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News 2012

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23. April 2012

Technikgeschichte Band 79 (2012) erschienen

Technikgeschichte Band 79Der aktuelle Band der Zeitschrift Technikgeschichte, herausgegeben von Ralf Ahrens (ZZF) und Marcel Boldorf, ist kürzlich erschienen.

Innovationsschwäche war ein Kernproblem staatssozialistischer Wirtschaftssysteme. Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde dieses Phänomen vor allem auf der Branchenebene historisiert. Die in diesem Heft versammelten Aufsätze fokussieren die betriebliche Ebene, ohne deren Stellung innerhalb der planwirtschaftlichen Hierarchie zu ignorieren. Sie beschäftigen sich teils mit Produkt-, teils mit Prozessinnovationen in verschiedenen Branchen. Durch die unterschiedlichen zeitlichen Schwerpunkte von den frühen 1950er bis zu den späten 1980er Jahren bilden sie in der Zusammenschau eine Reihe von wiederkehrenden Grundproblemen betrieblichen Innovationsverhaltens ab. Zugleich beleuchten sie in konkreten, „vor Ort“ angesiedelten Fallstudien die zahlreichen Variationen im Umgang mit externen und internen Innovationshemmnissen auf der Mikroebene, wo viele Aspekte und Akteurskonstellationen besonders plastisch werden.

Mehr Informationen zum Heft
 


12. April 2012

"Historisches Quartett" eröffnete ZZF-Kolloquium im Sommersemester

Den Auftakt zum Institutskolloquium des ZZF machte erstmals ein „Historisches Quartett“. Frank Bösch, Jan-Holger Kirsch, Anne Sudrow und Annette Vowinckel diskutierten vier prominente Neuerscheinungen im Bereich der Zeitgeschichte: „Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte“ (Joachim Radkau), „The 1970s. A New Global History from Civil Rights to Economic Inequality“ (Thomas Borstelmann), „Der Preis der Freiheit. Geschichte Europas in unserer Zeit“ (Andreas Wirsching) und „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt (Jörg Baberowski).

Ziel der Veranstaltung war, sich im Rahmen des Kolloquiums nicht nur mit der Konzeption von Forschung auseinanderzusetzen, sondern auch mit deren Ergebnissen in Buchform. Zudem sollte die Veranstaltung neugierig auf aktuelle Bücher machen, die jenseits der eigenen Spezialgebiete liegen. Bei allen Büchern wurde die Erzählweise, der inhaltliche Zuschnitt und die Argumentation einer kritischen, mitunter kontroversen Debatte unterzogen. Auch die Zuhörer griffen rege mit Kommentaren und Fragen ein. Aufgrund des großen Zuspruches soll dieses neue Veranstaltungsformat zu Beginn des nächsten Semesters wiederholt werden.
 


12. April 2012

Annelie Ramsbrock erhält "Geisteswissenschaften International - Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke"

Die ZZF-Historikerin Dr. Annelie Ramsbrock hat für Ihr Buch "Korrigierte Körper. Eine Geschichte künstlicher Schönheit in der Moderne“ den Preis „Geisteswissenschaften International - Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke“ erhalten. Der Preis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gemeinsam mit dem Auswärtiges Amt, der Fritz Thyssen Stiftung und der VG Wort vergeben und dient der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke in die englische Sprache.

Schönheit ist mehr als nur eine Sache des Geschmacksurteils. Seit der Aufklärung folgt ihre Feststellung gleichermaßen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und sozialen Ordnungsmodellen. Auf welche Weise aber wandelten sich diese Erkenntnisse im Verlauf der Moderne? Welche gesellschaftlichen Strukturen, welche kulturellen Werte und welche medizinischen Paradigmen spiegelten sich Schönheitsidealen? Diesen Fragen geht Annelie Ramsbrock nach, indem sie die Geschichte kosmetisch korrigierter Körper als Geschichte ihrer technischen Erzeugung und sozialen Bewertung denkt und analysiert. Dabei zeigt sie, dass Schönheitsvorstellungen immer auch eine besondere Spielart gesellschaftlicher Selbstbeschreibung waren und stellt somit den „Mythos Schönheit“ zur Disposition. Die Studie ist 2010 an der Freien Universität als Dissertation angenommen worden und kann beim Wallstein Verlag bestellt werden.
 


11. April 2012

Solidarische Ökonomie als Weg aus der Wirtschaftskrise?
ZZF erforscht die Geschichte selbstverwalteter Industriebetriebe in Westeuropa in den 1970er und 1980er Jahren

Die Stiftung Bildung und Wissenschaft fördert zwei neue Dissertationsprojekte am ZZF, die sich mit der Selbstverwaltung in Betrieben der Konsumgüterindustrie in Westdeutschland und Frankreich in den 1970er und 1980er Jahren befassen. Untersuchungsgegenstand sind die Praktiken, Auswirkungen und Werte des „kollektiven Wirtschaftens“ der Belegschaften in der Glashütte Süßmuth in Immenhausen und im Uhrenunternehmen LIP in Besançon.
Die erfolgreich eingeworbenen Drittmittelprojekte sind im von Dr. Anne Sudrow geleiteten Forschungsschwerpunkt „Sozial- und Kulturgeschichte des kollektiven Wirtschaftens in Westeuropa nach 1945“ angesiedelt, der der Abteilung II „Wirtschaftliche und soziale Umbrüche im 20. Jahrhundert“ zugeordnet ist.


20. März 2012

Christoph Kleßmann erhält den Bochumer Historikerpreis 2012

Preis an den Experten für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Industriezeitalters wird im Rahmen eines Festaktes am 30. März 2012 in Bochum verliehen

Prof. Dr. Christoph Kleßmann, einer der profiliertesten deutschen Sozial- und Zeithistoriker, wird mit dem Bochumer Historikerpreis ausgezeichnet. Der Preis wird am 30. März 2012 im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets (HGR) in
Bochum verliehen. Christoph Kleßmann war von 1996 bis 2004 Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF), das er zu einer der produktivsten zeitgeschichtlichen Forschungsstätten in Europa ausbaute und mit dem er bis heute als Senior Fellow eng verbunden ist.

Pressemitteilung vom 23.2.2012 (pdf)

 


 


8. März 2012

ZZF vergibt für 2012 fünf Fellowships an internationale Wissenschaftler 

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) hat für dieses Jahr drei Leibniz Summer Fellowships und zwei Young Eastern European Fellowships (YEEF) vergeben. Eckard Michels (Birkbeck College London),
Daniela Caglioti
(Università di Napoli Federico II) und Brigitta Bernet (ETH Zürich) erhalten die Möglichkeit, jeweils zwei Monate als Leibniz Summer Fellows am ZZF zu arbeiten.
Eckard Michels wird von August bis September zum Thema „Guillaume – eine deutsche Karriere“ forschen. Daniela Cagliotis Projekt während ihres Aufenthalts in Potsdam von Mitte August bis Mitte Oktober lautet „A Transnational History of the Treatment of Enemy Alien during WWI. A Chapter in 20th-Century Demographic and Socio-economic Engineering”. Und Brigitta Bernet wird sich dem Thema
Persönlichkeit als Ressource. Modellierung und Bewirtschaftung des 'humanen Faktors' im Betrieb (1950-2000)“ widmen.
Die Leibniz Summer Fellowships richten sich an erfahrene Wissenschaftler aus dem Ausland. Sie ermöglichen ihnen für einen Aufenthalt von zwei Monaten die Mitarbeit in einer der Forschungsabteilungen des ZZF.

Die russische Wissenschaftlerin Oksana Nagornaja (Süduralische Hochschule für Verwaltung und Wirtschaft, Tscheljabinsk, Russland) und Dean Vuletic (European University Institute, Florence) teilen sich das Young Eastern European Fellowship (YEEF). Oksana Nagornaja forscht ab Ende Juni zwei Monate zum Thema „Ostdeutsche Studierende in der Sowjetunion. Transnationale Räume und berufliche Karrieren im Kontext des Kalten Krieges während der 1950er und 1960er Jahre“ in der Abteilung 1 „Kommunismus und Gesellschaft“ des ZZF. Und Dean Vuletic wird während seines viermonatigen Aufenthalts in Potsdam (September bis Dezember) an seinem Thema „Cultural relations between East ans West Germany and Yugoslavia from 1945 to 1961“ in der Abteilung V „Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft“ des ZZF arbeiten. Das YEEF vergibt das ZZF im Rahmen seines durch die Leibniz-Gemeinschaft geförderten internationalen Gastwissenschaftlerprogramms. Es ermöglichst jungen Postdoktoranden aus Osteuropa einen Forschungsaufenthalt am ZZF.



16. Februar 2012 

digita 2012 für Smartphone-App „Die Berliner Mauer“
Geschichte erlebbar machen / Jury zeichnet mobiles Bildungsangebot aus


Die Smartphone-App „Die Berliner Mauer“ ist am 15. Februar 2012 mit dem Deutschen Bildungsmedien-Preis digita ausgezeichnet worden. Das Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V. und des Deutschlandradios erhielt den Preis in der Kategorie „Privates Lernen“ in der Sparte „über 16 Jahre“.
„Die kostenlos angebotene App“, heißt es in der Begründung der Jury, „überzeugt durch eine große Bandbreite an hochwertigen Informationen. Sie ist einfach, schnell und intuitiv zu bedienen und spricht gleichermaßen Erwachsene und Jugendliche an.“ Die Verleihung erfolgte durch den Schirmherren des digita 2012, den Niedersächsischen Kultusminister Dr. Bernd Althusmann, auf der Bildungsmesse didacta in Hannover.
Die Anwendung für iPhone und Android bietet den Benutzern eine Karte mit detailliertem Mauer-verlauf und multimediale Touren entlang der Berliner Mauer.

Geschichte wird so interaktiv erlebbar – vor Ort und von zu Hause aus. Für die Software wurden über 50 Points of Interests (POIs) in Berlin zusammengestellt. Texte, zahlreiche Bilder, O-Töne und Videos dokumentieren an den einzelnen Punkten die dramatischen Vorgänge des Mauerbaus, der Geschichte und des Falls der Mauer.
Der digita wird seit 1995 jährlich verliehen. Er zählt zu den renommiertesten Preisen in der Bildungswirtschaft im deutschsprachigen Raum. Träger des digita sind das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI), die Intel GmbH und die Stiftung Lesen. Die App basiert auf der Website www.chronik-der-mauer.de. Hier wird die 28jährige Geschichte der Berliner Mauer umfassend multimedial dokumentiert. „Die Berliner Mauer“-App für iPhone und Android sowie die
Webseite www.chronik-der-mauer.de sind zusammen die bisher umfangreichste multimediale Darstellung zur Geschichte der Mauer.

Pressemitteilung des ZZF vom 16. Februar 2012 (PDF)

Info zur App "Die Berliner Mauer" (PDF)



8. Februar 2012 

Tagungsbericht zur Konferenz "Stunde der Regionen" (5.-7.12.2011) online erschienen

Im Revolutionsjahr 1989 formierten sich auch in den Regionen starke Protestbewegungen gegen die kommunistische Diktatur. Doch wann und warum entfalteten regionale Prozesse eine retardierende oder eine beschleunigende Wirkung innerhalb der Gesamtbewegung? Auf Grundlage von aktuellen Projekten diskutierten Forscherinnen und Forscher an drei Tagen, welcher Stellenwert dem „Faktor Region“ für den Zusammenbruch der zentralistisch geführten Regime eingeräumt werden kann und wie sich die empirischen Ergebnisse unterschiedlicher Mikrostudien historisch einordnen lassen.

Dabei wurde deutlich, dass die ostdeutschen Regionen bzw. ländlichen Gebiete in besonderem Maße von ökonomischen, ökologischen und sozialen Krisenerscheinungen betroffen waren, die letztlich zwar nur in vergleichsweise begrenztem Umfang Proteste bzw. oppositionelles Verhalten hervorriefen, jedoch die breite Bevölkerung von der SED und ihrer Politik massiv entfremdete. Geringer offener Protest war gerade hier nicht gleichbedeutend mit Systemloyalität. Zugleich setzten sich im Anschluss an die anfänglichen urbanen Massenproteste und dem folgenden Zusammenbruch der Zentralmacht starke Regionalisierungstendenzen der Friedlichen Revolution durch, die sich, neben Forderungen nach Länderbildung, z.B. in basisdemokratischen Organisationsstrukturen der neuen politischen Kräfte, in der Aufwertung kommunaler Behörden oder in den zahlreichen Runden Tischen manifestierten, die die Revolution als Instrumente der Demokratiebewegung quasi regional flächendeckend institutionalisierten und damit unumkehrbar machten.

Einmal mehr zeigte sich im Tagungsverlauf, dass sich anhand des Forschungsgegenstandes Region sowohl die Unfähigkeit der kommunistischen Parteien zur Gegenmobilisierung als auch gewisse Überlebensprozesse von alten regionalen Eliten und ihren Milieus paradigmatisch illustrieren lassen. Zudem wurden Synergieeffekte diskutiert, die durch die Verbindung regionalhistorischer Fragestellungen mit Theorieansätzen aus der NSB-Forschung entstehen. (Peter Ulrich Weiß)

Zum verkürzten Tagungsbericht von Dr. Peter Ulrich Weiß (PDF)

Zum ausführlichen Tagungsbericht von Sabine Pannen auf H-Soz-u-Kult

Mehr zur Tagung ...



16. Januar 2012 

Nachlese der Podiumsdiskussion "Quo vadis, zeitgeschichtliche Auftragsforschung?" vom 12.01.2012

Die ZZF-Veranstaltung "Quo vadis, zeitgeschichtliche Auftragsforschung?", die am vergangenen Donnerstag statt fand, war ein voller Erfolg. Über 150 Gäste durfte das ZZF im Atrium der Leibniz-Gemeinschaft begrüßen. Wir bedanken uns bei allen Gästen und Organisatoren.

Fotos von der Veranstaltung

Deutschlandradio-Interview zur Auftragsforschung mit Martin Sabrow, Direktor des ZZF

Tagesspiegel-Artikel zur Veranstaltung

 

 

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