Vergesellschaftung der Politik – Politisierung der Gesellschaft.
Zum Wandel des Politischen im 20. Jahrhundert
Leitung: Stefan-Ludwig Hoffmann
Der Forschungsbereich fragt nach dem Wandel des Verhältnisses von Politik und Gesellschaft in der späten Moderne und stellt dabei Prozesse und Probleme in den Mittelpunkt, die systemübergreifend wirksam waren und somit geeignet sind, Grundzüge einer Kulturgeschichte von Politik im 20. Jahrhundert zu beschreiben. Mit der Ausgangsthese eines ineinander verschränkten, doppelten Prozesses der Politisierung der Gesellschaft einerseits, einer Vergesellschaftung der Politik andererseits, untersuchen die einzelnen Projekte zwei Themenfelder, die in besonderer Weise für den Wandel des Politischen im 20. Jahrhundert stehen: Die Frage nach gesellschaftlichen Erwartungen an Politik und die Frage nach dem Verhältnis von Recht und Politik. Damit sind Felder bezeichnet, die sich in Ost- wie in Westeuropa, in der Diktatur wie in der Demokratie stellten. Wie reagieren die unterschiedlichen politischen Systeme und ihre Kulturen auf die Herausforderungen komplexer industrieller Gesellschaften, denen sie sich in ähnlicher Weise ausgesetzt sahen? Gibt es – auch angesichts sehr unterschiedlicher Lösungswege – vergleichbare politische Handlungslogiken, Semantiken und Vergesellschaftungsformen? Gehört zu den Signaturen des Politischen im 20. Jahrhundert ein systemübergreifender Prozess, der Gesellschaft und Politik sehr viel näher zusammenrücken lässt, als das im 19. Jahrhundert der Fall war, und sie zeitweilig sogar ineinander auflöst?
Stefan-Ludwig Hoffmann
Politische Semantik der Menschenrechte im 20. Jahrhundert
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Christoph Classen
Politik als Fiktion. Ordnungsvorstellungen und politische Images in Film und Fernsehen im deutsch-amerikanischen Vergleich 1950-2000
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Klaus Große Kracht
Neokonfessionalismus oder „zivile“ Religion? Die „Katholische Aktion“ in Deutschland im internationalen Vergleich (1920-1960)
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Małgorzata Mazurek
Konsum, Strafe und Staatslegitimität. Verteilungsgerechtigkeit in Polen und Großbritannien 1945-1954
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Marcus M. Payk
Staatlichkeit und Territorialität. Innenverwaltung und rechtliche Raumordnung in Deutschland im 20. Jahrhundert
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Assoziierte Doktoranden
Tobias Schulz
Zur Praxis "sozialistischer" Wissenschaft. Das Beispiel der Humboldt-Universität zu Berlin, 1965–1985
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Nikolai Wehrs
Der "Bund Freiheit der Wissenschaft" (BFW) – Die "konservative Tendenzwende" im Spiegel der bildungs- und hochschulpolitischen Debatten der siebziger Jahre
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Assoziierte Projekte des ursprünglichen Bereiches III
Transnationalisierung und medialer Wandel im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts
Árpád v. Klimó
Beat in Ost und West. Beziehungs- und Vergleichsgeschichte der beiden deutschen Staaten, Österreichs und Ungarns
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José Maria Faraldo
Krisenwahrnehmungen in der popkulturellen Sphäre. Mediale Aufarbeitung von politisch-wirtschaftlichen Stimmungen in Comics und B-Movies (1971-1989)
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Danuta Kneipp
Hausbesetzer in Ost und West: Mediale Strategien, Gemeinsamkeiten und Unterschiede (1970 - 1990)
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Christoph Kalter
Die Entdeckung des Tiers Monde. Die Éditions Maspero und die radikale Linke zwischen Dekolonisierung und Kaltem Krieg in Frankreich (1959-1975)
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Friederike Kind-Kovács
"Out of the drawer and into the West": Tamizdat from the Other Europe and its reception in the West during Cultural Cold War (1956-1989)
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