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Öffentliche Vorträge und Veranstaltungen 2010

 




Vortragsreihe

Die Geschichte der SED zwischen Mauerbau und Mauerfall





Ort:

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5, 10117 Berlin


Zeit:
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.00 Uhr


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung nicht erforderlich.


Veranstalter

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
 

 

Zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist die Geschichte der SED nach wie vor unzureichend erforscht. Das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung koordinieren zwei Forschungsgruppen, die sich mit der Geschichte der DDR-Staatspartei in den Jahren zwischen 1961 und 1989/90 befassen. Dieser Forschungsverbund, in den Nachwuchswissenschaftler an den Universitäten Jena, Leipzig und Chemnitz eingebunden sind, wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert.
Im Rahmen der Vortragsreihe »Die Geschichte der SED zwischen Mauerbau und Mauerfall« werden in den Monaten Oktober 2010 bis März 2011 Mitarbeiter der beiden Projektverbünde sowie Fachkolleginnen und -kollegen aus dem In- und Ausland ihre Perspektiven auf die SED-Geschichte zur Diskussion stellen.



Termine

Mittwoch, 20. Oktober 2010 | 18.00 Uhr
Die SED in der staatssozialistischen Gesellschaft
Vortrag von Prof. Dr. Ralph Jessen (Universität Köln)


Mittwoch, 3. November 2010 | 18.00 Uhr
Die SED als Instrument der Diktaturdurchsetzung
Vortrag von Dr. Mike Schmeitzner (Hannah-Arendt-Institut Dresden)


Mittwoch, 17. November 2010 | 18.00 Uhr
Gesichtslose "Apparatschiks"? Die SED und ihre Funktionäre
Vortrag von Dr. Rüdiger Bergien (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Einladung zum Vortrag (PFD)


Mittwoch, 1. Dezember 2010 | 18.00 Uhr
Die SED und Moskau
Vortrag von Dr. Jens Gieseke (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Einladung zum Vortrag (PFD)


Mittwoch, 15. Dezember 2010|18.00 Uhr

War die SED reformfähig? Chancen und Scheitern von Reformansätzen in der Staatspartei

Vortrag von Dr. Andreas Malycha (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin)


Mittwoch, 12. Januar 2011 | 18.00 Uhr
Das Verhältnis von SED und MfS
Vortrag von Dr. Helge Heidemeyer (Abteilung Bildung und Forschung der BStU, Berlin)


Mittwoch, 9. Februar 2011 | 18.00 Uhr
Herrschaftsalltag der regionalen SED-Funktionärselite im Spannungsfeld zwischen zentralen Vorgaben und Eigeninteressen
Vortrag von Dr. Heinz Mestrup (Münster)
 

Mittwoch, 23. Februar 2011 | 18.00 Uhr
Die Partei im Betriebsalltag
Vortrag von Prof. Dr. Sandrine Kott (Universität Genf)


Mittwoch, 9. März 2011 | 18.00 Uhr
Von der SED zur PDS und Linkspartei
Vortrag von Dr. Gero Neugebauer (Freie Universität Berlin)
 

>>Flyer mit Programmübersicht als PDF<<



Kontakt:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Dr. Jens Gieseke
Am Neuen Markt 1

14467 Potsdam
Email: gieseke@zzf-pdm.de

Tel.: 0331 745101-24

www.zzf-pdm.de



Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur

 


"Über Grenzen"
48. Deutscher Historikertag Berlin 2010


28. September - 1. Oktober, Humboldt-Universität zu Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Referentinnen und Referenten aus insgesamt 28 Ländern verleihen dem 48. Deutschen Historikertag mit dem diesjährigen Motto „Über Grenzen“ eine besondere Bedeutung. Bewährte Programmpunkte und Angebote wie das Doktorandenforum konnte der Berliner Historikertag fortführen, neue Facetten wie etwa die Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung bei den Veranstaltungen für Schüler sind hinzugekommen. Neben den Fachsektionen bietet der Historikertag seinen Besuchern in Berlin erneut eine sehr umfangreiche Verlagsausstellung – diesmal mit rund einhundert Verlagen und Wissenschaftsinstitutionen – sowie ein abwechslungsreiches Programm mit Exkursionen und Führungen durch die Berliner Wissenschaftslandschaft. Der 48. Deutsche Historikertag, veranstaltet vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands gemeinsam mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands, findet 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat die Schirmherrschaft übernommen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam sind an sechs Sektionen beteiligt. Zudem laden das ZZF und der Böhlau Verlag zu einer Buchpräsentation ein.

Mittwoch, 29. September 2010 | 9.15-13 Uhr | HS 1.205
Sektion "Genealogien der Menschenrechte"

Einführung: Stefan-Ludwig Hoffmann (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam): Zur Genealogie der Menschenrechte

Samuel Moyn (New York): Do Human Rights Have a Prehistory?
Hans Joas (Erfurt/Chicago): Die Geschichte der Menschenrechte als Sakralisierung der Person
Jan Eckel (Freiburg): Moralischer Interventionismus. Zur Neuerfindung des internationalen
Menschenrechtsaktivismus in den 1970er Jahren
Michal Kopecek (Prag): Dissidence, Human Rights, and Liberal Nationalism in East Central Europe 1968–1989

Kommentar: Sandrine Kott (Genf)

Mittwoch, 29. September 2010 | 14.00-15.00 Uhr | HS 1.307
Buchpräsentation: Tobias Schulz: "Sozialistische Wissenschaft", Die Berliner Humboldt-Universität 1960-1975, Köln 2010.

Ort: HU Berlin, Dorotheenstraße 24
Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Böhlau Verlag

Begrüßung: Johannes van Ooyen (Böhlau Verlag )
Einführung: Tobias Schulz (Autor)
Diskussion:
Christoph Markschies (Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin),
Martin Sabrow (Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam),
Tobias Schulz (Autor)

Mittwoch, 29. September 2010 | 15.00-18.00 Uhr | HS 2.097
Sektion "Flucht und Vertreibung ausstellen - aber wie? Das geplante Dokumentationszentrum der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" in der Kontroverse


Moderation: Dr. Jürgen Danyel (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

K. Erik Franzen (Collegium Carolinum),
Manfred Kittel (Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung),
Claudia Kraft (Universität Erfurt),
Marita Krauss (Universität Augsburg),
Martin Schulze Wessel (LMU München),
Robert Traba (Historisches Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Berlin/Warschau)

Mittwoch, 29. September 2010 | 18.15-20.00 Uhr | HS 2.301, Reutersaal
Podiumsdiskussion "Historische Zäsuren"


Auf dem Podium diskutieren:
Ute Daniel, Anselm Doering-Manteuffel, Konrad H. Jarausch, Werner Plumpe

Impulsreferat: Martin Sabrow (Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Donnerstag, 30. September 2010 | 9.15-13.00 Uhr | HS 2.097
Sektion "Public History – Geschichte in der Öffentlichkeit.
Das zwanzigjährige Jubiläum von „1989“ im Spannungsfeld von akademischer und öffentlicher Zeitgeschichte

Moderation: Irmgard Zündorf (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Einführung: Simone Rauthe (Köln)

Sven-Felix Kellerhoff (Berlin), Frank Bösch (Gießen): Historiker als Journalisten
Rosmarie Beier-de Haan (Berlin), Olaf Hartung (Gießen): Historiker in Museen/Gedenkstätten
Anna Kaminsky (Berlin), Edgar Wolfrum (Heidelberg): Historiker als „Aufarbeiter“
Thomas Fischer (Konstanz, Hanno Hochmuth (Berlin): Historiker als Filmemacher

Kommentar: Martin Sabrow (Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Tagungsbericht der Sektion "Public History" auf HSK

Verfasserin: Ruth Rosenberger, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland


Donnerstag, 30. September 2010 | 9.15-13.00 Uhr | HS 1.601
Sektion "Abschied von der Industrie? Die Bundesrepublik im wirtschaftlichen Strukturwandel der 1970er Jahre – Branchenstudien und internationale Vergleichsaspekte"


Einführung: André Steiner (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam):Wirtschaftlicher Strukturwandel als historisches Problem


Jörg Lesczenski (Frankfurt/M.): Nachfrage, Technik, Politik und der Wandel von Tourismusunternehmen 1965–1989
Silke Fengler (Wien): „…von der Bildfläche verschwunden“ – Strukturwandel in der Fotoindustrie 1970–2000
Ralf Ahrens (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam): Krisenreaktionen einer innovativen „alten“ Industrie: Maschinenbau in den 1960er und 1970er Jahren
Ingo Köhler (Göttingen): „Nicht nur ein Wettersturz.“ Automobilindustrie, Ölpreisschocks und der Wandel der Nachfragestrukturen in den 1970er Jahren

Kommentar: Andreas Wirsching (Augsburg)

Freitag, 1. Oktober 2010 | 9.15-13.00 Uhr | HS 1.601
Sektion "Clan-Strukturen und Policy-Akteure. Die Machtzentralen der staatssozialistischen Parteien zwischen Poststalinismus und Perestroika"

Einführung und Moderation: Jens Gieseke (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Susanne Schattenberg (Bremen): Dnepropetrovsk an der Macht. Clanstrukturen im ZK von Breschnjew bis Gorbatschow
Francesco Di Palma (Berlin): Die ZK-Abteilung für internationale Verbindungen der SED und der Eurokommunismus der PCI und PCF. Akteure, Funktionsweise, Probleme
Petru Weber (Szeged): Minderheitenpolitik im Kommunismus. Steuerungsprobleme und institutionelle Konflikte der ungarischen und rumänischen KP-Zentralen in den achtziger Jahren
Rüdiger Bergien (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam): Policy-Akteure im „Großen Haus“. Der ZK-Apparat der SED und die Performativität kommunistischer Herrschaft

Kommentar: Christoph Boyer (Salzburg)
 


Das komplette Programm des 48. Deutschen Historikertages findes sie hier

 


Podiumsdiskussion und Buchvorstellung

"Der Westen und die Menschenrechte"



Mittwoch | 27. Oktober 2010 | 20.00 Uhr
Berlin Graduate School of Social Sciences
Festsaal
Luisenstraße 56
10117 Berlin
 
Podiumsdiskussion
Stefan-Ludwig Hoffmann (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) und Herfried Münkler (Humboldt-Universität zu Berlin) im Gespräch mit Alexandra Kemmerer (Wissenschaftskolleg zu Berlin)

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam | Wallstein Verlag

Die Menschenrechte gehören heute zu den wichtigsten Glaubensartikeln der westlichen Demokratien. Wer sie anzweifelt, überschreitet im Zeitalter von Weltinnenpolitik die Grenzen einer universellen Moral. Das »Recht auf Rechte« (Hannah Arendt) erscheint als eine Selbstverständlichkeit.

Der von Stefan-Ludwig Hoffmann herausgegebene Band „Moralpolitik. Geschichte der Menschenrechte im 20. Jahrhundert“ verfolgt erstmals historisch, wie die Menschenrechte in den globalen Krisen und Konflikten des vergangenen Jahrhunderts diese Selbstverständlichkeit gewonnen haben. Gezeigt wird, dass es nicht nur eine - westliche - Sprache der Menschenrechte gab, sondern auch eine sozialistische und eine antikoloniale. Erst das Ringen um die Geltung der Menschenrechte hat sie zu einem Leitbegriff internationaler Politik gemacht und in unserer Gegenwart zur Legitimationsformel für humanitäre und militärische Interventionen. In einem von der Rechtswissenschaftlerin und Publizistin Alexandra Kemmerer moderierten Gespräch zwischen dem Herausgeber und Herfried Münkler, Professor für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin, soll die Frage diskutiert werden, wann und warum die Menschenrechte zum globalen Leitbegriff aufgestiegen sind und welche politischen Konsequenzen daraus resultieren.

Mit dem Band eröffnet das Zentrum für Zeithistorische Forschung seine neue Reihe „Geschichte der Gegenwart“ beim Wallstein Verlag.

Cover
Stefan-Ludwig Hoffmann (Hg.)
 

Moralpolitik.
Geschichte der Menschenrechte im 20. Jahrhundert

 

Wallstein Verlag, Göttingen 2010, 437 Seiten
ISBN: 978-3-8353-0639-4
29,90 € (D); 30,80 € (A); CHF 49,90

 

 

 


Einladung als PDF


Vortrag

"Brute Force Technology:
How Engineering Decisions Constrained Social Choice Under Socialism"
  Prof. Paul R. Josephson


Donnerstag, 23. September 2010 | 16.00 Uhr
Seminarraum des ZZF, Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam


Prof. Josephson hält seinen Vortrag in englischer Sprache.

Veranstalter: ZZF Potsdam

 

In seinem Vortrag analysiert Paul Josephson mit dem Topos der “proletarischen Ästhetik” jenen spezifischen Technikstil des Sozialismus, der die Missdeutung der Rolle der Technik in der modernen Gesellschaft widerspiegelte und der gleichzeitig sämtliche Bemühungen, die Technik zu modifizieren, beschränkte, um die Ziele des Sozialismus zu erreichen. Anhand von Beispielen aus dem Wohnungsbau, dem Energiewesen und anderen Wirtschaftssektoren zeigt Josephson, dass die sozialistische Technik, die den Arbeitern eigentlich dienen und sie von Entfremdung und Überlastung befreien sollte, die Beschäftigten statt dessen außerordentlichen ökologischen und Sicherheitsrisiken aussetzte.

Paul R. Josephson ist Professor für Russische und Sowjetische Geschichte am Colby College in Waterville, Maine (USA). Er ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Wissenschafts-, Technik- und Umweltgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Veröffentlichungen u.a.: “Would Trotsky Wear a Bluetooth? Technological Utopianism Under Socialism” (2009), “Resources Under Regimes” (2005), “Industrialized Nature” (2002), “Red Atom” (1999, 2005), “Totalitarian Science and Technology” (1996, 2005) sowie “Lenin’s Laureate. Zhores Alferov’s Life in Communist Science“ (2010). Im kommenden Jahr erscheint seine Umweltgeschichte der Sowjetunion und Russlands bei Cambridge University Press.

Der Vortrag findet im Kontext des internationalen Forschungsprojektes „Politik und Gesellschaft nach Tschernobyl“ und der Forschungsabteilung III des ZZF „Wandel des Politischen im 20. Jahrhundert: Rechte, Normen, Semantik“ statt.


Einladung zum Vortrag als PDF


Kontakt:

Dr. Melanie Arndt (arndt@zzf-pdm.de)
www.after-chernobyl.de

 

 

 

 

 


Aufführung des theater 89 am authentischen Ort

"Hafthaus"
  von Ralf-Günther Krolkiewicz


 

Regie: Hans-Joachim Frank 

Dramaturgie: Jörg Mihan

Musik: Jörg Huke 

Es spielen: Katrin Schwingel, Johannes Achtelik, Bernhard Geffke, Horst Westphal und Matthias Zahlbaum

 

 

 

Donnerstag, 2. September | Donnerstag, 9. September 2010
Beginn jeweils um 19:00 Uhr

Gedenkstätte Lindenstraße 54/55
Lindenstraße 54/55
14467 Potsdam

Eintritt: 10 Euro


Veranstalter: ZZF Potsdam, Potsdam Museum | Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 in  Kooperation mit dem theater 89

 

Ralf-Günther Krolkiewicz (1955 – 2008), ehemaliger Schauspieler und Intendant des Potsdamer Hans-Otto-Theaters, wurde 1984 wegen kritisch-satirischer Texte verhaftet, im Potsdamer Stasi-Untersuchungsgefängnis inhaftiert und zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Unter dem Titel „Hafthaus“ schrieb Ralf-Günther Krolkiewicz 20 Jahre später nieder, was ihm während der Stasi-Untersuchungshaft widerfuhr, ergänzt durch persönliche Briefe. Ent-standen ist ein berührendes Dokument vom Übergriff des Politischen ins Private aus der Spätphase der DDR.

Das Berliner theater 89 erarbeitete von „Hafthaus“ eine Bühnenfassung, die im April 2010 in Berlin uraufgeführt wurde und für den Friedrich-Luft-Preis nominiert ist.


Einladung als PDF

 

Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung über die Aufführung am 2. September 2010 in der Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 "Eindrückliche Demonstration des repressiven Umgangs des DDR-Regimes mit seinen Kritikern"

 

Kontakt:

Dr. Hans-Herrmann Hertle
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Tel.: 0331-2899131
E-Mail:
hertle@zzf-pdm.de

 

 

 

 



Filmvorführung und Podiumsdikussion

"Der Geschichte in die Speichen greifen ..."

Jugendlicher Widerstand in der frühen DDR

 

Montag, 13. September | 19 Uhr
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A/Marstall am Lustgarten
14467 Potsdam

 

Veranstalter: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit dem Potsdam-Museum/Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 und dem ZZF Potsdam

 

Am 13. September 1950 verurteilte ein sowjetisches Militärgericht in Weimar eine Widerstandsgruppe. Diese hatte in Altenburg antikommunistische Flugblätter verteilt und versucht, mit einem selbstkonstruierten Radiosender eine Rede des DDR Präsidenten Wilhelm Pieck zu Ehren Stalins zu stören. Zu ihren Köpfen zählten zwei Liberaldemokraten, 22 und 20 Jahre alt. Beide hatten gegen die Gleichschaltung ihrer Partei in der DDR protestiert. Nach einem einwöchigen Geheimprozess wurden sie gemeinsam mit dem Lehrer Siegfried Flack, 21, von einem sowjetischen Militärtribunal zum Tode verurteilt und kurze Zeit darauf hingerichtet. Zwölf Mitangeklagte mussten für mehrere Jahre ins Zuchthaus oder kamen in sowjetische Lager (Gulag). Später wurde mit dem zunächst entkommenen Oberschüler und Pfarrerssohn Ludwig Hayne ein vierte Jugendlicher hingerichtet. Im Beisein des damals zu zehn Jahren "Besserungsarbeitslager" verurteilten Gerhard Schmale wird der Dokumentarfilm "Vier Schüler gegen Stalin" gezeigt, der die 60 Jahre zurückliegenden Vorgänge beleuchtet.

 

Programm:
Begrüßung:
Veronika Kolb, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Einführung:
Gerhard Schmale, Zeitzeuge

Filmpräsentation:
„Vier Schüler gegen Stalin“ (Autoren: Steffen Lüddemann und Hanno Brühl)

Diskussion:
mit Gerhard Schmale und Enrico Heitzer, Historiker und Autor eines Buches über die Altenburger Gruppe

Diskussionsleitung:
Dr. Jens Gieseke, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam


Die Referenten:
Gerhard Schmale, geb. 1932. Schmale schloss sich 1948/1949 einer Oberschüler-Gruppe in Altenburg an. Er baute zusammen mit Ulf Uhlig seit dem Sommer 1949 einen Radiosender, mit dem anlässlich Stalins 70. Geburtstag im Dezember 1949 versucht wurde, ein Gegenprogramm zu senden. Schmale wurde im April 1950 verhaftet, und zu 10 Jahren Haft verurteilt. Er durchlief mehrere DDR-Haftanstalten. 1956 wurde er entlassen. Schmale ging in die Bundesrepublik und leitete über viele Jahre ein Jugendzentrum der Evangelischen Kirche in der Nähe von Bielefeld.

 

Enrico Heitzer, geb. 1977 in Altenburg, Historiker, assoziierter Doktorand am ZZF Potsdam, Autor der Studie: „Einige greifen der Geschichte in die Speichen.“ Jugendlicher Widerstand in Altenburg/Thüringen 1948 bis 1950, Berlin 2007.

 

Dr. Jens Gieseke, geb. 1964 in Langenhagen, Abteilungsleiter im ZZF, zahlreiche Publikationen, darunter: Der Mielke-Konzern. Die Geschichte der Stasi 1945– 1990, erw. Aufl., München 2006.

 

Einladungsflyer (PDF)

 

Anmeldeformular (PDF)


Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten bis zum 10.09.2010:
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Regionalbüro Berlin-Brandenburg
Frau Yvonne Niewerth
E-Mail: Yvonne.Niewerth@freiheit.org, Tel.: 0331 - 7019197 Fax: 0331 - 7019198

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der vom Potsdam Museum - Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam organisierten Veranstaltungsreihe "Menschen unter Diktaturen" statt.


Einladung zur Buchpremiere

Andrew I. Port

"Die rätselhafte Stabilität der DDR"

Arbeit und Alltag im sozialistischen Deutschland

 

 

Montag, 6. September | 19 Uhr
Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Mohrenstr. 64
10117 Berlin
(direkt am U-Bahnhof Mohrenstraße, U2)
 

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Ch. Links Verlag Berlin


Der Autor Andrew I. Port im Gespräch mit Prof. Dr. Martin Sabrow (ZZF)
Moderation: Dr. Christoph Links (Verleger)

 




Kurzbeschreibung:

Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimarer Republik und das Dritte Reich zusammen – und war also ein rätselhaft stabiler Staat, dessen Bestand, und nicht nur Kollaps, dringend einer Erklärung bedarf. In seiner bahnbrechenden Studie präsentiert Andrew Port eine überraschende Lösung für dieses Rätsel: Einerseits betont er die Bereitschaft der Funktionäre, Kompromisse einzugehen, sobald der Konsens innerhalb der Gesellschaft gefährdet schien, und zeigt damit, dass die DDR kein totalitärer Staat war. Andererseits war sie aber ebenso wenig eine solidarische Notgemeinschaft, sondern eine durch soziale Spannungen zersplitterte Gesellschaft, was Massenunruhen verhinderte und so gleichfalls zur Stabilität beitrug. Port verklärt nicht, noch dämonisiert er: Vielmehr bietet er ein realitätsgetreues Bild des alltäglichen Lebens im sozialistischen Deutschland.
 

Einladungsflyer (PDF)

 


Buchvorstellung

Gebrochene Wissenschaftskulturen. Universität und Politik im 20. Jahrhundert

 

Donnerstag, 1. Juli 2010 | 16:30-18:30 Uhr
Hörsaal im Erdgeschoss der neuen Universitätsbibliothek der HU-Berlin
Geschwister Scholl-Straße 1-3
10117 Berlin


Veranstalter:
Vandenhoeck & Ruprecht



Der bekannte Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmar Tenorth wird das Buch kommentieren und die Herausgeber Rüdiger Hachtmann, Konrad Jarausch und Jürgen John werden mit ihm darüber diskutieren.

 


Kurzbeschreibung:
„Der Kern unserer Universitäten ist gesund“, schrieb 1919 der Orientalist, Staatssekretär und spätere preußische Kultusminister Carl Heinrich Becker nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges. Nötig sei freilich eine umfassende Hochschulreform, um diese Kerninstitution der modernen Wissensgesellschaft ausbau- und demokratiefähig zu gestalten und um über Bildung – so Becker 1930 – Auswege aus der „Kultur- und Geisteskrise der Gegenwart“ zu erreichen. Ähnlich argumentierte der Heidelberger Philosoph Karl Jaspers in der Weimarer Zeit und sogar noch nach der „zweiten deutschen Katastrophe“ der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges in seinen Schriften zur „Idee der Universität“. „Die deutsche Universität ist im Kern verrottet“, urteilte dagegen der Byzantinist und Vorsitzende des Wissenschaftsra-tes Dieter Simon 1991 nach der deutschen Vereinigung und der Integration einstiger DDR-Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in die bundesdeutsche Wissenschafts- und Hochschullandschaft.


In diesem Kontrast-, Spannungs- und Urteilsfeld befasst sich der jüngst im Verlag Vanden-hoeck & Ruprecht (Göttingen) erschienene Band „Gebrochene Wissenschaftskulturen“ zäsur- und systemübergreifend mit Grundlinien deutscher Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte vom Kaiserreich bis in die 1990er Jahre im ambivalenten Verhältnis von „Selbstverständnis und Praxis“ sowie von „Wissenschaft und Politik“. Er setzt dabei in vieler Hinsicht neue, kri-tische Akzente und stellt in Jubiläumsgeschichten tradierte Deutungsmuster in Frage. Seine vier Themenblöcke befassen sich mit den Zeiträumen 1900-1930/33 („Von der Weltgeltung zur Not deutscher Wissenschaft?“), 1930/33-1945/49 („Zwischen Autonomieverlust und Selbstmobilisierung“), 1945/49-1989/90 („Tradition und Modernisierungsversuche im deutsch-deutschen Vergleich“) und seit 1990 („Provinzialität oder Rückkehr zur Exzellenz?“)




 




Ringveranstaltung

1990 als Epochenzäsur


Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF)
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Deutsches Kulturforum östliches Europa

in Kooperation mit:
Filmmuseum Potsdam
Militärgeschichtliches Forschungsamt (MGFA)
Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ)
 

Themen und Termine 2010

Das Jahr 1990 ist in der öffentlichen Wahrnehmung mit einer historischen Zäsur verbunden. Durch die Demokratiebewegungen in Mittel- und Osteuropa wurde die Teilung Deutschlands und Europas überwunden. Die Nachkriegszeit und der Kalte Krieg mit seinen Phasen von Konfrontation und Entspannung, die das Leben der Menschen rund um den Globus prägten, gingen zu Ende. Es zerfiel zunächst das von der Sowjetunion dominierte Wirtschafts- und Militärbündnis, dann die Sowjetunion selbst.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandeln die Vorträge und Podiumsdiskussionen Ereignisse und Entwicklungen jener Umbruchzeit in Deutschland und Europa und thematisieren deren Bedeutung für die Gegenwart.

 

 

Donnerstag, 22. April 2010 | 18.00 Uhr
„Der ungeteilte Himmel“ – Bilder zum Buch
Gespräch und Filmvorführung anlässlich der Foyerausstellung zur gleichnamigen Publikation des Filmmuseums in Anwesenheit von Schauspieler Hermann Beyer und Regisseur Thomas Knauf
Eine Veranstaltung des Filmmuseums Potsdam
Veranstaltungsort: Filmmuseum Potsdam

 

Donnerstag, 29. April 2010 | 19.00 Uhr
1990 – eine Epochenzäsur?
Vortrag: Prof. Dr. Martin Sabrow (ZZF)
Eine Veranstaltung des ZZF in Kooperation mit dem HBPG
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €


Einladung zur Veranstaltung (PDF)
Das vollständige Redemanuskript können Sie hier herunterladen (PDF)

Donnerstag, 27. Mai 2010 | 19.00 Uhr
„Kommt die D-Mark, bleiben wir ...“. Die Wirtschafts- und Währungsunion von 1990 in historischer Perspektive
Podiumsdiskussion mit Prof. Michael C. Burda, Ph.D. (Humboldt- Universität zu Berlin); Prof. Dr. Carl-Ludwig Holtfrerich (Freie Universität Berlin); Prof. Dr. Werner Plumpe (Goethe-Universität Frankfurt am Main); Moderation: Prof. Dr. André Steiner (ZZF)
Eine Veranstaltung des ZZF in Kooperation mit dem HBPG
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €


Einladung zur Veranstaltung (PDF)


Donnerstag, 2. September 2010 | 19.00 Uhr
Vom Fulda-Gap zum Hindukusch. Kriegsbild und Einsatzplanungen der Bundeswehr vor und nach 1990
Vortrag: Oberstleutnant Dr. Helmut R. Hammerich (MGFA)
Eine Veranstaltung des MGFA
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €


Donnerstag, 9. September 2010 | 19.00 Uhr
Oder und Neiße. Graswurzelprojekte an der Grenze. Die Menschen in der deutsch-polnischen Grenzregion
Vortrag und Projektpräsentation: Steffen Schumann, Tina Veihelmann
Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €


Freitag, 1. Oktober 2010 | 18.00 Uhr
Wendepunkte – Psychiatrie im Wandel seit 1990
Filmabend mit Podiumsdiskussion
Eine Veranstaltung des Filmmuseums Potsdam in Kooperation mit dem Paritätischen Landesverband Brandenburg
Veranstaltungsort: Filmmuseum Potsdam


Freitag, 7. Oktober 2010 | 19.00 Uhr
Der Einigungsprozess als Epochenzäsur im Geschichtsbild des Rechtsextremismus
Vortrag: Dr. Gideon Botsch; Dr. des. Christoph Kopke (MMZ)
Eine Veranstaltung des MMZ
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €


Donnerstag, 21. Oktober 2010 | 19.00 Uhr
Armee der Einheit? Die Übernahme von Personal und Material der NVA in die Bundeswehr
Vortrag: Oberst Dr. Winfried Heinemann (MGFA)
Eine Veranstaltung des MGFA
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €


Donnerstag, 28. Oktober 2010 | 19.00 Uhr
Abkehr vom Anti-Zionismus. Die späten Versuche der DDR, ihr (Nicht-)Verhältnis zu Israel zu reparieren
Vortrag: Olaf Glöckner (MMZ)
Eine Veranstaltung des MMZ
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €


Donnerstag, 4. November 2010 | 19.00 Uhr
Oder und Memel – alte und neue Grenzen in Europa
Vortrag: Uwe Rada (Journalist und Autor, Berlin)
Moderation: Dr. Klaus Harer (Deutsches Kulturforum östliches Europa)
Eine Veranstaltung des HBPG in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa
Veranstaltungsort: HBPG
Eintritt: 3 €

 

>>Flyer mit Programmübersicht als PDF<<


Die wissenschaftlichen Institutionen und die Museen am Neuen Markt in Potsdam bilden ein Ensemble von hervorragenden Einrichtungen im Bereich der Geistes- und Kulturgeschichte. Die historischen Bauten am schönsten Platz der brandenburgischen Landeshauptstadt beherbergen sieben national und international renommierte Institute, die sich in ihrer Forschung und bei der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an ein breites Publikum wenden. Das thematische Spektrum reicht von der Geschichte Brandenburg-Preußens über die Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa bis zu Fragen jüdischen Lebens in Geschichte und Gegenwart, der Filmgeschichte, der Edition der Schriften von Kant, Leibniz und Jean Paul sowie schließlich der deutschen Zeitgeschichte im europäischen Kontext.

Die in ihrem Profil individuellen Institutionen gruppieren sich Am Neuen Markt zu einem in seiner Vielfalt inspirierenden Forum der Geistes- und Kulturwissenschaften. Zahlreiche inhaltliche Schnittmengen bieten die Grundlage für interdisziplinäre Dialoge. Die räumliche Nähe erleichtert Kooperationen und den Austausch mit der Öffentlichkeit. Der Neue Markt ist ein intellektueller und touristischer Anziehungspunkt, der weit über die Grenzen der Region Berlin-Brandenburg ausstrahlt.

 

Adressen der Veranstalter:

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331 2899113


Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Tel.: 0331 6208550

 

Deutsches Kulturforum östliches Europa
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331 200980

 

Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A/Marstall am Lustgarten
14467 Potsdam
Tel.: 0331 2718112

 

Militärgeschichtliches Forschungsamt
Zeppelinstr. 127/128
14471 Potsdam
Tel.: 0331 9714550

 

Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien
Am Neuen Markt 8
14467 Potsdam
Tel.: 0331 28094-0

 


Ringveranstaltung

Die Humboldt-Universität in der DDR

Die Veranstaltungen finden jeweils um 18:00 Uhr c.t. statt
Senatsaal der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10117 Berlin


Eintritt frei


Veranstalter:

Humboldt-Universität zu Berlin
Zentrum für Zeithistorische Forschung


Im Jahr 2010 feiert die Humboldt Universität ihr 200-jähriges Jubiläum. In ihrer facettenreichen und vielschichtigen Geschichte stellt die DDR-Vergangenheit eine wichtige Phase dar. In diesem historischen Abschnitt erhielt die Universität nicht nur ihren heutigen Namen, es ist auch derjenige Abschnitt jüngster Geschichte, der die heutige Hochschule, ihre Strukturen und Schwierigkeiten maßgeblich prägt.

Gemeinsam mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam organisiert die Humboldt-Universität eine Ringveranstaltung mit wissenschaftlichen Vorträgen und Zeitzeugendiskussionen, die zentrale Aspekte der Universitätsgeschichte zwischen 1945 und 2000 darstellt. Ziel der Veranstaltung ist es, kontroverse und schwierige Themen der Universitätsgeschichte durch hochrangige Experten aufzugreifen und mit der universitären und außeruniversitären Öffentlichkeit zu erörtern. Zugleich wird jede Veranstaltung einen Bogen in die Gegenwart schlagen.

 

25. Mai 2010
Kontinuität und Umbruch: Nachleben und Bewältigung des Nationalsozialismus in der Berliner Universität
Prof. Dr. Rüdiger von Bruch, Berlin

 

8. Juni 2010
„Wird es uns Frauen weiter so gehen wie bisher?“ – Wissenschaftlerinnen an der HU nach 1945
Dr. Annette Vogt, Berlin

 

14. Juli 2010
Ideologie und Wissenschaft: Die Universität der 1960er und 1970er Jahre aus Zeitzeugen-Perspektive
Podiumsdiskussion mit Dr. h.c. Wolfgang Thierse, Dr. Guntolf Herzberg und Dr. Christoph Links
Moderation: Prof. Dr. Martin Sabrow (Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des ZZF Potsdam)

 

1. November 2010
Modernisierung unter SED-Diktat? Die Universität vom Mauerbau bis zum Begin der 1980er Jahre
Prof. Dr. Mathias Middell, Leipzig

 

30. November 2010
Im Zeichen der Neuerfindung. Abwicklung und Reform nach 1990
Prof. Dr. Konrad H. Jarausch, Berlin/Potsdam/Chapel Hill, NC

Einladung zur Veranstaltung (PDF)


14. Dezember 2010
Bilanz: Die Humboldt-Universität, die DDR und die Gegenwart
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Mary Fulbrook (Professorin am University College London), Mechthild Küpper (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Meyer (Staatsminister a.D.) und Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz (Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Martin Sabrow (Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des ZZF Potsdam)
 

Einladung zur Veranstaltung (PDF)


>>Flyer mit Programmübersicht als PDF<<


Kontakt:
Dr. Markus M. Payk
Institut für Geschichtswissenschaften
Tel.: 030/2093-70561
Email: payk@geschichte.hu-berlin.de

 


Der Dekan der Philosophischen Fakultät I, Professor Dr. Michael Seadle, lädt ein zur

Antrittsvorlesung  von
 

Prof. Dr. Martin Sabrow
"Die Zeit der Zeitgeschichte"


Mittwoch, 30. Juni 2010 | 18 Uhr c.t.
Senatssaal im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10117 Berlin


Prof. Dr. Martin Sabrow, geb. 1954, ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Seine gegenwärtigen Forschungen beschäftigen sich mit der politischen Geschichte und der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere mit der vergleichenden Geschichte deutscher und europäischer Diktaturen, der Legitimationskultur politischer Herrschaft im SED-Staat, dem Zeitverständnis und Zeitordnungen in den Herrschaftssystemen des 20. Jahrhunderts sowie der Erinnerungskultur.

Er ist Autor zahlreicher Publikationen. Zuletzt erschien:
Martin Sabrow (Hg.): Erinnerungsorte der DDR, München 2009.


Einladung als PDF





Buchpräsentation

»Erinnerungsorte der DDR«

herausgegeben von Martin Sabrow


Dienstag, 13. April 2010 | Beginn: 19.00 Uhr

Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Geschwister-Scholl-Straße 1/3, 10099 Berlin

Eintritt frei

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Verlag C.H. Beck
 

Kurzbeschreibung:

Die DDR gibt es nicht mehr: Im Gedächtnis der Ostdeutschen wie der Westdeutschen lebt sie aber weiter, als totaler Unrechtsstaat ebenso wie in ostalgischer Verklärung und vor allem aber in Erinnerung an die Mühen eines aufrechten Lebens in gedrückten Verhältnissen. Fünfzig Publizisten und Zeithistoriker aus Ost und West analysieren in dem von Martin Sabrow herausgegebenen Buch die wichtigsten Bezugspunkte der Erinnerung an ein untergegangenes Land: Vom Trabi bis zur Transitautobahn, von der Stasi bis zum Sandmännchen, vom Intershop bis zur Bückware, von der Jugendweihe bis zu den Montagsdemonstrationen.


Der Herausgeber, Martin Sabrow, ist Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Martin Sabrow diskutiert mit Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin.

Moderation: Prof. Dr. Paul Nolte, Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin
Begrüßung: Dr. Ulrich Nolte, Verlag C.H. Beck, München
Einführung: Prof. em. Dr. Etienne François, Frankreich-Zentrum der Freien Universität Berlin

Im Anschluss laden die Veranstalter zu einem kleinen Empfang ein.



Veranstaltungsreihe des ZZF Potsdam und des Potsdam-Museums

»Menschen unter Diktaturen«

 

Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimarer Republik und das Dritte Reich zusammen – und war also ein rätselhaft stabiler Staat, dessen Bestand, und nicht nur Kollaps, dringend einer Erklärung bedarf. In seiner bahnbrechenden Studie präsentiert Andrew Port eine überraschende Lösung für dieses Rätsel: Einerseits betont er die Bereitschaft der Funktionäre, Kompromisse einzugehen, sobald der Konsens innerhalb der Gesellschaft gefährdet schien, und zeigt damit, dass die DDR kein totalitärer Staat war. Andererseits war sie aber ebenso wenig eine solidarische Notgemeinschaft, sondern eine durch soziale Spannungen zersplitterte Gesellschaft, was Massenunruhen verhinderte und so gleichfalls zur Stabilität beitrug. Port verklärt nicht, noch dämonisiert er: Vielmehr bietet er ein realitätsgetreues Bild des alltäglichen Lebens im sozialistischen Deutschland.


 

18. März 2010 | 19.00 Uhr
Filmvorführung: "Lindenhotel"
Ein Dokumentarfilm von Andreas Fischer und Fayd Junknickel und einem anschließenden Podiumsgespräch mit den Filmemachern und den Zeitzeugen Herbert Großkopf und Hubert Schmitz
Ort: Gedenkstätte "Lindenstraße 54/55"
Eintritt: 3 €

Einladung zur Veranstaltung (PDF)


6. Mai 2010 | 19.00 Uhr
Die Wiederentdeckung eines vergessenen Autors – zum 80. Geburtstag von Horst Bienek (1930 – 1990)
Der Journalist und Filmemacher Tilman Urbach spricht über Leben und Werk des Autors, der Schauspieler Michael Schrodt (Hans Otto-Theater Potsdam) liest aus bislang unveröffentlichten „Potsdamer Tagebüchern“
Moderation: Hendrik Röder (Brandenburgisches Literaturbüro)
Kooperationsveranstaltung mit dem Brandenburgischen Literaturbüro
Ort: Gedenkstätte „Lindenstraße 54/55“
Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €

Einladung zur Veranstaltung (PDF)


10. Juni 2010 | 19.00 Uhr
Strafjustiz im Nationalsozialismus
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Jörg Berkemann (Richter am Bundesverwaltungsgericht a.D.) mit anschließender Diskussion
Moderation: Claus Peter Ladner (Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“)
Kooperationsveranstaltung mit der Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“
Ort: Gedenkstätte „Lindenstraße 54/55“
Eintritt: 3 €

Einladung zur Veranstaltung (PDF)



13. September 2010 | 19.00 Uhr
„Der Geschichte in die Speichen greifen …“ Jugendlicher Widerstand in der frühen DDR
Filmvorführung und Diskussionsveranstaltung mit Gerhard Schmale (Zeitzeuge) und Enrico Heitzer (Historiker)
Moderation: Dr. Jens Gieseke (ZZF Potsdam)
Kooperationsveranstaltung mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Ort: Filmmuseum Potsdam
Der Eintritt ist frei

Einladung zur Veranstaltung (PDF)


21. Oktober 2010 | 19.00 Uhr
"Eingemauert"
Prof. Manfred Görlach, 1961 unter dem Deliktvorwurf der „Fluchthilfe“ in Ost-Berlin verhaftet, berichtet über seine Haft in Potsdam und Brandenburg Moderation: Dr. Hans-Hermann Hertle ( ZZF Potsdam)
Kooperationsveranstaltung mit der Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“
Ort: Gedenkstätte „Lindenstraße 54/55“
Eintritt: 3 €

Einladung zur Veranstaltung (PDF)


18. November 2010 | 19.00 Uhr
„Menschenhandel oder Menschenrechtspolitik? Der Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR, 1962/63 – 1989“
Vortrag von dem Historiker Jan Philipp Wölbern (ZZF), anschließend Gespräch mit Dr. Hans-Hermann Hertle (ZZF)
Ort: Gedenkstätte „Lindenstraße 54/55“
Eintritt: 3 €

Einladung zur Veranstaltung (PDF)

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe:
Dr. Hans-Hermann Hertle
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Tel.: 0331-2899131
E-Mail: hertle@zzf-pdm.de

 

 





 

Präsentation

»Docupedia-Zeitgeschichte«

 

 

 

Donnerstag, 11. Februar 2010  | 19:00 Uhr 
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin


Das Online-Nachschlagewerk "Docupedia-Zeitgeschichte" geht am 11. Februar 2010 ins Netz und präsentiert sich der Öffentlichkeit. Mit „Docupedia-Zeitgeschichte“ (www.docupedia.de) wird es erstmals ein für das Internet konzipiertes Nachschlagewerk geben, das zentrale Begriffe, theoretische Konzepte, Methoden und Debatten der zeithistorischen Forschung dokumentiert und laufend durch neue Beiträge ergänzt wird. Alle Artikel haben eine dauerhaft zitierfähige Adresse im Netz. Technisch nutzt das Projekt die Softwareplattform MediaWiki und entwickelt diese weiter. „Docupedia-Zeitgeschichte“ kann schneller auf neue Entwicklungen in der Forschung reagieren und Debatten innerhalb des Faches aufnehmen als gedruckte Nachschlagewerke, bietet zahlreiche Partizipationsmöglichkeiten für die Nutzerinnen und Nutzer und publiziert alle Beiträge mit einer umfangreichen Materialumgebung.

„Docupedia-Zeitgeschichte“ ist ein Projekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Gemeinsam mit dem Museum für Kommunikation Berlin lädt die Fachredaktion von „Docupedia-Zeitgeschichte“ alle Interessierten ein, bei der Präsentation und dem Programmstart des Projekts dabei zu sein.


Programm:

Eröffnungs-Getöne: JazzDuo Lüdemann/ Kuchenbuch
Begrüßung: Dr. Jürgen Danyel, ZZF Potsdam
Vortrag: Datendichte und digitale Geschichte/ Stefan Heidenreich, Berlin
Docupedia-Suite: JazzDuo Lüdemann/ Kuchenbuch
Präsentation: Redaktion Docupedia-Zeitgeschichte
3,2,1 … PROJEKTSTART!
Anklick-Blues: JazzDuo Lüdemann/ Kuchenbuch

Im Anschluss an das Programm laden die Veranstalter alle Gäste zu einem kleinen Empfang ein. 

Einladungsflyer mit weiteren Informationen zum Projekt "Docupedia-Zeitgeschichte" (PDF)

Kontakt:
Dr. Jürgen Danyel
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Tel.: 0331-28991-14
Fax: 0331-28991-60
www.zzf-pdm.de

Veranstalter:
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Humboldt-Universität zu Berlin
Museum für Kommunikation Berlin

 

 

 


Docupedia

 

 

 

 

 

Menschen unter Diktaturen

 

 

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