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Öffentliche Vorträge und Veranstaltungen 2016

    

 

  

Ringvorlesung
im Wintersemester 2016/2017

Die Sehnsucht nach dem Echten

Historische Authentizität in Museen, Stadträumen,
Wissenschaft und Erinnerungskultur

 

Termin:
Montags 18.00 - 20.00 Uhr
24. Oktober 2016 - 13. Februar 2017     

Ort:
Deutsches Historisches Museum
Auditorium
Unter den Linden 2
10117 Berlin

Anfahrt:
S-Bahn: Hackescher Markt und Friedrichstraße
U-Bahn: Französische Straße, Friedrichstraße und Hausvogteiplatz
BUS 100, 200, TXL Staatsoper oder Lustgarten
Parkmöglichkeiten: Tiefgarage unterm Bebelplatz
City Quartier Dom Aquarée


Veranstalter:

Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität
Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin)
Deutsches Historisches Museum (DHM)
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
(ZZF Potsdam)


Konzeption und Organisation der Ringvorlesung:
Martin Sabrow (HU Berlin/ZZF Potsdam)
Achim Saupe (Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität/ZZF Potsdam)

Eintritt frei | keine Anmeldung erforderlich

 

Zur Ringvorlsung "Die Sehnsucht nach dem Echten":

Die Sehnsucht nach dem Echten prägt den Umgang mit der Vergangenheit in der Gegenwart. Das zeigt sich in der Wertschätzung von »authentischen Objekten« in Museen und Sammlungen oder von »authentischen Orten« – historische Bauwerke, Stadtensembles oder aber Gedenkstätten, in denen sich Geschichte anscheinend »direkt« verkörpert. Diese Suche nach historischer Authentizität und vergangener Realität wird begleitet von einem Bedürfnis nach Tradition und historischer Erfahrung – sichtbar in der öffentlichen Aufmerksamkeit für Zeitzeugen, in historischen Dokumentar- und Spielfilmen oder aber in Formen des Re-Enactments. Von der Wissenschaft ebenso wie von den Akteuren der Public History vielfach dekonstruiert, haben auch sie einen wesentlichen Anteil an der Konstruktion historischer Authentizität. Schließlich wäre ohne den Reiz des Authentischen die Bedeutung und Wirkung von Kulturgütern kaum zu erklären.

Die Ringvorlesung im Deutschen Historischen Museum gibt Einblicke in ein interdisziplinäres Forschungsfeld. Sie wird von der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz- Forschungsverbund Historische Authentizität ausgerichtet. 


Flyer der Ringvorlesung im Wintersemster 2016/2017
mit allen Terminen "Die Sehnsucht nach dem Echten"
(pdf)



Termine der Ringvorlesung im Wintersemester 2016/2017
24.10.2016 | Martin Sabrow
Humboldt- Universität zu Berlin/Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Historische Authentizität

31.10.2016 | Michael Ohl
Museum für Naturkunde, Berlin
Brachiosaurus, Knut und das Fingertier: Authentizität im Naturkundemuseum

14.11.2016 | Rosmarie Beier-de Haan
Deutsches Historisches Museum
Authentizität im Geschichtsmuseum

21.11.2016 | Axel Klausmeier
Stiftung Berliner Mauer
Authentizität und Nicht-Authentizität als Versprechen: Die Gedenkstätte Berliner Mauer

28.11.2016 | Hartmut Dorgerloh
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Echt, historisch, authentisch – oder wozu braucht man heute Schlösser?

5.12.2016 | Judith Keilbach
Universität Utrecht
Authentisierungsstrategien in TV-Dokumentationen und Doku-Fiction

12.12.2016 | Peter Haslinger
Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft, Marburg
Authentische Räume? Karten als »objektive« Medien nationaler Politik

9.1.2017 | Ulrike Freitag
Zentrum Moderner Orient, Berlin
Die Entdeckung historischer Authentizität als Identitätsressource auf der Arabischen Halbinsel?

16.1.2017 | Ingrid Scheurmann
Technische Universität Dortmund/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Bauten der Nachkriegszeit zwischen unbequemem Erbe und Authentizitätsversprechen

23.1.2017 | Bernd Lindemann, Berlin
Wie original ist das Original? Wie rekonstruiert ist die Rekonstruktion?
Das Portal IV des Berliner Schlosses
Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum des Ortes der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

30.1.2017 | Christoph Bernhardt
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung
Authentizität als Streitfall: Historische und aktuelle Kontroversen um das städtische Bauerbe

6.2.2017 | Michael Schwartz
Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
Historische Authentizität in der Erinnerungspolitik?
Authentizitätspolitiken von Opferverbänden nach dem Zweiten Weltkrieg

13.2.2017 | Sharon MacDonald
Humboldt-Universität zu Berlin
Authenticity-Angst: Commodifying and Remediating the Past

 Kontakt:Dr. Achim Saupe
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und
Koordinator des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
E-Mail: saupe@zzf-potsdam.de

 

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Diskussionsveranstaltung


Historisches Quartett 
Vier Zeithistoriker/innen diskutieren neue Bücher zur Zeitgeschichte


 Zeit: Freitag, 15. Juli 2016, 20 Uhr    

Ort: Einstein Forum
Am Neuen Markt 7
14467 Potsdam


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
mit Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Zentrums für Zeithistorische Forschung

Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die interessiert sind an Geschichte, Politik und Literatur.
Podium:               
Martin Bauer, M.A., Prof. Dr. Anke te Heesen, Dr. Jan-Holger Kirsch, Dr. Annette Schuhmann


Jedes Jahr erscheinen zahlreiche Bücher zu geschichtlichen Themen. Das "Historische Quartett" wählt zwei Mal im Jahr besonders interessante Neuerscheinungen aus, um sie öffentlich zu diskutieren. Die Veranstaltung möchte neugierig machen auf neue zeithistorische Bücher, Filme und Ausstellungen und die hier verhandelten Themen.

Diskutierte Publikationen:

Friedrich Christian Delius
Die Liebesgeschichtenerzählerin
Rowohlt, Berlin 2016, 208 S., EUR 18,95





David Graeber
Bürokratie. Die Utopie der Regeln
Klett-Cotta, Stuttgart 2016, 329 S., EUR 22,95

 


 

Durs Grünbein
Die Jahre im Zoo
Suhrkamp, Berlin 2015, 400 S., EUR 24,95

 

 

Simon Hall
1956. Welt im Aufstand
Klett-Cotta, Stuttgart 2016, 479 S., zahlr. Abb., EUR 24,95







Einladungsflyer zur Veranstaltung am 15.07.2016 in Potsdam (pdf)
Kontakt:

Judith Koettnitz
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Email: koettnitz@zzf-potsdam.de

 

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Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

HEIMAT DDR?
Parteiherrschaft und Eigen-Sinn in der DDR-Provinz

 



Zeit: Mittwoch, 22. Juni 2016, 18:00 - 20:00 Uhr  

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Bibliotheksgebäude
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.


Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Verein der Freunde und Förderer des ZZF
Ch. Links Verlag


Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler/innen und an die interessierte Öffentlichkeit.  



Podium:

Diskussion mit den Buchautor/inn/en Dr. Andrea Bahr (Potsdam)
und Prof. Dr. Jan Palmowski (Warwick/UK)
sowie dem Schriftsteller Landolf Scherzer (Dietzhausen)

Moderation: Verleger Dr. Christoph Links (Berlin)

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion laden der Verein der Freunde und
Förderer des ZZF und der Ch. Links Verlag zu einem kleinen Umtrunk ein.

Wer den Alltag in der DDR verstehen will, muss sich in die Provinz begeben, in die Kreisstädte und auf das Land. Dort mussten SED-Funktionäre mit eigensinnigen Bürgern und Bürgerinnen zurechtkommen und umgekehrt. Wie Parteiherrschaft vor Ort funktionierte, und wie die DDR-Bürger trotz ihrer Distanz zum SED-Staat eine eigene
DDR-Identität entwickelten, davon handeln die vorzustellenden Bücher:

Andrea Bahr
Parteiherrschaft vor Ort. Die SED-Kreisleitung Brandenburg 1961-1989,
Reihe „Kommunismus und Gesellschaft“
Bd. 3, Berlin: Ch. Links Verlag 2016


Obwohl schon tausende Bücher über die diktatorische Politik der SED-Führung geschrieben worden sind, wissen wir immer noch erstaunlich wenig über das Innenleben dieser Staatspartei, der neben gut zwei Millionen einfachen Mitgliedern auch über 44.000 hauptamtliche Funktionäre angehörten. 9.000 von ihnen repräsentierten und organisierten die sozialistische Diktatur vor Ort. Obwohl sie an der wichtigen Schnittstelle zwischen dem Regime und den Bürgern standen, war bislang unbekannt, wie der Arbeitsalltag der »Kreisfürsten« und ihrer lokalen Parteiapparate aussah. Andrea Bahr untersucht in ihrem Buch die Herrschaftspraxis der SED-Funktionäre im Kreis Brandenburg/Havel. Der Blick hinter die Kulissen des örtlichen Partieapparats fördert erstaunliche Denk- und Handlungsstrukturen zu Tage: Die »Kreisfürsten« waren keineswegs nur örtliche Vollstrecker der Diktatur, das Gelingen der Herrschafts-Arbeit hing genauso von Verhandlungsgeschick und Improvisation im Umgang mit den eigensinnigen DDR-Bürgern ab.

Jan Palmowski
Die Erfindung der sozialistischen Nation. Heimat und Politik im DDR-Alltag.
Aus dem Englischen von Marcel Streng
Reihe „Kommunismus und Gesellschaft“
Bd. 4, Berlin: Ch. Links Verlag 2016


Wie konnte ein scheinbar so stabiles Gemeinwesen wie die DDR so plötzlich in sich zusammenfallen? Mehr als ein Vierteljahrhundert nach ihrem Ende bleibt dies immer noch eine der am schwierigsten zu beantwortenden Fragen zur Geschichte der DDR. Jan Palmowskis Studie handelt davon, wie das SED-Regime in der DDR eine eigene 'nationale' Identität erfand und wie ihre Bürgerinnen und Bürger mit dieser umgingen. Den meisten fiel es schwer, sich mit der DDR zu identifizieren. Sie lernten aber ihre eigene Distanz zum Regime unter einer Maske regelkonformer Bekenntnisse zur sozialistischen Nation zu verbergen und trugen so bis 1989 zur Stabilität der Parteiherrschaft bei. Als dann die Revolution kam, erlaubten ihnen ihre eigen-sinnigen Identitäten sich mit erstaunlicher Leichtigkeit ihrer ungeliebten „Nation“, der DDR, zu entledigen. Jan Palmowskis 2009 auf Englisch erschienene und vielbeachtete Pionierstudie liegt hier erstmals in einer deutschen Übersetzung vor.

Der Schriftsteller Landolf Scherzer wird die beiden Neuerscheinungen vorstellen. Landolf Scherzer ist ein scharfsinniger und zugleich einfühlsamer literarischer Beobachter der ostdeutschen Gesellschaft vor und nach der deutschen Vereinigung. 1988, also noch zu DDR-Zeiten, veröffentlichte er eine aufsehenerregende Reportage über den Funktionärsalltag in der SED-Kreisleitung Bad Salzungen. „Der Erste“ (das ist der 1. Sekretär der SED-Kreisleitung) gilt noch heute als eine der besten Beschreibungen der alltäglichen Niederungen des „realexistierenden Sozialismus“ in der DDR. In zahlreichen weiteren Reportagen beschrieb Scherzer ungeschönt Realitäten in der DDR wie im vereinigten Deutschland, aber auch seine Eindrücke von zahlreichen Reisen in Osteuropa und anderen Weltregionen.



Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Lindenberger
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Email: lindenberger@zzf-potsdam.de

 


 

 
 

Das ZZF Potsdam auf der

Langen Nacht der Wissenschaften

 

 

 

Ort:
Haus der Leibniz-GemeinschaftChausseestraße 11110115 Berlin


Von 17 bis 24 Uhr öffnen am 11. Juni 2016 mehr als 70 wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin und Potsdam ihre Türen und präsentieren sieben Stunden lang an über 100 Veranstaltungsorten mehr als 2.000 Programmpunkte darunter Experimente, spannende Vorträge, Führungen und vieles mehr.

Das ZZF Potsdam nimmt zum dritten Mal an der Langen Nacht der Wissenschaften teil und präsentiert sich den Besuchern gemeinsam mit sechs weiteren Leibniz-Instituten am Standort der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Programm-Angebote des ZZF Potsdam von 17 bis 24 Uhr:

 
Atrium der Leibniz-Gemeinschaft

alle Präsentationen/Infostände durchgehend von 17 – 24 Uhr

 

Doppelpass – Fußball im geteilten Berlin

Fußball im geteilten Berlin war Schauplatz des Kalten Krieges ebenso wie Brücke menschlicher Verständigung. Am ZZF wird im Auftrag des Deutschen Fußball Bunds derzeit die Geschichte des DDR-Fußballs erforscht. Wir zeigen u.a. Videos aus der Ausstellung „ZOV Sportverräter“ und Interviews mit Falko Götz und Peter Kotte. Der eine flüchtete als Spieler beim BFC Dynamo 1983 in den Westen, der andere wurde bei Dynamo Dresden wegen politischen Fehlverhaltens inhaftiert und sportlich gesperrt. Besucher können in sporthistorischen Katalogen blättern und ihr Wissen im Quiz zur Geschichte des Fußballs im geteilten Deutschland testen.

 

Wo Honecker und die SED-Elite wohnten: Ein Blick hinter die Kulissen der Waldsiedlung Wandlitz

Erfahren Sie mehr über die Geschichte der 1958 errichteten und bis 1990 genutzten Wohnsiedlung Wandlitz der SED-Spitzenfunktionäre. Wo befanden sich die Wohnhäuser von Honecker, Mielke & Co oder das berüchtigte Ladenkombinat, in dem die SED-Elite sich mit West-Waren versorgte. Wir zeigen Filmmaterial über die Wohnsiedlung wenige Tage nach dem Mauerfall, Tafeln aus der aktuellen Ausstellung „Waldsiedlung Wandlitz – Eine Landschaft der Macht“ und laden Besucher zum zeithistorischen Quiz ein.

 

NS-Belastung und politischer Neuanfang. Das Personal der Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin

Wie hoch war die NS-Belastung der Mitarbeiter/innen, die 1949 die Innenministerien in Bonn und in Ost-Berlin aufbauten? Besucher erhalten Einblick in einige der Quellen, die Zeithistoriker für das Forschungsprojekt nutzen: Personalakten aus den 1950er Jahren und Kopien von NSDAP-Mitgliedskarteien. Vorgestellt wird zudem die neue Internetseite des BMI-Projekts, die erste Forschungsergebnisse präsentiert.

 

Das DDR-Presseportal stellt sich vor

Was stand drin im "Neuen Deutschland" und was nicht? Erfahren Sie mehr über die Rolle und Funktion der Tagespresse im SED-Staat und wie man die Druckerzeugnisse mit digitalen Mitteln historisch befragen und einordnen kann. Besucher können online im DDR-Presseportal recherchieren und Artikel aus über 40 Jahren DDR-Zeitgeschichte ausdrucken und mit nach Hause nehmen.

 

 

 

 

Vorträge des ZZF Potsdam

Die Vorträge haben jeweils eine Dauer von ca. 20 Minuten; anschließend können die Besucher den Referenten/innen Fragen zum Thema stellen und mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Alle drei Vortragsveranstaltungen finden im Raum 1.15 statt.


18:45 bis 19:30 Uhr Nazis im Innendienst? Das Gründungspersonal der Inneninisterien in Bonn und Ost-Berlin

Die Innenministerien in Bonn und Ost-Berlin gehörten ab 1949 zu den einflussreichsten innenpolitischen Akteuren in beiden deutschen Staaten. Woher kamen die Personen, die sie aufbauten? Wie hoch war die NS-Belastung, zumal in so sensiblen Bereichen wie innere Sicherheit? Welche personellen Kontinuitäten prägten das Selbstverständnis und das konkrete Handeln der Bediensteten? Wo zeigen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Ost und West?

Die Referenten:
Franziska Kuschel und Dominik Rigoll geben einen Einblick in erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes, das vom ZZF und dem Institut für Zeitgeschichte gemeinsam durchgeführt wird.

 

19:30 bis 20:15 Uhr
Doppelpass – Wie die Deutschen die Mauer umspielten

Fußball im geteilten Berlin war Schauplatz des Kalten Krieges ebenso wie Brücke menschlicher Verständigung: Während SED und Staatssicherheit versuchten, deutsch-deutsche Begegnungen zu unterbinden und die Fanszene zu "zersetzen", gelang es einzelnen Teams und ihren Anhängern immer wieder, die Mauer zu umspielen. Anhand von MfS-Dokumenten, historischen Spielfotos sowie Biografien geflüchteter Fußballer und "Sportgrenzgänger" lässt der multimediale Vortrag den Fußball-Alltag an der Nahtstelle des Ost-West-Konfliktes lebendig werden: Weshalb skandierten die Anhänger der heutigen Berliner Erzrivalen vor 30 Jahren den Schlachtruf: "Hertha und Union - eine Nation!", und was steckte hinter dem Spottgesang: "Willst Du in den Westen türmen, musst Du für Dynamo stürmen?"

Die Referentin:
Jutta Braun leitet am ZZF Potsdam seit 2014 ein vom Deutschen Fußball Bund in Auftrag gegebenes Projekt zur Geschichte des Fußballs in der DDR.

 

20:15 bis 21:00 Uhr Wandlitz und das SED-Politbüro

Die in Bernau gelegene „Waldsiedlung Wandlitz“ gilt nach wie vor in Ost und West als ein Symbol für Privilegien und Amtsmissbrauch der SED-Machtelite. Hier hatten SED-Staatschef Erich Honecker und seine Politbüro-Kollegen ihre Wohnhäuser und schotteten sich zunehmend von der Lebensrealität der DDR-Bevölkerung ab. Der multimediale Vortrag gibt einen Blick hinter die Kulissen der Wandlitz-Siedlung.

Die Referenten:
Jürgen Danyel ist stellv. Direktor, Elke Kimmel assoziierte Forscherin am ZZF Potsdam. Beide haben zusammen mit der Gemeinde Wandlitz eine Sonderausstellung zur SED-Politbüro-Siedlung erarbeitet. Diese ist vom 12. Mai  - 9. November 2016 im Barnim Panorama Naturparkzentrum  / Agrarmuseum Wandlitz zu sehen.

 
Diese sieben Leibniz-Institute finden Sie mit einem vielfältigen Programm auf der Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni 2016 von 17 bis 24 Uhr am Standort der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte:

 

 

 


 


 

Interaktive Diskussionsveranstaltung

"Flucht nach Europa. Migration in historischer Perspektive"

in der Reihe history@debate


 Zeit: Montag, 25. April 2016, 19.00 Uhr  

Ort: Potsdam Museum
Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam


Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)Gerda Henkel Stiftung
Körber-Stiftung


Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die interessiert sind an Geschichte, Politik und Literatur.

 

Vor einem Jahr machten zwei verheerende Schiffsunglücke im Mittelmeer deutlich, dass die Vorstellung von einer „Festung Europa“ unhaltbar ist. Während Europa nicht mehr umhin kam, seine Verantwortung für das Schicksal der vor Krieg, Verfolgung und Not Flüchtenden anzuerkennen, markierte der April des Jahres 2015 zugleich den Beginn einer Flüchtlingsbewegung, die bis Ende des Jahres über eine Million Flüchtlinge über den Balkan nach Europa tragen sollte.

Wenn auch Migration und Integration in der Geschichte eher Konstanten als Ausnahmen darstellen, so führen die Dimensionen der aktuellen Flüchtlingssituation in den Gesellschaften Europas zu kontroversen Auseinandersetzungen, die unterschiedliche historische Erfahrungen und Wahrnehmungen spiegeln. Die Zeithistoriker Ulrich Herbert (Freiburg) und Michael Wolffsohn (München/Berlin) diskutieren über Migration in historischer Perspektive und wagen eine Einordnung der aktuellen politischen Debatten.


Moderiert wird die Debatte von Martin Sabrow (ZZF Potsdam)


Diskutieren Sie mit auf Twitter unter #historydebate

Mit "history@debate" haben die Körber-Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam ein Format entwickelt, das aktuelle historische Themen über ein Fachpublikum hinaus in die breitere Öffentlichkeit trägt. Als interaktiver WebTalk setzt "history@debate" verstärkt auf die Nutzung neuer Medien. Die Debatten werden live im Internet als WebStream angeboten, simultan können Fragen und Kommentare via Twitter in die Debatte eingebracht werden.

 

Hier gelangen Sie zu einem Videomitschnitt der Diskussionsrunde.

 

 

 

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Das ZZF auf der Leipziger Buchmesse (17.-20. März 2016)


 

Buchvorstellung und Gespräch

Präsentation der neuen ZZF-Buchreihe "Kommunismus und Gesellschaft":

"Politik und Gesellschaft nach Tschernobyl"
Die Herausgeberin Melanie Arndt im Gespräch mit Jürgen Trittin


 Zeit: Sonnabend, 19. März 2016, 19.30 Uhr              

Ort: Zeitgeschichtliches Forum
Grimmaische Straße 6, 04109 Leipzig


Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Veranstalter:
ZZF Potsdam
Verlag Ch.Links
Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Zeitgeschichtliches Forum


Podium:

Herausgeberin Melanie Arndt (IOS Regensburg) im Gespräch mit
Thomas Lindenberger und Jens Gieseke (ZZF Potsdam)

 

Moderation:
Verleger Christoph Links

 Als die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 fast vergessen schien, ließen die Bilder der brennenden Reaktorgebäude im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi die Erinnerung an den sowjetischen Nuklearunfall wieder aufflammen. Hat Tschernobyl einen »anthropologischen Schock« ausgelöst, wie ihn Ulrich Beck unmittelbar nach der Katastrophe diagnostizierte? Und führt eine Nuklearkatastrophe tatsächlich zur Demokratisierung der Gesellschaft?

Autorinnen und Autoren aus fünf Ländern ziehen 30 Jahre nach »Tschernobyl« Bilanz. Mit Beiträgen zu den Auswirkungen der Katastrophe in der Ukraine, Belarus, Polen, der Türkei, Frankreich und Japan.

Einladungsflyer zur Buchvorstellung "Politik und Gesellschaft nach Tschernobyl" (pdf)


Weitere Buchvorstellungen von Wissenschaftlern des ZZF Potsdam auf der Leipziger Buchmesse 2016:


Donnerstag, 17. März 2016, 13 Uhr
Mario Keßler
Grenzgänger des Kommunismus
Zwölf Portraits aus dem Jahrhundert der Katastrophen


Ort: Leipziger Buchmesse, Die Bühne, Halle 5, Stand E 406

Donnerstag, 17. März 2016, 18 Uhr
Thomas Schaarschmidt (Hg. zus. mit Andreas Weigelt, Klaus-Dieter Mülle und Mike Schmeitzner)
Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944-1947)

Ort: Gedenkstätte Museum in der runden Ecke,
Dittrichring 24, 04109 Leipzig

Sonnabend, 19. März 2016, 19 Uhr
Uwe Sonnenberg
Von Marx zum Maulwurf
Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren

Moderation: Sigfried Lokatis (Universität Leipzig)

Ort: Bibliothop der Leipziger Buchwissenschaft, Hainstraße 11, 04109 Leipzig


Freitag, 18. März 2016, 19 Uhr
Hans-Hermann Hertle/Hans-Wilhelm Saure
"Ausgelacht.
DDR-Witze aus den Geheimakten des BND"


Ort: Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke, Dittrichring 24, 04109 Leipzig


Einladung zu den Buchvorstellungen von Mario Keßler, Thomas Schaarschmidt, Uwe Sonneneberg und Hans-Hermann Hertle (pdf) 
 

 

 

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Vortragsreihe

Museum und Forschung
Neue Einblicke in die Bezirksgeschichte von Berlin-Schöneberg



 Zeit:
jeweils montags 18-20 Uhr
25. April 2016, 09. Mai 2016 und 06. Juni 2016


Ort:
Jugend Museum
Hauptstraße 40/42
10827 Berlin


Fahrverbindung:
U7: Eisenacher Straße; U4: Rathaus Schöneberg
S1: Julius-Leber-Brücke; S1, S41, S42, S45, S46: Schöneberg
Bus 104, 187, M48, M85 bis Haltestelle Albertstraße



Veranstalter der Reihe:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Schöneberg Museum | Jugend Museum
Public History Master der FU Berlin



 

In der neuen Vortragsreihe präsentieren junge Wissenschaftler_innen ihre Forschungsergebnisse. Die Forschungsvorhaben sind in Zusammenarbeit mit dem Schöneberg Museum | Jugend Museum im Rahmen der Ausstellung »Ruinen und Rolleiflex« und des Modellprojektes »All included – Museum und Schule für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt« entstanden. Museum und Forschung Neue Einblicke in die Bezirksgeschichte Schönebergs Gesellschaftspass von Gerda Huth Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg

Ein Kooperationsprojekt mit dem Public History Master der Freien Universität Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Programmflyer (pdf)


Die Vorträge der Reihe:

25. April 2016 | 18-20 Uhr
"Man will doch mal tanzen gehen"

Der Gesellschaftspass als Eintrittskarte für amerikanische Soldatenclubs in Berlin 1947-48
Referentin: Lena Eggers

09. Mai 2016 | 18-20 Uhr
"Auf dem Weg zu einer bundesdeutschen lesbischen Emanzipationsbewegung?"

Die Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin Anfang der 1970er Jahre
Referentin: Julia Wigger

06. Juni 2016 | 18-20 Uhr
"Leben zwischen Ruinen"

Gespräche mit Zeitzeug_innen über die Schöneberger Nachkriegszeit
Referentin: Laura Throckenmorton

Kontakt: 
Dr. Irmgard Zündorf
Zentrum für Zeithistorische Forschung
zuendorf@zzf-potsdam.de

 

 

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Veranstaltungsreihe des Forums Neuer Markt

Potsdamer Gespräche 2016
"Über Vielfalt der Grenzen. Vom Zusammenleben der Kulturen"

 

Eine Veranstaltungsreihe des Forums Neuer Markt
im Filmmuseum Potsdam mit Film und Diskussion

Beginn der sechs Veranstaltungen der Reihe jeweils um 18.00 Uhr

Ort: Filmmuseum Potsdam
Marstall, Breite Straße 1A
14467 Potsdam
Tel.: (0331) 27181-12
eMail: ticket@filmmuseum-potsdam.de

Anfahrt:
S-Bahn: Hauptbahnhof
Tram: Alter Markt


Podiumsdiskussion: freier EintrittSpielfilmvorführung: 6 Euro, erm. 5 EuroEs gibt eine Pause mit der Gelegenheit für einen Umtrunk.

 

Veranstalter:Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen
der kommunistischen Diktatur (LAkD)
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung (BLzpB)
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Filmmuseum Potsdam
Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH | Haus der
Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ)
Pfarramt der Nagelkreuzkapelle
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)

  
Zur Reihe 2016 "Über Vielfalt und Grenzen":

'Das Zusammenleben der Kulturen in Deutschland und der Welt an und mit Grenzen ist das Thema der diesjährigen Potsdamer Gespräche. Aus historischer Perspektive nähern sich die Mitglieder des Forums Neuer Markt dem Leben an der Grenze, den möglichen Schwierigkeiten religiöser und kultureller Vielfalt sowie dem Kampf um die Sprengung politischer Grenzen, aber auch dem Verlust der Heimat und dem Neuanfang in einer möglichen neuen Vielfalt.

Jeweils dienstags ab 18.00 Uhr zeigen wir einen Film und diskutieren zum Einstieg oder im Anschluss mit Expertinnen und Experten über verschiedene Aspekte des Zusammenlebens der Kulturen.


 

Flyer der Veranstaltungsreihe Potsdamer Gespräche 2016
mit allen Terminen "Über Vielfalt und Grenzen"
(pdf)



Termine der Reihe 2016
03. Mai 2016
Leben mit und an der EU-Außengrenze


Prof. Dr. Thomas Lindenberger (ZZF Potsdam) im Gespräch mit den
Historikern Dr. Patrice Poutrus (Berlin) und Dr. Paulina
Gulińska-Jurgiel (Halle)

Film: „Lichter“ (2003, 100 Min.) von Hans-Christian Schmid

Organisation: ZZF Potsdam und BLzpB



07. Juni 2016
Der Genozid an den Jesiden - religiöse Vielfalt in Gefahr

Dr. Mathias Richter (Märkische Allgemeine Zeitung) im Gespräch mit der
Regisseurin Düsen Tekkal

Film: „HÁWAR – Meine Reise in den Genozid“ (2014, 110 Min.) von Düsen Tekkal

Organisation: Pfarramt der Nagelkreuzkapelle und Partner


12. Juli 2016
Ein Blick hinter Kasernenmauern - Krampnitz 1991

Hannes Wittenberg (Potsdam Museum) im Gespräch mit
der Fotografin Monika Schulz-Fieguth und dem ehemaligen Konversionsbeauftragten
des Landes Brandenburg Dr. Helmut Domke

Film: „Leb wohl Deutschland! Der lange Marsch der sowjetischen Armee“ (1991, 90 Min.) von Gitta Nickel

Organisation: Filmmuseum Potsdam und Potsdam Museum


13. September 2016
Ungarn 1956 - 1989 - 2015:
Vom Kampf für die Freiheit über die Sprengung des Eisernen Vorhangs zur autoritären Herrschaft und Abschottung?

Ulrike Poppe (LAkD) im Gespräch mit dem
Ungarn-Sachverständigen Bernd-Rainer Barth

Film: „Mutter und die anderen Spinner in der Familie“ (2015, 113 Min.) von Ibolya Fekete

Organisation: LAkD und MMZ


Einladungsflyer zur Veranstaltung am 13. September 2016 (pdf)

11. Oktober 2016
Zerbrechende Grenzen, wankende Identitäten, zerbrochene Vielfalt 1914-1918: 
Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat - historische und sozialwissenschaftliche Aspekte

Thomas Wernicke (HPBG) im Gespräch mit
Oberstleutnant Dr. Harald Potempa und der Diplompädagogin Katrin Hentschel (Sozialwissenschaftlerin) vom ZMSBw

Film: „Oberst Redl“ (1985, 142 Min.) von István Szabó

Organisation: ZMSBw und HBPG


15. November 2016
Heimatverlust und Integration - eine russlanddeutsche Familiengeschichte

Dr. Klaus Harer (Deutsches Kulturforum) im Gespräch mit
der Regisseurin Ulla Lachauer und der russlanddeutschen Historikerin und Museumsleiterin Dr. Katharina Neufeld

Film: „Die Heinrichs aus Kasachstan“ (2011, 45 Min.) von Ulla Lachauer

Organisation: Deutsches Kulturforum östliches Europa und HBPG

 

Kontakt:Dr. Irmgard Zündorf
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
E-Mail: zuendorf@zzf-potsdam.de

 

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Veranstaltungsreihe 2016

Menschen unter Diktaturen

 

 

Ort: Gedenkstätte Lindenstraße
Lindenstraße 54/55, 14467 Potsdam


Veranstalter:

Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße und
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD)
in Kooperation mit
Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF Potsdam)
und der Fördergemeinschaft "Lindenstraße 54"

Flyer der gesamten Reihe "Menschen unter Diktaturen" 2016 (pdf)

Die Gedenkstätte Lindenstraße erinnert am historischen Ort an die Opfer politischer Verfolgung und Gewalt in den beiden unterschiedlichen Diktaturen des 20. Jahrhunderts in Deutschland – aber auch an den Sieg der Demokratie in der Friedlichen Revolution 1989/90.

  

Während der NS-Zeit gehörte das Haus zu den zentralen Orten politischer und rassischer Verfolgung in Potsdam. Sowohl die hier ansässigen Gerichtsabteilungen als auch das Gefängnis waren in das NS-Unrechtssystem als Instrumente der Terror-Justiz eingebunden. 

Von 1945 bis 1952 nutzte der sowjetische Geheimdienst das Anwesen als zentrales Untersuchungsgefängnis im Land Brandenburg. Tausende wurden hier unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert und gefoltert. Auf Grundlage erpresster Geständnisse verhängten sowjetische Militärtribunale über eine Vielzahl von Gefangenen langjährige Haftstrafen und nicht wenige Todesurteile.  

1952 übernahm die Stasi das Untersuchungsgefängnis. Bis 1989 litten die Inhaftierten unter menschenrechtswidrigen Haftbedingungen und Verhörmethoden, zumeist wurden ihnen politische Delikte vorgeworfen. Das Einfordern grundlegender Rechte wie Meinungs- oder Reisefreiheit wurde als »Spionage«, »Hetze« oder »ungesetzlicher Grenzübertritt« kriminalisiert.
 

Die Friedliche Revolution beendete die politische Verfolgung in Potsdam. Am 5. Dezember 1989 forderten Mitglieder des Neuen Forums Zugang zum Haftort Lindenstraße. Die neugegründeten demokratischen Parteien und Bewegungen nutzten fortan das Gebäude für ihre politische Arbeit, insbesondere zur Vorbereitung der Volkskammerwahlen. Aus einem Haus des Terrors wurde ein Haus der Demokratie.  

Die Veranstaltungsreihe informiert über Schicksale politischer Verfolgung im 20. Jahrhundert, über die beiden unterschiedlichen Diktaturen in Deutschland und die Überwindung der SED-Diktatur 1989/90.

Nächste Veranstaltung in der Reihe:

Donnerstag, 13. Oktober 2016 | 19 Uhr

Vortrag:
»Von der Bühne auf die Straße«
Theater und Friedliche Revolution in der DDR


Referentin: Jutta Braun (ZZF Potsdam)

anschließend Podiumsgespräch mit den ehemaligen Theaterleuten
Jutta Wachowiak und Christian Steyer

Moderation: Dr. Peter Ulrich Weiß (ZZF Ptsdam)

Das Theater in der späten DDR ist ein Ort der Spannungen: Hier treffen die Ansprüche des Staates, künstlerische Eigenwilligkeit und politischer Widerspruch aufeinander. Verdrängte gesell-schaftliche Konflikte und politische Tabus werden in irritierenden Inszenierungen thematisiert. Gleichzeitig erfolgen immer wieder rigide Steuerungsversuche und Eingriffe durch Partei und Staatssicherheit auf das Bühnengeschehen. Auch in Potsdam werden in den 1980er Jahren Inszenierungen abgesetzt und verboten, eine Aufführung der „Wolokolamsker Chaussee“ von Angehörigen der MfS-Hochschule in Golm gesprengt.
Im Jahr 1989 ermutigen die Angehörigen zahlreicher Ensembles den politischen Aufbruch mit der Erklärung „Wir treten aus unseren Rollen heraus“. Das Engagement der Theaterleute aus dem ganzen Land kulminiert schließlich in der Vorbereitung und Mitgestaltung der Demonstration am 4. November 1989 in Berlin, einem Meilenstein auf dem Weg zum Sturz des SED-Regimes.
Der Abend erinnert an die künstlerische Arbeit in der DDR zwischen offizieller Kulturpolitik, intellektuellem Freiraum und staatlicher Zensur sowie an die Vorbereitung der Berliner Großkundgebung des 4. November 1989.

Jutta Braun (geb. 1967), Dr. phil., Historikerin am ZZF Potsdam, zahlreiche Publikationen zu den deutsch-deutschen Beziehungen und zur DDR-Geschichte im Bereich Sport, Justiz und Kultur, zuletzt herausgegeben (mit Michael Schäbitz) „Von der Bühne auf die Straße. Theater und Friedliche Revolution in der DDR“, Berlin 2016.

Jutta Wachowiak (geb. 1940), Schauspielerin u.a. am Hans Otto Theater in Potsdam und Deutschen Theater Berlin sowie in Film- und Fernsehproduktionen, Mitglied der Akademie der Künste. Sie stellte bei einer Versammlung am 15. Oktober 1989 im Deutschen Theater den Antrag auf eine Großdemonstration in Berlin, der in die Protestveranstaltung am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz mündete.

Christian Steyer (geb. 1946), Schauspieler, Komponist, Musiker. In den 1980er Jahren wirkte er als Mitspieler und Komponist an den Inszenierungen der Wolokolamsker Chaussee von Heiner Müller am Pots¬damer Hans Otto Theater mit.

Peter Ulrich Weiß (geb.1970), Dr. phil., Historiker an der Humboldt-Universität zu Berlin und am ZZF Potsdam, zahlreiche Publikationen u.a. zur Geschichte der DDR und zum politischen Umbruch 1989/90, zuletzt herausgegeben (mit Jutta Braun) „Agonie und Aufbruch. Das Ende der SED-Herrschaft und die Friedliche Revolution in Brandenburg, Potsdam 2014.


Einladungsflyer zur Veranstaltung am 13. Okober 2016 (pdf)

 


Bereits stattgefundene Temine der Reihe 2016:

16. und 17. September 2016, jeweils 19 Uhr

"Krokodil im Nacken"

Eine Dokumentar-Theateraufführung nach dem Roman von Klaus Kordon

Veranstaltungsort:
Gedenkstätte Lindenstraße
Innenhof Lindenstraße 54 | 14467 Potsdam

Veranstalter:
Stiftung Gedenkstätte Lindentraße
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Regionalbüro Berlin Brandenburg

Hinweise zur Teilnahme:
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten:
über den zentralen Service der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: service@freiheit.org oder
über die Gedenkstätte Lindenstraße: info@gedenkstaette-lindenstrasse.de , Tel. 0331- 289 61 36 (Di-So von 10-18 Uhr)


Während eines Fluchtversuchs wird Manfred Lenz 1972 von seiner Frau Hannah und seinen Kindern getrennt und verhaftet. Wochenlang ist er seinem Stasi-Vernehmer ausgeliefert. Der sieht die DDR natürlich ganz anders als der Inhaftierte. Isoliert von anderen Häftlingen versucht Manfred Lenz die Verhöre und die Haft zu überstehen, ohne sich von quälenden Fragen und Unsicherheit zerfressen zu lassen.
Eine Theateraufführung der Drehbühne Berlin nach dem autobiographischen Roman von Klaus Kordon mit Matthias Zeeb (Manfred Lenz), Lorenz Christian Köhler (Stasi-Vernehmer und Regie) und Nanda Ben Chaabane (Hannah Lenz und Regie).


17. September 2016 | 20.30 Uhr
im Anschluss an die Theateraufführung
Diskussion "Ich glaube nur, was ich sehe?"
Die Rolle des Films bei der Aufarbeitung von DDR-Geschichte

Der Mensch hat ein unverwüstliches Grundvertrauen in das Sichtbare. Fotografien und Filme werden als Abbilder der Realität angesehen und prägen unser historisches Bewusstsein. Der Erfolg von Filmen wie „Das Leben der Anderen“ oder Serien wie „Weißensee“ zeigt, wie wichtig Geschichtsfernsehen für die historisch-politische Aufarbeitung der DDR-Geschichte ist. Das ist Fluch und Segen zugleich: Während Fiktionalität und Dokumentation immer mehr zu verschwimmen drohen, erreichen Film und Fernsehen viel mehr Menschen als andere Formen der Aufarbeitung. Über die Bedeutung und Rolle des Films bei der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit diskutieren:

Linda Teuteberg
(stellv. Landesvorsitzende FDP Brandenburg, Vorstandsmitglied Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.),
Ruth Reinecke
(Schauspielerin, u.a. in der Serie „Weißensee“) und
Dr. Claus Löser
(Regisseur und Filmhistoriker)

Moderation: Uta Gerlant
(Historikerin und Vorstand der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße)



15. September 2016 | 19 Uhr


Vortrag:
Das Recht gegen die Partei verteidigt?
Die Geschichte eines Potsdamer Staatsanwalts im Dritten Reich

Referent: Lorenz Völker
Kommentar: Dr. Sabine Moller

Modearation: Uta Gerlant

Einladungsflyer (pdf)
 



8. und 9. Juli 2016, jeweils 19 Uhr

"Die Wannsee-Konferenz"
Dokumentar-Theater-Projekt des
HISTORIKERLABORS e.V.

Konzeption und Inszenierung:Christian Tietz
Dramaturgie: Kalliniki Fili


Einladungsflyer zur Theateraufführung (PDF)

 

Hier ein Bericht der von Thomas Büstrin von der Aufführung in
den Potsdamer Neuesten Nachrichten vom 11.07.2016.




Donnerstag, 26. Mai 2016, 19 Uhr

"Der Reiz der Erinnerung"
Die DDR-Vergangenheit als Sujet in der Bildenden Kunst und Literatur

Diskussion fotografischer Arbeiten und literarischer Texte mit Anne Heinlein (Künstlerin, Potsdam), Julia Schoch (Schriftstellerin, Potsdam) u.a.
Einladungsflyer zur Veranstaltung am 26. Mai 2016 (pdf)



Donnerstag, 21. April 2016, 19 Uhr
Lesung mit anschließendem Konzert
Heidelore Rutz und Stephan Krawczyk
"Klopfzeichen - Mein Weg in die Freiheit"
Einladungsflyer zur Veranstaltung am 21. April 2016 (pdf)

 

 

Donnerstag, 10.03.2016, 19 Uhr
Buchpräsentation und Vortrag: "Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug". Das Zuchthaus Brandenburg-Görden
Referentin: Dr. Leonore Ansorg (Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt (ZZF Potsdam)
Einladungsflyer zur Buchpräsentation am 10. März 2016 (pdf)

 


Donnerstag, 18.02.2016, 19 Uhr
Vortrag: "Von einer Freundschaft, die es nicht gab". Das MfS und der polnische Geheimdienst
Referent: Dr. Tyttus Jaskulowski (Hannah Arendt-Institut Dresden)
Moderation: Christian Schmidt (Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft - Sasiedzi e.V., Potsdam)
Einladungsflyer zum Vortrag am 18. Februar 2016  (pdf)
 

Über die Veranstaltung erschien der Artikel "Ein erhebliches Misstrauen" in den Potsdamer Neuesten Nachrichten am 26. Februar 2016.

 


Donnerstag, 14.01.2016
Filmvorführung und Podiumsgespräch: "LINIE 41"
Einladungsflyer zur Veransatltung am 14. Januar 2016 (pdf)

 

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Filmvorführung und Podiumsdiskussion


LINIE 41

Ein Dokumentarfilm von Tanja Cummings über das Ghetto und die Stadt Litzmannstadt (Lódz) 1940 bis 1944/45 (D 2015, 101 Min.)


 

Zeit: Donnerstag, 14. Januar 2016, 19.00 Uhr  

 

Ort: Gedenkstätte Lindenstraße
Lindenstraße 54/55, 14467 Potsdam

 

Veranstalter:
Gedenkstätte Lindenstraße
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Fördergemeinschaft "Lindenstraße 54"
Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit (Berlin-Brandenburg)
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam



Anschließend Podiumsdiskussion mit:

    • Natan Grossmann und Jens-Jürgen Ventzki (Hauptprotagonisten des Films)

    • sowie Tanja Cummings (Regisseurin)

 

Moderation:
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt (ZZF Potsdam)

 

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

 

 

Einladungsflyer (pdf)

 

 

 

Kurzinfo zum Film (pdf)    +++    Trailer zum Film

 

 

 

Zum Film:

Die Straßenbahnlinie, die das Ghetto in Litzmannstadt (Lódz) teilte, wurde für die eingesperrten jüdischen Menschen zum Sinnbild der Außenwelt, die ihr Schicksal ignorierte. Jahrelang verdrängte Natan Grossmann (88) seine Erinnerungen an die Zeit im Ghetto. 70 Jahre danach beginnt er in Lódz eine späte Suche nach seinem Bruder Ber. Je mehr er über diesen in Erfahrung bringt, desto mehr Erinnerungen melden sich zurück, kommt es zu Entdeckungen und Begegnungen, die Natan Grossmann vor wenigen Jahren niemals für möglich gehalten hätte.

Seine Suche kreuzt sich mit der von Jens-Jürgen Ventzki, Sohn des ehemaligen Nazi-Ober-bürgermeisters der Stadt, Werner Ventzki, der hier einem dunklen Familiengeheimnis nachgeht. Beide Suchen laufen aufeinander zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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