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Schriftenreihe
»Geschichte der Gegenwart«

erscheint im Wallstein Verlag, Göttingen

 




Uwe Sonnenberg

Von Marx zum Maulwurf
Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren

Wallstein, 2016, 568 Seiten
ISBN 978-3-8353-1816-8


Aus den Aufbrüchen der 1968er Jahre heraus entstanden bundesweit unzählige linke Verlage und Buchläden. Mit Klassikern des Marxismus und Schlüsseltexten der Studentenbewegung prägten sie in den 1970er Jahren wesentlich die politische Kultur der alten Bundesrepublik. Uwe Sonnenberg untersucht Entstehung, Charakter und Wandel dieses Buchhandels. Dabei nimmt der Autor mit dem Verband des linken Buchhandels (VLB) einen wenig bekannten, bislang einzigartigen Zusammenschluss in den Fokus. Gegründet 1970 vereinigte er parteiunabhängige, kollektiv betriebene Verlage, Druckereien, Vertriebe und Auslieferungen. Er besetzte Begriff und Praxis dieses Bewegungsbuchhandels und bildete ein eigenes politisch-literarisches Feld und einen eigenständigen ökonomischen Sektor. Bundesweit waren zwischen 150 und 200 Projekte im VLB engagiert. Sonnenberg zeigt, wie die von den linken Buchhandelsunternehmen produzierte und vertriebene Literatur Weltbilder und Denkweisen ihrer Produzenten und Rezipienten prägte. Damit gelingt es dem Autor, Buchhandels- und Zeitgeschichtsforschung auf innovative Weise miteinander in Verbindung zu bringen.


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Rezension von Detlef Siegfried auf H-SOZ-U-KULT, vom  21. Juni 2016


Rezension von Bernd Hüttner auf der Seite der Rosa Luxemburg Stiftung
, vom 8. Mai 2016

 

Besprechung von Matthias Kuhn, Heinrich Heine Buchhandlung eG

 

 

Janosch Steuwer und Rüdiger Graf (Hrsg.)

Selbstreflexionen und Weltdeutungen
Tagebücher in der Geschichte und der Geschichtsschreibung

Wallstein, 2015, 365 Seiten
ISBN 978-3-8353-1715-4


Im 20. Jahrhundert wandelten sich sowohl die Formen des Tagebuchs als auch die Praktiken des Tagebuchschreibens fundamental. Die allgemeine Alphabetisierung, wirtschaftliche Veränderungen, neue Vorstellungen vom Tagebuch in Wissenschaft und Öffentlichkeit und nicht zuletzt der erste Weltkrieg trugen dazu bei, dass im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert immer mehr Menschen begannen, ein Tagebuch zu führen. Durch diese soziale Verbreitung des Tagebuchs trat eine Vielzahl neuer Tagebuchformen neben das bürgerliche Tagebuch des 19. Jahrhunderts. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts setzten sich die Zunahme und Pluralisierung des Tagebuchschreibens fort und reflektierten dabei allgemeinere gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Die Beiträge des Sammelbands folgen den Veränderungen des Tagebuchs durch das gesamte 20. Jahrhundert: Von der Entstehung neuer Tagebuchformen und Schreibpraktiken um die Jahrhundertwende über seine politische Funktionalisierung in Nationalsozialismus und DDR bis hin zu seiner Pädagogisierung wie auch Historisierung mit der Entstehung von Tagebucharchiven im ausgehenden 20. Jahrhundert. Auf diese Weise vermessen sie zugleich die Bedeutung und Interpretationsspielräume des Tagebuchs als zeithistorische Quelle.


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Cover: Nikolai Wehrs "Protest der Professoren"


Nikolai Wehrs
Protest der Professoren
Der »Bund Freiheit der Wissenschaft« in den 1970er Jahren

Wallstein 2014, 539 Seiten
ISBN: 978-3-8353-1400-9
 

Nicht nur die Studenten revoltierten - Professoren im Kampf gegen die »68er«. Studenten stürmen Hörsäle, ein Wissenschaftler soll aus dem Fenster geworfen werden - 1968 und die Folgejahre waren für die Universitäten in der Bundesrepublik eine bewegte Zeit. Doch nicht nur die Studenten revoltierten. Es gab auch eine Gegenbewegung der Professoren. Der 1970 gegründete »Bund Freiheit der Wissenschaft« (BFW) war das Sammelbecken jener Hochschullehrer, die durch die Studentenbewegung die Lehr- und Forschungsfreiheit in Gefahr sahen. Ihr Ziel: eine gleichberechtigte Teilhabe der Studenten an der Regierung der Universität zu verhindern. Mitglieder waren u. a. Thomas Nipperdey, Wilhelm Hennis, Ernst Fraenkel und Richard Löwenthal. Seinen Gegnern galt der BFW als Kampfbund zur Verteidigung der Ordinarienherrschaft. Er selbst sah sich als Bündnis aller Staatsbürger, »die nicht tatenlos zusehen wollen, wenn mit der fragilsten seiner Institutionen auch der Staat ins Schwanken gerät«.
Nikolai Wehrs schildert die Geschichte dieser Koalition konservativer, liberaler und sozialdemokratischer Gelehrter im Kampf gegen die »Demokratisierung« der Universität. Er kontrastiert so das gängige Bild der »68er« - und bietet eine neue Erklärung für das Ende des Reformoptimismus in den 1970er Jahren.


Das Buch kann bei Wallstein bestellt werden.


Rezension in der FAZ "Professoren in Not. Bund Freiheit der Wissenschaft: Reaktion auf den radikalisierten Studentenprotest", vom 30.12.2014 (Online-Version vom 12.01.2015

Rezension "Professorale Selbstbehauptung in turbulenter Zeit" in:
Neue Zürcher Zeitung, Rubrik "Das historische Buch", vom 3.09.2014

Rezension in: sehepunkte 15 (2015), Nr 1

Buchvorstellung in der Frankfurter Allegemeinen Sonntagszeitung "Freie Wissenschaftler sind verblüffungsfest", vom 26. Juli 2015, S. 62
(Online-Version vom 31.07.2015)



 

Cover: Eva Maria Gajek "Imagepolitik im olympischen Wettstreit"


Eva Maria Gajek
Imagepolitik im olympischen Wettstreit
Die Spiele von Rom 1960 und München 1972


Wallstein 2013
ISBN: 978-3-8353-1196-1

Die Olympischen Spiele als Instrument der Imagepolitik nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bereits zehn Jahre nach Kriegsende sprach das IOC Rom die Austragung der XVII. Olympischen Spiele im Jahr 1960 zu. 1966 folgte die Vergabe der Spiele 1972 an München. Die internationale Medienaufmerksamkeit des Ereignisses bot den beiden Ländern eine einzigartige Bühne, um sich der Weltöffentlichkeit nach Faschismus, Diktatur und Völkermord als junge demokratische Republiken zu präsentieren.
Eva Gajek untersucht die Imagepolitik und deren Rezeption in Medien und Öffentlichkeit. Im Zentrum steht die Frage, wie die beiden Länder die Olympischen Spiele als Instrument der Selbstdarstellung nutzten.
Die Untersuchung stützt sich einerseits auf Medienquellen wie die internationale Presse, ausgewählte Fernseh- und Radioberichte und Fotografien, andererseits werden die Archivunterlagen der vorbereitenden Komitees und der politischen Akteure ausgewertet. Die breite Quellenauswahl zeigt, dass verschiedenste Akteure, von Regierung, über Medien bis hin zum IOC auf die Inszenierung einwirkten.


Das Buch kann bei Wallstein bestellt werden.
 
Rezension in: Neue Politische Literatur, Jg.58 (2013)
(leider nicht online)


 

Cover: Bösch/Hoeres (Hg.) "Außenpolitik im Medienzeitalter. Vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart


Frank Bösch/Peter Hoeres (Hg.)
Außenpolitik im Medienzeitalter.
Vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart


Wallstein 2013
ISBN: 978-3-8353-1352-1

Außenpolitische Entscheidungen entstehen nicht nur in geheimen Verhandlungen. Das Buch analysiert, inwieweit die Diplomatie zunehmend öffentlich verhandelt und durch die öffentliche Meinung beeinflusst wurde. Es untersucht die Rolle des Medienwandels, aber auch die Bedeutung, die Außenpolitiker den Medien beimaßen. Bisherige Befunde zur Internationalen Geschichte werden unter dieser Perspektive neu diskutiert. Dabei reicht der Bogen vom Krimkrieg u¨ber die beiden deutschen Diktaturen und Demokratien bis zu den Out-of-area-Einsätzen der Gegenwart.

Mit Beiträgen von Rolf Ahmann, Frank Bösch, Ju¨rgen Dinkel, Tim Geiger, Manfred Görtemaker, Peter Hoeres, Friedrich Kießling, Marcus König, Ariane Leendertz, Sönke Neitzel, Karl Heinrich Pohl, Andreas Rose, Bernd Sösemann, Henrike Viehrig, Hermann Wentker


Das Buch kann bei Wallstein bestellt werden.


Rezension in: sehepunkte 14 (2014), Nr. 6


 


 


 

Cover: Ramsbrock/Vowinckel/Zierenberg "Fotografien im 20. Jahrhundert"


Annelie Ramsbrock/Annette Vowinckel/Malte Zierenberg (Hg.)
Fotografien im 20. Jahrhundert. Verbreitung und Vermittlung


Wallstein 2013
ISBN: 978-3-8353-1195-4

Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Fotografie im doppelten Sinn. Es brachte neue Bildproduzenten und Infrastrukturen des technischen Bildes hevor, neue Bildformate und neue Ordnungen massenmedialer Sichtbarkeit. Die Beiträge in diesem Band zeigen, dass visuelle Semantiken im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Bildes nicht losgelöst von Herstellungsbedingungen, Auswahlverfahren und Präsentationsformen verstanden werden können. Nur aus dem Zusammenspiel dieser Kontexte wird jene viel beschworene "Macht der Bidler" greifbar, die zeitgenössische Wahrnehmungen bestimmte und unsere Vorstellung vom 20. Jahrhundert bis heute wesentlich prägt.


Das Buch kann bei Wallstein bestellt werden.

Rezension in: Informationsmittel (IFB) : digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft  

Rezension von Walter Delabar auf: literaturkritik.de
vom 17. März 2015

Rezension von Elke Grittmann auf H-Soz-Kult vom 31.05.2016.



 


 

Cover "Europabilder im 20. Jahrhundert"


Frank Bösch, Ariane Brill, Florian Greiner (Hg.)
Europabilder im 20. Jahrhundert. Entstehung an der Peripherie

Wallstein 2012
ISBN: 978-3-8353-1173-2

"Europa" zählt zu den Schlüsselbegriffen des
20. Jahrhunderts. Was jeweils darunter verstanden wurde, wandelte sich jedoch fortlaufend. Auf welche Weise Vorstellungen über Europa in unterschiedlichen Ländern aufkamen, wird in diesem Band untersucht.
Dabei wird deutlich, dass das europäische Bewusstsein im hohen Maße durch die Auseinandersetzung mit den Rändern des Kontinents geprägt wurde. Entsprechend stehen die Wahrnehmung der Länder im Norden, Osten und Süden des Kontinents, aber auch die Begegnung mit den USA und den Kolonien im Vordergrund. Im Unterschied zu klassischen Darstellungen, die vor allem die Einigung Westeuropas nach 1945 oder ideengeschichtliche Entwürfe im Fokus haben, entsteht auf diese Weise ein deutlich anderes Bild. So lassen sich bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vielfältige Europa-Entwürfe jenseits der Politik und von Gelehrtenkonzepten nachweisen. Durch seine kulturhistorische Perspektive zeigt der Band zudem, wie durch öffentliche Diskurse und gesellschaftliche Praktiken vielfältige und weit verbreitete Vorstellungen von dem "Europäischen" aufgebracht und angeeignet wurden - sei es durch Medien, Begegnungen, Vereinstätigkeiten oder Reisen.


Das Buch kann bei Wallstein bestellt werden.

Rezension bei H-Soz-u-Kult  vom 24.01.2013

Rezension von Jörg Requate bei Perspectiva.net (Bublikationsplatform der Max Weber Stiftung)


 

Sabrow: Geburt des Zeitzeugen nach 1945


Martin Sabrow, Norbert Frei (Hg.)
Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945

Wallstein 2012
ISBN: 978-3-8353-1036-0

Eine kritische Reflexion über den Zeitzeugen als Phänomen der öffentlichen Geschichtskultur.

Aus dem Inhalt:
Martin Sabrow: Der Zeitzeuge als Wanderer zwischen zwei Welten
Harald Welzer: Vorschläge zur Modernisierung der Erinnerungskultur
Rainer Gries: Zeitzeugen in den Medien
Achim Saupe: Zur Kritik des Zeugen in der Konstitutionsphase der modernen Geschichtswissenschaft
José Brunner: Die medialisierte Zeugenschaft
Laura Jockusch: Zur Entwicklung jüdischer Zeugenschaft vor und nach dem Holocaust
Sybille Steinbacher: Zeitzeugenschaft und die Etablierung der Zeitgeschichte in der Bundesrepublik Deutschland
Jolande Withuis: Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs in den Niederlanden
Hanna Yablonka: Die Bedeutung der Zeugenaussagen im Prozess gegen Adolf Eichmann
Silke Satjukow: Erinnerung an den Nationalsozialismus in der DDR
Judith Keilbach: Entwurf einer Mediengeschichte der Zeitzeugen
Christoph Classen: Überlegungen zum Verhältnis von Medialisierung und Erinnerungskultur
Wulf Kansteiner: Aufstieg und Abschied der NS-Zeitzeugen in den Geschichtsdokumentationen des ZDF
Hanno Loewy:

Zweideutige Zeugen: Die Wiederkehr der Opfer als Überlebende
Filippo Focardi: Zeitzeugen und die Resistenza in Italien
Irina Scherbakowa: Der Zeitzeuge aus russischer Sicht

Das Buch kann bei Wallstein bestellt werden.

Rezension vom SWR2 (Audio)

Rezension im Archiv für Sozialgeschichte 53, 2013
(pdf)

Rezension in Auskunft 32 (2), 2012


 

Hachtmann: Wirtschaftsimperium


Rüdiger Hachtmann
Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933 - 1945

Wallstein 2012
ISBN: 978-3-8353-1037-7

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF), mitgliederstärkste Organisation des Dritten Reiches, besaß einen riesigen Unternehmenskomplex, der mit bis zu 200.000 Arbeitnehmern und einem Umsatz von ca. 2 Mrd. Reichsmark im Jahr zu den größten deutschen Konzernen gehörte. Dieses Unternehmenskonglomerat war vor allem im Bank- und Versicherungsgewerbe, im Bau- und Wohnungswesen, im Verlagswesen und Buchhandel, im Automobil- und Schiffsbau sowie im Einzelhandel tätig. Dazu gehörten Unternehmen wie die "Neue Heimat", das spätere VW-Werk oder der Langen-Müller Verlag. Rüdiger Hachtmann stellt die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert ihre Vorgeschichte sowie Entwicklungen nach dem Krieg. Darüber hinaus untersucht der Autor Grundfragen der Geschichte des Dritten Reiches: Warum beschränkten sich NS-Organisationen wie die DAF nicht auf die politische Sphäre, sondern wurden darüber hinaus als Unternehmer tätig? Welche Folgen hatte dies für die gesamtwirtschaftlichen Konstellationen? Wie reagierten die privatwirtschaftliche Konkurrenz und die politischen Rivalen? Was hielt das Unternehmenskonglomerat der Arbeitsfront überhaupt zusammen? Welche politischen Aufgaben wies die DAF ihrem Konzern zu?

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Rezension "Sozialdarwinistisch aufgeladenes Konkurrenzprinzip" in den Potsdamer Neuesten Nachrichten, 28. März 2012

Rezension "Hitlers Dienstleister" im Tagesspiegel,
4. Juni 2012

Rezension "Umbau der NS-Gesellschaft" bei Deutschlandradio Kultur, 15. Juli 2012

Rezension "Räuber Robert und seine blutigen Laien" in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 23. Juli 2012 (nicht online)

Rezension "Die 'Volks-Fürsorge' der Deutschen Arbeitsfront" von Kim Christian Priemel in: 
Neue Politische Literatur, Jg. 57 (2012)


 


Cover

Annette Vowinckel

Flugzeugentführungen.
Eine Kulturgeschichte


Wallstein Verlag, Göttingen 2011, 192 Seiten
ISBN 978-3-8353-0873-2

1931 wurde zum ersten Mal ein Flugzeug entführt: Peruanische Rebellen warfen damit Flugschriften über dem Urwald ab und gaben die Maschine dann der Fluggesellschaft PanAm zurück. Am 11. September 2001 flogen Al Qaida-Anhänger zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Center und inszenierten damit die erste große Terrorkatastrophe des 21. Jahrhunderts. Dazwischen liegen mehrere Serien von sehr unterschiedlichen Flugzeugentführungen. Sie stehen im Kontext der Kubanischen Revolution, des Nahostkonflikts, des »Deutschen Herbsts« (Mogadischu) und des Kalten Kriegs. Ausgeführt wurden sie von Terroristen und Rebellen, von Republikflüchtigen, Lösegelderpressern und Psychopathen. Sie sind die Kehrseite der zivilen Luftfahrt und der Preis, den moderne Menschen für den Traum von Freiheit in Form grenzenloser Mobilität zu zahlen bereit sind. Dieses Buch handelt von der Luftpiraterie, aber es handelt auch von den zahlreichen Versuchen, das Eigentümliche der Flugzeugentführung in Romanen, Filmen, Kunstwerken und psychoanalytischen Theorien zu reflektieren. Mehr als das Tagesgeschehen informieren sie uns über die typisch moderne Ambivalenz, die die Verbindung von (technischem) Fortschritt mit der Produktion neuer Risiken prägt.

Rezension in Die Welt vom 9. April 2011

Rezension in der Frankfurter Rundschau vom 3. Juni 2011

Rezension, Archiv für Sozialgeschichte vom 8.10.2013


 

 


 

Cover

Stefan-Ludwig Hoffmann (Hrsg.)

Moralpolitik.
Geschichte der Menschenrechte im 20. Jahrhundert


Wallstein Verlag, Göttingen 2010, 437 Seiten
ISBN 978-3-8353-0639-4

Die Menschenrechte gehören heute zu den wichtigsten Glaubensartikeln liberaler Demokratien. Wer sie anzweifelt, überschreitet im Zeitalter von Weltinnenpolitik die Grenzen einer universellen Moral. Das „Recht auf Rechte“ (Hannah Arendt) erscheint wie eine Selbstverständlichkeit. Die in diesem Band versammelten Autoren verfolgen erstmals historisch, wie die Menschenrechte in den globalen Krisen und Konflikten des vergangenen Jahrhunderts diese Selbstverständlichkeit gewonnen haben. Sie erinnern daran, dass es nicht nur eine – westliche – Sprache der Menschenrechte gab, sondern auch eine sozialistische und eine antikoloniale. Erst das Ringen um die Geltung der Menschenrechte haben sie zu einem Leitbegriff internationaler Politik gemacht – und in unserer Gegenwart zur Legitimationsformel für humanitäre und militärische Interventionen.

Rezension auf Deutschlandradio Kultur vom 27. Mai 2010

Rezension in Historische Zeitschrift, Band 296 / 2013

 


 

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