LanguageSwitcher
   Calender of Events       Tagungen       Vorträge       Ausstellungen       Filmreihen       Kolloquium   

Vorträge 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007

 

Öffentliche Vorträge und Veranstaltungen 2008

 

 

Vortrag
Ulrich Herbert: "Europa in der Hochmoderne. Konzept. Kritik und Gegenkritik"

 

Donnerstag, 18. Dezember 2008 | Beginn: 18.00 Uhr
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Seminarraum (Eingang zur Bibliothek des ZZF)
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam

Den Vortrag und die anschließende Diskussion moderiert
Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (ZZF)
  

 

Kurzbeschreibung

Haben die 1970er Jahre einen tiefen Einschnitt in der europäischen Geschichte dargestellt - als Ende des Industrialismus, als Beginn der "Zweiten Moderne"? Wer das bejaht, wird das 20. Jahrhundert nicht mit 1917 oder 1918 beginnen lassen können, denn von hier aus entfaltet sich die Textur des kurzen 20. Jahrhunderts, das durch den Gegensatz zwischen Kapitalismus und Kommunismus geprägt wurde und 1990 sein Ende fand. Wer hingegen die Jahrzehnte zwischen der Hochindustrialisierung seit 1890 und den 1970er Jahren als Einheit sieht und als "Hochmoderne" fasst, stellt einen Bezug her zwischen den Antagonismen der Industriegesellschaften und den großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts - den Weltkriegen, dem Holocaust, dem Hochimperialismus, dem GuLag. Dieses Interpretationsmodell soll vorgestellt und die vorgebrachte Kritik soll kritisch diskutiert werden.


Zur Person

Ulrich Herbert, geb. 1951, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. B. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Migrationsgeschichte des 20. Jahrhunderts sowie der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Mit seiner Dissertationsschrift "Fremdarbeiter. Politik und Praxis des 'Ausländereinsatzes' in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches" schulf Ulrich Herbert 1985 eine der Grundlagen für die öffentliche Diskussion um die Geschichte der Fremdarbeiter in der NS-Zeit und die Frage ihrer Entschädigung. 1992 bis 1995 war er als Direktor der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg tätig (heute Forschungsstelle zur Zeitgeschichte in Hamburg). 1999 erhielt Ulrich Herbert den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Veröffentlichungen u.a.:

Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge
, München 2001; Fremdarbeiter. Politik und Praxis des 'Ausländer-Einsatzes' in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches, Berlin/Bonn 1985, 3. Auflage 1999; Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft, 1903-1989, Bonn 1996; Arbeit, Volkstum, Weltanschauung. Über Deutsche und Fremde im 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 1995


Der Eintritt ist frei
Anmeldung bitte bei Frau Marion Schlöttke:

schloettke@zzf-pdm.de oder Tel.: 0331 - 28991-51

Nähere Auskünfte:
Dr. Hans-Hermann Hertle
Tel. 0331/289 91-31
Fax 0331/28991-50
Email: hertle@zzf-pdm.de

 



Buchvorstellung
Das "Dritte Reich". Eine Einführung

 

Dienstag, 18. November 2008 | Beginn: 20.00 Uhr
Kasino der DKV, Stresemannstraße 111
10963 Berlin-Kreuzberg

Mit einem Vortrag der Herausgeber

Dr.  Dietmar Süß (Friedrich-Schiller-Universität zu Jena)
Dr. Winfried Süß (ZZF Potsdam)

"Was man vom Nationalsozialismus wissen muss"

und einer anschließenden Diskussion

moderiert von
Prof. Dr. Martin Sabrow (ZZF Potsdam)



Kurzbeschreibung

Zum Buch Wo lag das Machtzentrum des »Dritten Reiches«? Wer plante den Judenmord, und wer wagte Widerstand gegen das NS-Regime? Wie profitierten die deutschen »Volksgenossen« von Krieg und Barbarei? Diese und zahlreiche andere Fragen beantwortet die kompakte und verständlich geschriebene Einführung in die Geschichte des „Dritten Reiches“ und liefert dabei nicht nur einen kompetenten Überblick, sondern ermöglicht auch Einblicke in neue Forschungserkenntnisse und aktuelle Debatten.

Die Zeit des Nationalsozialismus ist jene Phase der deutschen Geschichte, die wohl am besten erforscht ist und das größte Interesse beim Publikum erfährt. Untersuchungen zu einzelnen Aspekten des »Dritten Reichs« sind daher in großer Zahl vorhanden, bislang fehlte jedoch ein leicht verständlicher und gut lesbarer Überblick, der zugleich die neuesten Ergebnisse der zeithistorischen Forschung berücksichtigt.
Das vorliegende Buch schließt diese Lücke und bietet eine kompakte und umfassende Einführung in alle wichtigen sowie bislang vernachlässigten Fragen und Interpretationen zum »Dritten Reich«.

Dietmar Süß, geb. 1973, ist akademischer Rat am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die deutsche und britische Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Geschichte der Arbeit und der Arbeiterbewegung sowie die Sozial- und Kulturgeschichte des Luftkrieges.

Winfried Süß, geb. 1966, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, die Geschichte des europäischen Wohlfahrtsstaates sowie die Geschichte sozialer Ungleichheit.

Martin Sabrow, geb. 1954, ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Potsdam. Zuletzt erschien die von ihm mitherausgegebene Studie „Wohin treibt die DDR-Erinnerung? Dokumentation einer Debatte“ 2007.

Eine gemeinsame Veranstaltung des ZZF Potsdam und der Stiftung Topographie des Terrors.
Der  Eintritt ist frei. Eine Anmeldung nicht erforderlich.

Nähere Auskünfte:
Dr. Hans-Hermann Hertle
Tel. 0331/289 91-31
Fax 0331/28991-50
Email: hertle@zzf-pdm.de

Flyer zur Buchvorstellung am 5.11.2008 (PDF)

 

 




Buchpräsentation
Hans-Ulrich Wehlers fünfter Band der Deutschen Gesellschaftsgeschichte

 

Mittwoch, 5. November 2008 | Beginn: 18.00 Uhr
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Kutschstall)
Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und die Universität Potsdam präsentieren den fünften und abschließenden Band von Hans-Ulrich Wehlers "Deutscher Gesellschaftsgeschichte", der den Titel "Bundesrepublik und DDR 1949-1990" trägt. Mit dem Autor diskutieren Manfred Görtemaker, Thomas Lindenberger und Martin Sabrow.

Hans-Ulrich Wehlers Deutsche Gesellschaftsgeschichte gehört zu den herausragenden historischen Werken unserer Zeit. Vor rund zwanzig Jahren erschien der erste Band über Deutschland von 1700 bis 1815 und wurde sofort ein großer Erfolg. Mit dem nun vorliegenden fünften Band gelangt ein Werk zum Abschluss, das mehr als dreihundert Jahre deutscher Geschichte umspannt und eine ganze Generation von Historikern geprägt hat.

Wehlers tragendes Konzept ist über alle fünf Bände hinweg gleich geblieben – und es bleibt zu fragen, ob es auch für die Zeit nach 1945 trägt: Politische Herrschaft und Kultur, Wirtschaft, soziale Ungleichheit stehen im Zentrum der Darstellung, die immer wieder die Frage umkreist, wie Herrschaft organisiert wird und welche soziale Realität sie hervorbringt. Dass dabei das Urteil über die DDR höchst kritisch ausfällt, hat seit dem Erscheinen des Werkes für heftige Auseinandersetzungen in der Fachwelt und Öffentlichkeit gesorgt. Doch auch für die Bundesrepublik diagnostiziert Wehler bei aller demokratischen Verfasstheit überraschende Kontinuitäten sozialer Schichtung und Ungleichheit auf. Das gern gepflegte Bild von der offenen Gesellschaft mit Aufstiegsmöglichkeiten für jedermann weist der Autor in seiner Darstellung als wenig begründet zurück – vor allem die Kontinuität der Eliten und der Besitzverhältnisse ist, wie Wehler herausarbeitet, ein Kennzeichen auch der westlichen Demokratie der Nachkriegszeit.

Im Anschluss an die Buchpräsentation und Diskussion laden die Veranstalter zu einem kleinen Empfang ein.

Veranstalter 
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Universität Potsdam


 


Projektvorstellung und Podiumsdiskussion
Politik und Gesellschaft nach Tschernobyl

 

Dienstag, 4. November 2008 | 19.00 Uhr
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Konferenzsaal
Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam


Begrüßung und Projektvorstellung

Prof. Dr. Martin Sabrow, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
N.N., Volkswagen Stiftung
Prof. Dr. Thomas Bohn, Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. des. Melanie Arndt, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Podiumsdiskussion (Deutsch/Russisch) mit

Anna Golubovska-Onisimova, Mama-86, Kiev
Prof. Gennadij Gruševoj, Den Kindern von Tschernobyl, Minsk
Prof. Dr. Joachim Radkau, Universität Bielefeld
Dr. Astrid Sahm, Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau", Minsk

Moderation: Tobias Münchmeyer, Greenpeace, Berlin

Die Wahrnehmung von und die Auseinandersetzung mit ökologischen Problemen gehörten zu den entscheidenden Katalysatoren, die in der ehemaligen Sowjetunion zu Beginn der Gorbatschowschen Politik der Perestroika die Erosion des staatlichen Politikmonopols durch eine Mobilisierung von Bürgerinteressen vorantrieben.

Eine ganz besondere Rolle spielte dabei die Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, des Masterstudienganges Osteuropastudien des Elitenetzwerks Bayern an den Universitäten München und Regensburg, der Europäischen Humanistischen Universität Vilnius sowie der Kiever Mohyla-Akademie wird der Einfluss der Reaktorkatastrophe auf Politik und Gesellschaft in Belarus, der Ukraine, Litauen, Deutschland und Russland untersucht.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Einheit in der Vielfalt. Grundlagen und Voraussetzungen eines erweiterten Europas" von der Volkswagen Stiftung gefördert.

Im Anschluss an die Diskussion findet ein kleiner Empfang statt


Anmeldung bis 3.11.2008 erbeten bei Frau Oleksandra Bienert
Email: bienert@zzf-pdm.de
Fax: 0331-74510-143 oder
Briefpost: Zentrum für Zeithistorische Foschung Potsdam
Dr. des. Melanie Arndt
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Projektleiterin und Ansprechpartnerin
Dr. des. Melanie Arndt: arndt@zzf-pdm.de

Weitere Informationen:
www.after-chernobyl.de
www.zzf-pdm.de


Flyer zur Projektvorstellung und Podiumsdiskussion (PDF)






Workshop und Zeitzeugengespräch
Exiliados políticos espanoles en el Bloque del Este. Memoria e historia
Spanische politische Flüchtlinge im Ostblock. Gedächtnis und Geschichte

 

Freitag, 24. Oktober 2008 | 10.00 - 19.00 Uhr
Centre Marc Bloch Berlin
Schiffbauerdamm 19, 10117 Berlin


Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungs-Programm

10.00 - 12.30 Uhr
(ausschließlich in spanischer Sprache)

Introduccíon/Einleitung: Prof. Dr. Cathérine Gousseff (Centre Marc Bloch Berlin)

Dr. Magdalena Garrido (London School of Economics) Espanoles en la Unión Soviética. Historia y memoria / Spanier in der Sowjetunion. Gedächtnis und Geschichte

Aurelie Dennoyer (Doktorandin) Exiliados communistas espanoles en la RDA / Spanische kommunistische Emigranten in der DDR

Dr. Szilvia Pethö (Universität Szeged) Es exilio de communistas espanoles en Hungría y en Checoeslovaquia. Semejanzas y diferencias / Spanische Kommunisten im ungarischen und tschechoslowakischen Exil. Ähnlichkeiten und Unterschiede

14:00-16:00
(ausschließlich in spanischer Sprache)

Justyna Wózniak (Uniwersytet Warszawa) Refugiados españoles en la República Popular Polaca / Spanische Flüchtlinge in der Volksrepublik Polen

Dr. José M. Faraldo (ZZF) Una nota comparativa / Vergleichende Bemerkungen

Prof. Dr. Enrique Líster (Université de Poitiers) Comentario / Kommentar

17:00-19:00
(in deutscher Sprache)

Encuentro con protagonistas / Gespräch mit Zeitzeugen:
- Mercedes Alvarez
- Prof. Dr. Enrique Líster

Moderador /Moderator: Prof. Dr. Thomas Lindenberger (stellv. Direktor des ZZF)

Veranstalter 
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Centre Marc Bloch Berlin
Gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung





Buchvorstellung und Podiumsdiskussion
"Affäre Walter". Eine vergessene DDR-Verhaftungswelle aus dem Jahre 1951


Donnerstag, 4. September 2008 | 19.00 Uhr
Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund
Brüderstr. 11/12, 10178 Berlin

Kurzbeschreibung

Am 8. September 1951 wurde „Fred Walter“ in Ost-Berlin von der sowjetischen Geheimpolizei festgenommen. „Walter“ war Mitarbeiter der antikommunistischen „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU) gewesen, im Frühjahr 1951aber zum amerikanischen Geheimdienst übergewechselt. Nur Stunden nach seiner Festnahme begann die in ihren Folgen wohl todesopferreichste Verhaftungswelle nach Gründung der DDR, die bis heute weitgehend unbekannt geblieben ist. Diese vergessene Verhaftungswelle erhielt den Namen ihres mutmaßlichen  Verursachers – „Affäre Walter“. Innerhalb weniger Wochen wurden etwa 200 Personen festgenommen, von denen etliche mit „Walter“ zusammengearbeitet hatten – die meisten davon in Sachsen. Sie hatten Flugblätter gegen das kommunistische Regime verteilt und Informationen gesammelt. Die Untersuchungen führte die sowjetische Besatzungsmacht. In einer Reihe von geheimen Prozessen vor sowjetischen Militärtribunalen fielen beinahe 50 Todesurteile; mehr als 40 Menschen wurden in Moskau erschossen oder starben im Lager.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eintritt frei.

Veranstaltungs-Programm

Begrüßung
Erhard Weimann
Staatssekretär und Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund
Michael Beleites 
Sächsischer Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Einführung
Enrico Heitzer,
Autor des von der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderten Buchprojektes, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg/assoziierter Doktorand am Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Podiumsgespräch mit
Dr. Thomas Ammer, Euskirchen
Dr. Falco Werkentin, Berlin

Moderation: Dr. Hans-Hermann Hertle, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Der Sächsische Landesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Flyer zur Veranstaltung




Ausstellungseröffnung
"Gesichter des Prager Frühlings. 1968 in der tschechoslowakischen Fotographie"


Mittwoch, 3. September 2008 | 18.00 Uhr
in den Bahnhofspassagen Potsdam, Eingang Lange Brücke,
Babelsberger Str. 16, 14473 Potsdam

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Slowakischen Republik und der Tschechischen Republik, den Botschaften beider Republiken in Deutschland sowie ihrer Kulturinstitute in Berlin und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und ist von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Beteiligt haben sich darüber hinaus das Institut für Zeitgeschichte an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und das Historische Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.

Eine Anmeldung zur Ausstellungseröffnung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungs-Programm

Begrüßung
Prof. Dr. Martin Sabrow
Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
Prof. Dr. Johanna Wanka 
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Dr. Milan Coupek
Gesandter-Botschaftsrat der Botschaft der Tschechischen Republik

Einführung
Dr. Jürgen Danyel,
Kurator und stellvertretender Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam



Ivan go home

Der tschechoslowakische Widerstand
gegen die Okkupation vom 21. August 1968 und seine Folgen

Vortrag und Diskussion

Mittwoch, 27. August 2008 | 18.00 bis 20.30 Uhr
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung Potsdam
Heinrich-Mann-Allee 107 (Haus 117)
14473 Potsdam

Foto: Václav Toužimský


Referenten
Dr. Oldrich Tuma
Direktor des Instituts für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag

Dr. Jitka Svobodova
Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Zeitgeschichte

Moderation: Dr. Jürgen Danyel, Bereichsleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam  

Kurzbeschreibung
Der tschechoslowakische Versuch eines „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ wurde mit dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Vertrages am 21. August 1968 gewaltsam beendet. Die politische Führung der CSSR entschied sich, keinen Widerstand zu leisten, und forderte die Bevölkerung zu Ruhe und Besonnenheit auf. Ungeachtet dessen formierte sich eine breite Bewegung des Protestes und gewaltfreien Widerstandes gegen die Besatzer. In Prag und in vielen anderen Orten des Landes kam es zu spontanen Aktionen, Sitzstreiks und dem Bau von Barrikaden. Über mehrere Monate dokumentierte die Bevölkerung ihre Aufsässigkeit in vielen kleinen Akten von Resistenz und Verweigerung: Straßenschilder wurden entfernt, Graffitis forderten die Truppen zum Verlassen des Landes auf und überall prangten die Symbole der nationalen Unabhängigkeit.

Die Veranstaltung liefert einen Einblick in diese vielfältigen Formen des zivilen Ungehorsams gegenüber den Besatzern und den sich formierenden konservativen Kräften in der Kommunistischen Partei. Erinnert wird an den Freitod des Studenten Jan Palach und die gewaltsame Niederschlagung der Bevölkerungsproteste am 1. Jahrestages des Einmarsches im August 1969. Anhand von neueren Untersuchungen werden einzelne Schicksale von Tschechen und Slowaken vorgestellt, die im Zuge der Auseinandersetzungen mit den Besatzungstruppen uns Leben gekommen sind.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte Prag, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam  und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.





Präsentation und Diskussion der aktuellen Studie
"Hedwig Bollhagen und die Marwitzer Keramikwerkstätten in der NS-Zeit"



Montag, 14. Juli 2008 | 15.00 Uhr
Konferenzraum im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam


Kurzbeschreibung
Die Planungen zur Einrichtung eines Museums für die Keramikerin Hedwig Bollhagen in Potsdam hatten im Februar/März diesen Jahres zu einer heftigen Debatte um ihre Rolle im Nationalsozialismus geführt. Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam hat daraufhin dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) den Auftrag erteilt, die NS-Geschichte der Bollhagen-Werkstätten zu erforschen. Für das ZZF hat die Berliner Historikerin Dr. Simone Ladwig-Winters eine Expertise zu "Hedwig Bollhagen und die Marwitzer Keramikwerkstätten in der NS-Zeit" erstellt. Forschungsergebnisse dieser Studie sollen auf der öffentlichen Veranstaltung präsentiert und mit Fachleuten der Arisierungs- und Wiedergutmachungsproblematik diskutiert werden. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Veranstaltungs-Programm

Begrüßung
Gert Streidt (Gechäftsführender Direktor des HBPG)

Präsentation des Forschungsvorhabens zu Hedwig Bollhagen
Prof. Dr. Martin Sabrow (Direktor des ZZF)
Dr. Simone Ladwig-Winters (Historikerin und Autorin des Gutachtens zu Hedwig Bollhagen)

Podiumsdiskussion
Dr. Frank Bajohr (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)
Prof. Dr. Constantin Goschler (Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr. Dieter Ziegler (Ruhr-Universität Bochum)

Moderation: Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF)

Schlusswort
Jann Jakobs (Oberbürgermeister Potsdam)

Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte






Der Krieg, die Partei (KPdSU) und der Beginn meiner Arbeit im
auswärtigen Dienst der UdSSR, 1943-1956

Referent: Georgij Pavlovic Kynin



Mittwoch, 11. Juni 2008 | 17.00 Uhr c.t.
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Vortragsraum, Am Neuen Markt 9d (Eingang: Bibliothek des ZZF)

Kurzbeschreibung
Georgij Pavlovic Kynin wurde 1925 geboren, er kämpfte 1943–1945 in der Roten Armee und studierte danach am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen. Die diplomatische Arbeit führte ihn nach Wien, Berlin, Rostock und Leipzig. Im Rang eines Gesandten arbeitete er von 1978 bis 1997 in der Historisch-Diplomatischen (Dokumentarischen) Verwaltung des Moskauer Außenministeriums, dem er bis 2005 als Konsultant verbunden blieb. Veröffentlichungen u.a.: Die UdSSR und die deutsche Frage, 1941–1948, Bände 1–3 hrsg. und bearb. von Georgij P. Kynin und Jochen P. Laufer, Duncker & Humblot: Berlin 2004.





Reisen in den Prager Frühling

Begegnungen Ost- und Westdeutscher mit dem tschechoslowakischen Experiment

Podiumsdiskussion

Mittwoch, 14. Mai 2008 | 18.00 Uhr
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung Potsdam

Programm (PDF)





Prosperität und Krise

Wirtschaftshistorische Perspektiven auf das 20. Jahrhundert

Flyer zur Vortragsreihe (PDF)


Kurzbeschreibung
Die deutsche Wirtschaft erlebte im 20. Jahrhundert außergewöhnliche Krisen und spektakuläre Aufschwungphasen. Drei international bekannte Wirtschaftshistoriker greifen in einer Vortragsreihe diese Phänomene aus verschiedenen Perspektiven auf und widmen sich mit der Massenarbeitslosigkeit, der Gewalt und der Globalisierung auch heute noch zentralen Fragen der Wirtschaftsentwicklung.

Termine

Do., 8. Mai 2008 | 18.00 Uhr
Prof. Dr. Werner Abelshauser (Bielefeld)
Massenarbeitslosigkeit. Eine Diagnose aus (wirtschafts-)historischer Perspektive

Di., 24. Juni 2008 | 18.00 Uhr
Prof. Dr. Adam Tooze (Cambridge)
Ökonomie und Gewalt im 20. Jahrhundert: Wirtschaftsgeschichte im Zeitalter der Extreme

Do., 3. Juli 2008 | 18.00 Uhr
Prof. Dr. Harold James (Princeton/Florenz)
Globalisierung und internationale Wirtschaftsordnung in historischer Perspektive

Veranstaltungsort
Heilig-Geist-Kapelle
Spandauer Str. 1
10199 Berlin
(Nähe S-Bahnhof Hackescher Markt)

Veranstalter
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Humboldt-Universität zu Berlin
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam




Menschen unter Diktaturen

Veranstaltungsreihe des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
und des Potsdam-Museums
21. Februar 2008 bis 5. Juni 2008

Programm der Veranstaltungsreihe im 1. Halbjahr 2008 (PDF)


Kurzbeschreibung
Die Gedenkstätte "Lindenstraße 54/55" steht wie kein anderer Ort in Potsdam für die Kontinuität politischer Verfolgung im 20. Jahrhundert. Das 1737 errichtete barocke Anwesen verzeichnete über die nachfolgenden fast 200 Jahre eine wechselvolle Geschichte - bis zum Jahr 1933. Während der NS-Diktatur wurden hier Gegner des Nationalsozialismus inhaftiert und ein Erbgesundheitsgericht installiert. Von 1945 bis 1952 befand sich an diesem Ort ein Untersuchungsgefängnis des sowjetischen Geheimdienstes, der die Inhaftierten zu langjährigen Haftstrafen oder zum Tode verurteilen ließ. Der DDR-Staatssicherheitsdienst (Stasi) betrieb das Gefängnis von 1952 bis 1989 als Untersuchungshaftanstalt.

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und das Potsdam-Museum laden im Jahr 2008 zu der Veranstaltungsreihe "Menschen unter Diktaturen" in die Gedenkstätte "Lindenstraße 54/55 für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert" ein. Geplant sind jeweils vier Veranstaltungen im ersten und zweiten Halbjahr.

Beginn der Veranstaltung ist jeweils 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Termine

Do., 21. Februar 2008 | 19.00 Uhr
Verriegelte Zeit
Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin Sibylle Schönemann
Moderation: Gabriele Schnell

Do., 10. April 2008 | 19.00 Uhr
Strafjustiz im Nationalsozialismus
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Petra Fuchs, Claus Peter Ladner und Dr. Thomas Schaarschmidt
Kooperationsveranstaltung mit der Fördergemeinschaft "Lindenstraße 54"
Moderation: Dr. Hans-Hermann Hertle

Do., 20. Mai 2008 | 19.00 Uhr
Widerständiges Verhalten im DDR-Militär
Podiumsgespräch mit Dr. Thorsten Dietrich, Heini Fritsche, Dr. Rüdiger Wenzke und Hannes Wittenberg
Kooperationsveranstaltungs mit dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam
Moderation: Dr. Hans-Hermann Hertle

Do., 5. Juni 2008 | 19.00 Uhr
Widerstand und Verfolgung:
Die Jakob-Saefkow-Bästlein-Gruppe in Berlin und Potsdam 1942-45

Vortrag und Gespräch mit Dr. Annette Neumann und Dr. Bärbel Schindler-Saefkow
Moderation: Gabriele Schnell

Veranstaltungsort
Gedenkstätte "Lindenstraße 54/55 für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert"
im EG
Lindenstr. 54
14467 Potsdam

Veranstalter
Potsdam-Museum
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 
Alle Rechte an Texten, Bildern und sonstigen Inhalten liegen beim ZZF (2011).