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Die Pankower Machthaber.
Die Geschichte des Städtchens am Majakowskiring und des Schlosses Schönhausen nach 1945

Kooperationsprojekt mit dem Museumsverband Pankow
Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


Im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam und dem Museumsverbund Pankow entsteht in den Torhäusern des Schlosses Schönhausen eine Ausstellung zur Geschichte des ehemaligen Wohnviertels der SED-Machtelite am Majakowskiring und zur Geschichte des Schlosses Schönhausen nach 1945.

Die Ausstellung liefert einen Überblick über die Geschichte zweier zentraler politischer Orte der Frühgeschichte der DDR und der Formierung der SED-Herrschaft. Die Geschichte des zum Sperrbezirk deklarierten Wohnviertels bietet spezifische Einblicke in die sozialen, politischen und kulturellen Prägungen jener Generation kommunistischer Spitzenfunktionäre, die die entscheidenden Machtpositionen in der SBZ/DDR innehatten, und dokumentiert die enge Verschränkung von Politik und privaten Lebensstilen. Mit der Geschichte des Schlosses Schönhausen als Amtssitz von Wilhelm Pieck und späterem Gästehaus der DDR-Regierung widmet sich die Ausstellung zugleich kritisch der Frage nach den Mechanismen der politischen Selbstdarstellung der DDR gegenüber der eigenen Bevölkerung und dem Ausland sowie deren Ritualisierung.

Die in den Torhäusern auf Bild- und Texttafeln gezeigten Inhalte werden durch eine Multimediastation und eine ausstellungsbegleitende Website (http://www.pankower-machthaber.de) vertieft und erweitert. Die Ausstellung ist als Anlauf-, Orientierungs- und Informationspunkt für die zahlreichen Besucher des Viertels gedacht. Sie richtet sich an ein historisch und politisch interessiertes Publikum und soll mit ihrem Informationsangebot dazu beitragen, die verschiedenen Mythenbildungen um dieses Areal zu überwinden. Mit ihrem mehrdimensionalen Konzept liefert sie zugleich Angebote für die Einbeziehung der Geschichte des Areals in die politische Bildungsarbeit.

Alle Rechte an Texten, Bildern und sonstigen Inhalten liegen beim ZZF (2011).