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"Das lange Ende des Kalten Krieges".
Die Détente nach 1961: Kooperation, Konflikt und innersystemische Opposition.

Leitung: Michael Lemke / Bernd Stöver



Cluster A: Zentrum und Peripherie im Kalten Krieg

Der Forschungsbereich hat sich zum Ziel gesetzt, ausgehend vom geteilten Deutschland die Gleichzeitigkeit und Ambivalenz von Entspannung und Konfliktverschärfung in den Zentren und an den Peripherien des Kalten Krieges seit 1961 zu untersuchen. Die Termini "Zentrum" und "Peripherie" verstehen sich als forschungsstrategische Arbeitsbegriffe zur Struktur des Kalten Krieges und knüpfen ausdrücklich nicht an das weitgehend moralisch konnotierte "Zentrum-Peripherie-Modell (ZPM)" an, wie es von Raúl Prebisch 1949 zur Analyse der internationalen Wirtschaftsbeziehungen entwickelt wurde. Im Gesamtprojekt steht die Frage, ob es tatsächlich eine übergreifende "Kultur der Détente" gab, im Mittelpunkt. Dafür werden sich die Einzelprojekte mit der Frage auseinandersetzen, ob es eine spezifische und blockübergreifende "deutsche" innerhalb einer "europäischen Détente" während des Kalten Krieges in Europa gab und welche Folgen sie für die Nachkriegszeit des Kalten Krieges hatte. Das Projekt Wüstenhagen widmet sich dem Umgang der beiden deutschen Staaten und ihrer Bevölkerung mit dem sandinistisch regierten Nicaragua (1979-1990). Ziel der Fallstudie ist es zu zeigen, in welchem Maße es gelang, europäische Deeskalationsstrategien für die "Dritte Welt" nutzbar zu machen.


Bernd Stöver
Die Deutschen zwischen Kaltem Krieg und Détente. Die Debatte um einen deutschen Sonderweg in der Entspannungspolitik und seine Bedeutung für das Ende des Kalten Krieges und seine „Nachkriegszeit“
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Jana Wüstenhagen
Auf zum letzten Gefecht? Konfrontations- und Entspannungsstrategien in der Dritten Welt. Nicaragua im Fokus des Ost-West-Konflikts (1979-1990)



Cluster B: Gesellschaftsgeschichte politischer Gegnerschaft

Im neu aufzubauenden Forschungsfeld einer Gesellschaftsgeschichte von Herrschaft und Opposition soll nun der gesellschaftliche Kontext diktatorischer Gesellschaftsformierung und gegen sie auftretender widerständiger und oppositioneller Bestrebungen herausgearbeitet werden. Ziel ist es, die verschiedenen politischen, kulturellen und sozialen Praxen von Herrschaft und Opposition als Produkt des Wandels der gesellschaftlichen Verhältnisse zu verifizieren, innerhalb derer die Antagonisten agierten. Dies soll auch durch den Zugriff auf die methodischen Bestände der Sozial-, Alltags-, Kultur- und Diskursgeschichte ermöglicht werden. Damit wird staatliches und oppositionelles Handeln aus seiner ausschließlichen gegenseitigen Bedingtheit herausgeführt und die verbreitete Tendenz selbstreflexiver Bezüglichkeit in der DDR-Oppositionsforschung überwunden. Dabei soll über die DDR hinaus in vergleichender und beziehungsgeschichtlicher Hinsicht der Blick geöffnet werden für die Opposition in Ost-Mitteleuropa und systemkritische Strömungen im Westen.


Thomas Klein
"Das System ist der Fehler". Eine Beziehungsgeschichte systemkritischer Strömungen in Ost- und Westdeutschland während der 70er und 80er Jahre
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Cluster C: Berlin-Brandenburg als "Schaufenster "im Kalten Krieg

Michael Lemke
Das doppelte "Schaufenster" in der Region. Berlin und sein Brandenburger Umland in der Systemkonkurrenz 1948-1961
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Veronika Gerber
Schulpolitik und Schulwirklichkeit im geteilten Berlin 1948-1961
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Enrico Heitzer
Die Rolle der "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit" (KgU) im Kontext der Systemkonkurrenz des Kalten Krieges
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Sven Schultze
Die Grüne Woche und die DDR-Landwirtschaftsausstellung Markkleeberg in der innerdeutschen Systemkonkurrenz
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