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Öffentliche Vorträge und Veranstaltungen 2017

    

 

 

Vortragsreihe

Nach dem Ende der Illusion:
Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert?

 



 

 

 

 

 

Zeitraum der Reihe mit zehn Terminen:
07. Februar - 12. Dezember 2017 | Beginn jeweils 18.00 Uhr s.t.    

Veranstaltungsorte: 
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Centre Marc Bloch
Friedrichstraße 191, 10117 Berlin

Eröffnungsvortrag am 7. Februar 2017
im Jacob-und Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 1-3, 10117 Berlin


Der Eintritt zu allen Vortragsterminen der Reihe ist frei und ohne Anmeldung möglich

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Centre Marc Bloch, Berlin (CMB)
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

 

Konzeption und Leitung:
Prof. Dr. Thomas Lindenberger (ZZF Potsdam)
Prof. Dr. Catherine Gousseff (CMB)


Als »Ende der Illusion« deutete der französische Historiker François Furet vor 22 Jahren den Untergang des Kommunismus. Einhundert Jahre nach der russischen Oktoberrevolution erkundet die Vortragsreihe die Nach-Wirkungen dieser Illusion auf das heutige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Jeder der zehn Vorträge diskutiert von einem Leitbegriff – »Revolution«, »Kapitalismus«, »Nation«, … – ausgehend die langfristigen Auswirkungen dieser für das 20. Jahrhundert so zentralen Ideologie und Herrschaftsform.


Flyerkarte mit allen zehn Terminen der Reihe (pdf)

Termine der Vortragsreihe:

07. Februar 2017 | 18.00 Uhr s.t.
Eröffnungsveranstaltung
Marx und die Folgen. Gedanken zum Wandel der Revolution 1789–1989Vortrag von Prof. Dr. Heinrich August Winkler (Humboldt-Universität zu Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Michael Wildt (Humboldt-Universität zu Berlin)

Ort: Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt- Universität zu Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 1-3 | 10117 Berlin

Plakat zum Vortrag (pdf)

Zum Vortrag:
Im politischen Denken von Marx und Engels gibt es einen archimedischen Punkt: Es sind die verallgemeinernden Rückschlüsse, die die Begründer des „Wissenschaftlichen Sozialismus“ aus der Französischen Revolution von 1789 zogen. Wie tragfähig waren die von ihnen postulierten Analogien zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Revolution? Welche praktischen Konsequenzen leiteten sie und später Lenin und die russischen Bolschewiki daraus ab? Was kann die revisionistische Marx-Kritik zum Verständnis des „Ausbleibens der Revolution in den Industriegesellschaften“ (Richard Löwenthal) und zum Wandel der Revolution im 20. Jahrhundert beitragen? Das sind einige der Fragen, um die es in dem einleitenden Vortrag der Reihe „Nach dem Ende der Illusion“ geht.

Heinrich August Winkler, Historiker. Prof. em. für die Geschichte des Westens an der Humboldt Universität zu Berlin. Arbeitsgebiete: Soziale Bewegungen und politische Ideologien im internationalen Vergleich. Publikationen u.a.: Geschichte des Westens, Bd. 1 – 4, C. H. Beck: München 2009 – 2015; Zerreißproben. Deutschland, Europa und der Westen. Interventionen 1990-2015, C. H. Beck: München 2015.

Der Vortrag als Podcast zum Nachhören:

Bundesstiftung Aufarbeitung
iTunes
Podcast.de 

 Heinrich August Winkler auf dem Podium. Foto: Ulrich Mählert
Heinrich August Winkler auf dem Podium.
Foto: Ulrich Mählert

 

 

21. Februar 2017 | 18.00 Uhr s.t.
Beharrliche Ignoranz: Der Mythos von der Alternative zum Kapitalismus
Vortrag von Prof. Dr. Werner Plumpe (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.)
Moderation: Prof. Dr. Alexander Nützenadel (Humboldt-Universität zu Berlin)

Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur


28. März 2017 | 18.00 Uhr s.t.
Zwischen Anerkennung und Manipulation: Russland, die Nation und das Erbe des kommunistischen Völkergefängnisses 
Vortrag von Prof. Dr. Catherine Gousseff (CMB, Berlin)
Moderation: Dr. Patrice Poutrus (Universität Wien)

Ort: Centre Marc Bloch , Berlin)


25. April 2017 | 18.00 Uhr s.t.
Arbeit – Arbeiter – Arbeiterklasse. Vom Ende einer historischen Mission
Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Kocka (Freie Universität Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Thomas Lindenberger (ZZF Potsdam)

Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur


30. Mai 2017 | 18.00 Uhr s.t.
Ende des Staatsozialismus – Ende des Sozialstaats? Sozialpolitik im langen 20. Jahrhundert
Vortrag von Prof. Dr. Sandrine Kott (Université de Genève)
Moderation:

Ort: Centre Marc Bloch , Berlin)


13. Juni 2017 | 18.00 Uhr s.t.
Jenseits der Imperien? Antikolonialismus, Kommunismus und Menschenrechte
Vortrag von Prof. Dr. Stefan-Ludwig Hoffman (UC Berkeley)
Moderation: Dr. Fabien Jobard (Centre Marc Bloch)

Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur


05. Oktober 2017
Appraising the “Propaganda State”: Soviet Media from 1917 to the Present
Vortrag von Prof. Dr. Marsha Siefert (Central European University, Budapest)
Moderation: Jerôme Bazin (Université de Paris-Est).
(Veranstaltung in englischer Sprache)

Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur


17. Oktober 2017 | 18.00 Uhr s.t.
The Soviet Union: Science, Technology, and Modernity
Vortrag von Prof. Dr. David Holloway (Stanford University)
Moderation: Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg).
(Veranstaltung in englischer Sprache)

Ort: Centre Marc Bloch, Berlin

14. November 2017 | 18.00 Uhr s.t.Von der »Neuen Frau« zur Neuen Frauenbewegung: Emanzipationskonzepte auf Zeitreise
Vortrag von Prof. Dr. Brigitte Studer (Universität Bern)
Moderation: Dr. Annette Leo (Berlin)

Ort: Centre Marc Bloch, Berlin

12. Dezember 2017 | 18.00 Uhr s.t.
Die Massen und der Massenmord
Vortrag von Prof. Dr. Karl Schlögel (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder)
Moderation: Dr. Jan C. Behrends (ZZF Potsdam)

Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur


Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Lindenberger
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
lindenberger@zzf-potsdam.de

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Vortrag


Historische Seiten der Wissenschaft:
Ein kleines Laboratorium der deutschen Einheit -
Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 

Zeit:
Donnerstag, 23. Februar 2017 | 18:00-19:30 Uhr    

Ort:
Bildungsforum
Raum "Süring"
Am Kanal 47
14467 Potsdam


Anfahrt


Eintritt: 5 Euro
Kursnummer: W17-01104

Anmeldung...

Veranstalter:
Volkshochschule Potsdam
ProWissen Potsdam e.V.

Das ZZF in Potsdam gehört zu den international renommierten Forschungsinstituten der Zeitgeschichte in Deutschland. Seine Anfänge 1992 aber waren politisch und publizistisch umkämpft. Die Gründung geht zurück auf eine Empfehlung des Wissenschaftsrats von 1991. Nach der Auflösung der Akademie der Wissenschaften der DDR sollten einige Geisteswissenschaftliche Zentren gegründet werden. In wenigen Jahren entwickelte sich das ZZF zu einer Einrichtung mit dem ausdrücklichen Anspruch einer fachlichen Ost-West-Integration. Zunächst in einem früheren Bürgerhaus Am Kanal, später in einem Gebäude am Neuen Markt untergebracht, hat sich das ZZF heute fest in der Wissenschaftslandschaft etabliert. Dieser Erfolg war kein Selbstläufer. Der Vortrag zeichnet die Geschichte des Instituts von 1992 bis heute nach.

Prof. Dr. Christoph Kleßmann forscht und lehrt zu folgenden Arbeitsschwerpunkten: deutsche und polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere der NS-Zeit, der Bundesrepublik und der DDR. Wichtigste Publikationen: Die Selbstbehauptung einer Nation. Nationalsozialistische Kulturpolitik und polnische Widerstandsbewegung im Generalgouvernement 1939-1945, Düsseldorf 1971. Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte 1945-1955, Göttingen 5. A. 1991. Arbeiter im "Arbeiterstaat" DDR. Deutsche Traditionen, sowjetisches Model, westdeutsches Magnetfeld (1945 bis 1971), Bonn 2007.

Kontakt:
Volkshochschule Potsdam

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Buchpräsentation


Im Riss zweier Epochen.
Potsdam in den 1980er und frühen 1990er Jahren

 

Zeit:
Donnerstag, 16. März 2017 | 19:00 Uhr    

Ort:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Buchpräsentation mit anschließender Diskussion

Referenten: Dr. Jutta Braun (ZZF Potdam) und Dr. Peter Ulrich Weiß (ZZF Potsdam)


Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung

Nah an der Systemgrenze zum »Klassenfeind« gelegen, war Potsdam ein Ballungszentrum von Militärs, Kadereliten und SED-Funktionsträgern. Ungeachtet ihres Rufes als »rote Bezirksstadt« wurde die Havelmetropole in den 1980er-Jahren mehr und mehr zum politischen Unruheherd innerhalb der Region. Verwurzelt in den zahlreichen städtischen Institutionen und Netzwerken von Kirche und Kulturbund, Wissenschaft und Kulturbetrieb, Film und Sport, Bohème und Jugendszene entstand eine rege Oppositionsszene und Protestbewegung, die die Stadt zum Epizentrum des politischen Umbruchs in Brandenburg machte. Anhand komplexer Fallstudien zeichnet die Untersuchung von Jutta Braun und Peter Ulrich Weiß das einzigartige Panorama einer vielgestaltigen Stadtgesellschaft im Wandel, in der sich mit der Transformation der politischen Rahmenbedingungen auch das Lebens- und Raumgefühl innerhalb der Kommune fundamental veränderten. Mit dieser Arbeit schließen die Autoren eine bedeutende Forschungslücke zu den DDR-Bezirksstädten im Übergang von der Honecker-Ära zu den 1990er-Jahren.

 

Peter Ulrich Weiß/Jutta Braun
Im Riss zweier Epochen
Politik und Gesellschaft in Potsdam von den 1980er- bis zu den frühen 1990er-Jahren
 

ca. 528 Seiten, ca. 30 Abb.
erscheint im März 2017
ISBN 978-3-95410-080-4

 

 

 

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 Stattgefundene Vorträge und Veranstaltungen 2017


     

Vortrag

Jeffrey Herf
(University of Maryland/USA)

"Unerklärte Kriege der DDR gegen Israel"

 

Moderation: Prof. Dr. Martin Sabrow (ZZF Potsdam)

 

 

Zeit: 
Mittwoch, 25. Januar 2017 | 19:00 Uhr    

Ort: 
Einstein Forum
Am Neuen Markt 7
14467 Potsdam

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien Potsdam

Antiisraelische Propaganda war ein Markenzeichen der DDR. Im von der Sowjetunion gesteuerten Ostblock tat sich der SED-Staat mit Israel-feindlichen Ausfällen immer wieder hervor. Doch erst allmählich fügt sich das Bild zusammen, wie intensiv der SED-Staat Israel nicht nur schmähte, sondern auch heimlich bekriegte. Umfassende Waffenlieferungen an arabische Feindstaaten gehörten ebenso dazu wie die Unterstützung palästinensischer Terrorgruppen.
Nahm Ostberlin im Ernstfall die Auslöschung des jüdischen Staates, nur wenige Jahrzehnte nach dem Holocaust, in Kauf? Was trieb Ulbricht, Honecker & Co. in ihrer obsessiven Israel-Feindschaft an?
Der Vortrag behandelt diese und weitere Fragen, denen der US-amerikanische Historiker Jeffrey Herf auch in seinem neuesten Buch „Undeclared Wars with Israel. East Germany and the West German Far Left 1967–1989“ (New York, 2016) nachgegangen ist.

Jeffrey Herf ist Distinguished Professor am Department of History der University of Maryland (USA). Zu seinen Spezialgebieten gehören die Geistes- und Kulturgeschichte im Europa des 20. Jahrhunderts, die Geschichte des Kalten Krieges und Probleme des modernen Antisemitismus. 2007 war er Fellow an der American Academy in Berlin. Neben zahlreichen Fachpublikationen schreibt Jeffrey Herf u.a. auch für Die Zeit, The New Republic, Partisan Review und The Times of Israel.

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