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Die SED zwischen Mauerbau und Mauerfall.
Gesellschaftsgeschichte einer kommunistischen Staatspartei

Kooperationsprojekt mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Projektleiter: Jens Gieseke
Bearbeiter/innen: Rüdiger Bergien, Andrea Bahr, Sandra Meenzen (Jena), Sabine Pannen

Gefördert durch die Bundesstiftung für die Aufarbeitung der SED-Diktatur


Gegenstand des Vorhabens ist eine Gesellschaftsgeschichte der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die die soziale Praxis ihrer Herrschaftsausübung und deren historischen Wandel im staatsozialistischen System der DDR in das Zentrum der Analyse stellt. Die Analyse gliedert sich in vier Teilprojekte:

In Teilprojekt 1 „Der Apparat des Zentralkomitees - das Regierungszentrum der DDR. Politik- und Gesellschaftssteuerung als Problem des Staatssozialismus (1963-1989)“ wird die Arbeitsweise und Position des Apparates des Zentralkomitees als Exekutivorgan der Parteiführung und faktischer Regierungszentrale untersucht.

Teilprojekt 2 „Die SED im Territorium. Parteipräsenz und regionale Herrschaftspraxis“ (Doktorandenprojekt) beschäftigt sich mit der mittleren Ebene des Partei- und Regierungsapparates, den Bezirks- und Kreisleitungen der SED, und ihrer Rolle als Herrschaftsinstanzen vor Ort. Diese hatten den Anspruch, eine umfassende Steuerung und Kontrolle des ökonomischen und gesellschaftlichen Lebens im Territorium in die Praxis umzusetzen. Dabei mussten sie zwangsläufig inmitten einer Fülle von Zwängen und gegensätzlichen Anforderungen und Interessen agieren.

Teilprojekt 3 „Arbeitermythos und Staatspartei. Zusammensetzung und Rekrutierung von Mitgliederschaft und Funktionärskörper (1961–1989)“ (Doktorandenprojekt) widmet sich der Mitglieder- und Funktionärsstruktur der SED. Im Vordergrund stehen Fragestellungen der Mitgliedersoziologie, also die Zusammensetzung nach Kriterien von sozialer und politischer Herkunft, Geschlechterverteilung und Generationenbildung.

Teilprojekt 4 „‘Wo ein Genosse ist, da ist die Partei!’? – Stabilität und Erosion an der SED-Basis 1979–1989“ (Doktorandenprojekt) umfasst ferner eine Untersuchung zum Wandel des Parteilebens in der SED als Ursache und Ausdruck der Finalitätskrise der DDR. Dieses Projekt zielt auf die Selbstwahrnehmungen sowie die Praxis des Parteilebens mit seinen integrierenden und disziplinierenden Facetten in dieser letzten Phase des Staatssozialismus.

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