwissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet zusammenzuführen. Eine Reihe von Fragen bietet sich unseres Erachtens dazu an, etwa: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit von Genetikern mit Historikern und Archäologen? Welcher Erkenntnisgewinn lässt sich für die historische bzw. archäologische Forschung aus den Ergebnissen der DNA-Analysen ziehen? Gibt es überhaupt kulturhistorisch relevante Erkenntnisse? Welche Bedeutung hat die Genetic History im öffentlichen Diskurs? Wie werden Identität und Erinnerungsdiskurse von ihren Ergebnissen beeinflusst?

The purpose of the conference is an open exchange among the disciplines concerned with ‘Genetic History’ about the opportunities, problems and risks of this emerging field. We wish to provide an occasion for intense and fruitful dialogue between genetic, historical and archaeological research. Among the questions the conference wants to raise are the following: How do geneticists, archaeologists and historians work together? What kind of knowledge does DNA analysis add to historical and archaelogical research? Are the results relevant for cultural history? What is the importance of Genetic History in public discourses? How are questions of identity and memory influenced by Genetic History?


Konferenzprogramm/Conference Programme (Stand: 16.07.2015)

Donnerstag, 1. Oktober 2015 / Thursday, October 1st, 2015

8.30 Uhr
Öffnung des Tagungsbüros

9.15 Uhr
Stefanie Samida (Potsdam): Welcome and Introduction

Genetics and History
9.45 Uhr
Johannes Krause (Tübingen/Jena): Ancient Human Genomes Suggest Three Ancestral Populations for Modern Europeans
Veronika Lipphardt (Berlin): Pitfalls of Interdisciplinarity. Why Geneticists Need to Consider Four Different Sorts of History

11.15 Uhr, Kaffeepause/Coffee break

Genetic History: Past and Future of a Discipline
11.45 Uhr
Jörg Feuchter (Berlin): Genetic History: A Timeline
Krishna Veeramah (New York): Using 2nd Generation Sequencing Data to Model the Demographic History of European Populations from the Migration Period

13.15 Uhr, Mittagspause/Lunch break

Genetic History and Ethnic Identity
15.00 Uhr
Yulia Egorova (Durham): New Directions in Genetic Research on Jewish History
Sebastian Brather (Freiburg i. Br.): Ethnic Identity and Genes? Remarks on a Non-Relationship

16.30 Uhr, Kaffeepause/Coffee break

Genetic History and Migration
17.00 Uhr
Walter Pohl (Wien): Migration aus geschichtswissenschaftlicher Sicht am Beispiel der Langobarden [Migration from a Historian’s Point of View – The Example of the Longobards]
Stefan Burmeister (Kalkriese): Die archäologische Migrationsforschung als multidisziplinäre Herausforderung – das Beispiel der spätantiken germanischen Wanderungen [Archaeological Research on Migration as a Multidisciplinary Challenge – The Example of Late Antique Germanic Migrations]

19.00 Uhr,  Gemeinsames Abendessen/Conference Dinner


Freitag, 2. Oktober 2015 / Friday, October 2nd, 2015

Genetic History and Kinship
9.00 Uhr
Kurt W. Alt (Krems/Basel): (Prä)Historische Gemeinschaften als soziale Systeme [(Pre-)Historic Communities as Social Systems]
Frank Siegmund (Düsseldorf): Verwandtschaft aus der Perspektive eines Archäologen [Kinship from an Archaeologist’s Point of View]

10.30 Uhr, Kaffeepause/Coffee break

Case Study I: The Vikings
11.00 Uhr
Marc Jobling (Leicester): Fishing in the Gene Pool for Vikings
Kerstin P. Hofmann (Berlin): Mit víkingr in die Identitätsfalle. Wenn historiographische Akteure ein Eigenleben bekommen [Falling into the Identity Trap with ‚víkingr‘. The Effects of Historiographical Actors Acquiring a Life of their Own]

12.30 Uhr, Mittagspause/Lunch break

Case Study II: The Bantu
14.00 Uhr
Brigitte Pakendorf (Lyon): Molecular Anthropological Perspectives on the Bantu Expansion
Manfred K. H. Eggert (Tübingen): Genetizing Bantu: Historical Insights or Historical Trilemma?

15.30 Uhr, Abschlussdiskussion/Discussion 


Kontakt/Contact:
Dr. Stefanie Samida
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Germany
samida@zzf-pdm.de


Dr. Jörg Feuchter
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Geschichtswissenschaften
Mittelalterliche Geschichte
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Germany
feuchter@geschichte.hu-berlin.de

 

 


 


Conference


Self-Management in Action:
Worker Co-operatives and Employee-Owned Enterprises
in Western Europe after 1945


Time:
24.-25. September 2015
Start: September 24th 2015, 13.30 Uhr
End: September 25th 2015, 16.30 Uhr                          

Venue:
Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF Potsdam)
Seminar Room (Ground Floor)
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam
Germany

Map to the conference venue here


Convener:
Dr. Anne Sudrow, Centre for Contemporary History Potsdam

Supported by: Stiftung Bildung und Wissenschaft


Conference language:  English

Registration:
The number of participants is limited, so we request all those interested in taking part to register beforehand (before 18 September) via e-mail to
Dr. Anne Sudrow (ZZF Potsdam): sudrow[at]zzf-pdm.de


Attendance is free.


About the Conference:

The United Nations declared 2012 the International Year of Co-operatives. As a consequence, in European business history, too, co-operatives attracted considerable attention. In the wake of an increasing interest in the history of consumption and in the mediating actors between consumers and producers in the market economies, studies on consumer co-operatives and their impact on consumer choice and consumption patterns followed. Producer co-operatives and democratically managed enterprises, however, suffered from the ‘death of the production paradigm’ in economic and social history. They have been thoroughly neglected by historical research in the recent past. It is this particular type of businesses in the secondary, industrial sector and their history that the conference will focus on: factories and workshops ‘under workers’ control’ or ‘producer co-operatives’, as they were mostly called until the 1970s. During the 1970s this model of employee-control and employee-ownership came to be known throughout Europe under the term of ‘self-management’ (‘Selbstverwaltung’, ‘autogestion’, etc.) Research into this largely disregarded and empirically diverse field can connect aspects of the business history of mostly small and medium sized industrial firms with a culturally informed history of production. Such research can investigate the history of the new social movements and their social visions with regard to their particular economic forms of political practice.  


Conference programme (pdf)

Conference Programme


Thursday, September 24th, 2015
 

13.30-14.00 Welcome and Introduction
 

14.00-15.30 Uhr Panel 1: Southern Europe since 1945
(Chair: Christopher Neumaier)

  • Tito Menzani, University of Bologna:
    «We have no Master, except the Generation of the Future». Worker Cooperatives in Italy (1945-2015):
    a Critical Analysis
     

  • Fernando Molina, University of the Basque Country, Bilbao:
    Regarding Arizmendiarrieta: The Social History of Mondragon through the Looking-Glass of the ‚Founding Father’
     

15.30-16.00 Coffee break
 

16.00-17.30 Panel 2: Eastern European Precedents
(Chair: Matthias Judt)

  • Maciej Tyminski, University of Warsaw:
    Rise and Fall of Self-Government Enterprises in Poland (1956-1958). The Case of the Cable Factory in Ozarów Mazowiecki
     

  • Josip Mihaljevic, Croatian Institute of History:
    Yugoslav Self-Management in Practice (1965-1974). A Case Study of the Gredelj Rolling Stock Factory
     

17.30-17.45 Coffee break
 

17.45-19.15 Panel 3: French Experiences
(Chair: Anne Sudrow)

  • Frank Georgi, Université Paris 1 Pantheon Sorbonne:
    Boimondau. The Rise and Fall of a «Community of Work» in post-war France as seen by sociologist Albert Meister
     

  • Jens Beckmann, Centre for Contemporary History Potsdam:
    Work differently, decide differently? When Unionists become Entrepreneurs. LIP in Besancon, France, after 1976
     

20.00- Conference dinner

 

 


Friday, September 25th, 2015
 

9.00-11.00 Panel 4: Worker Cooperatives in Britain
(Chair: Max Hertzberg)

  • Jonathan Moss, University of Southampton:
    Women in Control: Revisiting Fakenham Enterprises 1972-1977
     

  • Anne Sudrow, Centre for Contemporary History Potsdam:
    State Influence on the Shop Floor. The Meriden Motorcycle Co-operative in Coventry and British Labour and Conservative Governments (1974-1984)
     

  • Chris Cornforth, Open University Milton Keynes:
    A History of the Cooperatives Research Unit at the Open University, Milton Keynes
     

11.00-11.30 Coffee break

11.30-13.00 Panel 5: Central European Case Studies
(Chair: Jens Beckmann)

  • Christiane Mende, Centre for Contemporary History Potsdam:
    Fragility and Resilience of Workers’ Self-Management in the Süßmuth Glass Works, West Germany (1969-89)
     

  • Susanne Kokel, University of Marburg:
    Strategies for Acceptance? Management Practices within the Moravian Church

     

13.00-14.00 Lunch break

14.00-15.30 Panel 6: Researching Current Developments

  • Hanna Moilanen, University of Eastern Finland:
    Worker Co-operatives in Finland – Means of Managing a Precarious Working Life
     

  • Juan Pablo Hudson, Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas (CONICET), Argentine:
    Companies Recovered by Workers in Argentina: a Balance of 15 years of Self-Management from two Case Studies in Rosario City

     

15.30-16.30 Final discussion

 

Contact:

Dr. Anne Sudrow
Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF Potsdam)
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam
Germany
Email: sudrow[at]zzf-pdm.de

 

 


 

 


Konferenz


Das Jahrhundertspiel:
Fußball und gesellschaftliche Ordnung im 20. Jahrhundert
 


Zeit:
17.-18. September 2015
Tagungsbeginn, 17. September 2015, 10.00 Uhr
Tagungsende: 18. September 2015, gegen 15.15 Uhr                          

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam


Konzeption/Organisation:
Dr. Jutta Braun (ZZF Potsdam/ZdS)

Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Zentrum deutsche Sportgeschichte (ZdS)
Westfälische Wilhelms-Universität Münster


Die Wegbeschreibung zum Tagungsort finden Sie hier.

Anmeldung:
Wenn Sie an der Konferenz teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail bis zum 15. September 2015 an, bei Dr. Jutta Braun: braun@zzf-pdm.de
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


Es wird keine Tagungsgebühr erhoben.


Zur Konferenz:

Dass der Fußball "seine eigenen Gesetze hat", ist eine bekannte Weisheit. Die Tagung geht – vor dem Hintergrund der zeithistorischen Reflexion über Ordnungen der Moderne – der Frage nach, inwieweit der Fußball im 20. Jahrhundert gesellschaftlich prägend wirkte. Die Konferenz "Das Jahrhundertspiel. Fußball und gesellschaftliche Ordnung im 20. Jahrhundert" untersucht deshalb einerseits, welche spezifischen gesellschaftlichen und kulturellen Ordnungssysteme der Fußballsport generierte. Gleichzeitig ist zu fragen, inwieweit die Eigenheiten des Fußballs sich sperrig oder sogar resistent gegenüber politischen oder gesellschaftlichen Herrschafts- und Deutungsmustern zeigten.

Die Konferenz findet anlässlich des Forschungsprojekts zur Organisations- und Clubgeschichte des Fußballs in Ost-Deutschland statt.


Konferenzprogramm (pdf, Stand v. 27. August 2015)


Konferenzprogramm (Stand: 27.08.2015)

Donnerstag, 17. September 2015 

10:00 Uhr
Begrüßung durch den Direktor des ZZF Potsdam: Prof. Dr. Frank Bösch 

10:15 Uhr
Einführungsvortrag
Dr. Jutta Braun (Potsdam/Berlin): Fußball und gesellschaftliche Ordnung im 20. Jahrhundert – eine Einführung

10: 45 Uhr Kaffeepause

Der europäische Raum
Moderation: Prof. Frank Bösch (Potsdam)

11:00 Uhr
Prof. Wolfram Pyta (Stuttgart): Gemeinsame Erinnerungsorte im europäischen Fußball

11:30 Uhr
Prof. Rolf Parr (Duisburg): Nationalstereotype im europäischen Fußball

12:00 Uhr
Prof. Matthew Taylor (DeMontfort): Mobile Men: Migration, Mobility and Transnational Networks in the Making of World Football

12:30 Uhr Diskussion

13:00 Uhr Mittagspause


Fußball als nationales Band im geteilten und vereinten Deutschland
Moderation: Dr. Kai Reinhart (Münster)

14:30 Uhr
René Wiese (Berlin): Helmut Schön - die unbekannte Geschichte eines Grenzgängers

15:00 Uhr
Dr. Carina Sophia Linne (Berlin): Freigespielt - Frauenfußball in Ost und West

15.30 Uhr
Michael Barsuhn (Potsdam): Doppelter Umbruch: Fußball in der Transformation seit 1989

16.00 Uhr Diskussion

16.30 Uhr  Kaffepause


Geld schießt Tore: Der wirtschaftliche Siegeszug des Fußballs
Moderation: Dr. Jutta Braun (Potsdam/Berlin)

17:30 Uhr
Dr. Michael Kummer (Erfurt): Fußball als kapitalistische Leistungsinsel im Sozialismus

18:00 Uhr
Dr. Nils Havemann (Stuttgart/Mainz): Die Bundesliga: ein Wirtschaftswunder?

18:30 Uhr Diskussion

19.30 Uhr Gemeinsames Abendessen



Freitag, 18. September 2015 


Zwischen Ausgrenzung und Integration
Moderation: Prof. Silvester Stahl (Potsdam)

10:00 Uhr
Dr. Berno Bahro (Potsdam): Der Ausschluss jüdischer Vereinsmitglieder in Deutschland nach 1933

10.30 Uhr
Ronny Blaschke (Berlin): Tatort Stadion: Zur Geschichte von Diskriminierung und Antidiskriminierung im Fußball

11.00 Uhr Diskussion

11.30 Uhr Pause und Imbiss


Erinnerungskultur und Medien
Moderation: Priv.-Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt (Potsdam)

13:00 Uhr
Dr. Markwart Herzog (Irsee): Memorialkultur und religiöse Motive im Fußballsport

13:30 Uhr
Prof. Diethelm Blecking (Freiburg): 1954: Zur Dekonstruktion eines nachgetragenen Erinnerungsortes

14:00 Uhr
Erik Eggers (Köln): Zu nah dran? - Fußballjournalismus in Weimar, NS und Bundesrepublik

14:30 Uhr
Abschlussdiskussion
und Schlusskommentar: Dr. Kai Reinhart (Münster)

 

Kontakt:
Dr. Jutta Braun
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
braun@zzf-pdm.de

 

Anlässlich der Konferenz erschienen folgende Medienbeiträge:

Gespräch mit Dr. Jutta Braun
im Beitrag vom 16.09.2015, Märkische Allgemeine
"Hertha und Union - eine Nation"


18.09.2015
Märkische Allgemeine
Mal Weltmeister, mal Hausmeister
Gespräch mit Rolf Parr anlässlich seines Vortrags auf der Konferenz des ZZF Potsdam zum Fußball im 20. Jahrhundert.
(Der Beitrag ist leider nicht online.)

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Tagungsbericht von Kai Reinhart (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), 19.11.2015 auf H-Soz-Kult.
   


 


42nd International Commitee for the History of Technology (ICOHTEC) Symposium 


ICOHTEC-HISTELCON 2015:
History of High-Technologies and Their Socio-Cultural Contexts

 

August 16, 2015 - August 21, 2015                           

Tel Aviv University


The meeting is hosted by the Cohn Institute for he History and Philosophy of Science and Ideas, The Lester and Sally Entin Faculty of Humanities, Tel Aviv University

 

ICOHTEC Program Committee 2015
Chair: Dr. Christopher Neumaier,
Centre for Contemporary History Potsdam, Germany (technology)


For registration to the conference and more information click here


The 42nd ICOHTECSymposium will be held together with IEEE HISTELCON in Tel Aviv from 16 to 21 August 2015. The main theme of the meeting will be the History of High-Technologies and their Socio-Cultural Contexts. The aim is to analyse the social, cultural, political, economic, scientific as well as military impact of high-technologies, ranging from recent and contemporary developments in computer technology through to innovations that were state-of-the-art in their own time, such as the telegraph, radar, and the jet engine. The conference will explore this complex process from national as well as international perspectives. It will trace both developers and users of high-technologies and their appropriation strategies. It addresses scholars from various backgrounds such as historians, sociologists, practicing engineers, and scientists. More....


For Preliminary Program: Click PROGRAM
 

Responsible for the Program, contact:
Dr. Christopher Neumaier
Centre for Contemporary History Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Germany
neumaier@zzf-pdm.de

 

 


   

 


Workshop

 

Industrieunfälle im 20. Jahrhundert:
Gesellschaftliche Antizipation und Reaktionen
 

 

Zeit:  13. Juni 2015                              


Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Kleiner Seminarraum
Am Neuen Markt  9d
14467  Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)

Organisation:

Prof. Dr. Frank Bösch/Prof. Dr. Thomas Lindenberger (ZZF Potsdam)
 

Anmeldung:
Da der Workshop vorab verschickte Papiere diskutiert, ist eine Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Diese erbitten wir bis zum 2. Juli 2015 per Email an Judith Koettnitz: koettnitz@zzf-pdm.de


Industrieunfälle bilden seit der Industrialisierung eine bedeutende gesellschaftliche Herausforderung. Bereits die Prävention und Prognose von Unfällen und die damit verbundenen Ängste gewannen im Zeitalter der Chemieindustrie und Atomkraft eine große soziale, ökonomische und politische Bedeutung. Tatsächliche Unfälle erschütterten vielfach über die unmittelbar Betroffenen hinaus soziale Konstellationen und Normen. Entsprechend gewann auch die Kommunikation in derartigen Krisen an Bedeutung und wurde oft selbst zum Problem. An der Analyse von möglichen und tatsächlichen Unfällen lassen sich zudem grundsätzliche gesellschaftliche Vorstellungen ausmachen – wie insbesondere das Verhältnis von Mensch und Maschinen, der Umgang mit Risiken oder die Lernfähigkeit von Unternehmen und Gesellschaften.
Der Workshop untersucht die Antizipation von und die Reaktion auf Industrieunfälle – und damit das Zusammenspiel von Erwartungen und Erfahrungen. Er blickt dabei vergleichend auf westliche Demokratie und sozialistische Diktaturen, um so systembedingte und übergreifende Herausforderungen auszumachen.


Programm:

9.15 Uhr
Frank Bösch/Thomas Lindenberger
Begrüßung

9.30 Uhr
Katja Patzel-Mattern (Heidelberg)
Aus Industrieunfällen lernen? Die Explosionsunglücke bei der BASF 1921

10.30 Uhr
Thomas Lindenberger (Potsdam)
„Havarien“ in der „sozialistischen Menschengemeinschaft“: Der Fall der Explosionskatastrophe in Bitterfeld 1968

11.30 Uhr
Nicolai Hannig (München)
Prävention berechnen. Versicherungen und die Kalkulation von Katastrophen

12.30 -13.15 Uhr Mittagspause

13.15 Uhr
Frank Bösch (Potsdam)
Schwachstelle Mensch? Harrisburg und der Umgang mit Unfällen in AKWs in den 1970er Jahre

14.15 Uhr
Dolores Augustine (New York)
On the Brink of Disaster? Comparing Nuclear Power Plant Safety in the GDR and the Federal Republic

15.15 Uhr
Anna Veronika Wendland (Marburg)
„Man brauchte immer jemanden, der schuld war“ Unfälle, Wissensproduktion und nuklearer Arbeitsalltag in der sowjetischen Kernenergiewirtschaft

16.15 -16.45 Uhr
Abschlussdiskussion


Programm Workshop "Industrieunfälle im 20. Jh. (pdf, Stand v. 5. Juni 2015)
 

Kontakt:
Prof. Dr. Frank Bösch
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
sekretariat@zzf-pdm.de

 

 


 

 


Workshop

 

The Cold War in Berlin - Berlin in the Cold War
 

Zeit:
9.-11. Juli 2015

 

Ort:
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, Raum, 3119

 

Veranstalter:
Humboldt-Universität zu Berlin
University of North Carolina at Chapel Hill
Martin Sabrow (HU Berlin, ZZF Potsdam)

Organisation:
Stefanie Eisenhuth (HU Berlin, ZZF Potsdam)

Humboldt Universität zu Berlin
Institut für Geschichtswissenschaften, Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte
eisenhst@hu-berlin.de

Anmeldung:
Eine Anmeldung für den Workshop ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldung bitte schriftlich bis zum 1. Juli 2015 per Email.
Stefanie Eisenhuth: eisenhst@hu-berlin.de

 

Das Ende des Kalten Krieges liegt 25 Jahre zurück und dennoch erfolgt
die Historisierung des Konfliktes, der die zweite Hälfte des 20.
Jahrhunderts so maßgeblich geprägt hat, nur schleppend - insbesondere im
Hinblick auf die Bedeutung seines wohl prominentesten Symbols: Berlin.
Über die Rolle der städtischen Bevölkerung zu Beginn des Kalten Krieges,
über dessen alltäglichen Auswirkungen und den Umgang mit der knapp 40
Jahre währenden alliierten Besatzung, speziell in den Jahren nach dem
Mauerbau, wissen wir nur wenig. Die Leitfrage des Workshops setzt
deshalb genau an dieser historiographischen Ungewissheit an: Wie lässt
sich das Phänomen "Cold War Berlin" zugleich politik-, kultur- und
gesellschaftsgeschichtlich fassen?

In Berlin verschwammen die Grenzen zwischen Welt- und Lokalpolitik,
weshalb wir uns am ERSTEN TAG der historische Verortung der geteilten
Stadt widmen werden. Im Spannungsfeld von Ost und West, von Alliierten
und Deutschen, von Bonn und Ost-Berlin, aber auch zwischen Bonn und
West-Berlin sowie zwischen Moskau und Ost-Berlin verlieren sich die
Konturen der Stadtgeschichte nur zu leicht. Bis heute stellen die
hochgradig politisch aufgeladenen Bezeichnungen - Berlin, Hauptstadt der
DDR, West-Berlin, Westberlin, Berlin (West) - eine Herausforderung für
auf wissenschaftliche Distanz bedachte Historiker dar. Den Verbindungen
innerhalb und über nationale Grenzen hinweg widmet sich der Workshop am
ZWEITEN TAG. Hier wird es darum gehen, die Teilung selbst in den Blick
zu nehmen: Wie absolut war sie, wo gab es auch nach 1961 noch
Verflechtungen und wie begegnete die Berliner Bevölkerung der Teilung?
Das Zusammenspiel der physischen und mentalen Grenzüberschreitungen soll
in dieser Sitzung ins Verhältnis gesetzt werden. Abschließend, am
DRITTEN TAG, soll Berlin als Erinnerungsort diskutiert werden. Aufgrund
des ost- und westdeutschen Erbes soll vor allem erörtert werden, ob die
wiedervereinte Stadt überhaupt einen einheitlichen Erinnerungsort
darstellt und wie die Geschichte Berlins in Relation zur
deutsch-deutschen Geschichte erinnert und erzählt wird. Vor diesem
Hintergrund sollen Berlin-Mythen aus den Zeiten des Kalten Krieges
analysiert und darauf befragt werden, wie sie noch heute unser
Geschichtsverständnis prägen.


Progamm des Workshops als pdf-Datei


Programm
:


DO 09.07.2015, ab 10 Uhr: LOCATING BERLIN IN THE COLD WAR

Begrüßung: Martin Sabrow (HU), Konrad H. Jarausch (UNC)

- Thomas Schaarschmidt (ZZF Potsdam): Berlin during the Third Reich

- Amélie zu Eulenburg (HU) & Eva Balz (Ruhr-Universität Bochum):
  After-lives of the Volksgemeinschaft in post-war Berlin

- David Barclay (Kalamazoo College): Division of the Spoils. Berlin as
  Symbol and Prize?

- Clara Oberle (University of San Diego): Between Old War and Cold War:
  Berlin as Housing and Urban Planning Laboratory

- Q & A and Roundtable  Discussion, facilitator: Scott Krause (UNC)

18.00 Public Event: The Sound of Cold War Berlin @ Sage Club
Ort: Sage Club Berlin, Köpenicker Straße 76 in Berlin (U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße)
18.00 Uhr Talk am Pool
20.00Uhr, Rock at Sage - Cold War Berlin Edition

Zu dieser Abendveranstaltung ist keine Anmeldung notwendig. Eintritt frei bis 22.00 Uhr.

Programm des Public Event (Plakat, pdf)



FR 10.07.2015, ab 10 Uhr: DISJOINTED & RESILIENT LOCAL ENTANGLEMENTS

- Andreas Etges (LMU, München): Destination Berlin. Staging Visits in
Berlin.

- Briana Smith (University of Iowa): Creative Alternatives. Experimental
Art Scenes and Cultural Politics in East and West Berlin, 1971-1999.

- Sarah Thomsen Vierra (New England College): Living in the Wall's
Shadow: Berlin's Turkish Community

- Robert Beachy (Yonsei University, Seoul): Gay Berlin. Homosexuality in
  the Niches of Division

- Q & A and Roundtable Discussion, facilitator: Konrad H. Jarausch (UNC)


SA 11.07.2015, ab 10 Uhr: BERLIN'S MEMORY CULTURE

- Krijn Thijs (Amsterdam): Narrating Cold War Berlin before 1989

- Andreas Ludwig (ZZF Potsdam): Beyond the Cold War there is still
  Berlin. Local History in Museums

- Paul Steege (Villanova University): Berlin's Borders Revisited after a
  Quarter Century

- Q&A Session

- Roundtable Discussion: "Exhibiting the History of (Cold War) Berlin"
   Konrad H. Jarausch will present the "Zentrum Kalter Krieg"


Progamm des Workshops als pdf-Datei.


Gefördert aus Mitteln des Zukunftskonzepts der Humboldt-Universität zu
Berlin im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern und
unterstützt durch die University of North Carolina at Chapel Hill, den
Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des
Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR sowie die
Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.


   


 

 


Konferenz

 

Westeuropäische Kommunisten als Kritiker
des Sowjetkommunismus
 

 

Zeit:  18.-19. Juni 2015                              


Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt  9d
14467  Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Forschungsstelle für Zeitgeschichte (FZH)

Organisation:

Prof. Dr. Mario Keßler (ZZF Potsdam)
 

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Konferenzgebühren werden nicht erhoben.


Im Zentrum der Konferenz stehen Personen aus West- und Nordeuropa, die, aus der kommunistischen Bewegung kommend, nach 1945 zu Kritikern des sowjetischen Modells und der daran orientierten Staatenwelt wurden. Vorrangig über personengeschichtliche Zugänge sollen Brüche im Denken und Handeln von Akteuren untersucht werden, die sich der kommunistischen Weltanschauung und Politik verpflichtet hatten. Zwar erodierten deren Grundlagen zunehmend, besaßen aber gleichwohl eine erst langsam nachlassende Bindekraft. Jenseits von Kampfbegriffen wie dem des Renegaten wird der Blick auf teils prominente, teils weniger bekannte Persönlichkeiten geworfen, die nach ihrem Bruch mit dem Sowjetkommunismus ihren Platz in einer vielgestaltigen demokratischen Linken fanden.


Programm der Konferenz (Stand: 16. Juni 2015)


Donnerstag, 18. Juni 2015

10:00 Uhr  - 12:00 Uhr
Begrüßung und Einführungsvortrag


Frank Bösch (Potsdam): Begrüßung
Thomas Kroll (Jena): Kommunistischer Glaube und intellektuelle Kritik in Westeuropa
(Einführungsvortrag im Rahmen des ZZF-Kolloquiums)

Moderation: Mario Keßler

13:30 Uhr - 15:00 Uhr
Zwischen alter und neuer Linke: Zur Lage in der Bundesrepublik


Moderation: David Bebnowski (Berlin)

Ralf Hoffrogge (Bochum/Berlin): Warum gab es in der Bundesrepublik keinen Eurokommunismus?
Knud Andresen (Hamburg): „Utopie als Brennstoff der Lokomotive“ Heinz Brandt zwischen alter und neuer Linke

Diskussion

15:00 Uhr - 15:30 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr  - 17:00 Uhr 
Sozialistischer Humanismus zwischen London und Wien


Moderation: Jens Gieseke (Potsdam)

Christoph Jünke (Bochum):
Die Geburt des sozialistischen Humanismus aus dem Geiste des Antistalinismus: E. P. Thompson und Leo Kofler
Maximilian Graf (Wien):
Franz Marek: Stalinist, Kritiker, Reformer, Ausgeschlossener

Diskussion


Freitag, 19. Juni 2015


9:00 Uhr - 10:30 Uhr
Von der Neuen Linken zum Eurokommunismus


Moderation: Thomas Lindenberger (Potsdam)

Susanne Götze (Berlin): Jenseits vom „vulgären Materialismus“ und „alten Idealismus“: Henri Lefebvres marxistischer Humanismus
Nikolas Dörr (Berlin): Antonio Giolitti: Kommunismuskritik zwischen Togliatti und Craxi

Diskussion

10:30 Uhr - 11:00 Uhr Kaffeepause

11:00 Uhr - 12:30 Uhr
Vom Sowjetkommunismus zu dessen Kritik: Das Beispiel Nordeuropas


Moderation: Uwe Sonnenberg (Potsdam)

Gregor Putensen (Greifswald): C. H. Hermansson: Wegbereiter von kommunistischer Dogmatik zu schwedischer Linkspartei
Dörte Putensen (Greifswald): Arne Saarinen und die „Einheit“ der KP Finnlands

Diskussion

14:00 Uhr - 15:30 Uhr
Kommunismuskritik in historisch-theoretischer Reflexion


Moderation: Dorothee Wierling (Hamburg)

Reiner Tosstorff (Mainz): Jorge Semprun, Fernando Claudín und die Opposition in der spanischen KP zu Beginn der sechziger Jahre. Ein vorzeitiger Eurokommunismus?
Mario Keßler (Potsdam): Ketzer, Renegaten oder Grenzgänger? Ruth Fischer und Isaac Deutscher

Diskussion

15:30 Uhr - 15:45 Uhr Kaffeepause

15:45 Uhr - 16:30 Uhr
Abschlussdiskussion


Moderation: Axel Schildt (Hamburg)



Kontakt:
Prof. Dr. Mario Keßler
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
email: mariokessler@yahoo.com 

 


 

 


Workshop

 

Publizieren, Partizipieren, Diskutieren
Ein Erfahrungsaustausch über Formen der geschichtswissenschaftlichen Kommunikation im Internet
 

 

Zeit: 12. Juni 2015, 15.00 - 18.00 Uhr                              


Ort:
École Vétérinaire Luisenstraße 56, Haus 1
Humboldt-Universität zu Berlin, 10115 Berlin


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin)

Organisation:

Christine Bartlitz (ZZF Potsdam)
 

Anmeldung:
Für die Teilnahme an diesem Workshop ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte senden Sie eine eMail an: bartlitz@zzf-pdm.de.
Nach dem Workshop laden die Veranstalter ab 19.30 Uhr am selben Ort zu einer öffentliches Podiumsveranstaltung gespräch "Trolle, Bürger, Wissenschaftler. Partizipation und Netzöffentlichkeit in Wissenschaft und Gesellschaft" zum Thema ein. Zu dieser Veranstaltung ist keine Anmeldung notwendig, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 
Blogs und Open Peer Review, offene Diskussionen in Foren oder auch der Einsatz von Social Media – welche Bedeutung haben die interaktiven Elemente im Netz für die Fachkommunikation in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft? Befürworter stehen Skeptikern gegenüber, die eher auf die etablierten Eigenarten des Faches verweisen und auf traditionelle Formen der Kommunikation setzen. Was wird derzeit in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft überhaupt an partizipativen Elementen angeboten? Welche Formate werden erfolgreich angenommen, und welche enden möglicherweise in einer Sackgasse? Wer sind die Nutzer/innen, und wie viele beteiligen sich? Welcher Aufwand auf Anbieterseite steht welchem Nutzen auf Anwenderseite gegenüber?
Diese Fragen sollen gemeinsam diskutiert werden.

Vorgesehen sind folgende (interaktive) Ein- und Ausblicke:

15.00-15.30 Uhr
Christine Bartlitz / Jürgen Danyel (ZZF Potsdam)
Internet-Nachschlagewerke: Kommentare und Postings

15.30-16.00 Uhr
Marc Buggeln (Humboldt-Universität) / Martin Rethmeier (De Gruyter Oldenbourg Verlag)
Kollaborative Buchprojekte und Open Peer Review

16.00-16.30 Uhr  - Kaffeepause

16.30-17.00 Uhr
Rüdiger Hohls (Humboldt-Universität)
Mailing-Listen und Online-Rezensionen

17.00-17.30 Uhr
Daniel Burckhardt (Humboldt-Universität)
Das Kontaktformular als niedrigstschwellige Form der Partizipation

17.30-18.00 Uhr
Michael Kaiser (Max Weber Stiftung)
Blogs in der Geschichtswissenschaft

Ende des Workshops

 

Programm-Flyer des Workshops (pdf)
 

Kontakt:
Christine Bartlitz
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
email: bartlitz@zzf-pdm.de  

 


 

Tagung


Der Krieg ist vorbei.
Heimkehr - Trauma - Weiterleben

 

Zeit:
11.-12. Juni 2015

 

Ort:
Gedenkstätte Seelower Höhen |  Küstriner Straße 28a | 15306 Seelow
Kreiskulturhaus Seelow | Erich-Weinert-Straße 13 | 15306 Seelow



Veranstalter:
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur
Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Gedenkstätte Seelower Höhen
Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften
der Bundeswehr, Potsdam
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 

Anmeldung:
Bis zum 10. Juni 2015 erbeten unter: gedenkstaette@kulturmol.de oder Telefon: 03346 597

Es wird ein Busshuttle von Berlin-Ostbahnhof (Donnerstag um 9.00 Uhr und am Freitag um 7.15 Uhr) nach Seelow eingerichtet.
Der Bus fährt jeweils abends nach der Tagung zurück nach Berlin. Eine Anmeldung ist ebenfalls bis 10. Juni 2015 erforderlich.


Eine Tagungsgebühr fällt nicht an.


Im Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal das Ende des von Deutschland begonnenen Zweiten Weltkriegs in Europa und damit die Befreiung von der nationalsozialistischen Diktatur. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst, die Gedenkstätte Seelower Höhen, das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin, das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam nehmen den Jahrestag zum  Anlass und laden zu einer Tagung ein, die sich mit der Heimkehr der Soldaten und den daraus entstehenden Folgen für die jeweiligen Gesellschaften beschäftigt.

 

Im Mittelpunkt der Tagung sollen Gewalterfahrungen und Traumatisierungen von Kriegsteilnehmern stehen sowie die Frage, wie die Nachkriegsgesellschaften mit diesen Herausforderungen umgegangen sind. Ferner stehen Anerkennungsrituale und Formen der Vergemeinschaftung von ehemaligen Kriegsteilnehmern im Fokus. Angestrebt ist eine transnationale Perspektive, für die Phänomene verschiedener nationaler Integrationsmodelle unter Siegern und Besiegten nebeneinander gestellt werden.

 

Die Tagung findet in der Gedenkstätte Seelower Höhen statt, die an die letzte große Schlacht vor dem Sturm der Roten Armee auf Berlin erinnert. Die Gedenkstätte umfasst ein sowjetischen Ehrenmal, einen Ehrenfriedhof und eine neue Dauerausstellung, an deren Konzipierung und Umsetzung ein wissenschaftlicher Beirat mit Kolleginnen und Kollegen aus den oben genannten Einrichtungen maßgeblich beteiligt war.

 

Programm:

 

Donnerstag, 11. Juni 2015

 

11.00 Uhr
Begrüßung, Gerd-Ulrich Herrmann (Gedenkstätte Seelower Höhen)

 

11.15 Uhr
Führung durch die Gedenkstätte Seelower Höhen

 

12.15 Uhr
Mittagsimbiss
anschließend Spaziergang oder Bustransfer zum Tagungsort im Kulturhaus der Stadt Seelow

 

13.30 Uhr
Begrüßung durch die Veranstalter

 

13.40 Uhr
Eröffnungsvortrag, Prof. Dr. Christoph Kleßmann (Potsdam): "Der Krieg ist vorbei. Wege in die Deutschenachkriegsgesellschaft"

 

14.30 Uhr
Heimkehr und Nachkriegsgesellschaften

Moderation: PD Dr. Olga Kurilo (Europa-Universität Viadrina)

 

Prof. Dr. Alexander von Plato (Neuenkirchen): "Erinnerungen an die Heimkehr"
Dr. Ramona Saavedra Santis (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück): "800.000 Rotarmistinnen Kehren Heim"
Dr. Lars Hellwinkel (Gedenkstätte Lager Sandbostel): "Heimkehr französischer Kriegsgefangener und italienischer Militärinternierter"

 

Kommentar: Prof. Dr. Dorothee Wierling (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)

 

17.00 Uhr Pause

 

17.30 Uhr
Kriegserfahrung im 20. Jahrhundert und ihre Wirkungsmacht

 

Filmpräsentation "Die Heimkehr der Verlierer"
von Heike Römer-Menschel (MDR)

 

Podiumsgespräch
Prof. Dr. Monika Flacke (Deutsches Historisches Museum)
 

Prof. Dr. Bernd Greiner (Hamburger Institut für Sozialforschung)
Prof. Dr. Gerhard Paul Universität Flensburg)
Heike Römer-Menschel (MDR)

 

Moderation: Dr. Jürgen Danyel (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

 

20.00 Uhr
Empfang

 

 

Freitag, 12. Juni 2015
 

9.00 Uhr
Gewalterfahrungen im gesellschaftlichen Kontext

Moderation: Dr. Thomas Vogel (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam)
 

Dr. Klaas Voß (Hamburger Institut für Sozialforschung): "Die Reintegration von Soldaten alsMotor gesellschaftlicher Innovation"
 

Prof. Dr. Beate Fieseler (Heinrich-heine-Universität Düsseldorf): "Arme Sieger?: die Reintegration der Sowjetischen Kriegsversehrten in die Nachkriegsgesellschaft"
 

Dr. Wolfgang Schmidt (Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg): "Krieg malen – aber wie und wozu? Kriegserfahrungen und Kriegsdeutungen in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts"
 

Kommentar: Dr. Jan C. Behrends (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
 

11.30 Uhr Mittagsimbiss
 

12.15 Uhr
Anerkennungsrituale und Vergemeinschaftung

Moderation: Dr. Sabine Kuder (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
 

PD Dr. Elke Scherstjanoi (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin): "Reintegrationsstrategien in der DDR"
 

Dr. Jörg Morré (Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst): "Siegesfeiern und Veteranenverbände in der
UdSSR bzw. Russland"

 

Prof. Dr. Arnd Bauerkämper (Freie Universität Berlin): "Soldatenverbände, Kriegsgräberfürsorge und ,Schlachtfeldtourismus‘ in der Bundesrepublik"
 

Kommentar: PD Dr. Jörg Echternkamp (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam)

 

15.00 Uhr
Schlusswort

 

Programm der Tagung (pdf)

 

Kontakt:

Dr. Irmgard Zündorf

Büro: Am Neuen Markt 1, Raum 1.33
Tel.: 0331/28991-13
Fax: 0331/28991-40
E-Mail: zuendorf@zzf-pdm.de


 


  


Conference

 

The Practices of Structural Policy in Western Market Economies since the 1960s

 

Date: 28-29 May 2015


Venue:

Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF Potsdam)
Seminar Room (Ground Floor)
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam


Conveners:

Dr. Ralf Ahrens, ZZF Potsdam
Associate Professor Astrid M. Eckert, Emory University
Dr. Stefan Hördler (GHI Washington)

Supported by: Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung


Registration Deadline: May 20, 2015
To register, please contact Ralf Ahrens: ahrens@zzf-pdm.de

 
As the postwar boom abated in the Western industrial nations, a broad variety of state economic interventions rapidly gained significance that were subsumed (though with partly differing connotations) under the labels of "structural" or "industrial policy." Unlike regulatory and stabilization policies that address economic conditions on the macro level, structural policy focuses on the development of particular regions or sectors. It has always implied expectations and assumptions about the desired composition and development of a national economy and its regional and sectoral labor markets. Through the use of subsidies and infrastructure projects financed by the state, tax money was redirected in favor of certain regions, industries or even single companies. The costs of such measures, their economic outcomes and the concomitant socio-political principles required public justification and have frequently been the subject of debates. Structural policy therefore stands at the intersection of politics and economics. Despite its centrality for both, the historical practice of political decisions relating to structural policy after the boom decades has yet to be explored.
This conference aims at convening economic and political historians to discuss the driving forces, debates and practices of structural policy in Western Europe and the United States since the 1960s. It seeks to address the range of reactions within the "varieties of capitalism" to challenges posed by global structural changes. It intends to elucidate negotiations between political players and industrial actors as well as the economic causes and consequences of subsidies.


Conference Program


Thursday, 28 May 2015

14.30-16.00
Frank Bösch, Welcome
Conveners, Introduction

I. Industrial Policies "After the Boom"
Chair: Christopher Neumaier
Martin Chick, Industrial policy in Britain since 1970: changing values, assumptions and mechanisms
Marc Levinson, Punishing productivity: Some consequences of U.S. industrial policy, 1969-1985

16.30-18.00
II. European Impacts
Chair: Marc Buggeln

Samuel Beroud, "Positive adjustments": The emergence of supply-side economics in OECD and G7 debates, 1975-1983
Laurent Warlouzet, The Golden Age of EEC industrial policy. Managing the decline of steel from 1977 to 1984
Christos Tsakas, The industrialization of Europe's South-Eastern bulwark: Greek industrial policy from the association treaty with the EEC to the transition to democracy, 1961-1975

19.00 Dinner

Friday, 29 May 2015

9.30-11.00
III. Regional Development: Theories and Policies
Chair: Rüdiger Graf

Ferenc Gyuris, Western concepts about regional convergence as products of the scientific Cold War
Astrid M. Eckert, West German borderland aid and European state aid control
Fabio Lavista, Structural policies, regional development and industrial specialisation in Italy (1960-1990)

11.30-13.00
IV. Sectoral Policies
Chair: Kim C. Priemel

Dorothee Ryser, Fighting structural change: The case of the Swiss dairy sector, 1960s-1990s
Stefan Hördler, Structural crisis and industrial policy in the 1970s: The steel industries in Germany and the US
Ralf Ahrens, Subsidies and the perception of change. Debates and practice in West German structural policy

14.00-15.30
V. Politics, Companies, and Unions
Chair: Anne Sudrow

Christian Marx, A European structural crisis cartel as solution to a sectoral depression? The West European fibre industry in the 1970s and 1980s
Sebastian Voigt, Delayed perception, familiar reaction? The crisis policy of the Deutsche Gewerkschaftsbund in the 1970s and early 1980s

Final Discussion


Conference Program (pdf)

 

Contact:
Dr. Ralf Ahrens
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
email: ahrens@zzf-pdm.de

___________________________________

Deutschlandfunk hat über die Konferenz berichtet und u.a. ZZF-Wirtschaftshistoriker Ralf Ahrens interviewt:

4. Juni 2015
Deutschlandfunk
Sendung: Aus Kultur- und Sozialwissenschaften
Butterberg und Stahlkrise: Strukturpolitik nach 1960 (Beitrag anhören)

 

Tagungsberichte

Ein Bericht der Tagung: The Practices of Structural Policy in Western Market Economies since the 1960s
(28.-29.05.2015, am ZZF in Potsdam) ist erschienen auf: H-SOZ-KULT am 20. Juli 2015
Autor: Rüdiger Gerlach (ZZF)
 

Weiterer Tagungsbericht in englischer Sprache :
Bulletin of the German Historical Institute, Bulletin 57 (Fall 2015)
Autoren: Rüdiger Gerlach (ZZF), Astrid M. Eckert (Emory University)

 


  


Wissenschaftliche Jahrestagung
der Gesellschaft für Technikgeschichte und des Gesprächskreises Technikgeschichte

 

"Moralische Produkte - Politik und Ethik von Artefakten"

 

Zeit: 8.-10. Mai 2015


Orte:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam

Potsdam Museum
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam


Veranstalter:
Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG),
Gesprächskreis Technikgeschichte (GKTG)
in Kooperation mit:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam),
Fachgebiet Technikgeschichte, Technische Universität Berlin, Prof. Dr. Marcus Popplow

Organisation:
Dr. Anne Sudrow (ZZF Potsdam)

Anmeldung:
Alle Teilnehmer/innen werden gebeten, sich per Email bis zum 30. April 2015 anzumelden unter:
E-Mail: veranstaltungen@zzf-pdm.de


Tagungsgebühr für Teilnehmer/innen:
Mitglieder der (GTG und des GKTG: EUR 50,00 (EUR 40,00 bis zum 08.04.2015)
Nicht-Mitglieder: EUR 70,00 (EUR 55,00 bis zum 08.04.2015)
Studierende: EURO 15,00 (EUR 10,00 bis zum 08.04.2015)

Bankverbindung:
Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG)
Hypovereinsbank München
IBAN: DE89 7002 0270 0002 6777 76
BIC: HYVEDEMMXXX


Tagungsprogramm und Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten in Potsdam und Berlin
(pdf)


Im Rahmen der Tagung laden die Veranstalter zu einem öffentlichen Vortrag in englischer Sprache ein (keine Teilnahmegebühr und Anmeldung erforderlich):

Zeit: Sonnabend, 9. Mai 2015, 19.00-20.30 Uhr
Ort:
Potsdam Museum
Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

Keynote Lecture:

Prof. Dr. Peter-Paul Verbeek
(University of Twente)

"Rethinking the morality of things: moral mediation, mediated morality and the ethics of technology"


The moral and political significance of material artifacts has been puzzling historians, ethicists and philosophers of technology for quite some time now. After Langdon Winner’s claim that artifacts have politics, and Bruno Latour’s normative analysis of speed bumps and door springs, a fierce philosophical discussion started about the possibility and the desirability of attributing morality to nonhuman entities.
In his lecture, Peter-Paul Verbeek will argue that the question if artifacts can ‘have’ morality is in fact misleading. From the approach of technological mediation, the question is not whether things, just like humans, have moral agency, but rather how material artifacts mediate moral actions and decisions. Things do not ‘have’ morality, but neither do humans: morality comes about in human-technology relations. We should replace the notion of ‘moral agency’ with ‘moral mediation’. This notion of moral mediation has major implications for ethical theory and practice. After all, it implies that technologies also help to shape the normative frameworks that we use for assessing technologies. There is no ‘outside’ of technology from which we can ethically reflect on it; ethics can only take place ‘from within’ our technologically mediated situation. By analyzing the examples of Google Glass and a lab-on-a-chip technology for sex selection I will investigate the complex interplay between the technological disclosure of reality, the technological mediation of practices, and its implications for the ethics of technology and design.

About Peter-Paul Verbeek:
Peter-Paul Verbeek is professor of philosophy of technology and chair of the Department of Philosophy at the University of Twente. He is president of the Society for Philosophy and Technology and a member of the Dutch Council for the Humanities. Verbeek is an editor of Tijdschrift voor Filosofie and a member of the scientific advisory board of Philosophy & Technology. More see Website University of Twente

 

Tagungsprogramm und Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten in Potsdam und Berlin (pdf)


Übersichtskarte über die Tagungsorte in Potsdam, GTG Tagung 2015 (pdf)
 

Kontakt:
Dr. Anne Sudrow
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0313-74510-138
Email: sudrow@zzf-pdm.de

 


  


Tagung

 

Audiovisuelles Kulturerbe.
Konservierung - Nutzung - Vermittlung

 

Zeit: 26.-27. März 2015


Ort:
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM)
Friedrich-Ebert-Str. 4
14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Filmuniversität Babelsberg "Konrad Wolf"
Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM)
 

Organisation:
Dr. Christoph Classen (ZZF Potsdam)
Prof. Chris Wahl (Filmuniversität Babelsberg)

 

Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung bis zum 20. März 2015 an:
Vanessa Jasmin Lemke, E-Mail: lemkev@zzf-pdm.de



Deutschland ist ein Land, das viel auf seine kulturelle Vielfalt und Tradition hält. Allerdings, so hat es den Anschein, beschränkt sich diese Wertschätzung vorrangig auf das Erbe einer traditionellen Hochkultur, die keineswegs selbstverständlich die audiovisuelle Überlieferung des 20. Jahrhunderts mit einschließt. Jedenfalls bietet der konkrete Umgang mit historischen Filmen und Fernsehsendungen hinreichend Potential zur Skandalisierung: Da dürfen Räume des Bundesarchiv-Filmarchivs wegen des fortgeschrittenen Zerfalls von Nitrofilmen nur noch mit Gasmaske betreten werden, die ARD überlegt, ob sie ihr zentrales Rundfunkarchiv nicht einsparen kann, Universitätsleitungen ordnen wegen fehlender Rechtssicherheit die Vernichtung ihrer Mediensammlungen an und die vollmundig versprochene Digitalisierungsoffensive wird zu einem kraft- und planlosen Scheingefecht. Angesichts der Tatsache, dass das Kulturerbe des 20. und 21. Jahrhunderts zu einem erheblichen Teil aus Bewegtbildern besteht, ist dies nicht länger hinnehmbar.


Vor diesem Hintergrund möchte die geplante Tagung Öffentlichkeit und Politik für den problematischen Umgang mit dem audiovisuellen Erbe in Deutschland sensibilisieren und mit Experten aus verschiedenen Bereichen konstruktive Ansätze zur Verbesserung der Situation diskutieren. Es geht dabei zum einen um allgemeine Fragen des kulturellen Erbes bzw. Gedächtnisses, das allzu lange ohne konkreten Bezug auf die audiovisuellen Medien gedacht worden ist. Zweitens um die Aspekte der Archivierung des audiovisuellen Erbes, vor allem vor dem Hintergrund des technologischen Umbruchs der Digitalisierung. Drittens stehen Probleme des Zugangs und der Nutzung im Raum, bei denen sich schwierige, teilweise ungeklärte Rechtefragen stellen. Und viertens wird der Themenbereich Bildung und Vermittlung diskutiert, dessen Relevanz einerseits kontinuierlich zunimmt, der aber andererseits noch in den Kinderschuhen steckt.


Weitere Informationen und Tagungsprogramm (pdf)

 

 

Hören Sie hier ein Interview mit Christoph Classen, Mitorganisator der Tagung, zu den Problemen und Fragen der Archivierung unseres audiovisuellen Kulturerbes in Deutschlandradio Kultur am 25. März 2015.

Ein Tagungsbericht erschien jüngst in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Rundfunk und Geschichte", Ausgabe 1-2/2015, S. 108-109.
 

 


  


Workshop

 

Spurensuche, Spurenlesen, Object Stories

Materielle Kultur als Soziales Gedächtnis einer Gesellschaft.
Die Sammlungen des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR als Quelle für die zeitgeschichtliche Forschung



Zeit:
23.-25. März 2015


Ort:
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR 
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit dem
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
 

Organisation:
Dr. Andreas Ludwig (ZZF Potsdam)
 

Eine Anmeldung zur Teilnahme am Workshop ist erforderlich bis zum 18. März 2015 bei:
Dr. Andreas Ludwig, E-Mail: ludwig@zzf-pdm.de


Wann immer über materielle Kultur diskutiert wird, ist es meist nicht weit zu der Feststellung, dass in den Dingen eine potentielle Vielfalt an Informationen und Hinweisen verborgen liegt, die es zu entschlüsseln gelte. Diese Annahme wird disziplinübergreifend formuliert, jedoch kaum in der Praxis angewandt. Dinge scheinen, gerade in der Geschichtswissenschaft, weiterhin eher als Beleg denn als Quelle zu fungieren. Doch wie könnten sie als Quelle für die Forschung "funktionieren", wie sind sie zu "lesen", wie einzuordnen?

Ziel des Workshops ist die Erprobung der Methode des "Spurenlesens". Dazu stehen Objekte aus den Sammlungen des Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR zur Verfügung. Der Workshop dient dem explorativen Erkunden von Dingen und ist Teil des von der Volkswagen-Stiftung initiierten Programms „Forschung an mittleren und kleinen Museen“.
Der Workshop ist als Arbeitszusammenkunft konzipiert, im Zentrum stehen explorativer Arbeit sowie der Austausch über Herangehensweisen, methodische Fragen sowie sich eröffnende inhaltliche Perspektiven bei der Spurensuche am Objekt.
Der Workshop soll eine Laborsituation herstellen, in der objektbezogenen Spuren nachgegangen wird, Suchen, Dokumentieren, Fotografieren, Diskutieren und Schreiben ist das Arbeitsprogramm. Basierend auf den Tagungsergebnissen und weiteren Kontextanalysen ist eine Veröffentlichung der objektbasierten Beiträge vorgesehen.


Vorläufiges Programm (Stand vom 5. Februar 2015)

Montag, 23. März .2015
9:00 Uhr, Abreise aus Berlin
11:00 Uhr
Einführung in das Programm; Kurzvortrag Methode der Spurensuche

14:00 Uhr
Explorative Phase im Depot: Sammlungsübersicht, Suche geeigneter Objekte
17:30 Uhr
Objektideen: Präsentation der Teilnehmer/innen
20:30 Uhr, Abendprogramm

Dienstag, 24. März 2015
10:30 Uhr
Objektanalyse/Spurenlesen am Objekt
14:30 Uhr
Zwischendiskussion: Auffälligkeiten, Methodenfragen, Probleme
16:00 Uhr
Objektanalyse/Spurenlesen Teil 2

Mittwoch, 25. März 2015
9:00 Uhr
Texte schreiben: Ergebnisse der Spurensuche
11:00 Uhr
Abschlussdiskussion: Objektkurzvorstellungen der Teilnehmer/-innen; offene Fragen
15:00 Uhr, Ankunft in Berlin


Vorläufiges Programm des Workshops, Stand: 5. Februar 2015 (pdf)

 

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Lesen Sie hier den Workshop-Bericht

 


 


Tagung

 

Mobilität und Umwelt

 

Zeit: 13.-14. Februar 2015


Ort:
Deutsches Museum München, Kerschensteiner Kolleg
Museumsinsel 1
80538 München

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Arbeitskreis für Verkehrsgeschichte (Gesellschaft für Technikgeschichte)
Rachel Carson Center for Environment and Society, München

Organisation:
Dr. Christopher Neumaier (ZZF Potsdam)
Prof. Christopher Kopper (Universität Bielefeld)
Prof. Helmuth Trischler (Rachel Carson Center, Deutsches Museum München)

 

Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung bis zum 10. Februar 2015 an:
Dr. Christopher Neumaier, eMail: neumaier@zzf-pdm.de


In unserer Gesellschaft hängen Transport, Mobilität und die Umwelt eng miteinander zusammen. Motorisierte Transportmittel und deren gegenständliche Infrastruktur sind verantwortlich für eine nicht unerhebliche Menge an umweltrelevanten Emissionen (wie Kohlenstoffdioxid), sie verursachen Lärm und verbrauchen große Mengen an Platz. Auf der anderen Seite haben neue Konzepte von Mobilität einen Diskurs über Nachhaltigkeit und ökologische Gerechtigkeit in Gang gesetzt. Die Strategien und die Politik von Transport und Umwelt sind eng miteinander verknüpft und stehen in wechselseitiger Beziehung. Allerdings fehlt in der zeitgenössischen Diskussion über die Konflikte zwischen Transport und Umwelt die historische Dimension. Die Themenfelder und Methoden der Umweltgeschichte sind nur bedingt Teil der Geschichte von Transport, Verkehr und Mobilität.

 

Die gemeinsam vom Zentrum für Zeithistorische Forschung, vom Arbeitskreis für Verkehrsgeschichte und vom Rachel Carson Center veranstaltete Tagung betrachtet die umweltrelevanten Aspekte von Transport, Verkehr und Mobilität aus einer historischen Perspektive heraus. Bevorzugt wird dabei eine weit gefasste Definition von Mobilität. Neben Historikern sind auch Wissenschaftler anderer Disziplinen eingeladen, sich an der Diskussion um das breite Themenspektrum aus Politik-, Kultur-, Umwelt-, Wirtschafts-, Unternehmens-, Technik und Sozialgeschichte zu beteiligen. Tagungssprache ist sowohl Deutsch als auch Englisch.

 

Programm:

Transalp - Schienenverkehr zwischen Ökonomie und Ökologie
(Freitag, 13.30 - 15.00 Uhr)


Maximiliane Rieder (München): Ziel- und Interessenkonflikte zwischen Verkehrs- und Umweltinteressen am Beispiel des Ausbaus des Alpentransits


Dirk Steffen/Dirk Metzeler (Basel): Ökologische Aspekte des Schienengütertransports in der Schweiz in der Vergangenheit, Gegenwart und in Zukunft



Landschaftsgestaltung durch Verkehr - Landschaft im Verkehr
(Freitag, 15.15 - 16.45 Uhr)


Zef Segal (Tel Aviv): Representations of 19th century trains and railways as natural phenomenon in the German World


Sylvia Necker (München): Eingebettete Mobilität. Konzepte zu Straße, Landschaft und Heimat des „Reichslandschaftsanwalts“ Alwin Seifert



Auf zwei Rädern. Die umweltpolitische Relevanz eines alternativen Verkehrskonzepts
(Freitag, 17.00 – 18.30 Uhr)


Peter Cox (Chester/RCC): Cycling, Environmentalism, and Change

Gijs Mom/Ruth Oldenziel (Eindhoven): Two-Wheelers as Sustainable Alternatives in the Car Society – the Case of China



Mobilität und Tourismus
(Samstag, 9.00 - 10.30 Uhr)


Philipp Plattner (Innsbruck): Die Mobilität eines spätmittelalterlichen Fürsten am Beispiel der Reiseherrschaft Herzog Leopold III. von Österreich


Moritz Glaser (Kiel): Herausforderungen durch Massenmobilität: umweltbezogene Auswirkungen des Tourismus und tourismuskritische Debatten in spanischen Tourismusregionen zwischen 1950 und 1980



Methodische Zugriffe auf Mobilität und Umwelt: ein Bericht aus der Schweiz
(Samstag, 10.45 – 11.30 Uhr)


Hans-Ulrich Schiedt (Bern): Mobilität und Umwelt als Forschungs­zusammen­hang. Ein Werkstattbericht aus der Schweiz



Expansion und Verkehrsinfarkt: Herausforderungen und Lösungsstrategien an Mobilitätskonzepte in Europa und Nordamerika
(Samstag, 11.30 - 13.00 Uhr)

Massimo Moraglio (Berlin): Gridlocked Transport Systems: Inertia and Resilience in Car-Oriented Urban Transport Behaviors. A Historical Perspective

Bret Edwards (Toronto): The Rise of Airport Sprawl: Jet-Age Airports and the Reshaping of Local Environments in Canada, 1965–1975


Kontakt:
Dr. Christopher Neumaier
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

eMail: neumaier@zzf-pdm.de

 


  
Tagung

 

Schattenorte. Stadtimage und Vergangenheitslast

 

Zeit: 12.-13. Februar 2015


Ort:
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Stadt Potsdam
 

Organisation: Stefanie Eisenhuth, Dr. Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)
 

Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung bis zum 11. Februar 2015 an:
Stefanie Eisenhuth, eMail: eisenhuth@zzf-pdm.de



Auch Städte haben Biographien. Sie verfügen über distinktive Images und sind zugleich Projektionsflächen und
Stifter sozialer Identität, was sie voneinander unterscheidbar macht und ihnen Anziehungskraft für ihre Bürger wie für ihre Besucher verleiht. Nicht selten tragen sie aber auch historisch gewachsene Bürden, sind gar zu ikonographischen Verdichtungen einer grausamen Geschichte geworden.
Die verschiedenen Modi, mit den politisch oder gesellschaftlich als schmerzhaft oder auch peinlich empfundenen Belastungen von Städten umzugehen, stehen im Mittelpunkt dieses Workshops der gleichermaßen nach dem Handeln der Akteure wie nach den sie leitenden Verständigungscodes fragt: Wer prägt Stadtimages mit welcher Intention? Für welche Arten des Umgangs mit der Geschichte entscheiden sie sich – das Ausblenden, die Umdeutung, die kritische Auseinandersetzung oder die aktive Nutzung im Sinne eines „dark tourism“? Welche weiteren Faktoren, wie zum Beispiel kulturelle Paradigmenwechsel oder touristische Trends, schränken die Optionen der Akteure ein, beeinflussen das Image eines Ortes oder verändern es? Welche unterschiedlichen oder parallelen Strategien wählten die konkurrierenden Gesellschaftssysteme zwischen 1945 und 1989? Welche Folgen hatte die "kathartische Revolution", die das "Bekenntnis zur Schande" aus dem Negativimage einen "point of interest" in der Navigation macht. Diesen Fragen will sich die Tagung sowohl im deutsch-deutschen als auch im internationalen Vergleich widmen.
 

Tagungsflyer mit Programm (pdf)
Aktueller Hinweis: Die Abschlussdiskussion moderiert Frank Bösch.


Programm:

 

Donnerstag, 12. Februar 2015
 

 

BEGRÜSSUNG (15.30 Uhr)

 

STADTIMAGES UND TOURISMUS (16.00 - 19.00 Uhr)

Ralph Richter, Erkner:
Pluspunkte sammeln? Städtische Imagekonstruktionen vor und nach dem cultural turn in der Stadtforschung

Birgit-Katharine Seemann, Potsdam:
Potsdam – die schöne Unsichtbare. Erzählungen eines Sehnsuchtsortes


Hanno Hochmuth, Potsdam:
Dark Tourism in Berlin. Authentizität und Histotainment im gegenwärtigen Geschichtstourismus


Alexa Färber, Hamburg:
Urbanes Imagineering – zum Verhältnis zwischen Stadtgeschichte und Stadtmarketing


Thomas Etzemüller, Potsdam:
Imaginary Landscapes – (Stadt-)Landschaften als Projektionsräume sozialer Ordnungsvorstellungen


Moderation: Achim Saupe, Potsdam

 

ÖFFENTLICHE ABENDVERANSTALTUNG:
SCHATTENORTE. HISTORISCHE LASTEN UND STÄDTISCHE IMAGES
(19.30 Uhr)

 

Begrüßung: Jann Jakobs
Vortrag: Martin Sabrow
Diskussion: Alexa Färber, Jann Jakobs, Martin Sabrow
Moderation: Irmgard Zündorf

 

 

 

Freitag 13. Februar 2015

 

FALLBEISPIELE I (10.15 - 12.15 Uhr)

 

Sven Felix Kellerhoff, Berlin:
Berlin – gebrochene Geschichte als Standortvorteil


Alexander Schmidt, Nürnberg: Von der verdrängten Last zum Tourismussegment? Der Umgang Nürnbergs mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit seit 1945


Günter Riederer, Wolfsburg:
Verschweigen, Streiten, Erinnern – Über den Umgang mit Geschichte in der Stadt Wolfsburg nach 1945


Albert Feiber, München:
Zwischen Vermarktung und Verdrängung. Der Obersalzberg im Schatten Adolf Hitlers


Moderation: Irmgard Zündorf, Potsdam

 

FALLBEISPIELE II (13.30 - 15.30 Uhr)

 

Anne Fuchs, Warwick:
Zwischen Kontinuität und Diskontinuität: die Bombardierung Dresdens im kulturellen Gedächtnis


Andreas Ludwig, Potsdam:
Wo die Zukunft Gegenwart war. Phasen der Selbstbeschreibung Eisenhüttenstadts


Silke Klewin, Bautzen:
Weg vom »Gelben Elend« hin zu »Viele Türme – gute Aussichten«. Zu den Versuchen des Imagewandels der Stadt Bautzen


Justus H. Ulbricht, Dresden:
Weimarer Erinnerungsversuche: Der Schatten des Ettersbergs und der Glanz der Klassik

 

Moderation: Peter Ulrich Weiß, Potsdam

 

ÖFFENTLICHE PODIUMSDISKUSSION:  SCHATTENORTE IN DER MEDIALEN REPRÄSENTATION (16.00 - 17.00 Uhr)

 

Podium: Robert Thalheim im Gespräch mit
Birgit-Katharine Seemann, Potsdam und
Judith Keilbach, Utrecht.


Moderation: Frank Bösch, Potsdam


Der Regisseur Robert Thalheim verarbeitete in dem Film »Am Ende kommen Touristen« (2007) seine eigenen Erfahrungen als Zivildienstleistender der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz.


 

Kontakt:
Dr. Irmgard Zündorf
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
eMail: zuendorf@zzf-pdm.de

 
 

Tagungsbericht:
Schattenorte. Stadtimage und Vergangenheitslast, 12.02.2015 – 13.02.2015 Potsdam,
in: H-Soz-Kult, 29.04.2015
 


  

Internationale Fachtagung


Wissenschaftspolitik, Forschungspraxis und Ressourcenmobilisierung im NS-Herrschaftssystem


Zeit: 5.-6. Februar 2015


Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)  
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte


Organisation:
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (ZZF Potsdam)
Dr. Sören Flachowsky (Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Florian Schmaltz (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte)


Die gemeinsam vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (Potsdam) und dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin) durchgeführte Tagung verfolgt das Ziel, das Verhältnis von Wissenschaften und Politik im Nationalsozialismus unter dem Aspekt der Ressourcenmobilisierung wie des Ressourcenverfalls zu diskutieren. Die Referenten werden das breite Spektrum der Wissenschaftsfelder – von den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften bis hin zu den Natur- und Technikwissenschaften – und Forschungsinstitutionen einschließlich der bisher nur ansatzweise untersuchten Mobilisierung von Ressourcen für die Wissenschaften ab 1938 in den vom NS-Regime besetzten Ländern Europas thematisieren. Welche Folgen hatte die Ressourcenmobilisierung des NS-Regimes für die Forschungspraxis? Welche „Ressourcen“ versuchten wissenschaftliche Einrichtungen und das NS-Regime in den von Deutschland okkupierten Gebieten zu „mobilisieren“? Gab es komplementär zu den Konzeptionen einer nationalsozialistischen Großraumwirtschaft auch eine „Großraumwissenschaft“ unter deutscher Vorherrschaft? Wie vernetzten sich die gesellschaftlichen Teilsysteme, Wissenschaft, Staat, Militär und Wirtschaft unter- und miteinander? Welche institutionellen wie informellen Scharniere wurden installiert, um Informationsbeschaffung, Kommunikation und Koordination zu erleichtern?
 

Tagungsprogramm (pdf)

Kontakt:
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

eMail: hachtmann@zzf-pdm.de  

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