Wandlungen der Industriemoderne.
Das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts in epochenübergreifender Perspektive
Ziel der Tagung soll es sein, die Spezifik der Umbrüche der 1970er und 1980er Jahre vor dem Hintergrund der - je nach Ansicht - drei oder vier industriell-technischen Umwälzungen der letzten zwei Jahrhunderte herauszuarbeiten. Dazu soll ein epochenübergreifender Vergleich der Prozesse, Gestaltungsmöglichkeiten und Reaktionen auf diese Umwälzungen an Hand verschiedener Problemdimensionen gewagt werden. Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, wenngleich europäische und transatlantische Vergleichsperspektiven miteingeschlossen sind.
Der Prager Frühling 1968
Zivilgesellschaft – Medien – Politische und kulturelle Transferprozesse
Internationale wissenschaftliche Konferenz im Rahmen des Projekts
Tschechische Wegkreuzungen der europäischen Geschichte 1918 – 1938 – 1948 – 1968
15.-17. Juni 2008 in Prag, Senatssaal des Parlaments der Tschechischen Republik
Die Konferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam, des Instituts für Zeitgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung in Dresden und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Sie ist Teil des Projekts 68/89 – Kunst. Zeit. Geschichte im Rahmen von „Zipp – deutsch-tschechische Kulturprojekte“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes.
Die Konferenz findet unter der Schirmherrschaft des stellvertretenden Vorsitzenden des Senats der Tschechischen Republik, Petr Pithart, und des Präsidenten der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Václav Paces, statt.
Konferenzsprachen: Deutsch, Tschechisch, Englisch mit Simultanübersetzung
Ansprechpartner: und
Anmeldung unter:
E-Mail:
Tel.: 0331/2899157
Fax: 0331/2899140
Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
Tagungsprogramm (PDF)

Human Rights in the Twentieth Century: Concepts and Conflicts,
Workshop in Berlin,
Social Science Research Center (WZB),
June 19-21, 2008,
sponsored by the Fritz-Thyssen-Stiftung, the Zentrum für Zeithistorische Forschung and the WZB
This international workshop brings together scholars and researchers working on the history of human rights in the twentieth century. Our intention is to showcase ongoing research on human rights that traverses national histories and moral narratives. While all disciplines are invited to participate in the discussion, a special emphasis is placed on analyzing human rights as history.
The workshop is less concerned with the normative intentions than the actual workings of human rights regimes and rhetorics since the 1940s. The goal is to place the emergence of transnational moral and legal concepts within the context of the contingent and violently conflictual history of the past century. In particular, we would like to ask when, how and why human rights became the global currency of political claim-making and counter claim-making.
Organizers: (ZZF), in conjunction with Dieter Gosewinkel (WZB)
Draft Program
conference report (PDF)
„Unbewältigte Vergangenheit“?
Faschismus und Krieg in Literatur und Film um 1960.
Workshop des Instituts für Germanistik der Universität Potsdam zum Gedenken an Simone Barck in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
23. bis 25. November 2007
Ort: im Alten Rathaus – Potsdam Forum, Am Alten Markt 9, und im Filmmuseum Potsdam, Marstall am Lustgarten, Breite Straße
Der Workshop soll die vergleichende Untersuchung von veröffentlichter Erinnerung an Faschismus und Krieg in beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften fortsetzen, die für das Jahr 1950 durch eine Potsdamer Tagung im November 2006 begonnen worden ist. Simone Barck, die am 17. Juli verstorben ist, hatte die Tagung organisiert und war bis zu ihrem plötzlichen Tod an der Vorbereitung des diesjährigen Workshops zu 1960 beteiligt. Schon in ihrem großen Buch „Antifa-Geschichte(n). Eine literarische Spurensuche in der DDR der 1950er und 1960er Jahre“ (2003) hatte sie programmatisch darauf hingewiesen, dass der „Antifa-Diskurs in der DDR auf osmotische und zugleich diffuse Weise mit demjenigen in der BRD verbunden war und blieb“.
Indem die um 1960 in beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften veröffentlichten Erinnerungstexte in einen europäischen Kontext gestellt werden, wird nach Ähnlichkeiten und Unterschieden gefragt. Rekonstruiert werden soll der Stand der öffentlichen, auf dem literarischen Markt zugänglichen Erinnerung an Faschismus und Krieg, ausgehend von den Fragen: Welche Erinnerungstexte dominierten in den Öffentlichkeiten, in welchem Verhältnis standen sie zur offiziellen Erinnerung der jeweiligen Staaten, zu öffentlich konkurrierenden Gruppenerinnerungen und zur privat-alltäglichen Erinnerung von Leserinnen und Lesern? Zwischen welchen Öffentlichkeiten gab es einen Austausch? Unter Einbeziehung Frankreichs, Norwegens und Polens wird gefragt, wie veröffentlichte Erinnerungen an Faschismus und Krieg zur Legitimierung von politischen Systemen beitrugen, wie sie sich mit konkurrierenden Erinnerungen auseinandersetzten und bestimmte Bevölkerungsgruppen adressierten. Es geht nicht nur um die quantitative Verteilung von Erinnerungen an Verfolgung und Widerstand, Krieg, Flucht und Gefangenschaft, sondern auch um deren Hierarchisierung, um Dominanzen und Marginalisierungen.
Der Titel des Workshops verweist darauf, dass um 1960 das Schlagwort ‚Vergangenheitsbewältigung’ eine veränderte Bedeutung erhalten konnte: Bewältigung wurde, z.B. für Heinrich Böll, zu einem „Schnitt, der uns von politischen Traditionen zu trennen hätte, die in dieser unbewältigten Vergangenheit wurzeln“.
Tagungsprogramm (PDF)
Das geteilte Deutschland im Europa des 20. Jahrhunderts
Stiftung Leucorea in Wittenberg
8.-10. November 2007
Eine Tagung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Bundeszentrale für politische Bildung in Verbindung mit der Zeitschrift Deutschland Archiv
Anmeldung bis spätestens 15. Mai 2007 bei:
Prof. Dr. Martin Sabrow, , ++49 (0)331 28991-57
Call for Papers (PDF)
Tagungsprogramm (PDF)
Europäische Wirtschaftseliten zwischen neuem Geist des Kapitalismus und Erosion des Staatssozialismus
European Business Elites Between a New Spirit of Capitalism and the Erosion of State Socialism
Potsdam, 1./2. November 2007
Tagung des Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte der Universität Salzburg
Conference of the Centre for the Study of Contemporary History, Potsdam in Cooperation with the Chair for European Contemporary History, University of Salzburg
Gefördert von / funded by Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Tagungsprogramm (PDF)
Im Zeichen des Sputnik
Internationale Konferenz zum 50. Jahrestag des ersten künstlichen Erdtrabanten
Berlin, 28.- 30. September 2007
Eine gemeinsame Konferenz des Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Osteuropa-Institut und Peter Szondi-Institut der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit dem Zeiss Großplanteratium Berlin und Deutsch-Russischen Museum Karlshorst
Als am 4. Oktober 1957 der erste künstliche Trabant der Erde in seine Umlaufbahn gestartet war, löste er im Westen den "Sputnik-Schock" aus, während er für die Sowjetunion eine neue "kosmische Ära" der Menschheit einleitete. Doch der Sputnikflug markierte darüber hinaus tiefgreifende längerfristige Veränderungen, die auf der interdisziplinären Konferenz kultur- und wissenschaftsgeschichtlich untersucht werden. Das Themenspektrum reicht vom "Kosmos" als populärwissenschaftlichen Projektionsraum über die ästhetischen Aneignungen und medialen Auswirkungen der Raumfahrt sowie die politischen Instrumentalisierungen im Kalten Krieg bis zum Sputnik als Gedächtnisort in der postmodernen Geschichtskultur.

Weitere Informationen unter: http://www.zzf-pdm.de/Portals/_Rainbow/images/sputnik/index.htm
„Der heimliche Leser in der DDR“
Wissenschaftliche Konferenz über die Verbreitung und Kontrolle illegaler Literatur in der DDR
Leipzig, 26.-28. September 2007
Der neugierige Bewohner des „Leselandes“ DDR las am liebsten, woran besonders schwer heranzukommen war. Von der Zensur und vom Zoll ausgegrenzte, mehr oder minder verbotene Bücher und Zeitschriften, die zumeist, aber keineswegs immer aus dem Westen kamen, wurden über die Grenze geschmuggelt, den Hütern der Giftschränke in den Bibliotheken abgeluchst und auf der Messe gestohlen. Man las „zwischen den Zeilen“, organisierte illegale Lesezirkel oder schrieb sogar ganze Bücher ab.
Eine Welt ohne Kopiergeräte, in der sogar die Schreibmaschinen von der Stasi überwacht wurden: Für die nachgeborenen Bewohner unserer Informationsgesellschaft ist es kaum noch vorstellbar, welche Energien freigesetzt und originelle Tricks ersonnen wurden, um die unsichtbare Mauer zu überwinden, die die staatliche Literaturpolitik errichtet hatte.
Die gemeinsam vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Buchwissenschaft der Leipziger Universität organisierte und von der Stiftung Aufarbeitung geförderte Konferenz stellt die „heimlichen Leser“ in der DDR in ihren Mittelpunkt. Wissenschaftler und Zeitzeugen verschiedener Generationen aus Ost und West, Büchermacher und Bücherschmuggler, Bibliothekare, Theologen und Untergrundpublizisten, der ehemalige Postkontrolleur und sein westdeutscher Antagonist vom RIAS, die Repräsentanten höchst unterschiedlicher Milieus kommen zusammen, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen.
Dabei geht es um die illegale „Verbringung“ und Lektüre höchst unterschiedlicher Bücher und Textarten: um Rudolf Bahros „Die Alternative“, um „Bravo“, „Kicker“ und Karl May, um George Orwells „1984“ genauso wie um den „Wachtturm“ der Zeugen Jehovas, um westliche Propagandaschriften, die von Heißluftballons abgeworfen wurden, und um erotische und Science FictionLiteratur.
Die Konferenz steht im Kontext eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojektes des ZZF, das den Umgang der heimlichen Leser mit dem Zensursystem der DDR und der Wirksamkeit der Zensur untersucht. Sie ist der kürzlich verstorbenen Literaturwissenschaftlerin Dr. sc. Simone Barck (ZZF Potsdam) gewidmet, die die Tagung zusammen mit Prof. Dr. Siegfried Lokatis (Universität Leipzig) vorbereitet hat.
Ort: Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Siegfried Lokatis
E-Mail:
Tel.: +49 341 973 5721
Tagungsprogramm (PDF)
„Strafjustiz im Nationalsozialismus“
Internationaler Workshop
Potsdam, 6.-7. September 2007

Ort: Gedenkstätte „Lindenstraße 54/55“ in Potsdam
Gemeinsame Tagung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, der Koordinationsstelle des Projektverbunds Zeitgeschichte Berlin-Brandenburg und des Potsdam-Museums
Gefördert durch die Europäische Union (EU)
Die Tagung thematisiert verschiedene Aspekte der Strafjustiz im Nationalsozialismus. Mit dem international ausgerichteten Workshop möchten die Veranstalter die regionalen Forschungsergebnisse zum Potsdamer Haft- und Gerichtsort in der Lindenstraße 54/55 in einen größeren Kontext einordnen und Perspektiven für die künftige Forschung sowie die weitere Gestaltung der Gedenkstätte entwickeln.
Gefördert wird der Workshop durch die Europäische Union, die Anfang dieses Jahres Mittel für ein Projekt bewilligt hat, das die Erforschung und Dokumentation des historischen Ortes „Lindenstraße 54/55“ in der NS-Zeit als Sitz eines Erbgesundheitsgerichts, Gerichtsorts und Gefängnis für die Gegner des Nationalsozialismus beinhaltet. Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler, Vertreter von Gedenkstätten und zeithistorischen Museen und historisch Interessierte. Die Konferenzsprache ist Deutsch.
Teilnahme: Wir bitten um schriftliche Anmeldung zum Workshop bis zum 3. September 2007 unter Angabe Ihres Vor- und Zunamen, Postanschrift, E-Mail-Adresse, Beruf/Institution
bei Frau Marion Schlöttke: E-Mail: , Fax: +49 331 2899140
Tagungsprogramm (PDF)
Das Ende der Zuversicht?
Die Strukturkrise der 70er Jahre als zeithistorische Zäsur
Berlin und Potsdam, 14.-16. Juni 2007
Eine gemeinsame Konferenz des Wissenschaftszentrums Berlin und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
Anmeldung unter: Fax: 0331/ 28991-40 oder
1) Mehr und mehr neigen Historiker dazu, das Datum des Ölpreisschocks von 1973/74 als Zäsur für die Entwicklung der hochindustriellen Länder zu betrachten. Zu diesem Zeitpunkt setzte eine Strukturveränderung ein, die eine neue Problematik ankündigte und den Kalten Krieg überlagerte – die dritte Industrielle Revolution, an der der Ostblock zerbrach, die aber der Westen mit durchwachsenem Erfolg gemeistert hat. Daher begann die „neueste Zeitgeschichte“ nicht erst mit dem Kollaps des Kommunismus, sondern schon anderthalb Jahrzehnte vorher mit dem sozio-ökonomischen sowie populärkulturellen Strukturwandel.
2) Ein zentrales Problem der Annäherung an diese Frage ist allerdings die Unsicherheit der wissenschaftlichen Bezeichnung. So konkurrieren Etikette wie etwa Daniel Bells „postindustrielles Zeitalter“, Jean-Francois Lyotards „Postmoderne“ und Ronald Ingleharts „Wertewandel“ miteinander, von späteren Begriffsbildungen wie Ulrich Becks „Risikogesellschaft“ ganz zu schweigen. Diese Vielfalt der Begriffsbildungen deutet auf den widersprüchlichen Charakter einer Übergangsepoche hin, der zwischen einem verbreiteten Krisengefühl und neuen Aufbrüchen schwankte.
3) Um die weit verbreitete Wahrnehmung einer Strukturkrise auszuloten, ist ein mehrdimensionaler Vermessungsversuch notwendig. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:
Erstens: Welche wirtschaftlichen Veränderungen fanden in den siebziger Jahren statt? (regionale Entindustrialisierung, Entstehung neuer IT-Industrien etc.)
Zweitens: Was waren die sozialen Konsequenzen dieser Entwicklungen, die letztlich zur Überdehnung des Sozialstaats führten? (Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft, Einsetzen von Sockelarbeitslosigkeit etc.)
Drittens: Welche Aufbrüche fanden im Alltagsleben statt, die zu einer Pluralisierung der Lebensentwürfe führten? (neue soziale Bewegungen, Medialisierung, Migration etc.)
Viertens: Wie versuchten Politiker diese nicht mehr planbaren Entwicklungen zu steuern, die ein sozialliberale Krisenmanagement, eine konservative Wende und Renaissance des Neoliberalismus in der Bundesrepublik sowie eine realsozialistische Problemverweigerung in der DDR hervorriefen?
4) Schließlich sind auch die langfristigen Auswirkungen der Strukturkrise bis in die Gegenwart zu diskutieren. In Bezug auf den Realsozialismus geht es dabei um die strukturellen Ursachen seines Niedergangs; bei der sozialen Marktwirtschaft um die sukzessiven Stabilisierungsversuche durch kleine Systemkorrekturen, die zwar bis 1990 noch Erfolg hatten, sich aber dann in der Doppelung von Vereinigungs- und Globalisierungskrise als unzureichend erwiesen. Dabei ist es wichtig, die deutschen Reformblockaden durch kontrastierende Beispiele anderer europäischer Länder zu hinterfragen, um potentielle Lösungswege durch erfolgreichere Antworten aufzuzeigen. Welche Veränderungen sind für die Wettbewerbsfähigkeit in der Globalisierung notwendig und welchen Aufrufen zum Sozialabbau ist zu widerstehen?
Tagungsprogramm (PDF)
Europa in kommunistischen Zeiten: Zeitzeugen – Mythos - Erinnerung
Internationale wissenschaftliche Konferenz
Potsdam, 31. Mai - 2. Juni 2007
Ort: Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte Potsdam
Am Neuen Markt 9, Konferenzsaal
Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Auseinandersetzung mit den Europavorstellungen auf der östlichen Seite des Eisernen Vorhangs zwischen 1945 und 1991. Aus einer heutigen Perspektive sollen insbesondere Wahrnehmungen Europas von damaligen politischen und publizistischen Akteuren und Wissenschaftlern kritisch reflektiert und wissenschaftlich analysiert werden.
Die Konferenz steht im Kontext des von der Volkswagen-Stiftung geförderten ZZF-Forschungsprojektes „Europa im Ostblock - Vorstellungswelten und Kommunikationsräume im Wandel“, das einem kulturhistorischen Ansatz folgt.
Konferenzsprachen:
Deutsch, Polnisch, Tschechisch (Simultanübersetzung)
Teilnahme:
Um schriftliche Anmeldung bis zum 25. Mai 2007 wird gebeten.
E-Mail: ; Fax: +49 331 289 91 40
Tagungsprogramm (PDF)
Tagungsflyer (PDF)
European Cold War Cultures?
Societies, Media, and Cold War Experiences in East and West (1947-1990)
International Conference
Potsdam, 26.-28. April 2007
Tagungsprogramm (PDF)
Tagungsbericht (PDF)
Wirtschaftliche Integrationsprozesse in West- und Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg
Economics and Integration in Western and Eastern Europe after the Second World War
Eine Arbeitstagung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit dem Centre for Business History in Scotland der University of Glasgow und dem Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
29.-31. März 2007 in Potsdam
Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch
Tagungsprogramm (PDF)
Das deutsche Halbtagsmodell in Grund- und Vorschulen - ein europäischer Sonderweg? Internationale interdisziplinäre Tagung
1.-3- März 2007
Universität Köln (Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz)
Ganztägige Betreuung und Bildung in Grund- und Vorschulen sind in fast allen europäischen Wohlfahrtsstaaten der Normalfall - in der Bundesrepublik Deutschland dagegen nicht.
Wie und warum sich der bundesdeutsche Weg zum Habtagsmodell in der öffentlichen Bildung von der Entwicklung anderer europäischer Länder unterscheidet, ist Gegenstand einer internationalen und interdisziplinären Tagung zur Zeitpolitik von Kindergärten und Schulen im europäischen Vergleich.
Im Vergleich zu Ländern wie Frankreich, Dänemark und Schweden ist in der Bundesrepublik das ganztägige Angebot für Vor- und Grundschulkinder außerordentlich gering. Lediglich fünf Prozent aller Grundschulkinder besuchen derzeit eine Ganztagsschule und nicht mehr als 14 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen werden im Bundesdurchschnitt nach dem Unterricht in einem Hort betreut. Überdurchschnittlich oft sind es die Kinder von Alleinerziehenden. Verheiratete Eltern haben vor allem im Westen nur selten einen Anspruch auf einen Hortplatz.
Damit stellt sich das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Bundesrepublik in besonderem Maße. Vor allem Frauen, die im Alltag nach wie vor überwiegend für die Betreuung und Erziehung von Kindern zuständig sind, haben erhebliche Probleme, ihre berufliche Karriere mit den Familienpflichten zu vereinbaren. Eine Konsequenz ist der dramatische Rückgang der Geburtenzahlen, der in der Bundesrepublik stärker ausgeprägt ist als in den meisten anderen Ländern Europas, vor allem bei Frauen mit einer akademischen Ausbildung. Nur Italien und Österreich, die ebenfalls an der Tradition des Halbtagssystems festgehalten haben, weisen vergleichbare niedrige Zahlen auf.
Da diese Entwicklung weitreichende Konsequenzen für die Zukunft des Sozialstaates hat, wird das bundesdeutsche Halbtagssystem in den sozialpolitischen Debatten zunehmend in Frage gestellt. Doch auch in den bildungspolitischen Diskussionen wird es immer häufiger kritisiert. Da deutsche Schulkinder in den internationalen Vergleichsstudien des Program for International Student Assessment (PISA) im Durchschnitt deutlich schlechter abschnitten als Kinder vergleichbarer Industriestaaten, vor allem die schulische Leistungsfähigkeit von Kindern aus benachteiligten sozialen Schichten und mit Migrationshintergrund erhebliche Defizite aufwies, wird als eine strukturelle Lösung neben einer obligatorischen Vorschulerziehung die Einführung des ganztägigen Schulsystems diskutiert. Mittlerweile sprechen sich alle Parteien für einen Ausbau des Ganztagsangebots aus. Einer flächendeckenden Realisierung steht aber bislang nicht nur finanzielle Argumente, sondern auch die ausgeprägte Tradition der (west)deutschen Halbtagsschule selbst entgegen. Aktuelle Reformansätze treffen hierzulande auf erhebliche kulturelle und politische Blockaden, die eine lange Geschichte haben.
Die Tagung fand im Rahmen eines internationalen und interdisziplinären Forschungsprojektes zum Thema "Das deutsche Halbtagsmodell: Ein Sonderweg in Europa? Eine Analyse der Zeitpolitiken öffentlicher Bildung im Ost-West-Vergleich (1945-2000)" statt, das von Prof. Dr. Cristina Allemann-Ghionda (Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften der Universität zu Köln, Co-Leitung), Prof. Dr. Karen Hagemann (Projektleitung, Technische Universität Berlin und University of North Carolina at Chapel Hill) und Prof. Dr. Konrad Jarausch (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) durchgeführt wird.
Im Zentrum des Projekts steht die Analyse von Zeitpolitiken öffentlicher Bildung im Vor- und Grundschulbereich seit Ende des Zweiten Weltkriegs im europäischen Ost-West-Vergleich. Gefragt wird nach den Ursachen für die weit reichenden Differenzen, aber auch grenz- und systemüberschreitenden Gemeinsamkeiten in den nationalen Diskursen und Politiken zur Zeitstruktur der öffentlichen Bildung im Vor- und Grundschulbereich und den Bedingungen, die Reformen hemmen oder fördern.
Die Tagung wurde durch die Volkswagen Stiftung und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Karen Hagemann
E-Mail:
Prof. Dr. Cristina Allemann-Ghionda
E-Mail:
Informationen zum Vorhaben bietet die Website: www.time-politics.com
Tagungsprogramm (PDF)
Workshop
"Property and Memory in the German-Polish-Triangle!
"Eigentum und Erinnerung im deutsch-polnisch-jüdischen Dreieck"
am 2. und 3. Februar 2007
im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Conference Room)
14467 Potsdam, Am Neuen Markt 8
20 Wissenschaftler aus Deutschland, Polen, Israel, den USA und Frankreich, unter ihnen die Professoren Dariusz Stola (Warschau), Moshe Zimmermann (Tel Aviv) und Norbert Frei (Jena), diskutieren Anfang kommenden Monats zwei Tage lang über das Verhältnis von Eigentum und Erinnerung im deutsch-polnisch-jüdischen Dreieck. Die aktuellen öffentlichen Konflikte zwischen Deutschland und Polen wie der Streit um ein Europäisches Zentrum gegen Vertreibungen oder der Versuch zur Durchsetzung von deutschen Eigentumsansprüchen gegenüber Polen bewogen den Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) Prof. Dr. Martin Sabrow gemeinsam mit Prof. Dr. Constantin Goschler von der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Dr. Philipp Ther von der Europa-Universität Viadrina diesen Workshop zu organisieren. Neben den Referenten werden rund 40 Wissenschaftler teilnehmen, die zu Aspekten des Tagungsthemas arbeiten und forschen.
Im Gegensatz zu bisherigen zeithistorischen Annäherungen an den deutsch-polnischen Konflikt berücksichtigen die drei Veranstalter in ihrem Workshop ausdrücklich die jüdische Dimension der Problemkonstellation und wollen die bislang vorherrschende bilaterale Perspektive zugunsten einer transnationalen Betrachtungsweise erweitern. Der Workshop soll beitragen, den deutsch-polnischen Konflikt als Teil einer komplexen „entangled history“ zu begreifen, in der die jüdische Dimension eine zentrale Rolle spielt. Die Veranstalter erhoffen sich davon nicht nur eine produktive historiographische Perspektive, sondern auch die Chance zur Versachlichung einer politischen Debatte, die die deutsch-polnischen Beziehungen derzeit stark belastet.
Die Veranstaltung wird finanziell gefördert durch die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Konferenzsprache: Englisch
Tagungsprogramm (PDF)
Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen?
Zum Verhältnis von Medien und Politik im 20. Jahrhundert
Berlin, 18. bis 20. Januar 2007
Veranstalter:
Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der Deutschen Gesellschaft für
Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK)
Studienkreis Rundfunk und Geschichte (StRuG)
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Tagungsprogramm (PDF)
Anmeldung (PDF)
Tagungen und Workshops 2006
Stabilität vs. Systemkrise - die DDR im Jahre 1987
Eine gemeinsame Konferenz des ZZF, der Koordinationsstelle des Projektverbunds Zeitgeschichte Berlin-Brandenburg und der LStU Berlin
5.12. 2006, 10.00 - 18.00 Uhr
Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte Potsdam
Als Erich Honecker im September 1987 nach Bonn reiste, galt die DDR in den Augen der meisten Zeitgenossen in Ost und West als stabiler Staat. Dass sich gleichzeitig die krisenhaften Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft der DDR beschleunigten, wurde zwar wahrgenommen, aber noch nicht als Anfang vom Ende interpretiert. Erst im Rückblick wird deutlich, wie brüchig die realsozialistische (Schein-)Normalität in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre war.
Seit dem Ende der SED-Diktatur ist intensiv nach den Ursachen der Friedlichen Revolution geforscht worden. Bis heute mangelt es jedoch an systematischen Untersuchungen zu den mittelfristigen Bestimmungsfaktoren der Systemkrise von 1989, die auch die Wechselbeziehungen zwischen der zentralen, regionalen und lokalen Ebene berücksichtigen. Diesen Fragen und Zusammenhängen sollen die Teilnehmer auf dem eintägigen zeitgenössischen Workshop am Beispiel des Jahres 1987 nachgehen. Ziel ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren und neue Untersuchungsperspektiven mit Blick auf das bevorstehende Jubiläum der Friedlichen Revolution 2009 zu entwickeln. Dabei sollen möglichst viele Bereiche der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung angesprochen werden. Folgenden drei Themenkomplexen messen die Veranstalter besondere Bedeutung bei:
* Herschaftsstrategien und Herrschaftspraxis
* Alltag in der Diktatur
* Opposition und Widerstand
Der Workshop richtet sich an interessierte DDR-Forscher und Mitarbeiter von Museen, Gedenkstätten und Archiven
Anmeldung bis zum 1. 12. 2006 bei Jens Schöne (LStU)
Tagungsprogramm (PDF)
Internationale wissenschaftliche Konferenz
Die Ungarische Revolution 1956
Kontext – Wirkung – Mythos
Berlin, 4. bis 6. Oktober 2006
in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Berlin-Gendarmenmarkt
Eine Veranstaltung des Collegium Hungaricum Berlin, der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam in Zusammenarbeit mit Bipolar deutsch-ungarische Kulturprojekte. Bipolar ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes.

Die ungarische Revolution von 1956 markiert eine wichtige Zäsur in der ungarischen Geschichte und darüber hinaus in der deutsch-deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte. Neben dem 17. Juni 1953, dem „Prager Frühling“ 1968, der Gründung der unabhängigen Gewerkschaft Solidarnosc 1980 in Polen und den friedlichen Revolutionen 1989 gehört sie zu den wichtigsten Massenprotesten in den Ländern des Ostblocks. Ähnlich wie 1953 in der DDR und 1968 in der Tschechoslowakei wurde der ungarische Aufstand gewaltsam durch das militärische Eingreifen der Sowjetunion beendet.
Ermutigt durch das vom XX. Parteitag der KPdSU im Februar 1956 ausgehende „Tauwetter“ und die Arbeiterdemonstrationen im polnischen Posen demonstrierten und kämpften seit dem 23. Oktober 1956 hunderttausende Menschen in Budapest und vielen weiteren Orten Ungarns für freie Wahlen, die Freilassung aller politischen Häftlinge, die Abschaffung der Zensur und den Abzug der sowjetischen Besatzungstruppen. Am 1. November stellte sich die Regierung unter Ministerpräsident Imre Nagy auf die Seite der Aufständischen und beschloss den Austritt Ungarns aus dem Warschauer Pakt und die Neutralität des Landes.
In der offiziellen Erinnerungspolitik der Ära Kádár wie auch in den anderen Ländern des Ostblocks wurden die Ereignisse von 1956 verdrängt, weitestgehend tabuisiert oder als Konterrevolution interpretiert. Gegen diese Deutung richtete sich die inoffizielle Tradierung des Aufstandes innerhalb der ungarischen Emigration und der Opposition im Land. Nach dem Umbruch von 1989/90 wurden die Ereignisse des Jahres 1956 in Ungarn zum Gegenstand heftiger innenpolitischer Kontroversen, die teilweise bis in die Gegenwart andauern.
Die internationale Konferenz „Die ungarische Revolution 1956: Kontext – Wirkung – Mythos“ stellt den Stand der Forschung und insbesondere neuere Forschungsergebnisse zur Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte dieses Schlüsselereignisses der ungarischen Geschichte vor. Die traditionelle politikgeschichtliche Perspektive auf die Ereignisse wird durch neuere sozial- und kulturgeschichtliche Ansätze erweitert. In einer transnationalen Perspektive werden die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Krisensituationen im Ostblock in den Blick genommen. Die Tagung nimmt den 50. Jahrestag des Aufstandes zum Anlass, um nach dessen Stellenwert in der europäischen Erinnerungslandschaft zu fragen.
Tagungsprogramm (PDF)
From Samizdat to Tamizdat
Dissident media crossing borders before and after 1989
Institut für die Wissenschaften vom Menschen,Vienna in co-operation with
Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Vienna, 12-15 September, 2006
Tagungsprogramm (PDF)
Germany and the East - Trans-Atlantic Summer Institute in German Studies (TASI)
20.07.2006-04.08.2006
Center for Metropolitan Studies an der Technischen Universität Berlin
The Trans-Atlantic Summer Institutes provide a unique forum for graduate-level students in Germany and North America to collaborate in the exploration of advanced topics relating to Germany and its role in Europe. Each summer, twelve German and twelve North American graduate-level students work intensively for three weeks and explore in depth questions that will enrich their dissertations in German Studies. The Summer Institutes also aim to make a major contribution to the training of the next generation of experts on Germany and Europe. They introduce German students to the American university and the larger academic culture of the United States; North American students will acquire a similar familiarity with the German setting. They therefore foster the international discussions and collaborations that are fundamental to the scholarly enterprise. As a student in the Summer Institute, you will learn how to combine the best aspects of training in both countries—the close attention to archival sources and their interpretation in Germany with the broad trans-disciplinary readings that characterize North American scholarship.
Tagungsprogramm (PDF)
Conference
Underground Publishing and the Public Sphere
27. - 29. Juli 2006
im Wissenschaftzentrum Berlin
The conference is a first-time attempt at investigating the phenomenon of political underground literature in a comparative and transnational perspective. The enterprise seeks to bring together experts on the theory of public sphere, historians of absolutism and experts on underground publishing in modern dictatorships such as Nazism and Communism. The geographical framework for case studies shall reach roughly from France to Russia, but is open to include non-European cases such as Communist China or Apartheid South Africa. Senior experts and young scholars will be given the opportunity to present new original research. National surveys are as much in demand as detailed studies on social, intellectual, and cultural aspects of underground publishing or on theoretical questions concerning the structural change of the public sphere. The influence of counter publics on the revolutions of 1789 and 1989 may also be a question of debate.
Tagungsprogramm (PDF)
Workshop
Personelle Netzwerkstrukturen in sozialistischen Gesellschaften sowjetischen Typs (1945-1989): Grundannahmen und Forschungsbefunde
10. Juli 2006 im Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
Das seit dem seit dem Sommer 2004 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam bearbeitete Projekt „Netzwerke lokaler Eliten in der DDR in den 1970er und 1980er Jahren“ zielt mit seinem Frageansatz auf die Funktionsweise jener lokalen Kooperationsbeziehungen, mit deren Hilfe unter den Bedingungen des Realsozialismus ein „Ressourcenhandel“ außerhalb der zentralisierten Planung organisiert wurde, um vor allem soziale Probleme in Betrieben und Wohnorten zu entschärfen oder zu lösen.
Nachdem im Juni 2005 ein erster Workshop zu diesem Themenkreis methodische Fragen ins Zentrum stellte, soll die Fortsetzung im Juli 2006 die empirischen Befunde stärker in den Mittelpunkt rücken.
Als Themenschwerpunkte sind vorgesehen:
* Demokratischer Zentralismus und Netzwerke: ein Funktionsdilemma?
* Handlungsdeterminanten: Lokale und regionale Milieus und Traditionen
* Fallbeispiele aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur
* Generalisierungen: Netzwerkphänomene im Vergleich
Das Forschungsinteresse richtet sich primär auf die Geschichte der DDR, doch sollen mit diesen thematischen Akzenten auch komparative Perspektiven auf ost- und westeuropäische Entwicklungen erschlossen werden. Beiträge zu dem einen oder anderen Schwerpunkt sind ebenso erwünscht wie andere, die diesen Problemen in komplexen Fallstudien aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nachgehen.
Kontakt: Dr. Annette Schuhmann ( )
Tagungsprogramm (PDF)
Workshop
"Das Rad der Geschichte eignet sich nicht für unsere Strassen!"
Geschichtspolitik und Erinnerungskultur im neuen Russland
vom 30. Juni bis 1. Juli 2006
im Tagungsraum des Instituts, Am Neuen Markt 9d
Seit "Perestrojka" und "Glasnost" ist in Russland eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Geschichte möglich. Der Staat verlor in den letzten fünfzehn Jahren schrittweise sein alleiniges Deutungsmonopol über Vergangenheitsfragen und wurde zu einem unter mehreren geschichtspolitischen Akteuren in einer stellenweise sehr heterogenen Erinnerungslandschaft. Der Siegeszug, auf dem sich das methodische Konzept von Erinnerung und Gedächtnis in der Geschichtswissenschaft inzwischen befindet, ist somit auch an der Erforschung der russischen und sowjetischen Geschichte nicht spurlos vorübergegangen. Mit der Konferenz soll nun erstmals der Versuch unternommen werden, ausgewählte Aspekte von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur im neuen Russland in interdisziplinärer Perspektive zu analysieren.
Tagungsprogramm (PDF)
Tagung
"1968 als Erinnerungsort"
vom 19. - 20. Mai 2006
im Tagungsraum des Instituts, Am Neuen Markt 9d
Die in Kooperation des DVPW-Arbeitskreises "Politik und Geschichte" mit dem ZZF veranstaltete Tagung "1968 als Erinnerungsort" soll die Frage diskutieren, welche Erzählungen, Bilder und Mythen von "1968" existieren, welche Akteure sie in welchen Kontexten geprägt haben bzw. prägen und inwieweit sie das historische Ereignis überlagern, reduzieren oder instrumentalisieren. Die bisherigen Interpretationen bewegen sich bekanntlich zwischen der Auffassung, 1968 habe eine Revolution stattgefunden, und der Position, es habe sich lediglich um einen Reformimpuls gehandelt. Zu diesem Deutungsspektrum gehören ebenso das Verständnis von "1968" als der Geburtsstunde einer systemoppositionellen Bewegung und die Meinung, es habe sich im Gegensatz dazu um die bis dato ausstehende, zivile Neugründung der Demokratie gehandelt.
Tagungsprogramm (PDF)
Konferenz
Herrschaft und Charisma. Zum Wandel des Politischen im 20. Jahrhundert
vom 4. bis 6. Mai 2006
im Konferenzsaal des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Am Neuen Markt in Potsdam
Mit der Tagung soll der Versuch unternommen werden, die in den Geschichtswissenschaften traditionell auf Führerpersönlichkeiten beschränkte Diskussion des Charisma-Konzepts zu erweitern und dabei sozial- und kulturwissenschaftliche Anregungen aufzunehmen. Um dieser Themenstellung gerecht zu werden, wurde eine Struktur der Tagung erarbeitet, die es erlaubt, anhand von zentralen Begriffen die charismatische Aufladung der Sphäre des Politischen in den unterschiedlichen Herrschaftsformen des 20. Jahrhunderts zu erörtern.
Tagungsprogramm (PDF)
Workshop
"Welfare State Regimes, Public Education and Child Care – Theoretical Concepts for a Comparison of East and West"
vom 31. März bis 1. April 2006 am ZZF in Potsdam
Der Workshop und eine Tagung 2007 in Köln widmen sich einem höchst aktuellen politischen Thema - der Ganztagsschule - dessen Diskussion sie historische Tiefenschärfe geben wollen. Die systematische Vergleichperspektive wird die spezifische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland erklären helfen und kann dadurch auch Hinweise darauf geben, wo bei einer erfolgreichen Reform angesetzt werden müsste.
Veranstalter: Prof. Dr. Karen Hagemann (Projektleitung, University of North Carolina at Chapel Hill / Technische Universität Berlin), Prof. Allemann-Ghionda (Universität Köln) und Prof. Konrad Jarausch (ZZF)
Eine PDF-Datei mit den biographische Angaben zu den Referentinnen und Referenten finden Sie hier.
Eine PDF-Datei mit den Abstracts der Vorträge hier.
Interessierte Teilnehmer an diesem Workshop melden sich bitte unter der Email-Adresse an oder benutzen das Anmeldformular unter www.time-politics.com/Potsdam_anmeldeformular1.pdf
Eine PDF-Datei mit den Hinweisen zum Veranstaltungsort und zur Anreise finden Sie hier
Pressestimmen: Juliane Schoenherr, Hilfe für "Rabenmütter", in: Potsdamer Neueste Nachrichten vom 5. April 2006 unter http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/05.04.2006/2446988.pnn
Tagungsprogramm (PDF)

Workshop
Berlin-Brandenburg im Kalten Krieg 1948-1975. Wissenschaft, Technik, Kultur und Alltag im "Schaufenster"
vom 27. bis 28. Januar 2006 am ZZF in Potsdam
Die Veranstaltung fügt sich als ein geschichtswissenschaftliches Experten-Podium in die Workshopreihe am ZZF über die Spezifika des Kalten Krieges im Verflechtungs- und Teilungsraum Berlin-Brandenburg ein. Anhand neuer Forschungsergebnisse zu ausgesuchten Bereichen der regionalen Systemauseinandersetzung wird zum einen die Tragfähigkeit der in den letzten Jahren entwickelten Ideen und Konzepte (Konkurrenz und "Schaufenster") erprobt. Zum anderen dient der Workshop der Diskussion von institutionell übergreifenden Fachproblemen und weiterführenden Fragen und somit auch der Klärung des Problems, wie sich die Perspektiven der einschlägigen Forschung gestalten könnten. Gleichfalls sollen die Möglichkeiten von Kooperationsbeziehungen zwischen den mit der Problematik befassten Institutionen und Wissenschaftlern weiter erörtert werden.
Interessierte Teilnehmer an diesem Workshop melden sich bitte unter der Email-Adresse an.
Tagungsprogramm (PDF)
Call for Papers für das IV. Potsdamer Doktorandenforum
"Europäischer Kulturtransfer im 20. Jahrhundert"
vom 28. bis 29. April 2006 am ZZF in Potsdam
Am 28./29. April 2006 findet das IV. Potsdamer Doktorandenforum zum Thema "Europäischer Kulturtransfer im 20. Jahrhundert" statt. Da der Kulturtransfer angesichts der gegenwärtigen Transnationalisierung historischer Forschung in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses rückt, möchte das IV. Potsdamer Doktorandenforum vielfältige Arbeiten des akademischen Nachwuchses auf dem Gebiet des raum- und gesellschaftsübergreifenden kulturellen Austausches im europäischen 20. Jahrhundert zusammenführen. Auf dem Doktorandenforum soll Kulturtransfer sich keinesfalls ausschließlich auf eine sogenannte "Hochkultur" intellektueller Eliten beziehen, sondern auch alltagsweltliche und wirtschaftliche Dimensionen der Begegnung und des Austausches zwischen unterschiedlichen Gesellschaften erfassen.
Call for Papers (PDF)
Tagungen und Workshops 2005
Europa im Ostblock. Vorstellungswelten und Kommunikationsräume im Wandel
Workshop vom 3. bis 5. November 2005 am ZZF in Potsdam
Tagungsraum des Instituts im Bibliotheksgebäude, Am Neuen Markt 9d
Eröffnungsveranstaltung am 3. November im Zeughauskino des DHM Berlin
Der Workshop findet im Rahmen des Projektverbunds "´Europa´ im Ostblock. Vorstellungswelten und Kommunikationsräume im Wandel" statt. Zentrale Forschungsgegenstände werden dabei Wahrnehmungen, Analysen und Debatten zu "Europa" und zur "europäischen Einigung" sein, die in den Staaten des ehemaligen Ostblocks produziert wurden. Darunter zu verstehen sind sowohl offizielle Standpunkte (beispielsweise der Kommunistische Parteien) als auch halboffizielle (der geduldeten Opposition) und gegenoffizielle (des Dissens und der Exilanten). Es geht dabei weniger um eine soziologisch-politische Geschichte der bi- oder multilateralen Auslandsbeziehungen zwischen den Staaten des Ostblocks untereinander bzw. zwischen ihnen und dem westlichen Teil des Kontinents, sondern um eine kulturgeschichtliche Auseinandersetzung zur Referenz "Europa". Ein besonderer regionaler Schwerpunkt des Workshops liegt auf dem Baltikum, auf Südosteuropa und Russland. WissenschaftlerInnen, welche sich in ihren Forschungsarbeiten auf dieses Themengebiet konzentrieren, erhalten im Workshop die Möglichkeit zu Diskussion und Austausch.
Interessierte Teilnehmer an diesem Workshop melden sich bitte unter der Email-Adresse an.
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Tagungsprogramm (PDF)
Leinwand zwischen Tauwetter und Frost:
Der osteuropäische Spiel- und Dokumentarfilm im Kalten Krieg.
Internationales Symposion am 20.-23.10.2005 am ZZF in Potsdam
Tagungsraum des Instituts im Bibliotheksgebäude, Am Neuen Markt 9d
Auf der Veranstaltung soll erstmals der Versuch unternommen werden, die nationalen Filmkulturen Osteuropas vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in der Perspektive eines transnationalen Vergleichs zu analysieren. Behandelt werden die Rolle des Films als Herrschafts- und Repräsentationsmittel, Filmöffentlichkeiten und Zensur, verschiedene Aspekte von "Kulturaußenpolitik" sowie die Funktion sozialistischer Filmfestivals im Kalten Krieg. Eingeladen sind Historiker, Sozial- und Kulturwissenschaftler aus Ost und West. Das Rahmenthema soll unter interdisziplinären Aspekten und mit verschiedenen Zugängen diskutiert werden, um sich der gesellschaftlichen Funktion von Filmen in den Ländern Osteuropas während des Kalten Krieges sowohl zeitlich also auch inhaltlich umfassend zu nähern.
Interessierte Teilnehmer an diesem Symposion melden sich bitte bis zum 14. Oktober 2005 unter der Email-Adresse an.
Tagungsprogramm (PDF)
Folgen des Koreakrieges.
Wahrnehmungen, Wirkungen und Erinnerungskultur in Europa und Korea
Internationale Konferenz am 13.-15.10.2005 am ZZF in Potsdam
Bibliotheksgebäude des Instituts, Am Neuen Markt 9d

Die Vorgeschichte des am 25. Juni 1950 erfolgten nordkoreanischen Angriffs auf Südkorea wird nach wie vor unterschiedlich beurteilt. Nicht nur die mittlerweile nachgewiesene sowjetische Beteiligung an den Planungen wirft neue Fragen auf, sondern auch die amerikanische Strategie gegenüber Südkorea. Truman hat in seinen Memoiren hervorgehoben, dass man bereits seit dem Frühjahr 1948 Korea als besondere Krisenregion betrachtete. Gleichzeitig wurde Südkorea aber nicht entsprechend der Gefährdung militärisch ausgerüüstet, weil man auch einen Angriff des Südens auf den Norden als möglich erachtete. Aus Sicht der Sowjetunion und vor allem im Kontext des Kalten Krieges und der Ersten Berlinkrise wird man davon ausgehen können, dass es um einen weiteren Versuch Stalins ging, klare Fronten für den globalen Konflikt der "Zwei Lager" zu schaffen.
Der Krieg selbst hatte einschneidende politische, militärische, wirtschaftliche und soziale Folgen, die zeitlich, politisch und räumlich weit über das Ereignis und über Korea hinausreichten.
Die Konferenz soll einige der wichtigsten Folgen des Krieges, nicht dagegen den mittlerweile gut erforschten Verlauf, thematisieren und in vergleichender Perspektive erörtern.
Interessierte Teilnehmer an dieser Konferenz melden sich bitte bis zum 7. Oktober 2005 unter der Email-Adresse an.
Tagungsprogramm (PDF)
Die Potsdamer Konferenz 1945 und die Neuordnung Europas
Eine gemeinsame Konferenz des Historischen Instituts der Universität Potsdam, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung, der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin, der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung und der Landeshauptstadt Potsdam
23.-24. Juni 2005

Truman-Haus
Karl-Marx Str. 2
14482 Potsdam
Tagungsprogramm (PDF)
Herrschaftswandel und Oppositionsbildung in der Ära Honecker.
Die siebziger und achtziger Jahre im Vergleich.
Workshop am 23. und 24. Mai 2005 am ZZF in Potsdam
Tagungsraum des Instituts, Am Neuen Markt 9d
Interessierte Teilnehmer an diesem Workshop melden sich bitte unter der Email-Adresse an. Wegen der begrenzten Teilnahmekapazität bitten wir die Interessenten, auf ihre Anmeldebestätigung (per e-mail) zu achten.
Tagungsprogramm (PDF)