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Tagungen, Konferenzen und Workshops 2017

  
 

  • Tagung
    Authentizität als Kapital historischer Orte
    Veranstalter:
    Zentrum für Zeithistorische Forschung, Institut für Zeitgeschichte, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität und der KZ-Gedenkstätte Dachau
    Konzeption: Thomas Schaarschmidt, Irmgard Zündorf, Achim Saupe (ZZF); Axel Drecoll (IfZ), Barbara Christophe (GEI), Joachim Berger (IEG)
    1. bis 3. März 2017 | Max Mannheimer Studienzentrum / Internationales Jugendgästehaus Dachau / KZ-Gedenkstätte Dachau, Roßwachtstraße 15, 85221 Dachau

 


 

 

 
Tagung


Authentizität als Kapital historischer Orte

 


Zeit: 1.-3. März 2017 

Ort: 
Max Mannheimer Studienzentrum / Internationales Jugendgästehaus Dachau / KZ-Gedenkstätte Dachau
Roßwachtstraße 15
85221 Dachau

Veranstalter: 
Zentrum für Zeithistorische Forschung, Institut für Zeitgeschichte, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität und der KZ-Gedenkstätte Dachau

Konzeption:
Thomas Schaarschmidt, Irmgard Zündorf, Achim Saupe (ZZF); Axel Drecoll (IfZ), Barbara Christophe (GEI), Joachim Berger (IEG)

Anmeldung:
Wegen begrenzter Raumkapazitäten bitten wir um eine Anmeldung bis zum 31. Januar 2017 bei Irmgard Zündorf: zuendorf@zzf-potsdam.de

 

Gedenkstätten und Dokumentationszentren werden nicht irgendwo, etwa an einem politisch zentralen oder touristisch und verkehrsgünstigen Platz errichtet, sondern an Orten, die mit Geschichte, Erinnerungen und Leid zutiefst verbunden sind. Als historischen Orten wird ihnen Authentizität zugeschrieben. Doch was ist dieses Authentische, und in welchen Formen wird es inszeniert, abgewandelt und transformiert? Welche Praktiken und Aneignungsformen werden damit verknüpft? Welche Bedeutung hat die Zuschreibung von Authentizität, und wie gehen Gedenk- und Erinnerungsstätten, Dokumentationszentren und historische Museen mit der Ressource Authentizität in ihren musealen Präsentationen und pädagogischen Angeboten um? Wie kann es in der Bildungsarbeit eingesetzt werden, und inwieweit kann es (de-)konstruiert werden? Und was ist überhaupt authentisch an diesen historischen Orten, die im Laufe der Zeit ständigen Veränderungen unterworfen sind? Die Konferenz unternimmt den Versuch, den Umgang und die Zuschreibung von Authentizität anhand unterschiedlicher Gedenkorte und unterschiedlicher Gedenkereignisse zu historisieren und zu reflektieren. Zu den Beispielen sollen deshalb so unterschiedliche Erinnerungsstätten gehören wie Reformations-Gedenkorte, Geburtsorte, Orte des Sterbens, Gedenk- und Lernorte, die an Massenverbrechen erinnern, Schlachtfelder als Orte des Massensterbens und Orte des Widerstands. Damit soll eine Diskussion angeregt werden, ob die normative und gesellschaftliche Dimension von Geschichte Auswirkungen auf unterschiedliche Authentizitätskonzeptionen und Authentizitätswahrnehmungen hat.
 

 

 

PROGRAMM

 

Tag 1

 

 

ab 15.00 Uhr: Registrierung

 

16.00-16.30

 

Begrüßung Gabriele Hammermann (Gedenkstätte Dachau)

Thematische Einführung: Axel Drecoll (IfZ München) und Thomas Schaarschmidt (ZZF Potsdam)

 

16.30-18.00   Sakralisierung des Authentischen

 

Insa Eschebach (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück): Blutgetränkte Erde. Die Sakralisierung von historischen Orten des Massensterbens

 

Silvio Reichelt (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg): Verortung und Authentisierung im Wandel. Reformationsgedächtnis und Luther-Gedenken 1983/2017

 

Jörg Skriebeleit (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg): Zwischen Auschwitz und Austerlitz. Reisen ins Reich der Toten

 

Moderation: Heidemarie Uhl (Österreichische Akademie der Wissenschaften)

 

 

19.30-21.00   Historische Orte im Spannungsfeld von Authentizität und Historizität

 

Podiumsdiskussion: Martin Sabrow (ZZF), Ingrid Scheurmann (TU Dortmund), Matthias Heyl (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück)

 

Moderation: Achim Saupe

 

 

Tag 2

 

9.00-11.30

 

Gabriele Hammermann (Gedenkstätte Dachau): Dachau als authentischer Ort? Gedenkstättenführung

 

 

14.00-15.45   Formen der Aneignung und Nutzung des Authentischen (I): Gedenkstättenpädagogik zwischen Personalisierung und Medialisierung

 

Alfons Kenkmann (Universität Leipzig): Zwischen Authentizität, Überformung und Verschwinden? Chancen und Herausforderungen für die Gedenkstättendidaktik am historischen Ort

 

Verena Haug (Evangelische Akademien in Deutschland): Der Zeitzeuge hat das letzte Wort. Überwältigung durch die Potenzierung des Authentischen am historischen Ort?

 

Steffi de Jong (Universität Köln): Das verpixelte Lager. Überlegungen zu virtuellen Repräsentationen  in Gedenkstätten

 

Moderation: Christian Kuchler (RWTH Aachen)

 

 

16.15-18.00   Formen der Aneignung und Nutzung des Authentischen (II): Autorisierung von Erinnerungsorten

 

Julia Röttjer (Deutsches Polen Institut Darmstadt): Authentizität im UNESCO-Welterbe-Diskurs – am Beispiel des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

 

Stefanie Endlich (Universität der Künste Berlin): „Hier stand das Geburtshaus Richard Wagners …“. Historische Stadtführungen auf der Suche nach der authentischen Topografie

 

Birgit Marzinka (Agentur für Bildung Berlin): Historische Orte des queeren Berlin

 

Moderation: Barbara Christophe (Georg-Eckert-Institut)

 

 

20.00 Uhr

 

Filmvorführung

 

 

Tag 3

 

9.15-10.45   Formen der Aneignung und Nutzung des Authentischen (III): Reenactment

 

Stefanie Samida (Heidelberg School of Education): Vom Ereignis zum Erlebnis: Schlachtfeldtourismus und Schlachtfeld-Reenactment

 

Claudia Lenz (Norwegian School of Theology): Learning at authentic places of historical trauma: The “White Busses” and Utøya as (contrasting) cases

 

Dominik Kleinen (Humboldt-Universität zu Berlin): Authentizität als Risiko. Historische Festumzüge und Paraden im Berlin der 1980er und 1990er Jahre

 

Moderation: Stefanie Eisenhuth (Humboldt-Universität zu Berlin)

 

 

 

11.15-13.00   Abschied vom Authentischen? Im Übergang von Gedenk- und Erinnerungsstätten zu Dokumentationszentren und Geschichtsmuseen

 

Éva Kovács (Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien/Institut für Soziologie an der Ungarische Akademie der Wissenschaften): In situ oder in context? Authentifizierungsstrategien in Dokumentationszentren und zeithistorischen Museen in Ungarn

 

Thomas Lutz (Stiftung Topographie des Terrors): Der Gebrauch von Überrestquellen zur Traditionsbildung in der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des NS-Regimes

 

Stephan Schwan, Peter Gerjets, Melissa Gussmann (Leibniz-Institut für Wissensmedien): Zur Wahrnehmung eines authentischen Ortes. Das Beispiel Obersalzberg

 

Moderation: Irmgard Zündorf

 

 

14.00-16.00   Ist historische Authentizität ein aussagekräftiges Kriterium für die Kategorisierung von Gedenkstätten, Erinnerungsstätten, Dokumentationszentren und Geschichtsmuseen?

 

Podiumsdiskussion: Annemarie Franke (Kulturreferentin im Schlesischen Museum Görlitz), G. Ulrich Großmann (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg), Saskia Handro (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Leo Schmidt (BTU Cottbus-Senftenberg)

 

Moderation: Axel Drecoll

 

 

 

 

 

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