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Öffentliche Vorträge und Veranstaltungen 2013

 

 



Öffentlicher Vortrag
im Rahmen der internationalen Konferenz am ZZF Potsdam "Communist Parties Revisited"

Dr. Jens Gieseke (ZZF Potsdam)

Die SED - Staatspartei in der ostdeutschen Gesellschaft

Fragen und Befunde eines soziokulturellen Zugriffs


Moderation:
Prof. Dr. Frank Bösch (Direktor des ZZF Potsdam)
 


Zeit:

Donnerstag, 5. Dezember 2013
19.00 Uhr


Ort:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Konferenzraum
Am Neuen Markt  9, 14467 Potsdam
 

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Die SED war in der DDR allgegenwärtig – doch wie funktionierten ihre Instanzen im Alltag? Wie balancierte sie die Aufgaben von Staatssicherheit, Medien und Wirtschaft aus? Wer waren ihre Mitglieder und nach welchen Maximen handelten sie? Warum verlor sie ihre Handlungsmacht im Herbst 1989? Dr. Jens Gieseke diskutiert in seinem Vortrag die Spielräume und Grenzen der kommunistischen Staatspartei in der ostdeutschen Gesellschaft und vergleicht sie mit denen der kommunistischen Parteien des Ostblocks.

Jens Gieseke, Jg. 1964, Studium der Geschichte, Politologie und Rechtswissenschaften an den Universitäten Hannover und Potsdam, 2000 Promotion. 1993-2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Seit 2008 Leiter der Forschungsabteilung „Kommunismus und Gesellschaft“ am Zentrum für Zeithistorische Forschung. Zuletzt erschienene Publikationen: Staatssicherheit und Gesellschaft. Studien zum Herrschaftsalltag in der DDR, Göttingen 2007 (Hg.); Handbuch der kommunistischen Geheimdienste in Osteuropa 1944–1991, Göttingen 2008 (hg. mit Krzysztof Persak und Łukasz Kaminski); Allgemeinbildung. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute. Deutsche Geschichte ab 1945. Das muss man wissen, Würzburg 2009 (hg. mit Christoph Kleßmann); Die Stasi 1945–1990, München 2011 (zuvor unter dem Titel: Der Mielke-Konzern. Die Geschichte der Stasi 1945–1990, 1. und 2. Auflage Stuttgart, München 2001, erweiterte und aktualisierte Neuauflage, München 2006); Die Geschichte der SED. Eine Bestandsaufnahme, Berlin 2011 (hg. mit Hermann Wentker).

 


 



Festveranstaltung

Festkolloquium "Die Ost-West-Passage" und Abendveranstaltung zu Ehren von Prof. Dr. Christoph Kleßmann


Donnerstag, 21. November 2013

Festkolloquium, 15 - 18 Uhr

Aufgrund sehr vieler Anmeldungen findet das Festkolloquium nunmehr statt im:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Konferenzraum, Am Neuen Markt  9, 14467 Potsdam

Abendveranstaltung, 19 Uhr s.t.
Ort: Gewölbesaal des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Aus Anlass des 75. Geburtstages von Prof. Dr. Christoph Kleßmann lädt das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam zu einer Festveranstaltung zu Ehren seines früheren Direktors ein, die aus zwei Programmpunkten besteht: einem wissenschaftlichen Kolloquium zum Thema „Die Ost-West-Passage“ am Nachmittag und einer Abendveranstaltung.


"Die Ost-West-Passage"
Festkolloquium zum 75. Geburtstag von Prof. Dr. Christoph Kleßmann
(15 - 18 Uhr im Konferenzraum des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte)

Mit Vorträgen von:


Dr. Renate Hürtgen (Berlin):
Ausreise per Antrag – Der lange Weg nach drüben. Ein Beitrag zu Herrschaft und Alltag in der DDR-Provinz.
Dr. Jan Philipp Wölbern (Potsdam):
Der Häftlingsfreikauf aus der DDR – Zwischen Menschenhandel und humanitärer Aktion.

          16:00 – 16:20 Uhr Kaffeepause

Prof. Dr. Alf Lüdtke
(Universität Erfurt):
Die Grenzübergangsstelle (GÜSt) Bahnhof Friedrichstraße. Alltagsgeschichtliche Überlegungen zu einem Zwischenreich.
Dr. Frank Wolff (Universität Osnabrück):
Die Mauergesellschaft: Plädoyer für eine sozialwissenschaftliche Erforschung des deutsch-deutschen Migrationsregimes, 1961-1989.

Moderation: Prof. Dr. Thomas Lindenberger (ZZF Potsdam)
 

********************

Auf der Abendveranstaltung (19 Uhr s.t., Gewölbesaal, HPBG) sprechen:

Prof. Dr. Martin Sabrow, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
Hommage auf den Anwalt der integrierten Zeitgeschichte

Prof. Dr. Jan Rydel, Pädagogische Universität Krakau
Christoph Kleßmann und Polen

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jürgen Kocka, Humboldt-Universität zu Berlin
Festvortrag: Arbeitergeschichte. Alte Herausforderungen und neue Möglichkeiten

Anschließend kleiner Empfang.

Musikalische Umrahmung durch das Jazz Duo Michael Waaterstraat (Bass) und Volker Frey (Vibraphon).


 




Podiumsdiskussion

"Außenpolitik im Medienzeitalter"


Montag, 4. November 2013, 18 Uhr

Ort: Auswärtiges Amt, Lesesaal, Werderscher Markt 1 (Lichthof), 10117 Berlin

Außenpolitik benötigt oft langwierige Strategien und Vertraulichkeit. Der Medienwandel der letzten Jahrzehnte scheint dies jedoch zunehmend zu unterlaufen. Permanente Meinungsumfragen, Live- Berichte, Online- und Twitter-Meldungen treiben Politiker und Ministerien vor sich her. Das Internet ermöglicht neue Formen der Bürgerbeteiligung, des Protestes und der Verbreitung von Indiskretionen in großem Stil.

Die Podiumsdiskussion erörtert die Bedeutung des Medienwandels für die Außenpolitik in zeithistorischer Perspektive: Was ist wirklich neu an dieser Entwicklung? Wird sie unter- oder überschätzt? Wie interagierten Außenpolitiker und Medien früher, wie tun sie es heute und wie wird die Beziehung in Zukunft aussehen? Wo schaffen sich beide Seiten neue Freiräume? Ist noch mehr Transparenz zu erwarten - und wünschenswert?

Zwei aktuelle Buchpublikationen zum Thema*) geben Anlass zu einem Dialog zwischen hochrangigen und erfahrenen Praktikern aus Medien und Politik mit Zeithistorikern, die sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigen:

Podiumsteilnehmer:
Britta Sandberg, Leiterin des Auslandsressorts "Der Spiegel"
Prof. Dr. Manfred Görtemaker, Universität Potsdam
Prof. Dr. Peter Hoeres, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Uwe-Karsten Heye, Regierungssprecher und Staatssekretär a. D.
Dr. Michael Schäfer, Botschafter a. D. und Vorsitzender des Vorstandes der BMW Stiftung Herbert Quandt

Moderation:
Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

Bitte beachten Sie: Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.
Diese richten Sie bitte per E-Mail an Frau Sylvia Regel: 6-B-3-Vz@diplo.de
Zugang nur mit Personalausweis.


*) Zum Thema der Podiumsdiskussion sind gerade neu erschienen:
Frank, Bösch / Peter Hoeres (Hg.), Außenpolitik im Medienzeitalter. Vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Wallstein: Göttingen 2013.
Peter Hoeres, Außenpolitik und Öffentlichkeit. Massenmedien, Meinungsforschung und Arkanpolitik in den deutsch-amerikanischen Beziehungen von Erhard bis Brandt, Oldenbourg: München 2013.
 


 


Dokumentar-Theater


DAS ENDE DER SED
Die letzen Tage des Zentralkomitees der SED

Spielfassung von theater 89
 

Freitag, 1. November 2013, 19 Uhr

Die Aufführung ist eine Veranstaltung der Leibniz-Gemeinschaft und der Landeszentrale für politische Bildung Berlin 

Ort:
 
Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestr. 111, 10115 Berlin

Eintritt frei.
Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter veranstaltungen@leibniz-gemeinschaft.de oder telefonisch unter  030 – 20 60 49 –56.
Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist und diese nach Eingang der Anmeldung vergeben werden. Einlass ab 18 Uhr.

              

Musik: Jörg Huke

Es spielen:
Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Alexander Höchst, Reinhard Scheunemann, Matthias Zahlbaum, Mirko Zschocke sowie
die Singeakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Rudolf Tiersch

Regie:
Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme: Klaus Noack
Dramaturgie: Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung: Hans-Hermann Hertle

Unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle entmachteten Politbüro und Zentralkomitee der SED am 17. und 18. Oktober 1989 Generalsekretär Erich Honecker. Doch statt der erhofften Stabilisierung der Macht unter Thronfolger Egon Krenz begann der rapide Zerfall der Partei. Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, die zu DDR-Zeiten strengster Geheimhaltung unterlagen undniemals veröffentlicht werden sollten, offenbaren die damaligen Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED. Wie ein Flugschreiber dokumentieren sie die letzten verzweifelten Rettungsversuche, erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz der SED-Herrschaft im Herbst 1989. Was unmittelbar politisch und weithin geschichtlich folgenreich war, lässt sich heute in der zeitlichen Distanz als Gleichnis über Realitätsferne und -blindheit von Machteliten in abgehobenen, totalitären Strukturen lesen. Die Theater-Uraufführung findet am Schauplatz der historischen "Uraufführung", dem ehemaligen Sitzungssaal des SED-Zentralkomitees – heute Europasaal – im Auswärtigen Amt statt.

Die Spielfassung beruht auf den Abschriften der Original-Tonbandmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, veröffentlicht in: Hans-Hermann Hertle/Gerd-Rüdiger Stephan (Hg.), Das Ende der SED. Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED. Mit einem Vorwort von Peter Steinbach, 5. durchgesehene Auflage, Ch. Links Verlag: Berlin 2012.

   



Ringvorlesung im Wintersemester 2013/14

Inszenierte Vergangenheit:
Reenactment in Medien. Kunst und Wissenschaft


Ort:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9 d, 14467 Potsdam


Zeit:
  30. Oktober 2013 - 5. Februar 2014, jeweils 18:00 - 21:00 Uhr        


Organisation:

Georg Koch (ZZF Potsdam)
Magdalena Marszalek (Universität Potsdam)
Stefanie Samida (ZZF Potsdam)
Anja Schwarz (Universität Potsdam)


Veranstalter:

Die Ringvorlesung ist eine Kooperationsveranstaltung des ZZF Potsdam und der Universität Potsdam
 

Kurzbeschreibung:
Derzeit gewinnt die performative Nachstellung von Ereignissen der Vergangenheit in populären, pädagogischen, medialen und künstlerischen Kontexten an Bedeutung. Die Ringvorlesung thematisiert verschiedene Formen des Reenactments aus medienwissenschaftlicher und ethnologischer Perspektive und lässt Praktiker zu Wort kommen, die mit dem Reenactment künstlerisch oder wissenschaftlich experimentieren.Derzeit gewinnt die performative Nachstellung von Ereignissen der Vergangenheit in populären, pädagogischen, medialen und künstlerischen Kontexten an Bedeutung. Die Ringvorlesung thematisiert verschiedene Formen des Reenactments aus medienwissenschaftlicher und ethnologischer Perspektive und lässt Praktiker zu Wort kommen, die mit dem Reenactment künstlerisch oder wissenschaftlich experimentieren.


Plakat mit Terminen (pdf)

 

Termine der Ringvorlesung

30.10.2013
Ulf Otto (Hildesheim): Historicist Masquerades – Practices and Politics of Reenactment

13.11.2013
Andreas Sturm (Aachen): living history = past ÷ me × authenticity. Didaktik und Qualitätssicherung performativer Geschichtsdarstellung

27.11.2013
Andreas Mischok (Hannover) und Olaf Löschke (Berlin): Die Wannsee-Konferenz 1942 / 2012 – Ein Dokumentar-Theater-Projekt des Historikerlabors.

11.12.2013
Der angekündigte Termin muss leider kurzfristig abgesagt werden.
Der Vortrag von Kate Elswit (Bristol) entfällt.

08.01.2014
Dorota Sajewska (Warschau): Erster Weltkrieg reenacted: Verfilmung - Nachstellung - Reinszenierung

22.01.2014
Matthias Jung (Frankfurt a. M.): Archaische Illusionen: Die SWR-Produktion ‚Steinzeit – das Experiment‘

05.02.2014
Mamoun Fansa (Berlin): Die Vergangenheit im Experiment. Möglichkeiten und Grenzen der Experimentellen Archäologie
 

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungsterminen ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.


Kontakt und weitere Informationen:
Dr. Stefanie Samida
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
E-Mail: samida@zzf-pdm.de



 



Buchpräsentation

"Alltagsperspektiven im besetzten Warschau"

Ort: Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Majakowskiring 47, Berlin-Pankow

Zeit: Mittwoch, 23. Oktober 2013, 18.00 Uhr

Kooperationsveranstaltung des ZZF Potsdam und des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
 

Tausende deutsche Beamte waren während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Polen beschäftigt und hielten mit ihrer täglichen Arbeit die zivile Besatzungsverwaltung am Laufen. Wie nahmen diese ihren Arbeitsalltag und ihre vom nationalsozialistischen Terror geprägte Umwelt wahr? In welchem Verhältnis standen ideologische Überzeugung und professionelle Pflichterfüllung? Und welchen Beitrag können private Fotografien leisten, um diese Fragen zu beantworten?

Prof. Dr. Rudolf Jaworski (Universität Kiel) und Florian Peters (ZZF Potsdam) präsentieren ihre alltagsgeschichtliche Studie, die auf dem umfangreichen fotografischen Nachlass des 1939-1944 im Fernmeldeamt der "Deutschen Post Osten" in Warschau beschäftigten deutschen Postbeamten Hermann Beyerlein basiert. Sie bieten neue Einblicke in Alltag und Wahrnehmungsmuster eines höheren Zivilbeamten während der deutschen Besatzung in Polen, die trotz ihrer verheerenden Folgen im kollektiven Gedächtnis in Deutschland weitaus weniger präsent ist als in Polen. Anschließend diskutieren mit den Autoren:

Priv.-Doz. Dr. Annette Vowinckel, Projektleiterin des Verbundprojekts "Visual History" am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Dr. Stephan Lehnstaedt, Deutsches Historisches Institut Warschau

Moderation: Dr. Magdalena Saryusz-Wolska, stv. Direktorin des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Download Flyer (pdf)
 



Lesungen


Fabelhafte Familien? - Kindheiten in der DDR

Die DDR gibt es seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr, sie gehört für sehr viele Menschen nicht mehr zu etwas real Erlebtem, sie ist für sie nicht einmal mehr Vergangenheit. Umso bemerkenswerter sind die literarischen DDR-Kindheitserinnerungen der letzten Jahre. In zwei Veranstaltungen will der Förderverein des ZZF mit vier Autorinnen und Autoren ins Gespräch kommen, die autobiographische Erinnerungen in Literatur transformieren. Mit den Büchern von Marion Brasch und André Kubiczek stehen am 11. Juli Romane im Mittelpunkt, die sich die Freiheit der Fiktion nehmen, um mit dem Faktischen umzugehen. Irina Liebmann und Maxim Leo, die am 12. September zu Gast sind, weisen ihre Bücher schon im Untertitel als Biografie des Vaters bzw. als Familienchronik aus. In allen vier Büchern wird die Sicht der Kinder auf die Eltern artikuliert, nicht die der Wissenschaft auf historische Subjekte. Durch ihre jeweils besonderen Geschichten öffnen die Autorinnen und Autoren den Blick auf ein Land, das es nicht mehr gibt.

Ein Projekt im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2013
"spiel und ernst – ernst und spiel. kindheit in brandenburg"

Veranstalter: Kulturland Brandenburg e.V. in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, der Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam" und dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur der Universität Potsdam

Marion Brasch und André Kubiczek im Gespräch
11. Juli 2013, 18.00 Uhr

Ort der Lesung:
Remise des HBPG (Kutschstall), Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
 

Um 20.00 Uhr - im Anschluss an die Lesung - lädt der Förderverein des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam zum Sommerfest des Instituts in den Kutschstall ein.

*******************

Irina Liebmann und Maxim Leo im Gespräch
12. September 2013, 18.00 Uhr


Ort der Lesung:
Remise des HBPG (Kutschstall), Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam


Download: Flyer der Veranstaltung (pdf)
 


 

Präsentation des Portals zur DDR-Presse

Zeit: 27. Juni 2013, 18 Uhr

Ort:
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Simón-Bolívar-Saal, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin

Um Anmeldung bis zum 20. Juni 2013 wird gebeten. Per eMail: pr@sbb.spk-berlin.de

Veranstalter: ZZF Potsdam und Staatsbibliothek zu Berlin

Alte Ausgabe der Zeitung "Neues Deutschland"Im Projekt DDR-Zeitungsportal wurden die drei Tageszeitungen "Neues Deutschland", "Berliner Zeitung" und "Neue Zeit" von Beginn ihres Erscheinens bis 1990 bzw. 1994 (Neue Zeit) digitalisiert und nach Layouterkennung und Artikelsegmentierung auf Artikelebene als Volltext erschlossen. Dieses von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wurde in den letzten vier Jahren realisiert und konnte am 31. Mai 2013 abgeschlossen werden. Die Präsentation der Zeitungen erfolgt im Portal DDR-Presse innerhalb des Zeitungsinformationssystems ZEFYS.

Die Zeitungen werden für die wissenschaftliche Forschung frei zugänglich und unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF Potsdam) steuert vertiefende Informationen durch Einführungs- und Hintergrundtexte zum DDR-Pressesystem bei. Ergänzende biografische Informationen liefert die Datenbank der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur "Wer war wer in der DDR".

Im Einführungsvortrag wird die Realisierung dieses Retrodigitalisierungsprojekts von der brüchigen Zeitungsseite bis zur komfortablen Recherche dargestellt. Der Kooperationspartner ZZF diskutiert Möglichkeiten der zeithistorischen Kontextualisierung digitalisierter Pressematerialien. Der Projektpartner Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS berichtet über den Prozess der Layouterkennung und Artikelsegmentierung. Der Zeithistoriker Ilko-Sascha Kowalczuk wird aus der Sicht des Nutzers über zeithistorische Forschung und die Recherche in Onlineportalen sprechen.


PROGRAMM

Begrüßung
Karl-Werner Finger
Ständiger Vertreter der Generaldirektion der Staatsbibliothek zu Berlin

Vorstellung des Projekts
Almut Ilsen
Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
Vom brüchigen Papier zur Volltextrecherche. Das Portal zur DDR-Presse

Christine Bartlitz und Karsten Borgmann
Wissenschaftliche Mitarbeiter, Abteilung V "Zeitgeschichte der Medien- und
Informationsgesellschaft" am ZZF Potsdam
DDR-Presse digital. Möglichkeiten der zeithistorischen Kontextualisierung

Stefan Paal
Leiter der Arbeitsgruppe Dokumentenverarbeitung,
Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme
IAIS in Bonn/Sankt Augustin
Qualitätsgesicherte Artikelseparierung für Zeitungsarchive

Vortrag
Ilko-Sascha Kowalczuk
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in der Abteilung
Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR
Zwischen Lust und Last. Zeithistorische Forschungen und Onlineportale

Kleiner Empfang


EINLADUNG ZUM DOWNLOAD (pdf)


Presseportal.zzf-pdm.de
Das Portal bietet eine wissenschaftliche Forschungsumgebung mit Einführungs- und Hintergrundtexten zum Pressesystem der DDR.

Zefys bei der Staatsbibliothek zu Berlin
Alle, die einen Bibliotheksausweis oder einen OpenID-Account (VDB) haben (kostenlos erhältlich auf xlogon.net), können über das Internet auf die Volltexte zugreifen.




Vortrag

Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum

Alter Wein in neuen Schläuchen?
Perspektiven der Antisemitismusforschung


Ort:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam

Zeit:
Donnerstag, 13. Juni 2013, 18:00  bis 19:30 Uhr

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)


Die Referentin, Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, ist Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Zuvor leitete sie von 2001 bis 2011 das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg.

 


 



Präsentation des Heftes "Antiliberales Europa"
der Zeitschrift "Zeithistorische Forschungen"

 


Ort:

Centre Marc Bloch
Georg-Simmel-Saal   
Friedrichstr. 191, 10117 Berlin

Zeit:
Dienstag, 4. Juni 2013, 18 bis 20 Uhr

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)
Centre Marc Bloch

Organisation:
Priv.-Doz. Dr. Daniel Schönpflug


Um Anmeldung wird gebeten unter: info@cmb.hu-berlin.de
Der Eintritt ist frei.


Programm

Einführung und Moderation:

Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam)

Präsentation des Heftes durch die Herausgeber:
Prof. Dr. Dieter Gosewinkel (Wissenschaftszentrum Berlin)
Prof. Dr. Peter Schöttler (CNRS/Centre Marc Bloch)

Kommentare:
Prof. Dr. em. Hartmut Kaelble (Humboldt-Universität zu Berlin)
Dr. Nicolas Hubé (Université Paris 1)


Das "Antiliberale Europa" ist das Thema von Heft 3/2012 der Zeitschrift " Zeithistorische Forschungen". Es geht um die "dunkle" Seite moderner Europakonzeptionen sowie um die Effekte zwangsweiser Europäisierung, wie sie sich u.a. in der nationalsozialistischen Herrschaftspraxis gezeigt haben. Die zweifache These lautet: Erstens waren antiliberale Vorstellungen von Europa nicht schlicht anti-europäisch; im Gegenteil, sie zielten darauf ab, spezifische Konzepte der europäischen Integration durchzusetzen. Zweitens ist die Europäisierung durch Gewalt kein Widerspruch in sich; sie kann sogar – unter bestimmten Umständen – den Prozess der europäischen Integration stärken. Beides, antiliberale Europakonzeptionen und Europäisierung durch Gewalt und Krieg, waren möglicherweise notwendige Bedingungen für den durchgreifenden Prozess der europäischen Integration nach 1945.
In einer gemeinsamen Veranstaltung wollen das Centre Marc Bloch und das Zentrum für Zeithistorische Forschung die wichtigen Ergebnisse dieses Heftes präsentieren und diskutieren.

Inhaltsverzeichnis des Heftes "Antiliberales Europa" (3/2012) der Zeitschrift "Zeithistorische Forschungen"
 

Kontakt für weitere Informationen:
info@cmb.hu-berlin.de
 



Buchpräsentation

Matthias Judt

Der Bereich Kommerzielle Koordinierung


Ort:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur   
Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Zeit:
Donnerstag, 16. Mai 2013, 18 Uhr

Veranstalter:
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Verlag Ch. Links
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF Potsdam)


Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


Begrüßung:
Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung

Im Gespräch:

Andreas Förster, Journalist
Dr. Hans-Joachim Jeschke, 1985-90 Generaldirektor des VEB Synthesewerk Schwarzheide
Dr. Matthias Judt, Wirtschaftshistoriker am ZZF Potsdam


Den Bereich Kommerzielle Koordinierung und seinen Chef, Alexander Schalck-Golodkowski, umgibt der Mythos des "Sensationellen" und "Skandalösen": Die KoKo angeschlossenen Firmen handelten mit Waffen und Kunstgütern, beschafften für das MfS Spionagetechnik und versorgten die DDR-Volkswirtschaft mit solchen Erzeugnissen.
Welche Wirkungen die KoKo-Tätigkeit af die wirtschaftliche Entwicklung der DDR hatte, wie das alltägliche Geschäft der Unternehmen der KoKo aussah, welche Privilegierung diese Unternehmen hatten - diesen Themen geht Matthias Judt in seiner neu erschienenen Studie "Der Bereich Kommerzielle Koordinierung. Das DDR-Wirtschaftsimperium des Alexander Schalck-Golodkowski - Mythos und Realität nach, die auf der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert wird.
 

Flyer (PDF)



Public Lecture

Jill M. Massino
(University of North Carolina-Charlotte)


Crime and Punishment: Pronatalism as a
Form of State Violence in Ceausescu's Romania
 

Ort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 9 D   
14467 Potsdam

Zeit:
Donnerstag, 16. Mai 2013, 13.30 Uhr

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Abt. I

Flyer (PDF)
 



Institutskolloquium

Historisches Quartett


Ort: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Großer Seminarraum, Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam

Zeit:
Donnerstag, 2. Mai 2013, 18 Uhr

Zwei Mal im Jahr diskutiert das "Historische Quartett" des ZZF Potsdam neue zeitgeschichtliche Veröffentlichungen. Die öffentliche Abendveranstaltung soll auf aktuelle Bücher neugierig machen und ein Forum der Diskussion bieten. Die Wissenschaftler/innen des Podiums haben drei zeithistorisch interessante Neuerscheinungen dieses Frühjahrs ausgewählt, die gegenwartsnahe gesellschaftliche Veränderungen untersuchen.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Verein der Förderer und Freunde des Zentrums für Zeithistorische Forschung. Der Eintritt ist frei.

Podium:
Frank Bösch, Jan-Holger Kirsch, Kathrin Kollmeier und Annette Vowinckel (ZZF Potsdam)

Diskutierte Publikationen:

Wolfgang Streeck
Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2013.

Thomas Großbölting
Der verlorene Himmel. Glaube in Deutschland seit 1945, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2013.

Katharina Kucher/Gregor Thum/Sören Urbansky (Hg.)
Stille Revolutionen. Die Neuformierung der Welt seit 1989, Frankfurt a.M.: Campus 2013.

Wolfgang Streeck fragt in seinem Buch "Gekaufte Zeit" nach den Wurzeln der gegenwärtigen Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftskrise. Thomas Großbölting setzt sich in "Der verlorene Himmel" mit den Veränderungen der Glaubenspraxis in Deutschland seit 1945 auseinander. Katharina Kucher, Gregor Thum und Sören Urbansky legen mit ihrem Sammelband "Stille Revolutionen" ein Lesebuch vor, das den Wandel Europas und der Welt, der Räume und der Menschen seit der Epochenzäsur von 1989 einzufangen versucht.

Zudem wird der aktuelle Film "NO!" von Pablo Larraín diskutiert. Darin geht es um ein Referendum, das der chilenische Diktator Pinochet 1988 abhalten ließ. Die Opposition engagiert einen jungen Werbefachmann als Berater ihrer Kampagne, die das Regime unter Druck setzen soll.

Flyer Historisches Quartett (PDF)
 


Dokumentar-Theater

 

 

                                                                       DAS ENDE DER SED

Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED

Spielfassung von theater 89



Ort:
Zionskirche, Zionskirchstraße 32, 10119 Berlin                               

Zeit: Freitag, 19. April 2013, 19 Uhr

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin/Staatskanzlei, Abteilung Kulturelle Angelegenheiten, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.Die Spielfassung beruht auf den Abschriften der Original-Tonbandmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, veröffentlicht in:
Hans-Hermann Hertle/Gerd-Rüdiger Stephan (Hg.), Das Ende der SED. Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED. Mit einem Vorwort von Peter Steinbach, 5. durchgesehene Auflage, Ch. Links Verlag: Berlin 2012.

Musik: Jörg Huke

Es spielen:
Angelika Perdelwitz, Katrin Schell, Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Alexander Höchst, Reinhard Scheunemann, MAtthias Zahlbaum, Mirko Zschocke sowie
die Singeakademie Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Rudolf Tiersch

Regie:
Hans-Joachim Frank
Bühne und Kostüme: Klaus Noack
Dramaturgie: Jörg Mihan
Idee und wissenschaftliche Beratung: Hans-Hermann Hertle

Unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle entmachteten Politbüro und Zentralkomitee der SED am 17. und 18. Oktober 1989 Generalsekretär Erich Honecker. Doch statt der erhofften Stabilisierung der Macht unter Thronfolger Egon Krenz begann der rapide Zerfall der Partei. Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, die zu DDR-Zeiten strengster Geheimhaltung unterlagen undniemals veröffentlicht werden sollten, offenbaren die damaligen Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED. Wie ein Flugschreiber dokumentieren sie die letzten verzweifelten Rettungsversuche, erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz der SED-Herrschaft im Herbst 1989. Was unmittelbar politisch und weithin geschichtlich folgenreich war, lässt sich heute in der zeitlichen Distanz als Gleichnis über Realitätsferne und -blindheit von Machteliten in abgehobenen, totalitären Strukturen lesen. Die Theater-Uraufführung findet am Schauplatz der historischen "Uraufführung", dem ehemaligen Sitzungssaal des SED-Zentralkomitees – heute Europasaal – im Auswärtigen Amt statt.

Flyer (PDF)


Bitte bestellen Sie Ihre Karten direkt bei theater 89 unter der email Adresse karten[at]theater89.de oder telefonisch unter 030 - 311 611 90.

 




Veranstaltungsreihe "Menschen unter Diktaturen"

Nächste Veranstaltung: 5. Dezember 2013, Vortrag von Prof. Dr. Jörg Baberowski:
"Wege aus der Gewalt. Chruschtschow und die Entstalinisierung in der Sowjetunion"

"Gewalt" und "Stalinismus" sind zwei Synonyme, mit denen sich Jörg Baberowski in langjährigen Forschungen ausführlich auseinandergesetzt hat. In seinem Vortrag "Wege aus der Gewalt - Chruschtschow und die Entstalinisierung in der Sowjetunion" widmet er sich nun der Frage, welche Rolle die Gewalt für die Sowjetunion nach Stalin spielte: Nach dem Tode Stalins gab es für die Gefolgsleute und die Untertanen nichts als die Diktatur. Es hatte in Russland und in der Sowjetunion niemals eine Demokratie gegeben. Was nach dem Tod Stalins geschah, könnte man als Überwindung des Schreckens in der Diktatur bezeichnen. Chruschtschow und die Reformer beendeten die Gewalt, sie sprachen über die Verbrechen der Vergangenheit und rehabilitierten Hunderttausende, aber sie erhielten die Diktatur, die diese Exzesse einst ins Werk gesetzt hatte. Die historische Forschung vertrat die Auffassung, dass die Reformen Chruschtschows nicht weit genug gegangen, dass alle Chancen zur Demokratisierung des Landes vertan worden seien. In Wahrheit gab es nichts als die Diktatur und Chruschtschow hatte kein anderes Instrument als die Partei, um Veränderungen voranzutreiben. Die Entstalinisierung war ein Werk der Diktatur, die vollbrachte, wozu niemand sonst imstande gewesen wäre. Millionen waren ums Leben gekommen, selbst die Täter waren zu Opfern geworden, eine ganze Gesellschaft traumatisiert. Nur eine Ordnung, die diesen Bedingungen gerecht wurde, war imstande, die Sowjetunion zu befrieden. Man könnte auch sagen, dass sich die späte sowjetische Diktatur in eine Zustimmungsherrschaft verwandelte, in der die meisten Menschen besser leben konnten als im Stalinismus. Konsum, der Verzicht auf Gewalt und der Konsens in wichtigen Fragen des Alltagslebens verschafften der Diktatur eine Legitimation, die sie niemals zuvor besessen hatte. Sie befriedete die Gesellschaft und musste Loyalität nicht mehr länger erzwingen.

 



Flyer mit allen Terminen 2013 der Reihe "Menschen unter Diktaturen" 
(PDF)


Die Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - in der Gedenkstätte Lindenstraße, Lindenstraße 54, 14467 Potsdam.
Der Eintritt ist frei.

 

Donnerstag, 24.01.2013
Vortrag
"Die Gemeinschaft Frieden und Aufbau" - Widerstand gegen den Totalen Krieg und Hilfe für verfolgte Juden
Zeit: 19 Uhr

Sonntag, 27.01.2013
Gedenkveranstaltung
68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
Zeit: 12 Uhr

Donnerstag, 21.02.2013
Buchpräsentation-Lesung-Podiumsdiskussion
"Andersdenkende- Oppositionelle aus dem Raum Frankfurt/Oder- Gorzow Wielkopolski Berichten"
Zeit: 19 Uhr

Sonntag, 14.03.2013
Vortrag
Die Häftlinge des sowjetischen Geheimdienstes in Brandenburg und Potsdam
Zeit: 19 Uhr

Sonntag, 21.03.2013

Vortrag und historische Filmaufnahmen
Der "Tag von Potsdam"- Zur historischen Bedeutung einer politischen Inszenierung
Zeit: 18 Uhr
Filmuseum Potsdam

Donnerstag, 04.04.2013
Lesung
"Wir bleiben zusammen, und kein Tod kann uns mehr trennen"
Aus dem Briefwechsel zwischen Helmuth James Graf von Moltke und seiner Frau Freya 1944/45
Zeit: 19 Uhr

Donnerstag, 02.05.2013
Filmvorführung und Podiumsgespräch
"Herbsterinnerungen"- 50 Jahre nach dem  Mauerbau
Ein Film von Christel Hoffmann über Sabine Kauker
Zeit: 19 Uhr

Sonntag, 09.06.2013
Bürgertag zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes in Brandenburg und Potsdam
Zeit: 10 - 18 Uhr

Donnerstag, 18.07.2013
Vortrag
"Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 und seine Umsetzung in Potsdam"
von Annemone Christians

Donnerstag, 05.09.2013
Vortrag
"Revolution und Transformation in Potsdam 1989/90"
von Jutta Braun und Peter Weiß

Donnerstag, 12.09.2013, Beginn: 17:00 Uhr
Eröffnung des Ausstellungsmoduls "Der Haft- und Gerichtsort Lindenstraße 54/55 als Ort rassenhygienischer Verfolgung und politischer Justiz im Nationalsozialismus"

mehr Informationen

Einladung (pdf)
 

Donnerstag, 03.10.2013
Tag der offenen Tür in der Gedenkstätte Lindenstraße


Donnerstag, 07.11.2013
Lesung
"Edeltraut Eckhard - Gedichte und Musik"
von Ines Geipel

Einladungsflyer (pdf)

Donnerstag, 05.12.2013
Vortrag
"Wege aus der Gewalt. Chruschtschow und die Entstalinisierung in der Sowjetunion"
von Jörg Baberowski

Einladungsflyer (pdf)

 


 

Veranstaltungsreihe Potsdamer Gespräche "1933 als Zäsur"
 

 
Weitere Informationen zur Reihe "Potsdamer Gespräche. 1933 als Zäsur?" und Kontakt:
Dr. Irmgard Zündorf
Referentin für Hochschulkooperation und Wissenstransfer
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
zuendorf@zzf-pdm.de
Te.: 0331-28991-13

 


WEITERE TERMINE IN DER VERANSTALTUNGSREIHE
Flyer der gesamten Reihe "1933 als Zäsur" (pdf)


Der „Tag von Potsdam“ und das Jahr 1933 markieren den Beginn der nationalsozialistischen Diktatur. Der Frage, inwieweit die damit verbundenen Veränderungen bereits 1933 für ganz unter - schiedliche Bereiche und Gesellschaftsgruppen spürbar wurden, wird in der Veranstaltungsreihe „1933 als Zäsur?“ nachgegangen.
Die Reihe beginnt mit „Der andere Tag von Potsdam“ und wird bis Ende des Jahres – jeweils einmal im Monat – das Jahr 1933 mit Blick auf dessen Bedeutung für die Kirche, das Militär, die Region Brandenburg oder verschiedene Minderheiten beleuchten.

Die Reihe wird vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendels - sohn Zentrum (MMZ), dem Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte (HBPG), dem Potsdam Museum, dem Filmmuseum Potsdam, dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, der Stiftung Garnisonkirche, dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), der Branden - burgischen Landeszentrale für politische Bildung (BLpB), der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Fol - gen der kommunistischen Diktatur (LAkD) und der Gedenkstätte Lindenstraße organisiert.
 

Auftaktveranstaltung am 21. März 2013
Der andere Tag von Potsdam
Betrachtungen
Gunter Fritsch (Landtagspräsident) und Prof. Dr. Martin Sabrow (Historiker)
Der Tag von Potsdam" und seine Inszenierung
Ort: Filmmuseum Potsdam, Breite Straße 1 A, 14467 Potsdam
Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung (BLpB)


Programm:

9.00 Uhr / 10.00 Uhr / 11.00 Uhr
Lesung
"Pünktchen und Anton"

16.45 Uhr
Buchvorstellung
"Der Tag von Potsdam" durch Wissenschaftler des Moses Mendelsohn Zentrums und den Verlag de Gruyter

18.00 Uhr
Vortrag und Film
Der "Tag von Potsdam" - eine Inszenierung und ihre Bedeutung

20.30 Uhr
Filmvorführung
"Emil und die Detektive"

Programmflyer (pdf)


4. April 2013
Vortrag von Dr. Olaf Glöckner:
Die Auswirkungen des Arierparagraphen vom 7. April 1933 auf jüdische Juristen in Potsdam und Umgebung

Ort: Moses Mendelssohn Zentrum, Am Neuen Markt 8, 14467 Potsdam
Veranstalter: Moses Mendelssohn Zentrum

30. Mai 2013
Vortrag von Dr. Fabian Scheffczyk:
Die "Machtergreifung" in der Provinz. Das Beispiel des Gauleiters Kube und des Landesdirektors v. Arnim-Rittgarten

Ort: Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Veranstalter: Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte

13. Juni 2013
Vortrag von Dr. John Zimmermann:
1933 als Zäsur für das Militär

Ort: Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Veranstalter: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

18. Juli 2013
Vortrag von Dr. des. Annemone Christians:
Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 und seine Umsetzung in Potsdam

Ort: Gedenkstätte Lindenstraße, Lindenstraße 54, 14467 Potsdam
Veranstalter: Gedenkstätte Lindenstraße für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert

22. August 2013
Vortrag von Dr. Ralf Meindl:
1933 als Zäsur in Ostpreußen

Ort: Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Veranstalter: Deutsches Kulturforum Östliches Europa

25. September 2013 (Mittwoch)
Diskussion: Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber und Prof. Dr. Dres. h.c. Christoph Markschies:
1933 als Zäsur für evangelische Kirche und Theologie

Moderation: Prof. Dr. Martin Sabrow
Ort: Potsdam Museum, Benkertstraße 3, 14467 Potsdam
Veranstalter: Stiftung Garnisonkirche Potsdam

24. Oktober 2013

Vortrag von Dr. Wenke Nitz:
1933 - Eine Zäsur für die Potsdamer Stadtgeschichte?

Ort: Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Benkertstraße 3, 14467 Potsdam
Veranstalter: Potsdam Museum

28. November 2013
Vortrag von Dr. Bernd Florath (bitte beachten Sie im gedruckten Flyer die Programmänderung):
Das Jahr 1933 in der Geschichtsschreibung der DDR

Ort: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Haus 17, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam
Veranstalter: Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

12. Dezember 2013
Vortrag von Dr. Stefanie Middendorf:
Hitlers Hauptbuchhalter? Das Reichsfinanzministerium und das Jahr 1933

Ort: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Haus 17, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam
Veranstalter: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

Flyer der gesamten Reihe "1933 als Zäsur" (pdf)

 


 

Vorstellung und Diskussion der Edition
 

"Die UdSSR und die deutsche Frage 1941–1949"
Dokumente aus russischen Archiven"


anlässlich des Erscheinens des vierten Bandes "18. Juni 1948 bis 5. November 1949"


Es diskutieren mit dem Herausgeber Dr. Jochen P. Laufer (ZZF Potsdam):
Wladimir M. Grinin (Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland)
Aleksandr I. Kusnezow (Direktor des Historisch-Dokumentarischen Departements)
Prof. Dr. Alexander O. Tschubarjan (Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften und Direktor des Moskauer Instituts für Allgemeine Geschichte)
Dr. Aleksej A. Sindejew (Mitarbeiter des Moskauer Instituts für Allgemeine Geschichte)

Begrüßung: Dr. Florian R. Simon (Geschäftsführer des Verlags Duncker & Humblot)

Moderation:? Prof. Dr. Martin Sabrow (Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des ZZF Potsdam)

Zeit: Freitag, 25. Januar 2013, 18.00 Uhr

Ort: Botschaft der Russischen Föderation, Unter den Linden 63-65, 10117 Berlin

Anmeldung: bis zum 20. Januar 2013 beim Sekretariat des ZZF Potsdam, unter Tel. 0331 2899157 oder per eMail: sekretariat@zzf-pdm.de

Kurztext:
Der Band ist im Sommer 2012 gleichzeitig in Moskau in russischer und in Berlin in deutscher Sprache erschienen. Im Mittelpunkt stehen die erste Berlin-Krise und der Abschluss der ostdeutschen Staatsgründung. Die abgedruckten Quellen und deren quellenkritische Kommentierung bieten eine neue Perspektive auf die "Berliner Blockade". Die Grundlagen der ostdeutschen Staatsgründung lassen sich nun klarer erkennen. Die Einleitungen und die Kommentierung der identischen Dokumentenauswahl lassen nicht nur den gegenwärtigen Stand der Erschließung sowjetischer Quellen erkennen, sondern verdeutlichen auch deren unterschiedliche Einordnung in die Forschungen zur deutschen und russischen Zeitgeschichte.

Diese Gemeinschaftsleistung des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, des Historisch-Dokumentarischen Departements des russischen Außenministeriums und des Instituts für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften wurde mit Unterstützung der Deutsch-Russischen Historikerkommission vollendet.

* Jochen P. Laufer, Georgij P. Kynin (Hg.), Die UdSSR und die deutsche Frage 1941–1949. Dokumente aus russischen Archiven. Band 4: 18. Juni 1948 bis 5. November 1949, Berlin (Duncker & Humblot), 2012. Weitere Informationen zum Buch

Leserbrief von Jochen Laufer zu einem Artikel im Neuen Deutschland (jpg), Quelle: nd vom 29.1.2013, Seite 14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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