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20. Dezember 2016

Ministerin Dr. Martina Münch zu Besuch im ZZF


Bei einem Besuch der brandenburgischen Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch am 20. Dezember 2016 im ZZF stellten die Direktoren, Prof. Dr. Frank Bösch und Prof. Dr. Martin Sabrow, der Ministerin die aktuellen Arbeitsschwerpunkte des Instituts vor.
Mitarbeiter der Abteilung Zeitgeschichte der Informations- und Mediengesellschaft 
präsentierten die Online-Portale und einige aktuelle Ausstellungsvorhaben des ZZF.
Gesprächsthemen waren des Weiteren die Aktivitäten des ZZF innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft sowie die Umsetzung der Empfehlungen der Enquete 5/1 des Brandenburger Landtags zur Aufarbeitung der Geschichte und Folgen der SED-Diktatur. Ein Gedankenaustausch fand ebenfalls über die Kulturförderung des Landes Brandenburg im Bereich der Gedenkstätten statt, mit denen das ZZF auf vielfältige Weise kooperiert.


Die ZZF-Direktoren Frank Bösch (l.) und
Martin Sabrow (r.) mit Frau Ministerin Dr. Martina Münch.
Foto: Hans-Hermann Hertle

 



15. Dezember 2016

 

Newsletter 4/2016 erschienen


Der aktuelle Newsletter des ZZF bietet eine Einsicht in die aktuelle Forschung, hebt neue Publikationen der Mitarbeiter hervor und gibt einen Ausblick auf Veranstaltungen bis in den Februar 2017 hinein. Weiter informiert er über Personalveränderungen des ZZF sowie Ausschreibungen des Instituts.

Den aktuellen sowie vergangene Newsletter finden Sie in unserem Newsletterarchiv.



1. Dezember 2016

 

Start des Graduiertenkollegs "Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt"

Die Arbeitswelt hat sich seit den 1970er Jahren rasant gewandelt. Zehn Stipendiatinnen und Stipendiaten des von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierten Graduiertenkolleg "Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt" untersuchen ab 1. Dezember 2016, welche Folgen dies für die Arbeitsbeziehungen, die Arbeitspraktiken sowie die Soziallagen hatte und wie Gewerkschaften, wissenschaftliche Experten und die Arbeitenden selbst dies deuteten. Geleitet wird das Kolleg gemeinsam von Frank Bösch (Sprecher) und Winfried Süß (beide ZZF), Stefan Berger (ISB Bochum) und Andreas Wirsching (IfZ).
Die in der Abt. IV (Regimes des Sozialen) am ZZF angesiedelte Potsdamer Arbeitsgruppe fragt insbesondere nach den Auswirkungen des Wandels der Arbeitswelt auf soziale Ungleichheitsverhältnisse. Als Doktoranden forschen am ZZF Jessica Elsner, Stefan Zeppenfeld und Ronny Grundig zu folgenden Themen:  Arbeitsverhältnisse, Geschlecht und soziale Ungleichheit im Automobilbau der DDR – Das Automobil-Werk-Eisenach (AWE) seit den 1970er Jahren (Jessica Elsner), Von der Lohnarbeit zur Selbstständigkeit - Migrantische Arbeitswelten nach dem Anwerbstopp in West-Berlin (Stefan Zeppenfeld) und Die soziale Bedeutung des Erbens im bundesdeutsch-britischen Vergleich (Ronny Grundig)
  

Das ZZF in den Medien


20. Januar 2017
Pi Radio
Berliner Runde
Zu Gast in der Berliner Runde ist  Helen Thein-Peitsch, die über Ihren Aufsatzband „lieben, was es nicht gibt“ – Literatur, Pop und Politik bei Ronald M. Schernikau" spricht.


19. Januar 2017
Deutschlandfunk
Büchermarkt
Besprechung der von ZZF-Mitarbeiterin Helen Thein-Peitsch mitherausgegebenen Buchs „lieben, was es nicht gibt“ – Literatur, Pop und Politik bei Ronald M. Schernikau".
Der Beitrag als Podcast zum Nachhören (7:19 min).
 

18. Januar 2017
Potsdamer Neueste Nachrichten
Neues Museum Barberini Potsdam
"Ein Geschenk für Potsdam"

Zur offiziellen Eröffnung des Museums Barberini in Potsdam am 23. Januar 2017 Statements von Potsdamer Persönlichkeiten u.a. von Martin Sabrow.
 

17. Januar 2017
L.I.S.A.
"Der Strafvollzug ist der Lackmustest einer Gesellschaft"
Vor vierzig Jahren, am 1. Januar 1977, trat in der Bundesrepublik Deutschland das Strafvollzugsgesetz in Kraft. Es löste damit eine Strafvollzugsordnung aus dem Jahr 1934 ab, die unter Juristen stark umstritten war. Im Interview berichtet die ZZF-Historikerin Annelie Ramsbrock über ihr von der Gerda Henkel Stiftung gefördertes Forschungsprojekt über den Strafvollzug in westdeutschen Gefängnissen und dessen Resozialisierungsprogramme.
 

16. Januar 2017
ZEIT ONLINE
Es bleiben nur Verlierer
Ein Beitrag von Marion Detjen zum Rücktritt des Berliner Bau-Staatssekretärs Andrej Holm.


16. Januar 2017
dctp.tv
Mit einem Bein im Weltraum
Dr. Tilman Siebeneichner über das Marsprojekt der ESA und die Lehren aus dem Kalten Krieg.
 

15. Januar 2017
Deutschlandradio Kultur
Totgesagte leben länger
Nach der Studentenrevolte 1968 entstanden viele linke Buchhandlungen. Sie verstanden sich als Avantgarde der Republik und waren damit gar nicht so weit entfernt vom Standesbewusstsein ihrer bürgerlichen Kollegen, die stolz waren, es mit einer geistigen Ware zu tun zu haben. ZZF-Historiker Uwe Sonnenberg hat zum Thema ein Buch verfasst und kommt im Hörfunkfeature zu Wort.
Der Beitrag als Podcast zum Nachhören (55:50min) und zum Nachlesen (pdf).
 

15. Januar 2017
ZDF
Die Honeckers. Die private Geschichte
Die ZDF-Dokumentation beleuchtet das Privatleben der beiden DDR-Spitzenfunktionäre, das trotz ihres Bekanntheitsgrads weitgehend im Dunkeln geblieben ist. Interviewpartner ist u.a. ZZF-Direktor Martin Sabrow, der kürzlich eine neue Biographie des ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden verfasst hat.

15. Januar 2017
Die Welt
Bei den Honeckers hatte Margot die Hosen an
Beitrag über die ZDF-Dokumentation "Die Honeckers. Die private Geschichte" mit Statements von Martin Sabrow aus dem Film-Beitrag.

15. Januar 2017
Der Bund
"Mauern funktionieren" - naja, meinen Historiker
Der künftige US-Präsident Donald Trump will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen, um illegale Einwanderer abzuschrecken. ZZF-Historiker René Schlott schätzt die Wirkung dieser Maßnahme als begrenzt ein, insbesondere mit Blick auf die Geschichte der Berliner Mauer.

 



 

Ausschreibungen


In der Redaktion von Zeitgeschichte-online am ZZF Potsdam sind 2017
3 Praktika von jeweils drei Monaten zu vergeben. Zur Praktika-Ausschreibung.....
 

Veranstaltungen

 

Konferenzen / Tagungen / Vorträge


Tagung

14. Potsdamer DoktorandInnenforum zur Zeitgeschichte
Schwerpunkt: Angst! Zeithistorische Konjunkturen eines gesellschaftlichen Phänomens

16.-17. Februar 2017
Ort: ZZF Potsdam

Anmeldung bis zum
31. Januar 2017 erbeten:
doktorandenforum@zzf-potsdam.de

Programmflyer (pdf)

Veranstalter: ZZF Potsdam



Vortrag

 

Jeffrey Herf
(University of Maryland/USA)
"Unerklärte Kriege der DDR gegen Israel"

Moderation: Prof. Dr. Martin Sabrow
ZZF Potsdam


Mittwoch, 25. Januar 2017  | 19.00 Uhr
Ort: Einstein Forum, Am Neuen Markt 7, 14467 Potsdam

Eintritt frei

Eine Kooperationsveranstaltung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und des Moses Mendelssohn Zentrums für Europäisch-Jüdische Studien

Zur Veranstaltung...


ZZF Institutskolloquium

 

Vortrag im ZZF-Institutskolloquium im Wintersemester 2016/17

Donnerstag, 26. Januar 2017 | 10.00 Uhr
Ort: ZZF Potsdam | Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d | 14467 Potsdam

Thema:
Vortrag: "Entfalten Sie sich". Persönlichkeitsoptimierung und Weiterbildung in der Geschichte der BRD

Referentin:
Franziska Rehlinghaus (Potsdam)
 

Veranstaltungsreihen

 

Vortragsreihe

Nach dem Ende der Illusion:    
Was bleibt vom Kommunismus im 21. Jahrhundert?


07. Februar 2017 -
12. Dezember 2017
Beginn: jeweils 18.00 Uhr s.t.
Ort: Berlin

Eröffnungsvortrag
07. Februar 2017
Heinrich August Winkler (HU Berlin)
Marx und die Folgen. Gedanken zum Wandel der Revolution 1789-1989
Moderation: Michael Wildt (HU Berlin)


Eintritt frei

Flyerkarte mit allen zehn Terminen der Reihe (pdf)

Veranstalter: ZZF Potsdam, Centre Marc Bloch, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
 



Ringvorlesung im Wintersemester 2016/2017

Die Sehnsucht nach dem Echten
Historische Authentizität in Museen, Stadträumen, Wissenschaft und Erinnerungskultur

Montags 18.00-20.00 Uhr
24. Oktober 2016 -
13. Februar 2017

Ort: Deutsches Historisches Museum, Auditorium | Berlin
Eintrit frei

23. Januar 2017
Bernd Lindemann (Berlin)

Wie original ist das Original? Wie konstruiert ist die Rekonstruktion?
Das Portal des Berliner Schlosses

In Kooperation mit dem Museum des Ortes der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Flyer mit allen Terminen der Ringvorlesung (pdf)

  


Berlin-Brandenburger Colloquium für Umweltgeschichte
im Wintersemester 2016/2017

Debjani Bhattacharyya ( Philadelphia/Leiden ): Benjamin Lacam’s New Harbor: Geography, Law and Empire
Referentin: Debjani Bhattacharyya (Philadelphia/Leiden)

Donnerstag, 19. Januar 2017 
18 (c.t.) - 20 Uhr | Ort: HU Berlin

Alle Termine des BBC für Umweltgeschichte (pdf)
 

 

Ausstellungen

 

Ausstellung


Fotografien von Rudi Meisel  
LANDSLEUTE 1977 - 1987

9. November 2016 - 25. August 2017
Mo - Do 10 - 17 Uhr
Fr 10 - 15 Uhr

Ort: Bibliothek des ZZF Potsdam
Am Neuen Markt 9 d | 14467 Potsdam

Eine Ausstellung des Vereins der Freunde und Förderer des ZZF in Kooperation mit der LAkD und mit Unterstützung des ZZF

 

Leibniz-Forschungsverbünde


Das ZZF Potsdam ist in zwei Leibniz-Forschungsverbünden vertreten:
Der Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität" wird vom ZZF Potsdam koordiniert (Koordinator: Dr. Achim Saupe), Sprecher ist ZZF-Direktor Prof. Dr. Martin Sabrow.


Die Website des Leibniz-Forschungsverbundes "Krisen einer globalisierten Welt" ist abrufbar unter dem Link http://www.leibniz-krisen.de/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Neuerscheinungen

 


Helen Thein / Helmut Peitsch (Hg.)

Lieben, was es nicht gibt
Literatur, Pop und Politik bei Ronald M. Schernikau

Verbrecher Verlag, Berlin 2016, 368 Seiten
ISBN 9783957322005

Ronald M. Schernikau (1960–1991) veröffentlichte sein Debüt »Kleinstadtnovelle« noch vor dem Abitur. Da hatte er schon Erlebnisse für mehr als einen Roman gesammelt: In der DDR geboren, von der Mutter in den Westen geschmuggelt, zu einem Vater, der längst eine neue Familie hatte. Schwul zu sein, war eine weitere Facette dieses Andersseins, das sich als Mittendrin verstand. Nach einem Studium am Literaturinstitut in Leipzig ließ er sich 1989 in die DDR rückeinbürgern. An seinem letzten Buch, der »legende«, schrieb er acht Jahre lang, bis zu seinem Tod. 2017 soll das Buch wieder lieferbar sein, als erster von drei Bänden einer Werkausgabe, die im Verbrecher Verlag erscheinen wird. In Vorbereitung dieser Schernikau-Werkausgabe wurde im Jahr 2015 aus Perspektiven des Verlagswesens, der Literatur und Wissenschaft, des Journalismus und der Popkultur auf die Relevanz und das Wirken dieses Autors geblickt. Dieser Band dokumentiert die Tagung im Literaturforum im Brecht-Haus und erscheint in der Schriftenreihe lfb Texte.

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Henning Türk

Ludwig Andreas Jordan und das Pfälzer Weinbürgertum
Bürgerliche Lebenswelt und liberale Politik im 19. Jahrhundert

Neue Folge Studien zur Zivilgesellschaft - Band 012

Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2016, 424 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-525-36851-0
ebook: ISBN 978-3-647-36851

Die Studie porträtiert Ludwig Andreas Jordan als Protagonisten einer Schicht wohlhabender ländlicher Gutsbesitzer in der Pfalz, welche die Umbrüche des 19. Jahrhunderts unter liberalen Vorzeichen mitgestalteten. Ludwig Andreas Jordan war nicht nur ein pfälzischer Weingutsbesitzer, sondern entwickelte vor allem als Vertreter des »Weinbürgertums« politische und wirtschaftliche Initiativen, seine Umwelt im liberalen Sinne umzugestalten. Jordans Lebenswelt steht exemplarisch für diese Schicht von Großwinzern, deren Machtstellung im Lokalen wurzelte, aber bis auf die nationale Ebene reichte. Auf der Basis von privaten Tagebüchern, Briefen und staatlichen Quellen liefert die Studie neue Impulse zur Bürgertumsforschung und zur Geschichte des Liberalismus.

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Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History

Themenheft 3/2016: Der Wert der Dinge
hrsg. von Simone Derix, Benno Gammerl, Christiane Reinecke und Nina Verheyen

Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
Druck-Ausgabe ISSN 1612-6033
Online-Ausgabe ISSN 1612-6041

Die materielle Dimension sozialer Praktiken wurde in der Zeitgeschichte lange vernachlässigt. Inzwischen hat das fächerübergreifende Interesse an materieller Kultur aber auch die zeithistorische Forschung erreicht. Das Themenheft beschäftigt sich unter anderem mit Konservierungstechniken und dem Wandel des Kunstmarktes im 20. Jahrhundert, mit Baustoffen und den Pariser Vorortverträgen nach dem Ersten Weltkrieg, mit Babyfläschchen und Familienstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland und in Schweden sowie mit der Raumgestaltung von Arbeitsämtern in der Bundesrepublik und in Großbritannien.


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Sina Fabian

Boom in der Krise
Konsum, Tourismus, Autofahren in Westdeutschland und Großbritannien 1970-1990

Wallstein Verlag, Göttingen 2016
ISBN 978-3-8353-1920-2

Konsum, Tourismus, Autofahren - sind die 1970er Jahre mit diesen Schlagworten adäquat beschrieben, oder handelt es sich nicht vielmehr um ein Jahrzehnt der Krisen? Einerseits war der Alltag der westdeutschen und britischen Bevölkerung durch eine kontinuierliche Ausweitung der Konsummöglichkeiten geprägt. Andererseits kommen die Folgen des Ölschocks im Bild der leeren Autobahnen zum Ausdruck. Sina Fabian greift beide Erzählweisen auf und diskutiert die 1970er Jahre im Spannungsverhältnis von Krise und Boom. Sie untersucht den Einfluss von Ölpreis- und Wirtschaftskrisen auf den Tourismus und die PKW-Nutzung als zwei teuren Konsumgütern, die in beiden Ländern gerade während des Untersuchungszeitraums an Bedeutung gewannen. Ebenso fragt sie, inwieweit sich der steigende Konsum tatsächlich als Ausdruck fortschreitender Individualisierung begreifen lässt? Stellen Pauschalreisen und Fließbandprodukte die Individualisierungsthese nicht weit eher in Frage? Anhand unterschiedlicher Quellen, die von statistischen Erhebungen bis hin zu Tagebüchern und Reiseberichten aus der Bevölkerung reichen, relativiert die Autorin herkömmliche Lesarten der inzwischen vielfach historisierten 1970er Jahre.


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Gerhard Sälter / Johanna Dietrich / Fabian Kuhn

Die vergessenen Toten
Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Berlin von der Teilung bis zum Mauerbau (1948-1961)

Ch. Links Verlag, Berlin 2016
ISBN 978-3-86153-933-9

28 Jahre, in denen die Mauer stand, haben die Zeit der Teilung Berlins seit 1948 nahezu in Vergessenheit geraten lassen. Doch auch vor 1961 gab es ein Grenzregime der DDR, das zahlreiche Opfer gefordert hat. Zwischen 1948 und 1961 kamen an den Berliner Grenzen 39 Menschen ums Leben, darunter ein West-Berliner Polizeibeamter, zwei amerikanische Soldaten und zwei DDR-Polizisten. Die meisten der zivilen Todesopfer wurden im Zusammenhang mit Grenzkontrollen von Polizisten der DDR erschossen. Im Buch werden erstmals die Biographien der Toten und die Umstände ihres Todes geschildert, wobei die Ermittlungen in Ost und West einbezogen sowie der öffentliche Umgang mit den Opfern behandelt werden.


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Jens Gieseke / Andrea Bahr

Die Staatssicherheit und die Grünen

Ch. Links Verlag, Berlin 2016
ISBN 978-3-86153-842-4

Als die Grünen 1980 die politische Bühne betraten, waren Aktivistinnen wie Petra Kelly für die DDR zunächst umworbene Partner in der Friedensbewegung. Doch als Verfechter eines blockübergreifenden Politikansatzes wurden die Grünen mit ihren Wahlerfolgen im Westen zunehmend unbequem. Die DDR-Führung versuchte, gegen die grüne Doppelstrategie von offiziellem Dialog mit den SED-Oberen und Basiskontakten zur Unterstützung der DDR-Opposition vorzugehen. Die vorliegende Studie ordnet das Vorgehen der Staatssicherheit in den Kontext der SED-Westpolitik ein und beschreibt die vielfältigen Versuche, die grünen Aktivisten geheimdienstlich unter Kontrolle zu bringen. Jens Gieseke und Andrea Bahr analysieren dazu das Netz von nachrichtendienstlichen Quellen und Abhörtechnik sowie die Informationslieferungen über die Grünen an die SED-Führung. Zugleich untersuchen sie die Anfälligkeit einzelner grüner Politiker für kommunistische Einflüsse.


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Christoph Classen (Hg.)

Transnational Broadcasting in Europe 1945-1990
Jg. 2 (2016), Heft 1

in der Reihe: Spiel. Neue Folge. Eine Zeitschrift zur Medienkultur

Peter Lang Verlag, Bern 2016
ISSN 0722-7833

Funkmedien wie Radio und Fernsehen können nationale Grenzen scheinbar ungehindert überschreiten. Diese technische Eigenschaft hat im 20. Jahrhundert große Faszination ausgeübt, die man auf alten Radioskalen an den Namen exotischer Sender ablesen kann. Dem technischen Versprechen stand jedoch in Europa traditionell eine politische Haltung gegenüber, die Rundfunk als nationale staatliche Angelegenheit begriff und ihn für die Integration nach innen in den Dienst zu nehmen versuchte. Grenzüberschreitende Sender wurden nicht selten technisch oder auf politischer Ebene bekämpft – zumal während des Kalten Krieges. Das Themenheft widmet sich mittels Fallstudien unter anderem zu Radio Luxemburg, den sogenannten "Piratensendern" und dem DDR-Rundfunk dem Spannungsverhältnis zwischen der inhärenten Transnationalität des Rundfunks einerseits und den nationalen bzw. blockbezogenen Ordnungs- und Einhegungsbemühungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


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Martin Sabrow (Hg.)

Die schwierige Einheit

in der Reihe: Helmstedter Colloquien

Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2016, 218 Seiten
ISBN 978-3-946-28101-6

Der vorliegende Band der Helmstedter Colloquien dokumentiert in für den Druck überarbeiteter Form die einzelnen in der Aula der einstigen Universität gehaltenen Vorträge auf den 21. Helmstedter Universitätstagen. Sie befassten sich unter dem Thema „Die schwierige Einheit“ mit dem Zusammenwachsen der geteilten deutschen Nation nach 1989, aber auch mit den Grenzen der Annäherung und den fortwirkenden Bürden der Teilungsgeschichte. Die einzelnen Beiträge analysieren die Hoffnung auf ein zweites Wirtschaftswunder, die den Weg in die Einheit begleitete; sie diskutieren die Veränderungen im Parteiensystem und die sozialstaatlichen Belastungen der staatlichen Vereinigung, sie mustern Konfliktfälle wie den deutsch-deutschen Kunststreit und die Debatte um den Begriff „Unrechtsstaat“, und sie fragen nach den Folgen des Umbruchs von 1989/90 für die Generationsbildung. Den Abschluss bilden die Eröffnungsbeiträge einer Podiumsdiskussion, die unter dem Titel „Vereint – aber nicht vereinigt? Die deutsche Einheit zwischen Mythos und Modell“ die verschiedenen Perspektiven auf die deutsche Einigungsgeschichte seit 1990 gegeneinander hielt.


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Martin Sabrow

Erich Honecker
Das Leben davor
1912-1945

C.H. Beck Verlag, München 2016, 623 Seiten, 23 Abbildungen
ISBN 978-3-406-69809-5

Nichts verkörpert die DDR so sehr wie das maskenhafte Gesicht Erich Honeckers und dessen kommunistische Musterbiographie, die ihm der Parteiapparat maßschneiderte. Martin Sabrow zeigt auf der Grundlage zahlreicher unbekannter Quellen, welche überraschenden Brüche und Nebenwege das Leben des saarländischen Jungkommunisten prägten. Erich Honecker (1912 – 1994) war von frühester Kindheit an fest im kommunistischen Milieu des Saarlands verwurzelt, und doch war er als Teenager auch offen für neue Orientierung. Er fuhr nach Pommern, um Bauer zu werden, kehrte für eine Dachdeckerlehre in die Heimat zurück, studierte an der Parteihochschule in Moskau und ging 1933 in den Widerstand. Erstmals werden diese Stationen detailliert nachgezeichnet, und sie eröffnen überraschende Ausblicke, etwa auf Honeckers enges Verhältnis zu Herbert Wehner oder seine Beteiligung an einem Terroranschlag. 1935 musste der Jungfunktionär untertauchen. Was machte er monatelang in Paris? Wie kam es zu seinem konspirativen Einsatz in Berlin und wie zu seiner Verhaftung? Von Rätseln umrankt war bisher auch, wie es Honecker gelang, wenige Wochen vor Kriegsende zu fliehen und bald darauf unbehelligt ins Gefängnis zurückzukehren. Die bahnbrechende Jugendbiographie des Revolutionärs und Überlebenskünstlers endet im Mai 1945, als Honecker eher zufällig Zugang zu Ulbricht fand und der Kaderabteilung seinen kommunistischen Lebenslauf einreichte, über den fortan die Partei wachte.


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Martin Schmitt

Internet im Kalten Krieg
Eine Vorgeschichte des globalen Kommunikationsnetzes

transcript Verlag, Bielefeld 2016, 250 Seiten
ISBN 978-3-8376-3681-9

Das Internet ist das dominante Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts. Nicht zuletzt die Ereignisse um die Enthüllungen von Edward Snowden haben gezeigt, dass es sich zu einem Netzwerk der Freiheit wie auch der Überwachung entwickelt hat. Wo aber liegen seine Ursprünge? Martin Schmitt bietet eine dringend notwendige Neueinordnung der Geschichte des Internet, indem er dessen Entstehung in den USA von 1967-1975 historisiert. Er verdeutlicht, wie das Internet als kybernetisches System im Kalten Krieg zwischen Gegenkultur, Wissenschaft und Militär konzipiert wurde und dass es von Anfang an sowohl emanzipatorische wie auch überwachende Tendenzen bediente. Erst durch den Blick auf seine Geschichte kann die Wirkungsweise des Internet in der Gegenwart verstanden werden.


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Annette Vowinckel

Agenten der Bilder
Fotografisches Handeln im 20. Jahrhundert

Wallstein Verlag, Göttingen 2016, 480 Seiten
ISBN 978-3-8353-1926-4

Wie verändert der Ansturm der Bilder im 20. Jahrhundert politisches Handeln und Öffentlichkeit? Fotografiegeschichte wird oft als Geschichte der Bilder geschrieben. Wer aber fotografiert unter welchen Bedingungen und für wen? Wer wählt Fotografien zur Publikation aus (und verwirft oder zensiert andere), und wer nutzt sie zu welchem Zweck? Annette Vowinckel beschreibt die an der Bildproduktion beteiligten Berufsgruppen der Fotojournalisten und Bildredakteure als »Agenten der Bilder«.


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