LanguageSwitcher
   Calender of Events       Tagungen       Vorträge       Ausstellungen       Filmreihen       Kolloquium   

Tagungen 2014/15 | Tagungen 2013 | Tagungen 2012 | Tagungen 2011 | Tagungen 2010 | Tagungen 2005-2009



Tagungen und Konferenzen 2014

   
 

 


  
Tagung

 

Schattenorte. Stadtimage und Vergangenheitslast.

 

Zeit: 12.-13. Februar 2015


Ort:
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Stadt Potsdam
 

Organisation: Stefanie Eisenhuth, Dr. Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)

 

Auch Städte haben Biographien. Sie verfügen über distinktive Images und sind zugleich Projektionsflächen und
Stifter sozialer Identität, was sie voneinander unterscheidbar macht und ihnen Anziehungskraft für ihre Bürger wie für ihre Besucher verleiht. Nicht selten tragen sie aber auch historisch gewachsene Bürden, sind gar zu ikonographischen Verdichtungen einer grausamen Geschichte geworden.
Die verschiedenen Modi, mit den politisch oder gesellschaftlich als schmerzhaft oder auch peinlich empfundenen Belastungen von Städten umzugehen, stehen im Mittelpunkt dieses Workshops der gleichermaßen nach dem Handeln der Akteure wie nach den sie leitenden Verständigungscodes fragt: Wer prägt Stadtimages mit welcher Intention? Für welche Arten des Umgangs mit der Geschichte entscheiden sie sich – das Ausblenden, die Umdeutung, die kritische Auseinandersetzung oder die aktive Nutzung im Sinne eines „dark tourism“? Welche weiteren Faktoren, wie zum Beispiel kulturelle Paradigmenwechsel oder touristische Trends, schränken die Optionen der Akteure ein, beeinflussen das Image eines Ortes oder verändern es? Welche unterschiedlichen oder parallelen Strategien wählten die konkurrierenden Gesellschaftssysteme zwischen 1945 und 1989? Welche Folgen hatte die "kathartische Revolution", die das "Bekenntnis zur Schande" aus dem Negativimage einen "point of interest" in der Navigation macht. Diesen Fragen will sich die Tagung sowohl im deutsch-deutschen als auch im internationalen Vergleich widmen.


Das Tagungsprogramm wird demnächst auf dieser Seite veröffentlicht.
 

Kontakt:
Dr. Irmgard Zündorf
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Email: zuendorf@zzf-pdm.de

 

 


 


  

Internationale Fachtagung


Wissenschaftspolitik, Forschungspraxis und Ressourcenmobilisierung


Zeit: 5.-6. Februar 2015


Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)  
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte


Organisation:
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (ZZF Potsdam)
Dr. Florian Schmaltz (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte)


Die gemeinsam vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (Potsdam) und dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin) durchgeführte Tagung verfolgt das Ziel, das Verhältnis von Wissenschaften und Politik im Nationalsozialismus unter dem Aspekt der Ressourcenmobilisierung wie des Ressourcenverfalls zu diskutieren. Die Referenten werden das breite Spektrum der Wissenschaftsfelder – von den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften bis hin zu den Natur- und Technikwissenschaften – und Forschungsinstitutionen einschließlich der bisher nur ansatzweise untersuchten Mobilisierung von Ressourcen für die Wissenschaften ab 1938 in den vom NS-Regime besetzten Ländern Europas thematisieren. Welche Folgen hatte die Ressourcenmobilisierung des NS-Regimes für die Forschungspraxis? Welche „Ressourcen“ versuchten wissenschaftliche Einrichtungen und das NS-Regime in den von Deutschland okkupierten Gebieten zu „mobilisieren“? Gab es komplementär zu den Konzeptionen einer nationalsozialistischen Großraumwirtschaft auch eine „Großraumwissenschaft“ unter deutscher Vorherrschaft? Wie vernetzten sich die gesellschaftlichen Teilsysteme, Wissenschaft, Staat, Militär und Wirtschaft unter- und miteinander? Welche institutionellen wie informellen Scharniere wurden installiert, um Informationsbeschaffung, Kommunikation und Koordination zu erleichtern?
 

Informationen zur Anmeldung und das Tagungsprogramm werden demnächst auf dieser Seite veröffentlicht.

Kontakt:
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Email: hachtmann@zzf-.pdm.de
 

 

 


  

International Conference


Authenticity and Victimhood in 20th Century History and Commemorative Culture


Time: 11.-13. December 2014


Location:
Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin

Registration Deadline: 17.11.2014 
Institut für Zeitgeschichte
München-Berlin
Agnes Bresselau von Bressensdorf
authenticity@ifz-muenchen.de


Organizers:
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Fritz Thyssen Stiftung
Leibniz Forschungsverbund Historische Authentizität
University of Toronto
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Georg Eckert Institut
Topographie des Terrors

The conference will be held in English.


Program Conefrence "Authenticity and Victimhood" (pdf)


The distinction between perpetrators and victims has provided a key framework in understanding the history of the violent twentieth century and in coping with its troubled legacy. Identifying one’s self as a victim or as belonging to a group of victims appears to be one of the most important strategies in gaining recognition – and influence – in the culture of commemoration.
This conference aims to explore the experience and construction of victimhood as well as the related narratives in different national cultures. Is there a global trend towards a post-heroic understanding of history, and what roles do the narratives of victimhood play in that trend? What consequences do the competing interests of different victim groups have for the conception of national history, collective memory, and identity? Following these guiding questions, the conference asks first how societies and social groups have constructed victims’ identities.
Second, we will investigate the ways in which victims balance their experience as individuals with aspects of collective victimhood. The conference will also seek to survey the activities of various victims’ organizations and to explore public discourses regarding commemoration. Finally, we will consider the influence of state politics, legislation, and justice in the process of constructing victims’ identities.

Our main focus will be placed on the history of the 1930s to the 1950s in Europe and Asia as well as the legacies that resulted from that period. More specifically, we will seek to place German and European historical experiences in a broader global context. The conference will be held in English.

 

 


  

Tagung


"Biotop Berlin"
Neuere Foschungen zur Geschichte West-Berlin


Zeit: 4.-5. Dezember 2014


Öffentliche Abendveranstaltung
"West-Berlin erinnern"
Donnerstag, 4. Dezember 2014, 18.30 Uhr     
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Kurfürstendamm 237, 10719 Berlin

Ohne Anmeldung, Eintritt frei


Wissenschaftliche Tagung
"West-Berlin erforschen"

Freitag, 5. Dezember 2014, Beginn: 9.30 Uhr
Märkisches Museum , Stadtmuseum Berlin
Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin


Die Teilnahme an der Wissenschaftlichen Tagung am 5. Dezember 2014 ist nur nach Voranmeldung möglich.

Anmeldeschluss: 15. November 2014, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Tagungsgebühr inkl. Imbiss und Kaffeepause: 20 Euro
Anmeldungen bitte per Email an: westberlin@stadtmuseum.de
 

Veranstalter:
Stiftung Stadtmuseum Berlin
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Organisation:
Hanno Hochmuth (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Dr. Nele Güntheroth (Stadtmuseum Berlin)
Dr. Claudia Gemmeke (Stadtmuseum Berlin)


Programm der Tagung "Biotop Berlin" (pdf)


Begleitend zur Ausstellung „West:Berlin – Eine Insel auf der Suche nach Festland“ veranstalten das Stadtmuseum Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam) eine wissenschaftliche Tagung, auf der neuere Forschungen zur Geschichte West- Berlins vorgestellt werden sollen. Dabei geht es unter anderem um das Verhältnis zu den Alliierten, um die spezifische Wirtschaftsgeschichte der hoch subventionierten Teilstadt sowie um die materielle, visuelle und populäre Kultur West-Berlins. Wieso wurde die „Frontstadt“ aufrechterhalten?
Hat es sich gelohnt? Wie provinziell war West-Berlin? Und welche Impulse gingen vom Berliner Biotop aus? Die Tagung fragt nach dem Ort West-Berlins in der Zeitgeschichte und in der Erinnerung.


Programm

Wissenschaft liche Tagung "West-Berlin erforschen"
Freitag, 05.12.2014, Märkisches Museum


9.30 –10.00 Uhr | Einführung
Begrüßung
Dr. Claudia Gemmeke | Stadtmuseum Berlin

Vorstellung des Programms und Präsentation des Themenheftes „West-Berlin“ (Zeithistorische Forschungen 2/2014)
Hanno Hochmuth | ZZF Potsdam

Impuls: West-Berlin – trotz alledem
Dr. Volker Hassemer | Stiftung Zukunft Berlin

10.00 –10.30 Uhr | Kaffeepause

10.30 –12.00 Uhr | Amerikas Berlin
Moderation: Dr. Andreas Etges | LMU München

Die „Schutzmächte“ und der „Vorposten der Freiheit“. Deutungen West-Berlins im Wandel der Zeit
Stefanie Eisenhuth | HU Berlin

Propagandisten der Freiheit. Deutsch-amerikanische Netzwerke in Berlin 1940–63
Scott Krause | University of North Carolina at Chapel Hill

Von Menschen, Überresten und Erinnerungen. Das Erbe der Alliierten
Dr. Gundula Bavendamm | AlliiertenMuseum Berlin

12.00 –13.30 Uhr | Mittagspause

13.30 –15.00 Uhr | Wirtschaften in West-Berlin
Moderation: Dr. Julia Rischbieter | HU Berlin

Ein ganz normales Subventionsgrab? West-Berlin im wirtschaftlichen Strukturwandel
Dr. Ralf Ahrens | ZZF Potsdam

Migrantische Arbeits- und Lebenswelten in West-Berlin seit 1961 am Beispiel zeitgenössischer Fotografie
Martin Düspoh l | FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Eine symbiotische Beziehung. Die wechselseitige Abhängigkeit West-Berlins und der DDR
Dr. Matthias Judt | ZZF Potsdam

15.00 –15.30 Uhr | Kaffeepause

15.30 –17.00 Uhr | Kulturraum West-Berlin
Moderation: Hanno Hochmuth | ZZF Potsdam

Welche Dinge repräsentieren West-Berlin? Museologische Überlegungen zur materiellen Kultur
Dr. Udo Gösswald | Museum Neukölln

Zurück in die Zukunft. Die Entdeckung der West-Berliner „Geschichtslandschaft“ im „zentralen Bereich“ entlang der Berliner Mauer
Dr. Krijn Thijs | Deutschlandinstitut Amsterdam

G. I. Disco und Popperschlacht. Zur Pop-Geschichte West-Berlins
Bodo Mrozek | ZZF Potsdam

17.00 –18.00 Uhr | Schlussdiskussion
Kommentar Prof . David E. Barclay, PhD | Kalamazoo College/ Director of the German Studies Association

18.30 –21.00 Uhr | Ephraim-Palais
Ausstellungsführung West:Berlin – Eine Insel auf der Suche nach Festland
DR . THOMAS BEUTELSCHMIDT /  JULIA M. NOVAK Ausstellungskuratoren

Empfang im Salon Ephraim


Kontakt:

Hanno Hochmuth
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
E-Mail: hochmuth@zzf-pdm.de


Dr. Nele Güntheroth
Stadtmuseum Berlin
Poststraße 13/14
10178 Berlin
guentheroth@stadtmuseum.de


Tagungsnachlese

"Biotop Berlin" zum Nachhören
Das Stadtmuseum Berlin und das ZZF Potsdam dokumentieren die Tagung mit Audio-Podcasts.Hören Sie sich hinein in WEST:BERLIN und in kurze Interviews mit 16 der Beteiligten der Veranstaltung (u.a. Ralf Ahrens, David E. Barclay, Claudia Gemmeke, Matthias Judt, Walter Momper, Bodo Mrozek, Franziska Nentwig, Martin Sabrow, Krijn Thijs).

 

 

 11. Dezember 2014, Deutschlandfunk, "Zwischen Inselflair und Stillstand" 


  

Tagung


"Transnationale Medienbeziehungen im Kalten Krieg"
Programmtransfer und Kulturelle Kommunikation durch Radio und Fernsehen 1945-1990


Zeit: 27th - 29th November 2014

Donnerstag, 27. November 2014, 19.00 Uhr     
Venue: Deutsche Kinemathek
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin

Evening Event (in German language)

"Von der Konkurrenz aus Luxemburg zum Dualen System: Privater und öffentlich-rechtlicher Rundfunk in der Bundesrepublik in den 1970er und 1980er Jahren"
Panel Discussion with Claus Detjen (Former Chairman of Anstalt für Kabelkommunikation, AKK, Ludwigshafen),  Jobst Plog (Former Chairman of NDR, Hamburg), Helmut Thoma (Former Chairman of RTLplus, Cologne), and Wolfgang Rumpf (Radio Bremen)

Moderation: N.N.

Für die Abendveranstaltung in der Deutschen Kinemathek ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.
    

Freitag, 28th - Saturday 29th of November 2014
Venue: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam


Organiser:
Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF Potsdam)

Organisation:
Katja Berg, Thomas Beutelschmidt, Christoph Classen, Anna Jehle, Richard Oehmig

The conference will be held in English.

Registration Deadline: 24th of November 2014
Registration by Email to:
Vanessa Lemke
Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF Potsdam)
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
E-Mail: lemkev@zzf-pdm.de

 

Since the introduction of electronic media, its transnational character as well as its contribution to “globalization” have been subjects of discussion In fact these discussions were accompanied by continuous political attempts to protect national territories against external influences and attempts to engage the media in the process of integration to nationally defined communities in the 20th century. With the establishment of television in Europe the active exchange of media programs and formats started, not only between the western countries but also across the “Iron Curtain”. Commercial radio broadcasting stations emerged next to political-ideologically orientated providers such as “Voice of America” and “Radio Free Europe”. Both were transnationally broadcasted and consumed. This highlighted the effects resulting from the cross-border dimension of radio and television broadcasting. Were elements of a common European media culture arising within the domain of entertainment and information or did national preferences and tendencies prevail? How did this exchange influence the East-West conflict and which political, medial and cultural pressures promoted or arrested this process? The focus of this conference is devoted to the tension between on the one hand the inherent transnationality of modern mass media and on the other hand the efforts to limit them politically. The initial assumption is that there is not only a conflict of wanted and unwanted medial representation (e.g. sports, political and social events transnationally broadcasted); but that conflict manifests also on the level of production and distribution.


Programme Flyer (pdf)


Programme

Friday, 28th of November 2014
Location: ZZF Potsdam

9:30 a.m.
Jürgen Danyel (Potsdam): Begrüßung

NATIONAL, REGIONAL, TRANSNATIONAL: RADIO AND TELEVISION 1945-1990

Moderation: Jürgen Danyel (Potsdam)

Andreas Fickers (Luxembourg):
ASYMMETRICAL INTERDEPENDENCE: EUROPEAN COMMUNICATION SPACES OF THE COLD WAR

Christoph Classen (Potsdam):
ELEMENTS OF EUROPEAN MEDIA CULTURE? TRIES, ERRORS, AND PRELIMINARY FINDINGS OF A RESEARCH PROJECT

Jörg Requate (Bielefeld): Comment

Coffee Break (30 min.)

11:30 a.m.
DEFROSTING THE COLD WAR: COOPERATION AND ITS LIMITS


Moderation: Anna Jehle (Potsdam)

Thomas Beutelschmidt/Richard Oehmig (Potsdam):
PROGRAMME EXCHANGE EAST/WEST USING THE EXAMPLE OF GDR-TELEVISION BROADCASTING

Mari Pajala (Turku):
FRIENDSHIP POLITICS IN ACTION? EASTERN EUROPEAN CONNECTIONS IN THE FINNISH TELEVISION CULTURE FROM THE 1960s TO THE 1980s

Sabina Mihelj/Simon Huxtable (Loughborough):
THE TRANSNATIONAL SPACES OF STATE SOCIALIST TELEVISION: SOVIET UNION AND YUGOSLAVIA COMPARED

Jan C. Behrends (Potsdam): Comment

Lunchbreak (90 min.)

3 p.m.
TEST THE WEST: WESTERN RADIO AND TELEVISION IN EASTERN EUROPE DURING THE COLD WAR


Moderation: Katja Berg (Potsdam)

Franziska Kuschel (Berlin):
BETWEEN HOSTILITY AND CONCESSION. THE CONFLICT ABOUT WESTERN COMMERCIAL BROADCASTING IN THE GDR, 1985-1989

Trever Hagen (Exeter):
CALLING RADIO FREE EUROPE: THE CZECHOSLOVAK SERVICE’S ANSWERING MACHINE

Patryk Wasiak (Wroclaw):
WESTERN TELEVISION, SATELLITE DISHES AND POLISH AUDIENCES

Thomas Lindenberger (Potsdam): Comment

6:30 p.m. Dinner


Saturday, 29th of November 2014
Location: ZZF Potsdam

09:30 a.m.
TRANSNATIONAL MEDIA IN THE WEST BETWEEN PUBLIC SERVICE AND COMMERCIALISATION

Moderation: Richard Oehmig (Potsdam)

Katja Berg/Anna Jehle (Potsdam):
THROUGH THE AIR TO ANYWHERE: RADIO LUXEMBOURG – A TRANSNATIONAL BROADCASTING STATION?

Christian Henrich-Franke (Siegen):
BROADCASTS FOR MOTORISTS: INFORMATION OF TRAFFIC JAMS FOR THE MOBILE EUROPEAN LISTENER

Alec Badenoch (Utrecht):
LAND, SEA, AND AIRWAVES: OFFSHORE BROADCASTING AND THE TRANSFORMATION OF TERRITORY IN COLD WAR EUROPE

Christoph Hilgert (Gießen):
MIXED FEELINGS ABOUT AN ASYMMETRIC COMPETITION. SCARED, STUNNED, AND STUBBORN PUBLIC RADIO IN WEST GERMANY AND GREAT BRITAIN (LATE 1940s AND 1950s)

Reinhold Viehoff (Halle): Comment

Coffee Break (30 min)

12:30 p.m.
FINAL DISCUSSION: TRANSNATIONAL MEDIA RELATIONS DURING THE COLD WAR

Participants: Lothar Mikos (Potsdam), Marsha Siefert (Budapest), Dana Mustata (Groningen), Andreas Fickers (Luxembourg), Maria Fritsche (Trondheim)
Moderation: Annette Vowinckel (Potsdam)

1:30 p.m.: End of Conference


 


 


Konferenz


Nationalstaatenbildung und kulturelle Identität

Zwei trinationale Konferenzschaltungen zu den Goethe-Instituten in Riga, Zagreb und Moskau aud dem Zeughauskino in Berlin verhandeln Nationalstaatenbildung, kultureklle Identität und Ost-West-Beziehungen



Zeit:
24. November 2014, 18.00 - 19.30 Uhr  
09. Dezmeber 2014, 18.00 - 19.30 Uhr 

Ort:
Zeughauskino, Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin
 

Veranstalter:
Goethe-Institut
in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin
und mit freundlicher Unterstützung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

Gefördert durch das Auswärtige Amt im Rahmen des Gedenkjahres 2014

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Die Diskussion auf Englisch wird an allen Veranstaltungsorten simultan übersetzt.


Veranstaltungsflyer "Videobrücke" (pdf)
 

Information des Goethe-Institus zur Veranstaltung "Videobrücke" (pdf)

Hundert Jahre nach 1914 sind die Beziehungen zwischen Ost und West erneut von Spannungen gekennzeichnet. So sind die Zugehörigkeiten einzelner Staaten, Regionen und Kulturen ebenso wie das Recht auf Selbstbestimmung umstritten. Verschiedene politische und kulturelle Ordnungs- und Integrationsvorstellungen konkurrieren im postsozialistischen Raum.
In einer grenzübergreifenden Videoschaltung bringt das Goethe-Institut dazu Experten aus kulturwissenschaftlicher und historischer Perspektive ins Gespräch. Das eigens entwickelte Format eröffent auch die Diskussion mit dem Publikum in Russland, Lettland und Kroatien.

Die erste Schaltung Berlin – Riga – Moskau am 24. November 2014 reflektiert die Entstehung neuer Nationalstaaten nach dem Untergang der Imperien, die Europa bis zum Ersten Weltkrieg entscheidend geprägt haben. Zugleich sollen die weiteren historischen Zäsuren des 20.Jahrhunderts, die Auseinandersetzung mit dem sozialistischen Erbe sowie die historische Dimension gegenwärtiger Konflikte diskutiert werden.

Berlin: Dr. Jan C. Behrends (ZZF Potsdam, HU, Experte),
Dr. Johannes Grotzky (Moderator)

Riga: Prof. Aivars Stranga (Experte),
Dr. Ivars Ijabs (Moderator)
Moskau: Prof. Alexey Miller (Experte),
Dr. Liudmila Novikova (Moderation)

Im Mittelpunkt der zweiten Schaltung Berlin – Zagreb – Moskau am 9. Dezember 2014 stehen die Befragung eines kulturellen Identitätsbegriffs sowie die Rolle von Sprache und Medien im Prozess der nationalen Selbstfindung. Die in diesem Kontext geführten Kulturdebatten mit ihren Erinnerungspolitiken und Sprachregelungen interessieren ebenso wie die Potentiale zivilgesellschaftlicher Beteiligung. Aus lokaler und historischer Perspektive gilt das Augenmerk insbesondere auch der Zukunft der angesprochenen Gesellschaften.

Berlin: Prof. Dr. Hannes Grandits (HU Berlin, Institut für Südosteuropäische Geschichte),
Johannes Grotzky (Moderation)

Zagreb: Prof. Dr. Ivo Banac (Yale University, Dept. of Eastern European History, Universität Zagreb),
ModerationBojan Munjin (Radiojournalist HRT)
Moskau: Prof. Dr. Gasan Gusejnov (Kulturwissenschaftler, Nationale Forschungsuniversität „Hochschule für Wirtschaftswissenschaften“),
Dr. Anatoly Golubovsky (Historiker, Moskau)


Beide Veranstaltungen werden im Internet abrufbar sein und durch Graphic Recording dokumentiert.
  


 


 


Konferenz


Verflochtene Umbrüche.
West- und Ostdeutschland im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts


Zeit: 20. - 21. November 2014   

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Organisation:

Prof. Dr. Frank Bösch, ZZF Potsdam
 

Anmeldung zur Tagungsteilnahme bis zum 14. November 2014:
Judith Koettnitz
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Email: koettnitz@zzf-pdm.de



Die Zeitgeschichtsforschung diskutiert die 1970/80er Jahre derzeit intensiv als Phase grundlegender internationaler Umbrüche. Sie gelten als Krisenzeit „nach dem Boom“, in der der Strukturwandel am Ende des Industriezeitalters mit grundlegenden sozioökonomischen, kulturellen und politischen Veränderungen einherging. Auffälliger Weise konzentriert sich diese Debatte trotz transnationaler Ansätze fast durchweg auf die Bundesrepublik und westliche Nachbarländer. Die seit langem bestehende Forschung zur DDR und Osteuropa wird dagegen kaum eingebunden.

Die Konferenz fragt, inwieweit es seit den 1970er Jahren zu übergreifenden gesellschaftlichen Veränderungen kam, die auch den „eisernen Vorhang“ durchdrangen. In welchem Maße überbrückten etwa die ökonomischen Krisen und der Wandel des Politischen, die Umwelt- und Energieprobleme oder auch die neue Bedeutung von Medien, Konsum, Sport und Mobilität die Mauer? Welche Rückwirkungen hatte dies für den Niedergang der DDR, aber auch für das wiedervereinigte Deutschland?
Die Tagung bettet den Mauerfall vor 25 Jahren somit in langfristige gesellschaftsgeschichtliche Entwicklungen vor und nach 1989 ein. Sie nimmt zudem eine vergleichende Perspektive ein, ohne jedoch Ost und West gleichzusetzen. Dabei diskutiert sie für unterschiedliche Felder die Ursachen, Verlaufsformen und Grenzen dieser Wandlungsprozesse und erörtert mögliche neue Leitbegriffe. Durch den Einbezug der 1990er Jahre diskutiert sie schließlich, in welchem Maße sich das wiedervereinigte Ost- und Westdeutschland aneinander annäherten oder Unterschiede fortbestanden und neu aufkamen.


Konferenzflyer mit Programm (pdf)


Programm

Donnerstag, 20.11.2014

13.30 Uhr
Einführung

14.00 Uhr
Frank Bösch / Jens Gieseke
Getrennt und vereint: Der Wandel des Politischen
Kommentar: Dominik Geppert
Chair: Annelie Ramsbrock

15.00 Uhr Kaffeepause

15.30 Uhr
Ralf Ahrens / André Steiner
Globalisierung, wirtschaftlicher Strukturwandel und politische Intervention
Kommentar: Werner Plumpe
Chair: Rüdiger Graf

16.30 Uhr
Rüdiger Hachtmann
Rationalisierung, Automatisierung, Digitalisierung. Arbeitswelten im Wandel
Kommentar: Kim Priemel
Chair: Rüdiger Graf

17.30 Uhr Kaffeepause

18.00 Uhr
Winfried Süß
Soziale Sicherheit und soziale Ungleichheit in wohlfahrtsstaatlich formierten Gesellschaften
Kommentar: Jürgen Kocka
Chair: Sandrine Kott

20.00 Uhr
Abendessen


Freitag, 21.11.2014

9.00 Uhr
Wilfried Rudloff / Emmanuel Droit
Bildung zwischen Ideologie und Wirtschaft
Kommentar: Ralph Jessen
Chair: Gerd Geißler

10.00 Uhr
Frank Uekötter
Ökologische Verflechtungen
Kommentar: Melanie Arndt
Chair: Thomas Lindenberger

11.00 Uhr Kaffeepause

11.15 Uhr
Maren Möhring
Mobilität und Migration in und zwischen Ost und West
Kommentar: Karen Schönwälder
Chair: Martin Sabrow

12.15 Uhr
Christopher Neumaier / Andreas Ludwig
Wohlfühlen als Projekt: Differenzierung und Individualisierung der Lebenswelt in Ost und West
Kommentar: Dorothee Wierling
Chair: Martin Sabrow

13.00 Mittagspause

14.00 Uhr
Frank Bösch / Christoph Classen
Die geeinte Mediennation? Die deutsch-deutschen Massenmedien
Kommentar: Michael Meyen
Chair: Axel Schildt

15.00 Uhr
Jürgen Danyel / Annette Schuhmann
Wege in die Informationsgesellschaft
Kommentar: Elke Seefried
Chair: Konrad H. Jarausch

16.00 Uhr Kaffeepause

16.15 Uhr
Jutta Braun
Wettkampf zwischen Ost und West. Sport und Gesellschaft
Kommentar: Hans Joachim Teichler
Chair: Thomas Schaarschmidt

17.00 Uhr Schlussdiskussion
Impulsreferate:
Konrad H. Jarausch
Dorothee Wierling

18.00 Konferenzende


Kontakt:

Judith Koettnitz
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: +49 331 28 991 57
Fax: +49 331 28 991 40
E-Mail: koettnitz@zzf-pdm.de

 

Zu den Zielen der Konferenz lesen Sie auch den kurzen Hintergrund-Artikel in den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) vom 26. November 2014  "Langfristige Entwicklungsgeschichte" sowie ebenfalls vom 26. November 2014 in den PNN ein Interview mit ZZF-Direktor und Zeithistoriker Frank Bösch "Die Probleme haben die Mauer überbrückt" über einen neuen Blick auf den Mauerfall, eine längerfristige gesamtdeutsche Perspektive und die Annäherung an die DDR an den Westen.

 


  
Tagung

 

Schattenorte. Stadtimage und Vergangenheitslast.

 

Die Tagung ist verlegt worden. Neuer Termin: 12.-13. Februar 2015


Ort:
 Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Stadt Potsdam
 

Organisation: Stefanie Eisenhuth, Dr. Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)

 

 

Auch Städte haben Biographien. Sie verfügen über distinktive Images und sind zugleich Projektionsflächen und
Stifter sozialer Identität, was sie voneinander unterscheidbar macht und ihnen Anziehungskraft für ihre Bürger wie für ihre Besucher verleiht. Nicht selten tragen sie aber auch historisch gewachsene Bürden, sind gar zu ikonographischen Verdichtungen einer grausamen Geschichte geworden.
Die verschiedenen Modi, mit den politisch oder gesellschaftlich als schmerzhaft oder auch peinlich empfundenen Belastungen von Städten umzugehen, stehen im Mittelpunkt dieses Workshops der gleichermaßen nach dem Handeln der Akteure wie nach den sie leitenden Verständigungscodes fragt: Wer prägt Stadtimages mit welcher Intention? Für welche Arten des Umgangs mit der Geschichte entscheiden sie sich – das Ausblenden, die Umdeutung, die kritische Auseinandersetzung oder die aktive Nutzung im Sinne eines „dark tourism“? Welche weiteren Faktoren, wie zum Beispiel kulturelle Paradigmenwechsel oder touristische Trends, schränken die Optionen der Akteure ein, beeinflussen das Image eines Ortes oder verändern es? Welche unterschiedlichen oder parallelen Strategien wählten die konkurrierenden Gesellschaftssysteme zwischen 1945 und 1989? Welche Folgen hatte die "kathartische Revolution", die das "Bekenntnis zur Schande" aus dem Negativimage einen "point of interest" in der Navigation macht. Diesen Fragen will sich die Tagung sowohl im deutsch-deutschen als auch im internationalen Vergleich widmen.



 

Kontakt:
Stefanie Eisenhuth
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Email: eisenhuth@zzf-pdm.de

 

 


 



Tagung


"Wie ich das Ende der Welt gefeierte habe."
1989 im Film Mitteleuropas


Zeit: 23. - 25. Oktober 2014

Ort:
Centre Marc Bloch
Friedrichstraße 191
10117 Berlin, Berlin


Veranstalter/Wissenschaftliche Verantwortliche:

Richard Oehmig, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Alina Popescu, Universität Paris Quest Nanterre / Centre Marc Bloch
Perrine Val, Universität Paris 1 Panthéon Sorbonne / Centre Marc Bloch
 

Konferenzsprachen:
Vorrangig Französich sowie Englisch und Deutsch

Conference Adresses and Directions (pdf)

Interessenten können gerne an der Tagung ohne vorherige Anmeldung  teilnehmen.


Programm der Tagung "1989 im Film Ostmitteleuropas" (pdf)


Die Kraft der Kreativität im zeitgenössischen Film Ostmitteleuropas zeugt von der Reife der neuen Generationen, die aus dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime stammen. Während sich Historiker und Politologen noch die Frage nach dem Ende des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Übergangs in den Ländern des ehemaligen Ostblocks stellen, bieten die 25 Jahre, die uns jetzt vom Ende der Kalten Krieg trennen, genügend Abstand, um das Ausmaß der Verzweigungen zu betrachten, die die Ereignisse von 1989 hervorgerufen haben.
Die Tagung hat vor, die verschiedenen Blicke auf die Geschichte des kommunistischen Zusammenbruchs und die unterschiedliche Ästhetik zu be- und hinterfragen. Dabei wird Anknüpfungspunkten an andere Kunstbereiche und audiovisuelle Medien (insbesondere der modernen Kunst und dem Fernsehen) erheblicher Raum eingeräumt. Daneben werden die Zirkulation und Vergegenwärtigung der audio-visuellen Erinnerung des Vergangenen sowie das Phänomen der Ostalgie und die Generationenfrage beleuchtet.

Vier Podiumsdiskussionen werden sich jeweils einem Thema widmen: Erörtert werden die kinematografischen Umbrüche unmittelbar nach dem Zusammenbruch der politischen Systeme; die Besonderheiten der audio-visuellen Sprache im Umgang mit diesem historischen Ereignis; die Kontinuitäten und Brüche im Inneren der Institutionen, der Kulturpolitik und der gesellschaftlichen Akteure sowie die erst bei zeitlicher Distanzierung sichtbar werdenden individuellen und kollektiven Auswirkungen des Zusammenbruchs der kommunistischen Systeme. Jedes Podium wird etablierte Wissenschaftler und Doktoranden zusammenbringen. Etablierte Wissenschaftler (Jérôme Bazin, Xavier Bougarel, Emmanuel Droit und Thomas Lindenberger) werden die Beiträge diskutieren. Jeder Referent erhält 20 Minuten Redezeit. Am Ende jeder Podiumsdiskussion sind jeweils 30 Minuten für Diskussionen vorgesehen.
Die Präsentation des Filmes Die Mauer (Jürgen Böttcher, 1991) und der Beitrag von Prof. Dr. Dina Iordanova werden die Tagung öffnen. Abschließend wird Ania Szczepanska die Tagungsergebnisse zusammenfassen. Die Auswahl der Beiträge repräsentiert alle mittel- und osteuropäischen Staaten; sie bieten Raum für gemeinsame Fragestellungen und die jeweiligen Besonderheiten.


Kontakt:

Richard Oehmig
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

E-Mail: oehmig@zzf-pdm.de
 

 

  


Kongress


50. Deutscher Historikertag
vom 23.-26. September 2014 in Göttingen

"Gewinner und Verlierer"


Zeit: 23. - 26. September 2014

Ort:
Universität Göttingen (Zentralcampus)

Veranstalter:
Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD)
Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. (VGD)
Georg-August-Universität Göttingen
 

Programm zum 50. Deutscher Historikertag 2014 in Göttingen


Hier finden Sie eine Übersicht über die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ZZF Potsdam an Sektionen auf dem 50. Deutschen Historikertag (pdf)
 

Der 50. Deutsche Historikertag 2014 steht unter dem Motto „Gewinner und Verlierer“. Die Unterscheidung von Gewinnern und Verlierern ist seit der Antike Kernbestand der Deutung historischen Geschehens. Sowohl direkte und indirekte Auseinandersetzungen als auch historische Prozesse haben Gewinner und Verlierer, die ggf. erst in der historischen Untersuchung und im historischen Urteil als solche hervortreten. Die Rede von Gewinnern und Verlierern ist zudem immer an bestimmte Perspektiven gebunden. Den historiographischen Zuschreibungen von Sieg und Niederlage, Gewinn und Verlust steht dabei das Selbstverständnis von Akteuren gegenüber. Wie Niederlagen oder Verluste erfahren und kommuniziert werden, ist nur aus der Perspektive der betroffenen Gruppen und Individuen zu erschließen. Diskurse von Verlierern können ein notwendiges Korrektiv für eine Geschichtsschreibung sein, die mit ihrem Objektivitätsanspruch diese Perspektive nur schwer einzunehmen vermag.

Das Partnerland des 50. Deutschen Historikertages ist Großbritannien. Vertreter Großbritanniens, britische Historikerinnen und Historiker, Forschungseinrichtungen sowie britische Geschichte und Kultur werden auf vielfältige Weise auf dem Historikertag präsent sein. VHD, Royal Historical Society und das Deutsche Historische Institut in London werden auf mehreren Ebenen miteinander kooperieren. Großbritannien ist traditionell mit Niedersachsen, dem Tagungsort Göttingen und insbesondere der Georg-August-Universität Göttingen eng verbunden. Die Gründung der Universität fällt in die Zeit der britisch-kurhannoverschen Personalunion. Der Namensgeber Georg August, Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Hannover) residierte als Georg II. in London.

 

  


  

Workshop


Fotografie im Dienst der Wissenschaft


Zeit: 4. September 2014

Ort:
Deutsches Museum, München


Der interdisziplinär ausgerichtete Workshop findet im Rahmen des SAW-Verbundprojekts "Visual History. Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses" statt, das die historische Bildforschung der Fotografie mit unterschiedlichen Teilprojekten vorantreiben will.

Der Workshop wurde organisiert und ausgerichtet vom Deutschen Museum, München.


Kooperationspartner des SAW-Verbundprojektes sind:

Deutsches Museum, München
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Georg Eckert Institut
Herder-Institut


Schon bald nach ihrer Erfindung wurde die Fotografie ein wichtiges methodisches Instrument unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen. Ihr mechanisches Aufzeichnungsverfahren lieferte scheinbar objektive Bilder, die Unsichtbares sichtbar machen, neue Er kenntnisse visuell dokumentieren, flüchtige Ergebnisse als dauerhaftes Wissen speichern und diese öffentlich machen sollten. Dabei wurde die Wechselwirkung von Kamera- bzw. Objektivtechnik, Fotochemie und Aufnahmepraxen zunehmend epistemologisch und auch kritisch reflektiert und in einer Vielzahl an Veröffentlichungen diskutiert.
Der Workshop „Fotografie im Dienst der Wissenschaft“ beleuchtet die theoretische und praktische Entwicklung in der wissenschaftlichen Fotografie mit einem besonderen Fokus auf die Zeit zwischen 1880 und 1920, nicht ohne wesentliche Entwicklungen in der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einzubeziehen. Dabei rücken einige zentrale Fragen in den Vordergrund: Wie ließ sich Wissen visualisieren und welche Möglichkeiten boten die unterschiedlichen Darstellungsmedien „Zeichnung“, „Fotografie“ und „Film“? Welche Rolle spielte die Reproduzierbarkeit und Ver breitung der Fo - tografie für ihre Etablierung in der Forschung? Und schließlich: Wie gestaltete sich der Einsatz der Fotogra - fie in der wissenschaftlichen Praxis und wie beeinfluss - ten sich Untersuchungsgegenstand und die zur Verfü - gung stehende fotografische Technik?


Workshop-Programm/Flyer (PDF)

    



Tagung


Geschichte als Erlebnis:
Performative Praktiken in der Geschichtskultur


Zeit: 3. - 5. Juli 2014

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und  Eberhard Karls Universität Tübingen
Organisation: Dr. Stefanie Samida (ZZF Potsdam)


Die Tagung wird unterstützt von der VolkswagenStiftung.
 

Men­schen besu­chen als authen­tisch ange­se­hene his­to­ri­sche Orte, spie­len
his­to­ri­sche Situa­tio­nen ein oder neh­men an insze­nier­ten Events teil, die mit allen Sin­nen Geschichte ver­ge­gen­wär­ti­gen sol­len. His­to­ri­sche Ree­nact­ments, wie bei­spiels­weise die vor kur­zem prak­ti­zierte Nach­stel­lung der Völ­ker­schlacht 1813 in Leip­zig, zie­hen unter gro­ßem Medi­en­echo zehn­tau­sende von Men­schen an. Gemein­sam ist die­sen als ‚Living History‘ bezeich­ne­ten kör­per­li­chen Prak­ti­ken, dass es sich um stark sinn­li­che Ver­ge­gen­wär­ti­gun­gen han­delt, die nicht allein in der Ver­mitt­lung von Geschichte auf­ge­hen.

Die Tagung fragt, wel­che Deu­tun­gen von Ver­gan­gen­heit hier­bei auf­ge­bracht wer­den und auf wel­che Weise sich diese von ande­ren Geschichts­dar­stel­lun­gen unter­schei­den. Sie unter­sucht die Motive der Betei­lig­ten, die durch­aus auch jen­seits der his­to­ri­schen Sinn­bil­dung lie­gen kön­nen. Dabei dis­ku­tiert sie die Hypo­these, dass die kör­per­li­che Aneig­nung von Geschichte eine Sehn­sucht nach Authen­ti­zi­tät und unmit­tel­ba­rer Erfah­rung bedient, die sich von media­len Dar­stel­lun­gen abgrenzt, aber gleich­zei­tig durch sie über­formt ist. 

Die Tagung ist bewusst fach­über­grei­fend ange­legt und dis­ku­tiert epo­chen­über­grei­fend his­to­ri­sche Ver­ge­gen­wär­ti­gun­gen. Ver­an­stal­tet wird sie vom For­schungs­pro­jekt „Living History: Ree­nac­ted Pre­history bet­ween Rese­arch and Popu­lar Per­for­mance“, das seit 2011 von der Volks­wa­gen­Stif­tung geför­dert und durch­ge­führt wird am Zen­trum für Zeit­his­to­ri­sche For­schung Pots­dam (ZZF) in der Abteilung V und an der Uni­ver­si­tät Tübin­gen (Ludwig-Uhland-Institut für Empi­ri­sche Kul­tur­wis­sen­schaft). Pro­jekt­lei­ter sind Prof. Frank Bösch (ZZF Pots­dam), Dr. Ste­fa­nie Samida (ZZF Pots­dam) sowie Prof. Bern­hard Tschofen (Universität Zürich).


Programm der Tagung "Geschichte als Erlebnis" (PDF)


Ausführliche Information zum Inhalt der Tagung, der Teilnehmer/innen, Abstract und Anfahrt zum Tagungsort ZZF Potsdam finden Sie auf der Website des interdisziplinären Projekts "Living History. Reenacted Prehistory between Research and Popular Performance"


Anmeldung:
Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 13. Juni 2014 per eMail an bei Robert Graef:
graef@zzf-pdm.de


Kontakt:
Dr. Stefanie Samida
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
eMail: samida@zzf-pdm.de


Tagungsberichte:

Bericht in: The European Archaeologist, Issue No 42, Autumn 2014, Autorin: Yonca Krahn (Zürich)

Bericht auf H-Soz-u-Kult vom 10. Oktober 2014, H-Soz-u-Kult, Autorin: Ulrike Jureit (Hamburg)

 


 

 

Tagung


Authentisierung von StadtLandschaften
Eine Tagung des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität


Zeit: 20.-21. Juni 2014

Ort:
Einstein-Forum
Am Neuen Markt 7
14467 Potsdam

Veranstalter: Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität
 

Organisation: Achim Saupe (LFV Historische Authentizität/Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)
Christoph Bernhardt (Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner)

Der Umgang mit der Vergangenheit zielt in vielen geschichtskulturellen Bereichen in einer nie gekannten
Intensität auf historische Authentizität. Die Sehnsucht nach dem vermeintlich „Echten“ und
„Originalen“ zeigt sich in diversen personen- und objektbezogenen Authentizitätskonstruktionen,
etwa in der Wertschätzung von „Tradition“, des „Zeitzeugen“, des „authentischen Objekts“ oder des
„authentischen Orts“. Die transdisziplinäre Erforschung dieses Phänomens und den mit ihm verbundenen
Bestrebungen zur Autorisierung von Vergangenheit durch Authentisierung stehen im Mittelpunkt
des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität.

Die Tagung Authentisierung von StadtLandschaften wird sich Prozessen städtischer und regionaler
Identitätsbildung widmen, innerhalb derer Verweise auf historische Authentizität eine zentrale Funktion
einnehmen.


Programm (PDF)

 

Anmeldung:
Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 15. Juni 2014 per eMail an bei Dr. Achim Saupe:
saupe@zzf-pdm.de


Kontakt:
Dr. Achim Saupe, eMail: saupe@zzf-pdm.de

 


 

 

Workshop


Exploring the Second World:
Socialist Internationalism in the Cold War


Date: 19-21 june 2014

Venue:
Centre for Contemporary History Potsdam
Seminar Room (Ground Floor)
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Conception: Dr. Patryk Babiracki (University of Texas-Arlington) and  Dr. Jan C.Behrends (ZZF Potsdam)

The Workshop is generously funded by VolkswagenStiftung.

 

The workshop explores the transnational ties established by communist regimes and the relationship to their doctrine of "Socialist Internationalism". Starting in High Stalinism the papers presented will analyse relations between the USSR and countries of its European Empire, contacts between communist party-states and Western Europe and ties of the Soviet bloc to the emerging "Third World". An international publication on the subject is planned. Proceedings will be in English. Please register sending an email to noll@zzf-pdm.de.


Workshop-Program (PDF)

 

Registration:
Please register before June 12, 2014
by Roxanna Noll
eMail: noll@zzf-pdm.de


Contact:
Dr. Jan C. Behrends, eMail: behrends@zzf-pdm.de

 


 

 

Workshop


„(V)Ermitteln im Museum“
im Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität“


Zeit: 10. Juni 2014

Ort:
Leibniz-Geschäftsstelle
Raum 1.15
Chausseestraße 111
10115 Berlin

Veranstalter: Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität“


Organisator: Achim Saupe (LFV Historische Authentizität/Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)

Programm (PDF)
 

Anmeldung:
Teilnahme ist nur bei vorheriger Anmeldung bei Dr. Achim Saupe, saupe@zzf-pdm.de, möglich.


Kontakt:
Dr. Achim Saupe, eMail: saupe@zzf-pdm.de

 


 

Workshop


Author's Workshop of the project
"Physical Violence in Late Socialism"


Date: 14 - 15 May 2014

Venue:
Vytautas Magnus University
Kaunas, Litauen

Conception: Dr. Jan C. Behrends (ZZF Potsdam), Dr. Rasa Balockaite (Vytautas Magnus University)


At Kaunas University the contributors to a volume on "Physical Violence in Late Socialism" will meet to discuss their individual contributions. The international volume will present original research on violence after Stalin in the USSR and in the countries of Eastern Europe. Studies will range from war and police violence to hooliganism and child abuse.



Contact:
Dr. Jan C. Behrends
Centre for Contemporary History Potsdam
eMail: behrends@zzf-pdm.de

 


 

Workshop


Geschichte in der Vitrine.
Sammlung und Ausstellung von Nationalgeschichten im Vergleich


Zeit: 8. - 9. Mai 2014

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Organisatoren: Dr. Pasquale De Caprio / Johannes Zechner M. A. / Dr. Irmgard Zündorf

Anmeldung bis spätestens 6. Mai 2014 an Dr. Irmgard Zündorf per Email: zuendorf@zzf-pdm.de

Während das (National-)Museum im modernen Sinne bereits eine Erfindung des national denkenden 19. Jahrhunderts war, erfolgten im späten 20. Jahrhundert im transatlantisch-westlichen Kulturraum eine Reihe politisch intendierter Neugründungen von nationalen Geschichtsmuseen. Da in der Vergangenheit historische Meistererzählungen und die historische Zunft selbst erheblichen Einfluss auf nationalistische Übersteigerungen kollektiver Identität hatten, verdienen die gegenwärtigen Entwicklungen eine kritische Auseinandersetzung: zum einen mit der institutionellen Idee des historischen Nationalmuseums, zum anderen mit den dort ausgestellten Konzepten des Nationalen. Genauer gefragt: Wie werden die jeweiligen historischen Meistererzählungen in die Präsentationen aufgenommen? Wie exklusiv beziehungsweise inklusiv wird Geschichte gesammelt und dargestellt? Wie wird im Medium der Ausstellung die Produktion nationaler Identität gefördert oder hinterfragt? Welche Vermittlung gibt es zwischen den Identitätsperspektiven des Regionalen, des Nationalen, des Europäischen und des Globalen?


Programm des Workshops (PDF)


Programm

Donnerstag, 8. Mai 2014

15.00 Uhr:  Begrüßung/Moderation (Irmgard Zündorf)
15.15 Uhr
Martin Sabrow (Berlin/Potsdam): Historische Meistererzählungen und ihre Herausforderungen
15.35 Uhr
Johannes Zechner (Berlin): Nationalgeschichte im Museum

16.00 – 18.30 Uhr Panel I (Teil I):
Narrative des Nationalen (Moderation Irmgard Zündorf)
Holtz, Bärbel (Berlin): Die Perspektive des Nationalen in der Museumspolitik Preußens

ca. 16.30 Uhr Kaffeepause

Kregeloh, Anja (Nürnberg): Geschichtsbilder im Museum. Das Germanische Nationalmuseum und das Mittelalter (im 19. Jhd.)
Spanka, Lisa (Bremen): "danmarkshistorier" - Geschichten der Vielfalt?

Kommentar: Pasquale De Caprio (Berlin)

Freitag, 9. Mai 2014

9.15 – 10.45 Uhr Panel I (Teil II):
Narrative des Nationalen (Moderation Irmgard Zündorf)

Reckling, Tobias (Portsmouth)/ Sehrt, Jurek (Berlin): "Geteilte Erinnerungen". Die Musealisierung des spanischen Bürgerkrieges

Minkov, Stefan (Shumen)/ Petrova, Deniza (Berlin): Nationale Narrative und Kulturtransfer am Beispiel des bulgarischen Nationalen Militärgeschichtlichen Museums

Calabretta, Constanza (Berlin): "Making Italians". An exhibition of the 150 anniversary of Italian unity

Kommentar: Mary-Liz Andrews (Berlin)

10.45 Uhr Pause

11.15-12.45 Uhr Panel II:
Kolonialismus als nationalgeschichtliche Herausforderung (Moderation Pasquale De Caprio)

Lewerenz, Susann (Hamburg)/ Muschalek, Marie (NY/Ithaca): "Kolonialismus im Kasten". Nationalgeschichte im Deutschen Historischen Museum in Berlin

Laufer, Ulrike (Essen): "Wie kommt der Ochsenkarren ins Museum?". Überlegungen zum "National Museum of Namibia" und dem neuen "Independence Memorial Museum"

Kunstmann, Rouven (Oxford): "Entkolonialisierende Nationalmuseen?". Die printmedialen Kontroversen der späten 1950er Jahre in Ghana und Nigeria

Kommentar: Ulrike Schaper (Berlin)

12.45-14.00 Uhr Mittagspause

14.00 – 15.30 Uhr: Panel III:
Transnationale Perspektiven (Moderation Johannes Zechner)

Settele, Veronika (Innsbruck): Nationale Narrative im Europäischen Gedächtnis: Das entstehende "Haus der Europäischen Geschichte" in Brüssel
Joss, Anna (Zürich): Legitimationsversuche für die Existenz eines Schweizerischen Nationalmuseums

Brait, Andrea (Wien): "Musealisierung von Nationalgeschichte in Diskussion". Die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und die Schweiz im Vergleich

Kommentar: Joachim Baur (Berlin)

15.30: Abschlussdiskussion (bis ca. 16.30)

 


Programm des Workshops (PDF)


Fotos vom Workshop (PDF)
(Fotos und Text: Roman Guski)
 

 Tagungsbericht bei H-Soz-u-Kult  (8. Juli 2014, Autorin: Bettina Altendorf, Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Berlin)

 


 

Workshop


Public Visual History
Wie Filme Geschichte schreiben

 


Zeit:
29./ 30. April 2014

Ort:
Potsdam Museum
Am Alten Markt 9 (Altes Rathaus), 14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin
Organisatoren:
Dr. Sabine Moller (HU Berlin), Dr. Christoph Classen (ZZF Potsdam)
Anmeldung: bis spätestens 17.04.2014 an Nadine Jenke per Email: jenke@zzf-pdm.de

 

 

Nicht nur Filme, die sich explizit mit der Historie auseinandersetzen, wie „Schindlers Liste“ oder TV-Dokumentationen  wie „Hitler – eine Bilanz“, haben Geschichte geschrieben. Auch Filmproduktionen, die sich vordergründig nicht mit Geschichte beschäftigen, machen Geschichte. Im Zuge der Cultural Turns sind zunehmend auch Fernsehserien wie der Polizeiruf 110 oder Blockbuster wie Star Wars in den Gegenstandsbereich der historischen Forschung getreten.

In dem Workshop „Wie Filme Geschichte schreiben…“ diskutieren Historiker und Geschichtsdidaktiker gemeinsam mit Film- und Medienwissenschaftlern ihre Zugänge zu den geschichtskulturellen Dimensionen von Film und Fernsehen. Ziel der Veranstaltung ist es, diese Zugänge an Beispielen vorzuführen und methodisch zu reflektieren. Deshalb sollen weniger spezifische Lesarten eines Films als vor allem die Perspektivität des eigenen analytischen Zugriffs im Mittelpunkt der Diskussion stehen.Der Workshop soll helfen, ein Handbuch zu konzipieren, das über einen Filmkanon hinausgeht. Ansätze aus Visual und Public History ebenso wie Forderungen nach einem reflektierten Geschichtsbewusstsein und einer Visual Literacy sollen mit gängigen spezifisch filmwissenschaftlichen Methoden zusammengeführt werden. Im Ergebnis soll der Workshop die Frage beantworten, ob und wie sich diese Ansätze in einem Handbuch gewinnbringend umsetzen lassen.

 
Programm des Workshops(PDF)

 

Tagungsbericht bei H-Soz-u-Kult vom 06.06.2014 (Autor: André Kasubke, Zossen)  


 

Workshop

 

Privatisierte Gesundheit:
Arbeitsmärkte, Erfahrungsräume und Staatlichkeit im Gesundheitswesen seit den 1970er Jahren

19.-20. März 2014

Ort:
Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Universität Augsburg, Philos.-Hist. Fakultät / Geschichte
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät IV / Institut für Geschichte
 

Organisation:
Dietmar Süß (Universität Augsburg)
Winfried Süß (ZZF Potsdam/Universität Wuppertal)
Malte Thießen (Universität Oldenburg)


Eine der zentralen Auseinandersetzungen um die „Modernisierung“ des Gesundheitswesens seit den 1990er Jahren betrifft die Rolle privater Akteure auf dem wachsenden Markt der Gesundheitsökonomie. Dabei geht es um veränderte Formen der Versorgungsstrukturen, die insbesondere mit den Begriffen der „Effizienz“ und „Wettbewerbsfähigkeit“ diskutiert wurden.
Der Workshop möchte Zeithistoriker, Sozialwissenschaftler und Gesundheitsökonomen zusammenbringen, um über Voraussetzungen, Formen und Folgen der Ökonomisierung und Privatisierung von Gesundheit von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart zu diskutieren – und damit die gegenwärtigen Auseinandersetzung in europäisch-transnationaler Perspektive stärker historisch zu verorten.
Thematisiert werden die drei Themenfelder: Privatisierung und Staatlichkeit; Erfahrungsräume, Erwartungshorizonte und Praktiken; Privatisierte Arbeitswelten


Workshop-Programm
(pdf)


Anmeldung:
Eine Teilnahme am Workshop ist nur nach persönlicher Anmeldung bis zum 5. März 2014 möglich bei:
Priv.-Doz. Dr. Winfried Süß
Email: suess@zzf-pdm.de


Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. Winfried Süß
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Email: suess@zzf-pdm.de

 


 

Final Conference
International Joint Research Project

Physical Violence and State Legitimacy in Late Socialism

27 February - 1 March 2014

Final Conference organised by the ZZF Potsdam
and funded by the Leibniz-Gemeinschaft

Venue:
Auditorium, Jacob- und -Wilhelm-Grimm-Zentrum
Humboldt University of Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 3, Ground Floor
Berlin, Germany

Project directors: Jan C. Behrends, Pavel Kolár and Thomas Lindenberger

Organisation:
Stephanie Karmann

The historical research network on violence after Stalinism is funded by the Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. (WGL). The project is hosted by the Centre for Contemporary History, Potsdam (ZZF) in cooperation with the Institute for East and Southeast European Studies in Regensburg and the European University Institute in Florence.
The network investigates the relationship between physical violence and state legitimacy after Stalinism. It addresses the following questions: How did the party- state control violence after Stalin? How did political legitimation change after 1956? To what extent did physical violence disappear from politics? How was physical violence in the private sphere dealt with? Did these changes contribute to the decline of communism?
The project’s international research network is contributing to the debates about the nature of communist dictatorships, to the causes of the European revolutions of 1989 and the break-up of the Soviet Union in 1991. Its aim is to strengthen international cooperation and support comparative and transnational research in the field of communist studies.

Conference Programme (pdf)

Conference Poster (pdf)


Registration and Contact:
Please register before 13 February 2014 by sending an email to:
Stephanie Karmann
Centre for Contemporary History Potsdam
eMail: karmann@zzf-pdm.de

For further information please refer to the website of the group: www.physicalviolence.eu

 



Tagungsbericht - Conference Proceedings  


 

International Workshop

Biopower and Physical Violence: Embodied Experiences in Communist Europe

Potsdam, 24 January 2014

Workshop organised by the ZZF Potsdam
and funded by the Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. (WGL)

Venue: Centre for Contemporary History (ZZF Potsdam), Small Seminar room (Ground Floor), Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam, Germany

Concept: Muriel Blaive, Thomas Lindenberger

Departing from Michel Foucault, notably from his History of Sexuality, the biopolitical argument that a person's body is a site of control is now well established. Applied to Communist Europe, the Foucauldian biopolitical perspective relativizes the singularity of communist would-be 'totalitarianism' (modern Western states have displayed distinct 'totalitarian' tendencies in the exercise of their rule, too) and shifts the analysis "onto a terrain that is irreducible to traditional terms like democracy, power, and ideology" (Robert Esposito.) Without denying the existing differences between communism and democracy, it greatly reduces the importance of ideology and of the East/West divide. It shifts the accent onto what eventually made a crucial long-term difference between the two systems, i.e. the construction of citizenship. By involving the notions of consent and bodily integrity, we will also bring into play physical violence, especially as applied to women.

Workshop Programme (pdf)


Contact:
Stephanie Karmann
Centre for Contemporary History Potsdam
eMail: karmann@zzf-pdm.de

 


 



11. Potsdamer DoktorandInnenforum zur Zeitgeschichte

Krisen als Normalität?
Wahrnehmungen und Reaktionen seit 1945
 

16. bis 17. Januar 2014

Veranstalter:
ZZF Potsdam

Organisation: Jens Beckmann, Ariane Brill, Sina Fabian, Christiane Mende

Ort: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Großer Seminarraum, Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam

Der Begriff der Krise erscheint allgegenwärtig, seine inhaltliche Bestimmung fällt jedoch schwer. Unterschiedliche Deutungen dessen, was als Krise auszumachen ist, verweisen auf den relationalen Charakter und die diskursive Verfassung von Krisen. Die neuere Forschung hat dementsprechend vielfältig betont, dass Krisen nicht substantialistisch als ein Niedergangsphänomen zu fassen sind. Vielmehr basieren sie auf Selbstbeschreibungen der Gesellschaft, die eine existentielle Gefährdung ausmachen und angesichts der ungewissen Zukunft rasche Entscheidungen verlangen. Reaktionen auf Krisen können zum einen zu gesellschaftlichen Veränderungsprozessen führen, sie können andererseits allerdings auch auf die Stabilisierung des Bestehenden einwirken. Krisen sind dabei Phasen, die strukturelle Entwicklungen mit ereignishaften Situationen verbinden. Gerade dies macht sie für historische Analysen interessant, da sie sowohl kollektive als auch individuelle Wahrnehmungen und Praktiken einer Zeit verflochten fassbar machen. Krisen erscheinen zwar als Ausnahmephänomene, aber zugleich sind sie Teil gesellschaftlicher Normalität und konstruieren Annahmen über Normalität.

Auf dem ZZF-DoktorandInnenforum 2014 soll daher das Spannungsverhältnis unterschiedlicher Wahrnehmungen und Reaktionen auf Krisen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen. Die von Krisen bzw. Krisendiskursen ausgelösten Prozesse sind historisch in unterschiedlichen Formen zu beobachten und reichen von beschleunigten Aufbrüchen bis hin zu langwährenden Blockaden gesellschaftlichen Handelns. Methodisch wird sich dem Phänomen der Krise aus politik-, wirtschafts-, sozial- und kulturhistorischer Perspektive angenähert. Ebenso breit soll das Spektrum der Themen sein, die von Wirtschaftskrisen über andere einschneidende kollektive Ereignisse, wie Kriegsgeschehen, Entlassungswellen, Regierungswechsel, Energiekrisen, Umweltkatastrophen bis hin zu Krisen in Kultur und Lebenswelt reichen können. Sowohl historische Fallstudien, als auch eher theoretisch ausgerichtete Texte mit historischen Bezügen sind willkommen. Angesichts des häufig grenzüberschreitenden Charakters von Krisenphänomenen laden wir besonders zu Vorschlägen mit internationalen und transnationalen Themenstellungen ein.

Programm-Folder "11. Potsdamer DoktorandInnenforum zur Zeitgeschichte" (pdf)

Anmeldung:
Teilnehmende, die nicht vortragen möchten, sind herzlich willkommen, werden jedoch um Anmeldung bis zum 31. Dezember 2013 gebeten: doktorandenforum@zzf-pdm.de

 

 

Alle Rechte an Texten, Bildern und sonstigen Inhalten liegen beim ZZF (2011).