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News 2009

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19. Dezember 2009



Zeithistoriker Prof. em. Dr. Christoph Kleßmann mit dem Verdienstorden
der Bundesrepublik Deutschland geehrt


Jann Jakobs ehrt Prof. Dr. Christoph Kleßmann

Der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs ehrte den Zeithistoriker Christoph Kleßmann am Samstag im Auftrag des Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
In seiner Ansprache vor den Angehörigen und Freunden des Geehrten würdigte der Oberbürgermeister dessen Verdienste auf fachlichem Gebiet, um den Ruf der Landeshauptstadt und um das Zusammenleben in der Stadt.
Professor Christoph Kleßmann war bis zu seiner Emeritierung 2003 Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam. Während seiner Tätigkeit als Direktor des ZZF bzw. am Forschungsschwerpunkt Zeithistorische Studien habe er sich um die Förderung des deutsch-deutschen Zusammenwachsens auf wissenschaftlichem Gebiet verdient gemacht, führte Jann Jakobs aus. Zu diesem Zweck habe sich Christoph Kleßmann zudem in zahlreichen Wissenschaftlichen Beiräten und in verschiedenen Vereinigungen engagiert, so zum Beispiel im Deutschen Historikerverband, im Wissenschaftlichen Beirat der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, in der Fachkommission Zeitgeschichte im Johann-Gottfried-Herder-Forschungsbeirat in Marburg, in der Fachkommission der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, im Wissenschaftlichen Beirat der Hamburger Forschungsstelle für Zeitgeschichte, im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und bis 1999 auch als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Archive der Parteien und Massenorganisationen in Berlin.

Mit seinen Leistungen, so der Oberbürgermeister, habe Christoph Kleßmann maßgeblich den Ruf des Zentrums für Zeithistorische Forschung geprägt und sich damit auch um den guten Ruf der Landeshauptstadt Potsdam als Stadt der Wissenschaft verdient gemacht.

Verdient gemacht hat sich Prof. Dr. Kleßmann auch um die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen sowie mit seinen Bemühungen, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu schlagen. Darüber hinaus engagiert er sich bürgerschaftlich in seinem Heimatort Groß Glienicke.

Bild: ZZF/Hans-Hermann Hertle




November 2009



ZZF-Forscherin für Leibniz-Nachwuchspreis nominiert


Friederike Kind-Kovács wurde für ihre Dissertation zum Thema “Out of the drawer and into the West: Tamizdat from the Other Europe and its vision and practice of a transnational literary community (1956-1989)" für den Nachwuchspreis der Leibniz-Gemeinschaft nominiert und gehörte damit zu den “erfolgreichen Sieben” in der Endrunde.

Kind-Kovács war von 2003 bis 2007 Doktorandin im Projektbereich „Massenmedien im Kalten Krieg“ und ist seit Februar 2009 Akademische Rätin am Lehrstuhl für Geschichte Südost- und Osteuropas der Universität Regensburg. In ihrer Dissertation entwickelt sie einen neuen Blick auf die transnationalen intellektuellen Verflechtungen über den Eisernen Vorhang hinweg. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Praxis des „Tamizdat“ (wortwörtlich: der „Dort-[im Westen]Verlag“). Um die verschlungenen und vielfältigen Handlungsweisen und Netzwerke zu rekonstruieren, die es möglich machten, das im Laufe vor allem der siebziger und achtziger Jahre immer mehr unter dem Kommunismus lebende Schriftsteller und Künstler im Westen auch außerhalb der Emigrantenöffentlichkeiten veröffentlicht, gelesen und diskutiert wurden, verbindet diese Arbeit Ansätze der Institutions- und Akteurs-Analyse mit Methoden der Oral History und Netzwerkanalysen. Auf diese Weise kann sie zeigen, wie quer zu nationalen und systematischen Grenzen in den Jahrzehnten vor dem Revolutionsjahr 1989 eine zwar auf die intellektuellen Eliten begrenzte, aber zugleich transnational und bewusst europäische literarische Gemeinschaft entstand, die den historischen Vergleich mit der „république des léttres“ im vorrevolutionären Frankreich des 18. Jahrhunderts nicht zu scheuen braucht.

Friederike Kind-Kovács bahnbrechende Studie zum „Tamizdat“ ist somit ein Beitrag zum historischen Verständnis des Entstehens einer europäischen Zivilgesellschaft, wie sie sich seit dem späten Kalten Krieg in ersten Ansätzen entwickelte und heute, nach dem Niedergang der kommunistischen Diktaturen, zunehmen konsolidiert.

Der Leibniz-Nachwuchspreis wird jährlich für die besten Doktorarbeiten aus Leibniz-Instituten in den Kategorien „Geistes- und Sozialwissenschaften“ sowie „Natur- und Technikwissenschaften“ vergeben und ist mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Preisträger trifft eine zwölfköpfige Jury unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Treusch (Präsident der Jacobs University Bremen) aus den Vorschlägen der wissenschaftlichen Fachsektionen der Leibniz-Gemeinschaft.

Auf ihrer Jahrestagung in Rostock hat die Leibniz-Gemeinschaft Angelika Sturm vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) und Alexander Petring vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) mit dem Leibniz-Nachwuchspreis 2009 ausgezeichnet. 

Bild: Leibniz-Gemeinschaft/David Ausserhofer




Oktober 2009


Einführungsvortrag der öffentlichen Ringvorlesung „Das Wunder von 1989. Der Umbruch im Ostblock und die Rolle der Gewalt.“


Die friedliche Kapitulation

Martin Sabrow ging in seinem Vortrag über „1989 und die Rolle der Gewalt“ vor allem Erklärungsmustern des „Wunders im Wunder von `89“ nach und verwies dabei gleichzeitig auf die noch folgenden Vorträge innerhalb der Ringvorlesung „Das Wunder von 1989. Der Umbruch im Ostblock und die Rolle der Gewalt“, die vom ZZF und der Universität Potsdam gemeinsam veranstaltet wird. Insgesamt wird sich die Reihe dem Verlauf und der Erklärung des Umbruchs von 1989 widmen, der zum Ende der kommunistischen Herrschaft in Europa führte.




Oktober 2009



Sabrow HU


Nachwuchstagung "Opferbilder - Täterbilder",

16. bis 18. Oktober 2009 in Berlin


Blickwinkel erweitert und
Probleme verdeutlicht

Die Konstruktion von Täter- und Opferbildern im Prozess der Vergangenheitsaufarbeitung stand im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung des Nachwuchswissenschaftler-Innennetzwerks zur Aufarbeitung von Vergangenheit in außereuropäischen Regionen AVARnet, die in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung, der Berlin Graduate School of Social Sciences, dem German Institute of Global and Area Studies und der Universität Marburg durchgeführt wurde.





Oktober 2009

 

Sabrow HU



52. Studienwoche des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts Trento
in Zusammenarbeit mit dem ZZF


Nachdenken über die DDR.
Internationale und multidisziplinäre Perspektiven 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus






Die vom 13. bis 16. Oktober 2009 durchgeführte Studienwoche bildete den Höhepunkt einer mehrmonatigen Veranstaltungsfolge, in der Ausstellungen, Filmabende, Theateraufführungen und Lesungen zum „Nachdenken über die DDR“ anregten. Das breit gefächerte Programm bot dem italienischen Publikum einen Einblick in ein Thema, das bisher außerhalb von Spezialistenkreisen kaum wahrgenommen wurde. Zusammen mit der Veranstaltungsfolge des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts leistete die Studienwoche damit einen wichtigen Beitrag zum transnationalen Gedankenaustausch über die Geschichte des europäischen Kommunismus und seine Nachwirkungen bis in die Gegenwart.








September 2009

ZZF nimmt beim Förder-Ranking 2009 der DFG Spitzenposition ein

Die Institute der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) haben ihre Drittmittel aus Fördergeldern der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Zeitraum 2005 bis 2007 um mehr als 60 Prozent gegenüber dem vorherigen Erhebungszeitraum steigern können. Wie aus dem am 10. September 2009 veröffentlichten Bericht »Förder-Ranking 2009« der DFG hervorgeht, erhöhten sich die DFG-Bewilligungen für die 86 Leibniz-Einrichtungen auf 158,5 Millionen Euro (2002-2004: 98 Millionen Euro). Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, seit 2009 Vollmitglied in der Leibniz-Gemeinschaft, nimmt unter den Forschungsinstituten aller nicht-universitären Einrichtungen in seinem Fachgebiet eine Spitzenposition ein. "Am erfolgreichsten beim Einwerben von Fördermitteln aller nicht-universitären Einrichtungen war in den Geisteswissenschaften das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam mit 5,3 Millionen Euro und gehört damit zum Spitzentrio", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der WGL zur aktuellen Veröffentlichung des DFG-Rankings.



 

September 2009

Geschichtsmagazin DAMALS ehrt Veröffentlichung des ZZF

Im Wettbewerb um die besten historischen Bücher 2008/2009 des Geschichtsmagazins DAMALS wurde in der Kategorie „Thema des Jahres: Mauer und Wiedervereinigung 1961/1989“ das Buch „Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989“ von Hans-Hermann Hertle und Maria Nooke mit dem dritten Platz ausgezeichnet. In der Jury saßen renommierte Wissenschaftler wie Prof. Ulrich Herbert von der Universität Freiburg und Vertreter der Medien, wie Dr. Franziska Augstein von der Süddeutschen Zeitung oder Dr. Günter Müchler vom Deutschlandfunk. In dem historischen Handbuch werden die Lebensgeschichten und Todesumstände der Mauertoten in Text und Bild dokumentiert und in den zeitgeschichtlichen Kontext eingebettet.

Hans-Hermann Hertle und Maria Nooke: Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961–1989. Ein biographisches Handbuch. Ch. Links Verlag, Berlin 2009

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August 2009



Dokumentationsprojekt »Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961–1989«

ZZF Potsdam und Stiftung Berliner Mauer
stellen Biografien von 136 Mauertoten vor

Präsentation Mauertote

Maria Nooke, Martin Sabrow, Axel Klausmeier,
Bernd Neumann, Hans-Hermann Hertle und Christoph Links
(v.l.) präsentieren das biografische Handbuch


Die Schicksale von 136 Todesopfern an der Berliner Mauer sind erstmals wissenschaftlich dokumentiert. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und die Stiftung Berliner Mauer haben auf einer Pressekonferenz am 11. August, kurz vor dem Jahrestag des Mauerbaus, die Ergebnisse ihres gemeinsamen Dokumentationsprojekts „Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989“ vorgestellt: Das biografische Handbuch  (Ch. Links Verlag) dokumentiert auf 528 Seiten 136 Todesfälle an der Berliner Mauer, ihre Hintergründe und Zusammenhänge. Zudem können Besucher der Gedenkstätte Berliner Mauer die 136 Biografien, ergänzt um zahlreiche Wort-, Bild-, Ton- und Filmdokumente u.a. zu den Reaktionen in Ost und West sowie zur juristischen Aufarbeitung ab dem 13. August 2009 über ein interaktives Terminal abrufen. Im Internet sind die biografischen Texte zu den Todesopfern auf der Internetseite www.chronik-der-mauer.de unter der Rubrik „Opfer der Mauer“ abrufbar.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), der die Forschungsarbeit für das biografische Handbuch mit 280.000 Euro finanziert hat, sagte, dass mit der Dokumentation die Opfer ihre Würde wieder erhielten. „Es geht darum, an diesen Biografien aufzuzeigen, welches die Mechanismen der Diktatur und Folgen waren. Ich danke dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Gedenkstätte Berliner Mauer sowie den Projektleitern Frau Dr. Nooke und Herrn Dr. Hertle für ihre beeindruckende Arbeit. Über ein solches Thema zu forschen ist nicht einfach. Forschung hat unparteiisch, hat objektiv zu sein. Die vorgelegte Studie erfüllt diese Forderung untadelig“, so Bernd Neumann.
Der Direktor des ZZF, Martin Sabrow, betonte in seiner Ansprache, dass das Projekt das Ziel verfolgt habe, mit Hilfe präziser definierter Kriterien eindeutige Zahlen über die Todesopfer an der Berliner Maure zu ermitteln und den dahinterstehenden Biografien dem Vergessen zu entziehen. „Ich hielte es für wünschenswert, dass nach unserem Pilotprojekt auch eine entsprechende Untersuchung zu den Todesopfern an der innerdeutschen Grenze insgesamt durchgeführt werden kann“, sagte Martin Sabrow.
Die Projektleiter Maria Nooke (Gedenkstätte Berliner Mauer) und Hans-Hermann Hertle (ZZF) hoben hervor, dass sie mit ihrer Forschungsarbeit dazu beitragen wollten, nach Jahrzehnten der Ausgrenzung, des erzwungenen Schweigens, der Instrumentalisierung, aber auch des Wegschauens in Ost und West die Erinnerung an die Todesopfer zu bewahren.






Juni 2009

 

ZZF vergibt erstmals ein »Young Eastern European Fellowship«:
Petru Weber forscht im kommenden Wintersemester in Potsdam


Das vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) zum ersten Mal ausgeschriebene Young Eastern European Fellowship hat Petru Weber erhalten. Das Fellowship ermöglicht jungen Postdoktoranden aus Osteuropa einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt am ZZF.  Das Young Eastern European Fellowship ist Teil des internationalen Gastwissenschaftlerprogramms des ZZF, das von der Leibniz-Gemeinschaft gefördert wird.
Petru Weber ist Assistant Professor am Lehrstuhl für Rumänische Studien der Universität Szeged (Ungarn) und hat 2007 mit einer Studie zu "Regime Changes, Public Memory and the Pursuit of Justice. The Case of German-Speaking Jews in Bukowina 1920-1960" promoviert. Von 2002 bis 2005 war er Promotionsstudent an der University of Sussex in Brighton und von 2005 bis 2007 Stipendiat am Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas der Freien Universität Berlin. Sein Forschungsthema für die Zeit seines Aufenthalts am ZZF im Wintersemester 2009/2010 lautet "Die Rolle der Medien im politischen Spannungsfeld zweier Bruderstaaten des Ostblocks: Rumänien und Ungarn im Vergleich".






Juni 2009


Call for Papers

Workshop, June 10–13, 2010
»A New Global Morality? The Politics of Human Rights and Humanitarianism in the 1970s«

Organizers:
Jan Eckel (University of Freiburg) and Samuel Moyn (Columbia University),
in conjunction with Stefan-Ludwig Hoffmann (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

In recent years, historians have discovered the 1970s as a transformative phase in the history of international politics, giving rise to new perceptions of global problems and new styles of international action, which reshaped the politics of states and non-state actors alike. The surge of human rights and humanitarianism can be understood as both an expression of and a catalyst for this global shift. This exploratory workshop will bring together scholars working in the field in order to pool results and debate explanation for what appears to be a discontinuous moment in the evolution of human rights and humanitarianism as concepts and political practices.
Some possible areas of focus for presentations include: the histories of international institutions, the percolation of human rights in domestic politics and as a foreign policy ethic, the rise of new forms of popular and private advocacy, the relegitimization of international intervention, the explosion of “dissidence” and its international reception, the agitation around Latin American authoritarianism, new visibility for human catastrophe in Africa and Asia, the selectivity of moral responses framed as either based on rights or on humanitarianism, or the trajectory of international law.
The focus of the workshop is on the 1970s in the broader sense of a transformative period that marks a break with the patterns underlying international politics in the early Cold War and decolonization eras. Proposals that examine the meaning of human rights and humanitarianism outside a North Atlantic perspective (including the reception of North Atlantic advocacy in southern locales) are especially to be welcomed. The main goal of the event is not simply to share knowledge but fit various new research ventures into a larger explanatory framework.
The workshop will be held at the Freiburg Institute for Advanced Studies, which will also cover all costs.

If you are interested in presenting a paper, please send a short abstract of your proposed paper (at a maximum of 500 words), an abstract of your ongoing research related to the subject of the workshop (at a maximum of 500 words), and a curriculum vitae. The deadline for submissions is September 1, 2009. Participants will then be asked to submit a position paper by April 1, 2010. The workshop will be held in English.

Please send your abstracts and curriculum vitae to:
Dr. Jan Eckel
E-Mail: jan.eckel@geschichte.uni-freiburg.de






Mai 2009


Geschichtsforum 1989|2009
"Europa zwischen Teilung und Aufbruch"
vom 28. – 31. Mai 2009 in Berlin-Mitte


6000 Besucher nahmen am Geschichtsforum
zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution teil

 


„Die Mischung aus kulturellen und populär-wissenschaftlichen Angeboten hat sich als erfolgreiches Konzept für das Geschichtsforum erwiesen“, lautet das positive Fazit von Dr. Irmgard Zündorf, Koordinatorin beim Mitveranstalter Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) für die viertägige Großveranstaltung. An dieser nahmen insgesamt 6000 Besucher teil. Über einhundert Institutionen und Initiativen aus Deutschland und Europa hatten an die 150 Veranstaltungen angeboten: Wissenschaftliche Diskussionen fanden sich neben Jugendworkshops, multimediale Performances neben Ausstellungen, Lesungen neben Fachvorträgen. Sie ermöglichten den Besuchern eine lebendige Auseinandersetzung mit dem Umbruch von 1989, seiner Vorgeschichte und seiner Bedeutung für die Gegenwart. Das ZZF hatte als Mitveranstalter die zentrale Podiumsdiskussion "Den Kommunismus erzählen" vorbereitet sowie am Zweiten und dritten Veranstaltungstag acht Sektionen angeboten.

 






Mai 2009

Für eine neue Sozialgeschichte der Arbeit


Wissenschaftler aus ganz Deutschland trafen sich am 28. und 29. Mai in Potsdam zu einem interdisziplinären Workshop, zu dem das Zentrum für Zeithistorische Forschung und das Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts eingeladen hatten. Sie diskutierten über die Folgen des Wandels der industriellen Lebenswelt, des Untergangs der alten Industrien und des Siegeszuges neuer Beschäftigungsformen und Technologien für die Sozialgeschichte der Arbeit seit den siebziger Jahren.


Bilder und Bericht vom Workshop (PDF)

Programm (PDF)






Mai 2009



Sabrow HU



ZZF Direktor Martin Sabrow zum Professor
an der Humboldt-Universität zu Berlin ernannt




Martin Sabrow, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, ist am 19. Mai 2009 zum Professor im Fachgebiet Neueste und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ernannt worden. Die Ernennungsurkunde nahm er vom Präsidenten der HU, Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies, entgegen.





April 2009


Die Zukunft der Zeitgeschichtsforschung

Promovierende aus Deutschland und Europa trafen sich am 24./25. April
zum 7. Potsdamer Doktorandenforum zur Zeitgeschichte in Potsdam


Unter dem Titel »Epochenwende? Wandlungsprozesse der 1970er Jahre im politischen Diskurs« wandte sich das Potsdamer Doktorandenforum in diesem Jahr den sozioökonomischen und soziokulturellen Transformationen der vergangenen Jahrzehnte zu.
Wie wurden der Strukturwandel und seine Folgeerscheinungen zeitgenössisch analysiert und gedeutet? Wie beeinflusst die Reflexion der Epochenwende die überlieferten Rahmenbedingungen und die Themen des politischen Diskurses? Welche neuen Fragen wurden gestellt, welche Antworten entwickelt? Welche Zäsursetzungen erscheinen mit Blick auf Politik-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte plausibel?
Diesen und anderen Fragen gingen die etwa 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach und kamen zu einem selbstbewussten Ergebnis: Man dürfe die eigenen Untersuchungen nicht zu eilig und ungeprüft einer der Zeitzeugenschaft entspringenden Interpretation der derzeitigen Doktorvätergeneration unterordnen.





März 2009


Gelungene Auftaktveranstaltung des ZZF als neu
aufgenommenes Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Welche Probleme und Möglichkeiten ergeben sich für die Darstellungsformen der Zeitgeschichtsschreibung aus der Fülle des Bild-, Ton- und Filmmaterials? In welchen medialen Formaten wird sich die Wissenschaftsdisziplin Zeitgeschichte angesichts der rasanten Medienentwicklung künftig präsentieren?
Diesen und anderen Fragen gingen die mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der wissenschaftlichen Konferenz "Zeitgeschichte schreiben in der Gegenwart. Narrative - Medien - Adressaten" nach. Mit der Veranstaltung am 20. und 21. März in Potsdam stellte sich das Zentrum für Zeithistorische Forschung als neu aufgenommenes Institut der Leibniz-Gemeinschaft vor und leistete zugleich einen Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2009 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

 

 



März 2009

PNN Sabrow


Konzept zur Erinnerungskultur in Brandenburg

»Platz für die Brüche«


In Ergänzung zu dem Konzept der Landesregierung zur Erinnerungskultur in Brandenburg schlägt der Direktor des ZZF, Prof. Dr. Martin Sabrow, ein Potsdamer "Forum Alltagskultur" vor. Dazu könnte das Rechenzentrum in der Dortustraße genutzt werden. Das Ensemble aus Schloss Cecilienhof und den Gedenkstätten in der Lindenstraße und in der Leistikowstraße solle zu einem Potsdamer Erinnerungsort des Kalten Krieges und der Europäischen Teilung ausgebaut werden, regte er in einem Interview mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) vom 18.03.2009 an.

Zum Artikel in den PNN (PDF) ...




Februar 2009

 

ZZF vergibt Leibniz Summer Fellowships für 2009

Im Rahmen seines durch die Leibniz-Gemeinschaft geförderten internationalen Gastwissenschaftlerprogramms vergibt das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in diesem Jahr drei Summer Fellowships. Für die Summer Fellowships, mit denen sich ein zweimonatiger Gastaufenthalt an einem der führenden Forschungseinrichtungen der europäischen Zeitgeschichte verbindet, wählte das ZZF Christina von Hodenberg (London), Caitlin Murdock (Long Beach) und Thomas Pegelow Kaplan (Davidson) aus. Darüber hinaus erhält Jane Caplan (Oxford) eine Einladung als Senior Fellow für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt am ZZF.

Dr. Christina von Hodenberg ist Reader in European History am Queen Mary College der University of London. Für die Zeit ihres Aufenthalts am ZZF wird sie ein Projekt zu “Fernsehserien und sozialer Wandel im internationalen Vergleich 1965-1978“ bearbeiten.

Caitlin Murdock, PhD, ist Assistant Professor am History Department der California State University Long Beach. Während der Zeit am wird sie sich mit einem Projekt zu “Radiation Exposure and the Politics of Public Health in Central Europe” beschäftigen.

Dr. Thomas Pegelow Kaplan ist Assistant Professor am History Department des Davidson College in North Carolina. Das für den Aufenthalt am ZZF vorgeschlagene Projekt lautet „Political Activism and Representation of Genocide in West Germany and the United States”.

Prof. Jane Caplan, PhD, ist Professor of Modern European History am St. Anthony’s College der University of Oxford. Sie wird am ZZF die Arbeit zur ihrem Forschungsprojekt „Totale Erfassung’? Registration, Identification and Recognition in Nazi Germany (1933-1945) fortsetzen.




Februar 2009

FAZ Artikel



Zur Studie "Das DDR-Bild von Schülern: ein Ost-West-Vergleich"

»Wie, der Schüler kennt den
Dicken mit der Zigarre nicht?«


Das Geschichtswissen der Fünfzehnjährigen lasse wieder einmal zu wünschen übrig. Doch die Aufregung über eine versetzungsgefährdende Unkenntnis der DDR sei fehl am Platz, meint der Direktor des ZZF, Prof. Dr. Martin Sabrow, in seinem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 4. Februar 2009.

Zum Artikel in der FAZ (PDF) ...


Januar 2009

 

Presse-Information

Vom »Haus des Terrors« zum »Haus der Demokratie«

Ausstellung zur friedlichen Revolution im Potsdamer »Lindenhotel« eröffnet Ende 2009


Über die friedliche Revolution in Potsdam wird es Ende 2009 eine Ausstellung in der "Gedenkstätte Lindenstraße 54/55" geben. In sechs Stationen sollen Ursachen, Vorgeschichte und Verlauf des Umbruchs von 1989/90 im ehemaligen Bezirk Potsdam dokumentiert werden. "Damit wird endlich auch die Landeshauptstadt ihren spezifischen Erinnerungsort zu 1989 haben", betont Hans-Hermann Hertle vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF).

Im Mittelpunkt sollen die ehemaligen oppositionellen Akteure und ihr Beitrag zur Überwindung der Diktatur stehen. Die Präsentation wird gemeinsam vom Potsdam-Museum und dem ZZF erarbeitet. Die Ausstellungsmacher knüpfen dabei an die Geschichte des Ausstellungsortes an. So wurde das "Lindenhotel" im Januar 1990 auf Beschluss des Runden Tisches von den neuen Bewegungen und Parteien übernommen, die hier ihre ersten Büros einrichteten. Als Potsdamer "Haus der Demokratie" etablierte sich das Gebäude, das bis dahin dem Ministerium für Staatssicherheit als Untersuchungsgefängnis diente, rasch zur zentralen Anlaufstelle der demokratischen Kräfte im Bezirk. Das Engagement, das von hier ausging, machte den friedlichen Umbruch in Potsdam unumkehrbar.

Für die Direktion des Potsdam Museums, Jutta Götzmann, ist das Ausstellungsvorhaben ein entscheidender Beitrag zur Entwicklung der Gedenkstätte Lindenstraße. Gefördert wird das Ausstellungsprojekt von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kulturland Brandenburg sowie der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. Im Kreis der Ausstellungsmacher ist man zuversichtlich, die noch fehlenden Mittel für dieses in Potsdam bislang einmale Projekt zügig einwerben zu können.

Weitere Informationen:

Dr. Hans-Hermann Hertle

(0331) 28991-31




Januar 2009

Artikel in der FAZ



Gedenkjahr 2009:

»Das Unbehagen an der Aufarbeitung«


Die Zeitgeschichte habe ihren Gewinn an öffentlicher Aufmerksamkeit im gleichen Maße mit dem Verlust an fachlicher Autonomie und reflexiver Distanz zu bezahlen, lautet die These, die Prof. Dr. Martin Sabrow in seinem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) am 12. Januar 2009 aufstellt. Im Artikel beschreibt der Direktor des ZZF, wie die Wissenschaft von der Zeitgeschichte im Zeitalter der boomenden Erinnerungskultur und im Supergedenkjahr 2009 einzuordnen ist.

Zum Artikel in der FAZ (PDF) ...


Januar 2009

taz Interview Sabrow



Martin Sabrow im taz-Interview


Ein stärkeres Bewusstsein für die Vielschichtigkeit der SED-Diktatur und ihres Unterganges sowie ein besseres Verständnis für die Veränderung der Geschichtskulturen in unserer Zeit erwartet Prof. Dr. Martin Sabrow vom Gedenkjahr 2009. Es werde vermutlich kontrovers debattiert werden, wem die Erinnerung an 1989 gehört, sagte der Direktor des ZZF im Interview mit der taz, das am 3./4. Januar 2009 erschien.

Zum Interview in der taz (PDF) ...



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