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Schriftenreihe
»Geschichte der Gegenwart«

erscheint im Wallstein Verlag, Göttingen

 


 


Cover

Annette Vowinckel

Flugzeugentführungen.
Eine Kulturgeschichte


Wallstein Verlag, Göttingen 2011, 192 Seiten
ISBN 978-3-8353-0873-2

1931 wurde zum ersten Mal ein Flugzeug entführt: Peruanische Rebellen warfen damit Flugschriften über dem Urwald ab und gaben die Maschine dann der Fluggesellschaft PanAm zurück. Am 11. September 2001 flogen Al Qaida-Anhänger zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Center und inszenierten damit die erste große Terrorkatastrophe des 21. Jahrhunderts. Dazwischen liegen mehrere Serien von sehr unterschiedlichen Flugzeugentführungen. Sie stehen im Kontext der Kubanischen Revolution, des Nahostkonflikts, des »Deutschen Herbsts« (Mogadischu) und des Kalten Kriegs. Ausgeführt wurden sie von Terroristen und Rebellen, von Republikflüchtigen, Lösegelderpressern und Psychopathen. Sie sind die Kehrseite der zivilen Luftfahrt und der Preis, den moderne Menschen für den Traum von Freiheit in Form grenzenloser Mobilität zu zahlen bereit sind. Dieses Buch handelt von der Luftpiraterie, aber es handelt auch von den zahlreichen Versuchen, das Eigentümliche der Flugzeugentführung in Romanen, Filmen, Kunstwerken und psychoanalytischen Theorien zu reflektieren. Mehr als das Tagesgeschehen informieren sie uns über die typisch moderne Ambivalenz, die die Verbindung von (technischem) Fortschritt mit der Produktion neuer Risiken prägt.

Rezension in Die Welt vom 9. April 2011

Rezension in der Frankfurter Rundschau vom 3. Juni 2011
 

 


 

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Stefan-Ludwig Hoffmann (Hrsg.)

Moralpolitik.
Geschichte der Menschenrechte im 20. Jahrhundert


Wallstein Verlag, Göttingen 2010, 437 Seiten
ISBN 978-3-8353-0639-4

Die Menschenrechte gehören heute zu den wichtigsten Glaubensartikeln liberaler Demokratien. Wer sie anzweifelt, überschreitet im Zeitalter von Weltinnenpolitik die Grenzen einer universellen Moral. Das „Recht auf Rechte“ (Hannah Arendt) erscheint wie eine Selbstverständlichkeit. Die in diesem Band versammelten Autoren verfolgen erstmals historisch, wie die Menschenrechte in den globalen Krisen und Konflikten des vergangenen Jahrhunderts diese Selbstverständlichkeit gewonnen haben. Sie erinnern daran, dass es nicht nur eine – westliche – Sprache der Menschenrechte gab, sondern auch eine sozialistische und eine antikoloniale. Erst das Ringen um die Geltung der Menschenrechte haben sie zu einem Leitbegriff internationaler Politik gemacht – und in unserer Gegenwart zur Legitimationsformel für humanitäre und militärische Interventionen.

Rezension auf Deutschlandradio Kultur vom 27. Mai 2010

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