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Öffentliche Vorträge und Veranstaltungen 2012


     

 

Theater-Uraufführung

DAS ENDE DER SED
Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED

Spielfassung von theater 89

Ort: im Auswärtigen Amt, Europasaal, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin-Mitte

Zeit: Sonntag, 11. März 2012, 11 Uhr (Einlass ab 9:30 Uhr)

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin/Staatskanzlei, Abteilung Kulturelle Angelegenheiten, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Die Spielfassung beruht auf den Abschriften der Original-Tonbandmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, veröffentlicht in:
Hans-Hermann Hertle/Gerd-Rüdiger Stephan (Hg.), Das Ende der SED. Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED. Mit einem Vorwort von Peter Steinbach, 5. durchgesehene Auflage, Ch. Links Verlag: Berlin 2012.

Für Besucher der Uraufführung ist eine vorherige namentliche Anmeldung erforderlich unter karten@theater89.de  oder 030-282 46 56. Am Einlass ist ein amtliches Personaldokument vorzuweisen. Für Rollstuhlfahrer ist ein eigener Eingang vorhanden (bitte unbedingt bei der Anmeldung mitteilen).

Unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle entmachteten Politbüro und Zentralkomitee der SED am 17. und 18. Oktober 1989 Generalsekretär Erich Honecker. Doch statt der erhofften Stabilisierung der Macht unter Thronfolger Egon Krenz begann der rapide Zerfall der Partei. Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, die zu DDR-Zeiten strengster Geheimhaltung unterlagen undniemals veröffentlicht werden sollten, offenbaren die damaligen Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED. Wie ein Flugschreiber dokumentieren sie die letzten verzweifelten Rettungsversuche, erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz der SED-Herrschaft im Herbst 1989. Was unmittelbar politisch und weithin geschichtlich folgenreich war, lässt sich heute in der zeitlichen Distanz als Gleichnis über Realitätsferne und -blindheit von Machteliten in abgehobenen, totalitären Strukturen lesen. Die Theater-Uraufführung findet am Schauplatz der historischen "Uraufführung", dem ehemaligen Sitzungssaal des SED-Zentralkomitees – heute Europasaal – im Auswärtigen Amt statt.

 


 

     

 

Buchvorstellung

von Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann

Das Wirtschaftsimperium der deutschen Arbeitsfront 1933-1945

Ort: Stiftung Topographie des Terrors, Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

Zeit: Dienstag, 28. Februar 2012, 19 Uhr

Veranstalter: Stiftung Topographie des Terrors, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


In seinem soeben erschienenen Buch "Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933–1945" (2012) stellt Rüdiger Hachtmann erstmals ausführlich die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert auch deren jeweilige Vorgeschichte sowie "Spuren" nach dem Krieg. Außerdem diskutiert der Autor zahlreiche Grundfragen der Geschichte des "Dritten Reichs": Warum beschränkten sich NS-Organisationen wie die DAF nicht auf die politische Sphäre, warum wurden sie auch als Unternehmer tätig? Welche Folgen hatte dies für die gesamt-wirtschaftlichen Konstellationen? Wie reagierten die privatwirtschaftliche Konkurrenz und die politischen Rivalen? Welche politischen Aufgaben wies die DAF ihrem Konzern zu? Und was hielt das Unternehmenskonglomerat der Arbeitsfront überhaupt zusammen?

Grußwort: Prof. Dr. Frank Bösch, ZZF Potsdam
Vortrag: Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann, ZZF Potsdam
Moderation: PD Dr. Johannes Bähr, Berlin/Frankfurt/M.

weitere Informationen
 


 

 

 

Öffentlicher Vortrag

von Prof. Dr. Martin Sabrow

Zur autobiographischen Bewältigung der kommunistischen Vergangenheit

Ort: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Großer Seminarraum
Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam

Zeit: Donnerstag, 16. Februar 2012, 17.30 Uhr

Veranstalter: Verein der Förderer und Freunde des ZZF e. V.


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Anders als der Untergang der NS-Herrschaft hat der Zusammenbruch des Kommunismus in Europa einen überaus breiten Strom autobiographischer Bewältigungsmuster in der entmachteten Herrschaftselite hervorgebracht. Der Vortrag diskutiert die unterschiedlichen biographischen Muster, in die sich dieser Strom teilt, und fragt nach den narrativen Möglichkeiten, die Spannung zwischen historischer Zäsur und Ich-Identität biographisch zu bewältigen.

Einladung (PDF)

 


     

 

 

 

Podiumsdiskussion

"Quo vadis, zeitgeschichtliche Auftragsforschung?"

Ort: Atrium der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestr. 111, 10115 Berlin

Zeit: Donnerstag, 12. Januar 2012, 18.00 Uhr

Veranstalter: ZZF in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Podium:
Priv.-Doz. Dr. Johannes Bähr (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke (Technische Universität Dresden)
Prof. em. Dr. Hans Mommsen (Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr. Gregor Schöllgen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Dr. Klaus Wiegrefe (Der Spiegel / Hamburg).

Begrüßung und Moderation:  Prof. Dr. Martin Sabrow (Direktor des ZZF)

Auftragsforschung ist in der Geschichtswissenschaft nicht neu. Seit einigen Jahren wächst ihr Umfang jedoch erheblich. Finanziert werden diese Projekte oft nicht nur von Institutionen wie der DFG oder Stiftungen, sondern auch von Bundesministerien, Verbänden und privaten Unternehmen, die ihre Vergangenheit von Historikern erforschen lassen. Zuletzt hat die Veröffentlichung der Studie „Das Amt“ und die anschließende Debatte gezeigt, welche Probleme mit der Auftragsforschung verbunden sein können. Die Kritik richtete sich nicht nur gegen Inhalte, sondern auch gegen die Vergabepraxis und Form des wissenschaftlichen Arbeitens. Die vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam veranstaltete Podiumsdiskussion zieht eine erste kritische Bilanz bisheriger Projekte, diskutiert die historiographische Bedeutung der Auftragsforschung für die Zeitgeschichte und reflektiert, wie Auftragsforschung aussehen sollte, um wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen.


Flyer (PDF)


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 


 

 

Buchpräsentation

Vor der Mauer
Berlin in der Ost-West-Konkurrenz 1948 bis 1961

Der Autor Prof. Dr. Michael Lemke im Gespräch mit Prof. Dr. h.c. Egon Bahr


Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Zeit: Donnerstag, 5. Januar 2012, 19.00 Uhr

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Begrüßung und Moderation:  Prof. Dr. Martin Sabrow (Direktor des ZZF)

Das geteilte, bis zum Mauerbau aber noch offene Berlin war im Kalten Krieg der Schauplatz einer in dieser Unmittelbarkeit einzigartigen Systemkonkurrenz. Michael Lemke untersucht erstmals für beide Teile Berlins, mit welchen Absichten diese Rivalität von Ost- und West in Gesellschaft und Politik gestaltet wurde, wie sie den Alltag der Sektorenstadt beeinflusste und wie deren Bewohner darauf reagierten. Auf breiter Quellenbasis belegt der Autor, dass dieser politische, soziale und kulturelle Wettbewerb paradoxerweise mehr zum Erhalt als zur Auflösung der traditionellen Berliner Verflechtungen beitrug. Er schildert die Befindlichkeiten der politischen Kontrahenten und der vom Konflikt Betroffenen sowie die Kontaktversuche in der geteilten Stadt und die damit verbundenen Skurrilitäten. Wie er zeigen kann, wurden die vielfältigen innerstädtischen Beziehungen in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre für die SED ein eigenständiges Motiv zum Bau der Mauer.


Flyer (PDF)


Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

 

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