Thursday the 22th of October | Friday the 23th of October
Cluj-Napoca, Romania
Babes-Bolyai-University, King Ferdinand Hall, Faculty of History and Philosophy, Napoca Street, no. 11, 1st floor
Although coercion and open repression both by legal and physical means have had a privileged position in the studies of communist dictatorships so far, violence has been surprisingly rarely dealt with in terms of its broader social and cultural meaning. This colloquium sets out to fill in this gap by providing a perspective on practices, experiences and representations of violence in everyday life under socialism. Stressing the tension between violence, power, and legitimacy, such an approach should contribute to a better understanding of the decline of state socialism in East Central Europe. The conference is organised by the Babes-Bolyai-University of Cluj-Napoca, in cooperation with the research group ‘Sozialistische Diktatur als Sinnwelt’, a common project of the Centre for Contemporary History Potsdam and the Institute of Contemporary History Prague.
Programme
Tagung
»Opferbilder – Täterbilder«
Freitag 16. Oktober | Samstag 17. Oktober | Sonntag 18. Oktober
Berlin Graduate School of Social Sciences,
Luisenstraße 56, 10117 Berlin
Die Nachwuchstagung „Opferbilder – Täterbilder“, richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die sich sowohl mit Prozessen der Aufarbeitung von Vergangenheit in außereuropäischen Regionen beschäftigen, als auch die europäischen Debatten mit einbeziehen. Der Fokus der Tagung liegt auf den von Aufarbeitungsprozessen adressierten Akteuren. Es soll thematisiert werden, wie der Umgang mit Opfern und Tätern aussehen kann, welche Folgen aus der öffentlichen Zuschreibung von Identitäten resultieren und welche anderen Perspektiven auf die Vergangenheit neben einer offiziellen Geschichtsschreibung existieren können. Denn im Prozess der Vergangenheitsaufarbeitung wird Geschichte (neu) geschrieben: Wer zuvor verfolgt wurde und in Gefängnissen saß, kann jetzt als Opfer eines autoritären Regimes anerkannt werden. Andererseits werden ehemals Verantwortliche als Täter benannt, die jetzt möglicherweise mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben. Indem Opfer und Täter aufgrund von rechtlichen, zivilgesellschaftlichen oder administrativen Maßnahmen konstruiert werden, beginnt auch die Auseinandersetzung über die kollektive Geschichtsschreibung. Hierbei stößt man immer wieder auf Grenzbereiche. Können Täter Opfer sein oder auch vice versa? Und wie gehen die so Bezeichneten selbst mit dieser öffentlichen Zuschreibung um?
Die zweieinhalbtägige Tagung wird von der Podiumsdiskussion "Nach Diktatur und Massengewalt - wer sind die Opfer und wer die Täter?" eröffnet.
Programm der Tagung (PDF)
Teilnahme:
Die Podiumsdiskussion ist öffentlich. Zur weiteren Tagungsteilnhame melden Sie sich bitte bis zum 2. Oktober 2009 an beim: doktorandennetzwerkilas@giga-hamburg.de
Verantwortlich:
Prof. Dr. Anika Oettler, Ulrike Capdepón, Hannah Franzki, Dr. des. Ruth Fuchs, Nadine Haas, Anne K. Krüger
Veranstalter:
AVARnet Netzwerk "Aufarbeitung von Vergangenheit in außereuropäischen Regionen"
in Kooperation mit:
Hans Böckler Stiftung
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Berlin Graduate School of Social Sciences
Philipps Universität Marburg
Workshop
Post-Catastrophic Cities: Total War and Urban Recovery in
Twentieth Century Europe
October 15-17, 2009
Workshop at the German Historical Institute Warsaw, in co-operation with the Center for Centemporary History Potsdam (ZZF)
Organizers: Dr. Stefan-Ludwig Hoffmann (ZZF) und Dr. Martin Kohlrausch (GHI)
The twentieth century was a century of urbicide, of total warfare against cities and their populations. There was, however, an astounding recovery of urban life after the Second World War. This workshop explores on a comparative scale the destruction and reconstruction of the urban fabric primarily in Central and Eastern European cities — after 1944/45, but also after the end of the Cold War, when social memories of wartime violence and postwar reconstruction gained new valences.
Our aim is to uncover differences and similiarities in ways of coping with urban catastrophes across national and political boundaries in the aftermath of mass death. In particular, we are interested in questions of wartime and postwar city planning (on local, national and international levels), the renewal of urban life and the commemoration of loss, and, more generally, the shattering of established patterns of viewing the city as well as the mythographic re-writing of the city text by inhabitants and postwar regimes.
The workshop will be held at the German Historical Institute (GHI) Warsaw and will be cosponsored by the Center for Contemporary History Potsdam (ZZF). Papers are due on September 15, 2009, and will be pre-circulated in advance. The costs for travel and accommodation of all participants and for invited discussants will be covered by the sponsoring institutions.
Program (PDF)
Abstracts (PDF)
Conferencereport (PDF) by Małgorzata Mazurek (Center for Contemporary History, Potsdam), Joanna
Wawrzyniak (Institute of Sociology, Warsaw University)
Contact:
Stefan Ludwig Hoffmann, hoffmann@zzf-pdm.de
Martin Kohlrausch, kohlrausch@dhi.waw.pl
52. Studienwoche des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient (Italien)
"Nachdenken über die DDR"
Internationale und multidisziplinäre Perspektiven
20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus
13. bis 16. Oktober 2009
Fondazione Bruno Kessler
via S. Croce 77, Trento
Veranstalter:
Italienisch-Deutsches Historisches Institut
in Kooperation mit:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. Magda Martini (Italienisch-Deutsches Historisches Institut)
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Dr. Michele Sisto (Italienisch-Deutsches Historisches Institut)
Die Überzeugung, dass die Deutsche Demokratische Republik bald nur eine „Fußnote der deutschen Geschichte“ werden würde, hat sich – wenigstens während der ersten zwanzig Jahre nach dem Mauerfall – als ungerechtfertigt erwiesen. Neben der intensiven Erinnerungspolitik der bundesrepublikanischen Institutionen haben viele Initiativen der Zivilgesellschaft dazu beigetragen, die DDR-Vergangenheit vor dem Vergessen zu bewahren. An diesem Vorgang hat auch die Geschichtsschreibung aktiv mitgewirkt, indem sie zahlreiche, oftmals wesentlich voneinander abweichende Auffassungen und Aufwertungen der ostdeutschen Vergangenheit in die öffentliche Diskussion eingebracht hat. Die 52. Studienwoche des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts der FBK lädt Forscher aus verschiedenen Disziplinen und Ländern ein, nach zwanzig Jahren internationaler DDR-Geschichtsschreibung eine Bilanz zu ziehen und neue Perspektiven zu bestimmen.
La convinzione che la Deutsche Demokratische Republik sarebbe presto diventata una “nota a piè di pagina” della storia si è rivelata – almeno in questi primi vent’anni dalla sua scomparsa – ingiustificata. Oltre all’intensa politica della memoria promossa dalle istituzioni tedesche, numerose iniziative della società civile hanno contribuito a sottrarre all’oblio il passato della DDR. Anche la storiografia ha preso parte attivamente a questo processo, fornendo all’opinione pubblica interpretazioni e valutazioni assai documentate, anche se spesso divergenti, della storia tedesco-orientale. La LII Settimana di studio di FBK - Studi storici italo-germanici invita esperti di diverse discipline e diversi paesi a tracciare un bilancio di vent’anni di storiografia internazionale sulla DDR e a definirne le nuove prospettive sulla base di una comune riflessione.
Programm der 52. Studienwoche des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts vom 13. bis 16. Oktober 2009 in Trient/Italien (PDF)
Kontakt und weitere Information:
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
Tel.: +(49) 331 - 28991-25
E-Mail: schaarschmidt@zzf-pdm.de
Anmeldung:
Italienisch-Deutsches Historisches Institut
Sekretariat
Antonella Vecchio, Elisabetta Lopane
via S. Croce 77, 38100 Trento, Italia
Tel.: +39 0461 210 265-215
E-Mail: info-studistorici@fbk.eu
Web: http://isig.fbk.eu/it/home
Fachtagung des ZZF
"Sprachen der Erinnerung"
Donnerstag, 17. September | Freitag, 18. September | Sonnabend, 19. September 2009
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall
Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Seit dem Ende des Kalten Krieges erfasst die Konjunktur des Erinnerns Ost- und Westeuropa gleichermaßen. Bezüge ergeben sich zum einen aus gemeinsamen historischen Erfahrungen, zum anderen aus geschichtskulturellen Modellen und Normvorstellungen, die international transferiert und national adaptiert werden. Aus dem asymmetrischen Transfer hat sich mittlerweile ein komplexes Geflecht wechselseitiger Wahrnehmungen und Referenzen entwickelt. In der Praxis jedoch führte dieser Verschränkungsprozess nicht zur Bildung einer gemeinsamen europäischen Sprache der Erinnerung, sondern eher zu einer babylonischen Sprachverwirrung.
Ziel der dreitägigen Tagung ist es, diesen terminologischen Interferenzen und Irritationen nachzugehen. Zugleich sollen Aufschlüsse über die Wechselwirkungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Erinnerungsdebatten in Ost und West gewonnen werden. Dabei stellen sich unter anderem Fragen nach:
- dem Beitrag von Geschichtswissenschaft, Geschichtspolitik sowie Erinnerungskulturen zu Inhalten und Karrieren geschichtspolitisch wirksamer Termini und Schlagwörter in den verschiedenen nationalen Kontexten,
- dem Verhältnis von traumatischem Gedächtnis und der Pflege positiv konnotierter Traditionen sowie deren diskursive Praktiken in den nationalen Geschichtsnarrativen im Vergleich
- oder auch dem Spannungsverhältnis zwischen der Ungleichzeitigkeit erinnerungskultureller Debatten in Ost und West nach 1989 und dem gleichzeitigen Transfer westlich geprägter Modelle und Terminologien.
Die Konferenzsprachen sind deutsch und englisch.
Anmeldung
Für die Teilnahme an der Fachtagung bitten wir um schriftliche Anmeldung per E-Mail oder Fax bis zum 14. September 2009 bei Marion Schlöttke E-Mail: schloettke@zzf-pdm.de, Fax: 0331-28991-50
Konzeption der Tagung
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt, Dr. des Andrea Genest, Dr. des Peter Ulrich Weiß
Kontakt und weitere Informationen
Priv.-Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331-28991-25
www.zzf-pdm.de Programm-Flyer (PDF) Bericht und Fotos der Konferenz (PDF)
Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Workshop
"When the War is over"
Date: September 10-12, 2009
Location: Centre Marc Bloch, Berlin
Organized by:
Agence Nationale de la Recherche - Research program ANR-OME Military occupations in Europe (15th-20th); Pr. Jean-Francois Chanet
Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam - Dr. Stefan Ludwig Hoffmann
Centre Marc Bloch, Berlin - Dr. Catherine Goussef
Institut des Sciences sociales du Politique (ISP), Cachan - Pr. Olivier Wieviorka
Program (PDF)
For any questions about the workshop please contact to:
Dr. Stefan Ludwig Hoffmann
e-mail: hoffmann@zzf-pdm.de
Wissenschaftliche Konferenz des ZZF:
"Zeitgeschichte schreiben in der Gegenwart. Narrative – Medien – Adressaten"
Freitag, 20. März | Sonnabend, 21. März 2009
Le Manège
Am Neuen Markt 9 a/b,
14467 Potsdam
Das Schreiben als Prozess und das Geschriebene als Produkt sind für die Wissenschaftsdisziplin Zeitgeschichte keine bloß äußerlichen Aspekte. Erst in der Darstellung des Erforschten, im historischen Erzählen als spezifischem Modus des Verstehens und Erklärens drücken sich die Ergebnisse der Forschung aus und werden für das wissenschaftliche und außerwissenschaftliche Publikum diskutierbar. Zudem hängen die Inhalte des Dargestellten eng mit den Medien und Genres der Darstellung zusammen.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben sich besonders durch die Medienentwicklung Veränderungen der Wissensvermittlung ergeben. Diese wirken sich auf die Geschichtsschreibung insgesamt aus, auf die Zeitgeschichtsschreibung aber in besonderem Maße. Schlägt sich die zeithistorische Forschung bisher vorrangig im Medium des Buches nieder, wird sich in Zukunft vermutlich eine breitere Ausdifferenzierung in andere mediale Formate ergeben. Wie verändern sich dadurch Techniken und Praktiken der Evidenzerzeugung, des Dokumentierens, des Authentifizierens und des Publizierens?
Das Ziel der Tagung ist es, die Zeitgeschichtsschreibung gleichermaßen als Theorie- und als Praxisproblem zu diskutieren.
Anmeldung
Eine Teilnahme an der Konferenz ist nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung per E-Mail oder Fax bis zum 16. März 2009 möglich.
Konzeption der Tagung
Dr. Jan-Holger Kirsch, Dr. des Achim Saupe, Dr. Katja Stopka
Kontakt und weitere Informationen
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331-28991 57
www.zzf-pdm.de Programm (PDF)
Flyer (PDF)
Bericht und Fotos der Konferenz
Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Öffentliche Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Themenjahrs 2009
"Jenseits der Feindbilder
Die Bedeutung des »Kalten Krieges« und seiner Überwindung für das heutige Europa"
Freitag, 20. März | 16.00 - 19.30 Uhr mit anschließendem Empfang
Berliner Rathaus/Festsaal
Rathausstr. 15, 10178 Berlin
Die von Winston Churchill in seiner Rede über den „Eisernen Vorhang“ von 1946 konstatierte Teilung Europas war die einschneidendste Entwicklung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie zerriss den gesamten europäischen Kontinent, teilte Deutschland und die Stadt Berlin. Die europäischen Länder gruppierten sich in ideologische Lager und bildeten zwei Blöcke, die sich – in gegnerischen Bündnissen organisiert – feindlich gegenüberstanden.
[...] Nach dem Ende der fast 45jährigen Konfrontation zwischen 1947 und 1991 geht es um die Historisierung des Gesamtkonflikts jenseits der Feindbilder, die der Kalte Krieg bis heute in den Köpfen hinterlassen hat. Diese werden nicht zuletzt dadurch beeinflusst, dass noch immer die Mehrheit der Bevölkerung den Konflikt selbst miterlebt hat. Die Öffnung der sowjetischen Archive hat es inzwischen ermöglicht, stärker zwischen der propagandistischen Polemik und den tatsächlichen Abläufen zu unterscheiden. Gleichzeitig hat die Schuldfrage in der Retrospektive an Gewicht verloren und so einen weniger aufgeregten Umgang mit dem Kalten Krieg – als einem interaktiven Prozess ungleicher Antagonisten – möglich gemacht. Der bedrohliche Charakter der Auseinandersetzung gerät langsam in Vergessenheit, erscheint die Epoche im Nachhinein doch als von einer überraschenden strukturellen Stabilität geprägt. Auch ist neben dem konventionellen und atomaren Wettrüsten die kulturelle Dimension der Auseinandersetzung als ideologischer Wettbewerb der Loyalitäten zwischen dem so genannten „Lager des Friedens“ und der „Freien Welt“ stärker ins Blickfeld gerückt.
Konrad H. Jarausch, Februar 2009
Anmeldung
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung möglich.
Diese richten Sie bitte an:
Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V.
Wartburgstr. 42
10823 Berlin
Fax: 030 / 78 89 42 94
www.bfgg.de
Programm inkl. Anmeldeformular (PDF)
Kontakt und weitere Informationen
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331-28991 13
Veranstalter
Kulturprojekte Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit dem Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e.V.,
dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Senatskanzlei Berlin - Kulturelle Angelegenheiten
Mit Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius