
Buchpräsentation
»Erinnerungsorte der DDR«
herausgegeben von Martin Sabrow
Dienstag, 13. April 2010 | Beginn: 19.00 Uhr
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Geschwister-Scholl-Straße 1/3, 10099 Berlin
Eintritt frei
Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Verlag C.H. Beck
Kurzbeschreibung:
Die DDR gibt es nicht mehr: Im Gedächtnis der Ostdeutschen wie der Westdeutschen lebt sie aber weiter, als totaler Unrechtsstaat ebenso wie in ostalgischer Verklärung und vor allem aber in Erinnerung an die Mühen eines aufrechten Lebens in gedrückten Verhältnissen. Fünfzig Publizisten und Zeithistoriker aus Ost und West analysieren in dem von Martin Sabrow herausgegebenen Buch die wichtigsten Bezugspunkte der Erinnerung an ein untergegangenes Land: Vom Trabi bis zur Transitautobahn, von der Stasi bis zum Sandmännchen, vom Intershop bis zur Bückware, von der Jugendweihe bis zu den Montagsdemonstrationen.
Der Herausgeber, Martin Sabrow, ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.
Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Martin Sabrow diskutiert mit Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin.
Moderation: Prof. Dr. Paul Nolte, Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin
Begrüßung: Dr. Ulrich Nolte, Verlag C.H. Beck, München
Im Anschluss laden die Veranstalter zu einem kleinen Empfang ein.
Probleme und Methodenfragen einer Gesellschaftsgeschichte der SED
Freitag, 26. März 2010 | 9.00 – 18.30 Uhr
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam
Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Mit diesem Workshop stellt sich die Projektgruppe "Die SED zwischen Mauerbau und Mauerfall. Gesellschaftsgeschichte einer kommunistischen Staatspartei" der Fachöffentlichkeit vor, um ihre Forschungskonzepte und damit verbundene Grundfragen der Gesellschaftsgeschichte kommunistischer Parteien zu diskutieren. Als Partner haben wir eine Reihe von Forscherinnen und Forschern gewonnen, die auf diesen und angrenzenden Feldern bereits arbeiten. Ziele des Workshops sind es,
- eine Bestandsaufnahme von methodischen Zugriffen vorzunehmen, die über eine reine Organisationsgeschichte der Monopolpartei hinaus weisen,
- Querverbindungen zur internationalen Kommunismusforschung zu beleuchten, und
- die Entwicklung dieser wichtigsten Institution des staatssozialistischen Systems in die Diskussion um die Sozial-, Kultur- und Alltagsgeschichte der DDR einzubetten.
Die Projektgruppe "Gesellschaftsgeschichte der SED" ist ein Kooperationsprojekt des ZZF und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Projektgruppe wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatatur.
Workshop Programm (PDF)
Weitere Informationen zum Workshop:
Dr. Jens Gieseke
Leiter der Abteilung I
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam
E-Mail: gieseke@zzf-pdm.de
Anmeldung und Organisation:
Anja Schröter
E-Mail: schroeter@zzf-pdm.de
Aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Teilnahme nur nach Anmeldung möglich. Das ZZF erhebt keine Tagungsgebühr, kann aber Reisekosten nur für die Referentinnen und Referenten übernehmen.
Filmvorführung
»Lindenhotel«
von Andreas Fischer und Fayd Junknickel
und dem anschließenden Podiumsgespräch mit den Filmemachern und den Zeitzeugen Herbert Großkopf und Hubert Schmitz
Donnerstag 18. März 2010 | 19.00 Uhr
Gedenkstätte "Lindenstraße 54/55"
Lindenstraße 54/55
14467 Potsdam
Eintritt: 3 Euro
Eine Veranstaltung der Reihe "Menschen unter Diktaturen" des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und des Potsdam-Museums/Gedenkstätte "Lindenstraße"
Vor genau 20 Jahren begleiteten die Filmemacher Andreas Fischer (West-Berlin) und Fayd Jungnickel (Potsdam) einen der ersten „Tage der offenen Tür“ im Potsdamer „Lindenhotel“ mit ihrer Kamera.
Die Öffnung des Potsdamer Stasi-Untersuchungsgefängnisses Anfang 1990 für die Potsdamer Opposition und die mehrfach abgehaltenen „Tage der offenen Tür“ zogen eine überwältigend große Schar interessierter Besucher an, die selbst in Augenschein nehmen wollten, wie ein Untersuchungsgefängnis des verhassten DDR-Geheimdienstes beschaffen war. Zu den Besuchern gehörten auch ehemalige Häftlinge dieses Gefängnisses wie Herbert Großkopf (verhaftet 1969) und Hubert Schmitz (verhaftet 1978), die zum ersten Mal öffentlich Auskunft über ihr Schicksal gaben.
Aus dem Mitschnitt des „Tages des offenen Tür“ ist eine beeindruckende und berührende Filmdokumentation entstanden, die das Entsetzen der Besucher, das Leid der Häftlinge, aber auch die Freude darüber widerspiegelt, dass der DDR-Geheimdienst in Auflösung begriffen war, weil die SED durch die friedliche Revolution 1989/90 von der Macht vertrieben wurde.
Fayd Jungnickel arbeitet heute als Kameramann. Andreas Fischer ist mit zahlreichen Filmdokumentationen bekannt, darunter “Söhne ohne Väter”, “Die Les Humphries Singers – Aufstieg und Fall einer Poplegende” und “Der Hamburger Feuersturm 1943”.
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe "Menschen unter Diktaturen":
Dr. Hans-Hermann Hertle
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Tel.: 0331-2899131
E-Mail: hertle@zzf-pdm.de
Workshop
Mobilisierung im Nationalsozialismus.
Problem und Begriff - Instanzen und Strategien - Möglichkeiten und Grenzen
Mittwoch 10. März 2010 | Donnerstag 11. März 2010.JPG)
Tagungsstätte "Haus-auf-der-Mauer" (Großer Saal)
Johannisplatz 26, 07743 Jena
Veranstalter:
DFG-Projekt "Die NS-Gaue als Mobilisierungsstrukturen für den Krieg"
am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Kooperation mit dem
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Der Workshop wird sich mit grundsätzlichen Aspekten gesellschaftlicher Mobilisierung im Nationalsozialismus auseinandersetzen. Der Schwerpunkt liegt auf der wirtschaftlichen und sozialen Kriegsvorbereitung des Dritten Reiches. Dabei spielen sämtliche Anstrengungen des Regimes zur Aufrechterhaltung des Herrschaftssystems und zur Durchführung des Krieges eine Rolle. Auch wenn sich das Jenaer Gau-Projekt ausdrücklich auf regionale Mittelinstanzen im NS-System konzentriert, sollen auf dem Workshop grundsätzlich alle Ebenen des nationalsozialistischen Herrschaftssystems in den Blick genommen werden.
Themen des Workshops sind:
Ziele und Mittel der Mobilisierung
In welchem Umfang waren die Absichten des Regimes offen, in welchem Umfang verdeckt? Welche Rolle spielte die Propaganda? Lassen sich trotz des relativ kurzen Zeitraums und trotz institutioneller Umbrüche stabilere Mobilisierungsstrukturen erkennen?
Instanzen und Rezipienten
Wie gestaltete sich in der Kriegsvorbereitung das Verhältnis zwischen staatlichen Institutionen und Parteistellen? Welche Bedeutung hatten die NS-Organisationen für die Mobilisierung der Bevölkerung? Wie wurden soziale Führungsgruppen adressiert, wer wurde explizit nicht angesprochen? Welche Rolle kam der „Volksgemeinschaft“ zu?
Konflikte und Ergebnisse
Welche Ziel- und Interessenkonflikte entwickelten sich in der Rüstungspolitik und Kriegsvorbereitung des Regimes? Lassen sich Differenzen etwa zwischen Grenz- und Inlandsregionen erkennen? Wer bestimmte in der Phase des totalen Krieges die Grenze zwischen gesellschaftlicher Mobilisierung und Selbstzerstörung?
Programm des Workshops "Mobilisierung im Nationalsozialismus" (PDF)
Thesenpapier des Gau-Projekts (PDF)
Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt
Leiter der Abteilung IV
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
Tel.: 0331-28991-25
E-Mail: schaarschmidt@zzf-pdm.de
Dr. Oliver Werner
Historisches Institut
Friedrich-Schiller-Universität Jena
E-Mail: oliver.werner@uni-jena.de
Workshop
Wirtschaftlicher Strukturwandel in West und Ost. Probleme und Perspektiven.
Zwischenbilanz eines Forschungsprojektes
Donnerstag, 25. Februar 2010 | Freitag, 26. Februar 2010
Kleiner Seminarraum
Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam
Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Goethe Universität
Seit Anfang 2009 wird am Zentrum für Zeithistorische Forschung und am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Goethe-Universität an einem Verbundprojekt zum Thema „Wirtschaftlicher Strukturwandel im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts in Ost und West“ gearbeitet. Dieses Vorhaben fragt in einer akteurszentrierten Perspektive danach, wie dieser Wandel auf volkswirtschaftlicher, Branchen- und Unternehmensebene verarbeitet wurde. Das gängige Bild von der Deindustrialisierung und dem Aufstieg des Dienstleistungssektors soll durch die exemplarische Analyse des intraindustriellen Strukturwandels und der damit zusammenhängenden Tertiarisierung der Industrie auf der einen Seite und durch die Analyse einzelner Dienstleistungsbranchen auf der anderen Seite schärfer konturiert werden. In diesem Workshop werden erste Ergebnisse diskutiert und die Fortführung dieses Vorhabens erörtert. Zugleich sind „verwandte“ Projekte eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen.
Workshop Programm (PDF)
Kontakt:
Prof. Dr. André Steiner
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam
Tel.: 0331-74510130
Email: asteiner@uni-potsdam.de
Pop-Theorie – Ansätze zu einer Geschichte des Populären
Samstag, 20. Februar 2010 | 11.00 Uhr - 18.30 Uhr
Kleiner Seminarraum
Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam
Veranstalter:
Arbeitsgruppe Popgeschichte am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Popkulturelle Prozesse haben in letzter Zeit innerhalb der Geschichtsschreibung an Bedeutung gewonnen, sind aber noch immer stark unterrepräsentiert. Obwohl in der jüngeren Zeit- und Kulturgeschichte oftmals ganz selbstverständlich von Pop oder Popkultur die Rede ist, werden diese Begriffe nur selten hinterfragt. Andere Disziplinen wie die Soziologie, die Literatur- und Musikwissenschaften oder die Cultural Studies können hingegen auf eine lange Theorien- und Methodendiskussion zurückblicken. Ziel des Workshops ist es
• Theorien von Pop bzw. des Populären auf eine Eignung für die Methoden und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaften zu überprüfen
• Perspektiven für die Kontextualisierung von Pop innerhalb der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts aufzuzeigen
• weitere konkrete Projekte des Arbeitskreises zu planen
Der Workshop Popgeschichte wird organisiert vom Arbeitskreis Popgeschichte, der dem Projekt Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft am ZZF zugeordnet ist. Die Tagung ist offen für die Fachöffentlichkeit. Um Anmeldung per E-Mail wird jedoch gebeten, da die Lektüre von vorab verschickten Papieren vorausgesetzt wird.
Workshop Programm (PDF)
Organisation und Anmeldung zum Workshop bei:
Dr. Alexa Geisthövel (algeist@gmx.de)
Bodo Mrozek (bodo.mrozek@fu-berlin.de)
Präsentation
»Docupedia-Zeitgeschichte«
Donnerstag, 11. Februar 2010 | 19:00 Uhr
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin
Das Online-Nachschlagewerk "Docupedia-Zeitgeschichte" geht am 11. Februar 2010 ins Netz und präsentiert sich der Öffentlichkeit. Mit „Docupedia-Zeitgeschichte“ (www.docupedia.de) wird es erstmals ein für das Internet konzipiertes Nachschlagewerk geben, das zentrale Begriffe, theoretische Konzepte, Methoden und Debatten der zeithistorischen Forschung dokumentiert und laufend durch neue Beiträge ergänzt wird. Alle Artikel haben eine dauerhaft zitierfähige Adresse im Netz. Technisch nutzt das Projekt die Softwareplattform MediaWiki und entwickelt diese weiter. „Docupedia-Zeitgeschichte“ kann schneller auf neue Entwicklungen in der Forschung reagieren und Debatten innerhalb des Faches aufnehmen als gedruckte Nachschlagewerke, bietet zahlreiche Partizipationsmöglichkeiten für die Nutzerinnen und Nutzer und publiziert alle Beiträge mit einer umfangreichen Materialumgebung.
„Docupedia-Zeitgeschichte“ ist ein Projekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Gemeinsam mit dem Museum für Kommunikation Berlin lädt die Fachredaktion von „Docupedia-Zeitgeschichte“ alle Interessierten ein, bei der Präsentation und dem Programmstart des Projekts dabei zu sein.
Programm:
Eröffnungs-Getöne: JazzDuo Lüdemann/ Kuchenbuch
Begrüßung: Dr. Jürgen Danyel, ZZF Potsdam
Vortrag: Datendichte und digitale Geschichte/ Stefan Heidenreich, Berlin
Docupedia-Suite: JazzDuo Lüdemann/ Kuchenbuch
Präsentation: Redaktion Docupedia-Zeitgeschichte
3,2,1 … PROJEKTSTART!
Anklick-Blues: JazzDuo Lüdemann/ Kuchenbuch
Im Anschluss an das Programm laden die Veranstalter alle Gäste zu einem kleinen Empfang ein.
Einladungsflyer mit weiteren Informationen zum Projekt "Docupedia-Zeitgeschichte" (PDF)
Kontakt:
Dr. Jürgen Danyel
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Tel.: 0331-28991-14
Fax: 0331-28991-60
www.zzf-pdm.de
Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Humboldt-Universität zu Berlin
Museum für Kommunikation Berlin