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"Verfilmung, Digitalisierung, Indexierung und Herausgabe
von SMAD-Dokumenten aus den Beständen des
Russischen Staatsarchivs"

 

In Kooperation mit Prof. Dr. David Pike (University of North Carolina/Chapel Hill) und Prof. Dr. Hartmut Weber (Bundesarchiv Koblenz)
Bearbeiter: David Pike / Viktor Knoll
Laufzeit: Januar 2006 - Dezember 2008
Gefördert durch die VW-Stiftung

Durch die Erarbeitung einer innovativen Datenbank von digitalisierten Dokumenten aus dem russischen Staatsarchiv(GARF) will das Projekt, das von der Volkswagen Stiftung gefördert wird, die Erforschung der Sowjetischen Besatzung in Deutschland einen wesentlichen Schritt vorwärtsbringen. Es setzt die bisherige Arbeit des Bundesarchivs zur Verfilmung und zur Digitalisierung der SMAD-Bestände im russischen Staatsarchives fort, baut auf den vorherigen Arbeiten an den SMAD-Befehlen, die von der VW-Stiftung finanziert wurden, auf, und erweitert diese durch die vollständige Einbeziehung aller weiteren Sachakten der SMAD-Sammlung, die im GARF aufbewahrt sind. Die daraus resultierende Datenbank wird durch die vielfältige Indexierung der darin enthaltenen Digitate für alle interessierten Historiker ein einmaliges Forschungswerkzeug zur Verfügung stellen, das ihre Arbeit in der Zukunft wesentlich erleichtern wird, da es Originalquellen in leicht suchbarer Form zugänglich macht. Die Bereitstellung der Datenbank im Bundesarchiv, am ZZF, sowie in den USA wird es der internationalen Forschergemeinschaft erlauben, über die traditionelle archivalische Erschliessung hinaus schnell entsprechende sowjetische Betreffe zu finden.

Auf der Grundlage der im Befehlsprojekt gesammelten Erfahrungen verfolgt das neue Projekt folgende Ziele:

  1. die komplette, systematische Verfilmung der deklassifizierten Dokumente der Sowjetischen Militäradministration Deutschlands (SMAD), die im russischen Staatsarchiv (GA RF) vorhanden sind;
  2. die Weiterführung der Digitalisierung der gesamten Dokumente;
  3. die Fortsetzung der Indexierung dieser Dokumente auf der Ebene a) von kompletter Verzeichnung sowie b) selektiver wissenschaftlicher Aufarbeitung;
  4. die Kombination der existierenden Datenbanken in ein einziges "elektronisches SMAD-Archiv" mit den bereits im Befehlsprojekt entwickelten tiefen Suchmöglichkeiten;
  5. die Verbindung aller verwandten digitalisierten Dokumente in Datenbankeinträgen zur PC Sichtung;
  6. die Herausgabe von auf der Datenbank aufbauenden, thematischen Dokumenteneditionen;
  7. schliesslich auch die Vorbereitung von Auswahlbänden der obigen Editionen in deutscher Sprache für allgemein interessierte Leser.

In seiner Gesamtheit wird das Projekt einen wesentlichen Beitrag zum Verständis zentraler Fragen der äußeren Beeinflussung der deutschen Nachkriegsgeschichte leisten sowie die Kenntnis der inneren Dynamik der Sowjetischen Besatzung Deutschlands entscheidend vertiefen. Die technologische Innovativität des Projekts (wie die Entwicklung eines Web-Zugangs zur Datenbank) ermöglicht einen bisher unbekannten Grad der Benutzung russischer Dokumente durch die digitale Reproduktion der Originale und ihre vielfältige schnelle Suchbarkeit nach Schlüsselinformation. Darüber hinaus wird das Projekt den Abschluss der Verfilmung der sowjetischen Dokumente im GARF garantieren, also das Gegenstück zu der OMGUS Überlieferung endlich auch in Deutschland zugänglich machen.

Alle Rechte an Texten, Bildern und sonstigen Inhalten liegen beim ZZF (2011).