LanguageSwitcher
   Calender of Events       Tagungen       Vorträge       Ausstellungen       Filmreihen       Kolloquium   

Tagungen 2015 | Tagungen 2014 | Tagungen 2013 | Tagungen 2012 | Tagungen 2011 | Tagungen 2005-2010



Tagungen und Konferenzen 2015

     
 
 

 


  


Tagung

 

Audiovisuelles Kulturerbe.
Konservierung - Nutzung - Vermittlung

 

Zeit: 26.-27. März 2015


Ort:
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM)
Friedrich-Ebert-Str. 4
14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Filmuniversität Babelsberg "Konrad Wolf"
Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM)
 

Organisation:
Dr. Christoph Classen (ZZF Potsdam)
Prof. Chris Wahl (Filmuniversität Babalsberg)

 

Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung bis zum 20. März 2015 an:
Vanessa Jasmin Lemke, E-Mail: lemkev@zzf-pdm.de



Deutschland ist ein Land, das viel auf seine kulturelle Vielfalt und Tradition hält. Allerdings, so hat es den Anschein, beschränkt sich diese Wertschätzung vorrangig auf das Erbe einer traditionellen Hochkultur, die keineswegs selbstverständlich die audiovisuelle Überlieferung des 20. Jahrhunderts mit einschließt. Jedenfalls bietet der konkrete Umgang mit historischen Filmen und Fernsehsendungen hinreichend Potential zur Skandalisierung: Da dürfen Räume des Bundesarchiv-Filmarchivs wegen des fortgeschrittenen Zerfalls von Nitrofilmen nur noch mit Gasmaske betreten werden, die ARD überlegt, ob sie ihr zentrales Rundfunkarchiv nicht einsparen kann, Universitätsleitungen ordnen wegen fehlender Rechtssicherheit die Vernichtung ihrer Mediensammlungen an und die vollmundig versprochene Digitalisierungsoffensive wird zu einem kraft- und planlosen Scheingefecht. Angesichts der Tatsache, dass das Kulturerbe des 20. und 21. Jahrhunderts zu einem erheblichen Teil aus Bewegtbildern besteht, ist dies nicht länger hinnehmbar.


Vor diesem Hintergrund möchte die geplante Tagung Öffentlichkeit und Politik für den problematischen Umgang mit dem audiovisuellen Erbe in Deutschland sensibilisieren und mit Experten aus verschiedenen Bereichen konstruktive Ansätze zur Verbesserung der Situation diskutieren. Es geht dabei zum einen um allgemeine Fragen des kulturellen Erbes bzw. Gedächtnisses, das allzu lange ohne konkreten Bezug auf die audiovisuellen Medien gedacht worden ist. Zweitens um die Aspekte der Archivierung des audiovisuellen Erbes, vor allem vor dem Hintergrund des technologischen Umbruchs der Digitalisierung. Drittens stehen Probleme des Zugangs und der Nutzung im Raum, bei denen sich schwierige, teilweise ungeklärte Rechtefragen stellen. Und viertens wird der Themenbereich Bildung und Vermittlung diskutiert, dessen Relevanz einerseits kontinuierlich zunimmt, der aber andererseits noch in den Kinderschuhen steckt.


Weitere Informationen und Tagungsprogramm (pdf)

 


  


Workshop

 

Spurensuche, Spurenlesen, Object Stories

Materielle Kultur als Soziales Gedächtnis einer Gesellschaft.
Die Sammlungen des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR als Quelle für die zeitgeschichtliche Forschung



Zeit:
23.-25. März 2015


Ort:
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR 
Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit dem
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
 

Organisation:
Dr. Andreas Ludwig (ZZF Potsdam)
 

Eine Anmeldung zur Teilnahme am Workshop ist erforderlich bis zum 18. März 2015 bei:
Dr. Andreas Ludwig, E-Mail: ludwig@zzf-pdm.de


Wann immer über materielle Kultur diskutiert wird, ist es meist nicht weit zu der Feststellung, dass in den Dingen eine potentielle Vielfalt an Informationen und Hinweisen verborgen liegt, die es zu entschlüsseln gelte. Diese Annahme wird disziplinübergreifend formuliert, jedoch kaum in der Praxis angewandt. Dinge scheinen, gerade in der Geschichtswissenschaft, weiterhin eher als Beleg denn als Quelle zu fungieren. Doch wie könnten sie als Quelle für die Forschung "funktionieren", wie sind sie zu "lesen", wie einzuordnen?

Ziel des Workshops ist die Erprobung der Methode des "Spurenlesens". Dazu stehen Objekte aus den Sammlungen des Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR zur Verfügung. Der Workshop dient dem explorativen Erkunden von Dingen und ist Teil des von der VolkswagenStiftung initiierten Programms „Forschung an mittleren und kleinen Museen“.
Der Workshop ist als Arbeitszusammenkunft konzipiert, im Zentrum stehen explorativer Arbeit sowie der Austausch über Herangehensweisen, methodische Fragen sowie sich eröffnende inhaltliche Perspektiven bei der Spurensuche am Objekt.
Der Workshop soll eine Laborsituation herstellen, in der objektbezogenen Spuren nachgegangen wird, Suchen, Dokumentieren, Fotografieren, Diskutieren und Schreiben ist das Arbeitsprogramm. Basierend auf den Tagungsergebnissen und weiteren Kontextanalysen ist eine Veröffentlichung der objektbasierten Beiträge vorgesehen.


Vorläufiges Programm (Stand vom 5. Februar 2015)

Montag, 23. März .2015
9:00 Uhr, Abreise aus Berlin
11:00 Uhr
Einführung in das Programm; Kurzvortrag Methode der Spurensuche

14:00 Uhr
Explorative Phase im Depot: Sammlungsübersicht, Suche geeigneter Objekte
17:30 Uhr
Objektideen: Präsentation der Teilnehmer/innen
20:30 Uhr, Abendprogramm

Dienstag, 24. März 2015
10:30 Uhr
Objektanalyse/Spurenlesen am Objekt
14:30 Uhr
Zwischendiskussion: Auffälligkeiten, Methodenfragen, Probleme
16:00 Uhr
Objektanalyse/Spurenlesen Teil 2

Mittwoch, 25. März 2015
9:00 Uhr
Texte schreiben: Ergebnisse der Spurensuche
11:00 Uhr
Abschlussdiskussion: Objektkurzvorstellungen der Teilnehmer/-innen; offene Fragen
15:00 Uhr, Ankunft in Berlin


Vorläufiges Programm des Workshops, Stand: 5. Februar 2015 (pdf)

 


 


Tagung

 

Mobilität und Umwelt

 

Zeit: 13.-14. Februar 2015


Ort:
Deutsches Museum München, Kerschensteiner Kolleg
Museumsinsel 1
80538 München

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Arbeitskreis für Verkehrsgeschichte (Gesellschaft für Technikgeschichte)
Rachel Carson Center for Environment and Society, München

Organisation:
Dr. Christopher Neumaier (ZZF Potsdam)
Prof. Christopher Kopper (Universität Bielefeld)
Prof. Helmuth Trischler (Rachel Carson Center, Deutsches Museum München)

 

Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung bis zum 10. Februar 2015 an:
Dr. Christopher Neumaier, eMail: neumaier@zzf-pdm.de


In unserer Gesellschaft hängen Transport, Mobilität und die Umwelt eng miteinander zusammen. Motorisierte Transportmittel und deren gegenständliche Infrastruktur sind verantwortlich für einen nicht unerhebliche Menge an umweltrelevanten Emissionen (wie Kohlenstoffdioxid), sie verursachen Lärm und verbrauchen große Mengen an Platz. Auf der anderen Seite haben neue Konzepte von Mobilität einen Diskurs über Nachhaltigkeit und ökologische Gerechtigkeit in Gang gesetzt. Die Strategien und die Politik von Transport und Umwelt sind eng miteinander verknüpft und stehen in wechselseitiger Beziehung. Allerdings fehlt in der zeitgenössischen Diskussion über die Konflikte zwischen Transport und Umwelt die historische Dimension. Die Themenfelder und Methoden der Umweltgeschichte sind nur bedingt Teil der Geschichte von Transport, Verkehr und Mobilität.

 

Die gemeinsam vom Zentrum für Zeithistorische Forschung, vom Arbeitskreis für Verkehrsgeschichte und vom Rachel Carson Center veranstaltete Tagung betrachtet die umweltrelevanten Aspekte von Transport, Verkehr und Mobilität aus einer historischen Perspektive heraus. Bevorzugt wird dabei eine weit gefasste Definition von Mobilität. Neben Historikern sind auch Wissenschaftler anderern Disziplinien eingeladen, sich an der Diskussion um das breite Themenspektrum aus Politik-, Kultur-, Umwelt-, Wirtschafts-, Unternehmens-, Technik und Sozialgeschichte zu beteiligen. Tagungssprache ist sowohl Deutsch als auch Englisch.

 

Programm:

Transalp - Schienenverkehr zwischen Ökonomie und Ökologie
(Freitag, 13.30 - 15.00 Uhr)


Maximiliane Rieder (München): Ziel- und Interessenkonflikte zwischen Verkehrs- und Umweltinteressen am Beispiel des Ausbaus des Alpentransits


Dirk Steffen/Dirk Metzeler (Basel): Ökologische Aspekte des Schienengütertransports in der Schweiz in der Vergangenheit, Gegenwart und in Zukunft



Landschaftsgestaltung durch Verkehr - Lanschaft im Verkehr
(Freitag, 15.15 - 16.45 Uhr)


Zef Segal (Tel Aviv): Representations of 19th century trains and railways as natural phenomenon in the German World


Sylvia Necker (München): Eingebettete Mobilität. Konzepte zu Straße, Landschaft und Heimat des „Reichslandschaftsanwalts“ Alwin Seifert



Auf zwei Rädern. Die umweltpolitische Relevanz eines alternativen Verkehrskonzepts
(Freitag, 17.00 – 18.30 Uhr)


Peter Cox (Chester/RCC): Cycling, Environmentalism, and Change

Gijs Mom/Ruth Oldenziel (Eindhoven): Two-Wheelers as Sustainable Alternatives in the Car Society – the Case of China



Mobilität und Tourismus
(Samstag, 9.00 - 10.30 Uhr)


Philipp Plattner (Innsbruck): Die Mobilität eines spätmittelalterlichen Fürsten am Beispiel der Reiseherrschaft Herzog Leopold III. von Österreich


Moritz Glaser (Kiel): Herausforderungen durch Massenmobilität: umweltbezogene Auswirkungen des Tourismus und tourismuskritische Debatten in spanischen Tourismusregionen zwischen 1950 und 1980



Methodische Zugriffe auf Mobilität und Umwelt: ein Bericht aus der Schweiz
(Samstag, 10.45 – 11.30 Uhr)


Hans-Ulrich Schiedt (Bern): Mobilität und Umwelt als Forschungs­zusammen­hang. Ein Werkstattbericht aus der Schweiz



Expansion und Verkehrsinfarkt: Herausforderungen und Lösungsstrategien an Mobilitätskonzepte in Europa und Nordamerika
(Samstag, 11.30 - 13.00 Uhr)

Massimo Moraglio (Berlin): Gridlocked Transport Systems: Inertia and Resilience in Car-Oriented Urban Transport Behaviors. A Historical Perspective

Bret Edwards (Toronto): The Rise of Airport Sprawl: Jet-Age Airports and the Reshaping of Local Environments in Canada, 1965–1975


Kontakt:
Dr. Christopher Neumaier
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

eMail: neumaier@zzf-pdm.de

 


  
Tagung

 

Schattenorte. Stadtimage und Vergangenheitslast

 

Zeit: 12.-13. Februar 2015


Ort:
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Stadt Potsdam
 

Organisation: Stefanie Eisenhuth, Dr. Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)
 

Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung bis zum 11. Februar 2015 an:
Stefanie Eisenhuth, eMail: eisenhuth@zzf-pdm.de



Auch Städte haben Biographien. Sie verfügen über distinktive Images und sind zugleich Projektionsflächen und
Stifter sozialer Identität, was sie voneinander unterscheidbar macht und ihnen Anziehungskraft für ihre Bürger wie für ihre Besucher verleiht. Nicht selten tragen sie aber auch historisch gewachsene Bürden, sind gar zu ikonographischen Verdichtungen einer grausamen Geschichte geworden.
Die verschiedenen Modi, mit den politisch oder gesellschaftlich als schmerzhaft oder auch peinlich empfundenen Belastungen von Städten umzugehen, stehen im Mittelpunkt dieses Workshops der gleichermaßen nach dem Handeln der Akteure wie nach den sie leitenden Verständigungscodes fragt: Wer prägt Stadtimages mit welcher Intention? Für welche Arten des Umgangs mit der Geschichte entscheiden sie sich – das Ausblenden, die Umdeutung, die kritische Auseinandersetzung oder die aktive Nutzung im Sinne eines „dark tourism“? Welche weiteren Faktoren, wie zum Beispiel kulturelle Paradigmenwechsel oder touristische Trends, schränken die Optionen der Akteure ein, beeinflussen das Image eines Ortes oder verändern es? Welche unterschiedlichen oder parallelen Strategien wählten die konkurrierenden Gesellschaftssysteme zwischen 1945 und 1989? Welche Folgen hatte die "kathartische Revolution", die das "Bekenntnis zur Schande" aus dem Negativimage einen "point of interest" in der Navigation macht. Diesen Fragen will sich die Tagung sowohl im deutsch-deutschen als auch im internationalen Vergleich widmen.
 

Tagungsflyer mit Programm (pdf)
Aktueller Hinweis: Die Abschlussdiskussion moderiert Frank Bösch.


Programm:

 

Donnerstag, 12. Februar 2015
 

 

BEGRÜSSUNG (15.30 Uhr)

 

STADTIMAGES UND TOURISMUS (16.00 - 19.00 Uhr)

Ralph Richter, Erkner:
Pluspunkte sammeln? Städtische Imagekonstruktionen vor und nach dem cultural turn in der Stadtforschung

Birgit-Katharine Seemann, Potsdam:
Potsdam – die schöne Unsichtbare. Erzählungen eines Sehnsuchtsortes


Hanno Hochmuth, Potsdam:
Dark Tourism in Berlin. Authentizität und Histotainment im gegenwärtigen Geschichtstourismus


Alexa Färber, Hamburg:
Urbanes Imagineering – zum Verhältnis zwischen Stadtgeschichte und Stadtmarketing


Thomas Etzemüller, Potsdam:
Imaginary Landscapes – (Stadt-)Landschaften als Projektionsräume sozialer Ordnungsvorstellungen


Moderation: Achim Saupe, Potsdam

 

ÖFFENTLICHE ABENDVERANSTALTUNG:
SCHATTENORTE. HISTORISCHE LASTEN UND STÄDTISCHE IMAGES
(19.30 Uhr)

 

Begrüßung: Jann Jakobs
Vortrag: Martin Sabrow
Diskussion: Alexa Färber, Jann Jakobs, Martin Sabrow
Moderation: Irmgard Zündorf

 

 

 

Freitag 13. Februar 2015

 

FALLBEISPIELE I (10.15 - 12.15 Uhr)

 

Sven Felix Kellerhoff, Berlin:
Berlin – gebrochene Geschichte alsStandortvorteil


Alexander Schmidt, Nürnberg:Von der verdrängten Last zum Tourismussegment? Der Umgang Nürnbergs mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit seit 1945


Günter Riederer, Wolfsburg:
Verschweigen, Streiten, Erinnern – Über den Umgang mit Geschichte in der Stadt Wolfsburg nach 1945


Albert Feiber, München:
Zwischen Vermarktung und Verdrängung. Der Obersalzberg im Schatten Adolf Hitlers


Moderation: Irmgard Zündorf, Potsdam

 

FALLBEISPIELE II (13.30 - 15.30 Uhr)

 

Anne Fuchs, Warwick:
Zwischen Kontinuität und Diskontinuität: die Bombardierung Dresdens im kulturellen Gedächtnis


Andreas Ludwig, Potsdam:
Wo die Zukunft Gegenwart war. Phasen der Selbstbeschreibung Eisenhüttenstadts


Silke Klewin, Bautzen:
Weg vom »Gelben Elend« hin zu »Viele Türme – gute Aussichten«. Zu den Versuchen des Imagewandels der Stadt Bautzen


Justus H. Ulbricht, Dresden:
Weimarer Erinnerungsversuche: Der Schatten des Ettersbergs und der Glanz der Klassik

 

Moderation: Peter Ulrich Weiß, Potsdam

 

ÖFFENTLICHE PODIUMSDISKUSSION:  SCHATTENORTE IN DER MEDIALEN REPRÄSENTATION (16.00 - 17.00 Uhr)

 

Podium: Robert Thalheim im Gespräch mit
Birgit-Katharine Seemann, Potsdam und
Judith Keilbach, Utrecht.


Moderation: Frank Bösch, Potsdam


Der Regisseur Robert Thalheim verarbeitete in dem Film »Am Ende kommen Touristen« (2007) seine eigenen Erfahrungen als Zivildienstleistender der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz.


 

Kontakt:
Dr. Irmgard Zündorf
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
eMail: zuendorf@zzf-pdm.de


 


  

Internationale Fachtagung


Wissenschaftspolitik, Forschungspraxis und Ressourcenmobilisierung im NS-Herrschaftssystem


Zeit: 5.-6. Februar 2015


Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9 d
14467 Potsdam

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)  
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte


Organisation:
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (ZZF Potsdam)
Dr. Sören Flachowsky (Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Florian Schmaltz (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte)


Die gemeinsam vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (Potsdam) und dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin) durchgeführte Tagung verfolgt das Ziel, das Verhältnis von Wissenschaften und Politik im Nationalsozialismus unter dem Aspekt der Ressourcenmobilisierung wie des Ressourcenverfalls zu diskutieren. Die Referenten werden das breite Spektrum der Wissenschaftsfelder – von den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften bis hin zu den Natur- und Technikwissenschaften – und Forschungsinstitutionen einschließlich der bisher nur ansatzweise untersuchten Mobilisierung von Ressourcen für die Wissenschaften ab 1938 in den vom NS-Regime besetzten Ländern Europas thematisieren. Welche Folgen hatte die Ressourcenmobilisierung des NS-Regimes für die Forschungspraxis? Welche „Ressourcen“ versuchten wissenschaftliche Einrichtungen und das NS-Regime in den von Deutschland okkupierten Gebieten zu „mobilisieren“? Gab es komplementär zu den Konzeptionen einer nationalsozialistischen Großraumwirtschaft auch eine „Großraumwissenschaft“ unter deutscher Vorherrschaft? Wie vernetzten sich die gesellschaftlichen Teilsysteme, Wissenschaft, Staat, Militär und Wirtschaft unter- und miteinander? Welche institutionellen wie informellen Scharniere wurden installiert, um Informationsbeschaffung, Kommunikation und Koordination zu erleichtern?
 

Tagungsprogramm (pdf)

Kontakt:
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

eMail: hachtmann@zzf-pdm.de  

 

 

Alle Rechte an Texten, Bildern und sonstigen Inhalten liegen beim ZZF (2011).