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Demontagen in der SBZ

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Das Inventar

 

Sachthematische Inventare verzeichnen die wesentlichen Bestände, Akteneinheiten und Quellen, die in einem oder in mehreren Archiven zu einem bestimmten Thema aufbewahrt werden. Ihr besonderer Charakter basiert auf der nutzbringenden Verbindung des Archivwesens mit der Geschichtswissenschaft, der Verschmelzung der Kenntnisse des Archivars mit jenen des Historikers. Sie ermöglichen die schnelle Auffindung von Quellen zu wichtigen Themengebieten. Durch die komprimierte Darbietung und übersichtliche Anordnung einer großen Menge von Informationen und mittels der übergreifenden Verbindung der Bestände verschiedener Archive kann zudem die Quantität und Qualität der überlieferten Akten zu bestimmten Themen abgeschätzt und sukzessive für neue Forschungen nutzbar gemacht werden.

Das sachthematische Inventar zu den sowjetischen Demontagen in der SBZ und Berlin 1945-1948 konzentriert sich auf die in den Landeshaupt- und Hauptstaatsarchiven der ostdeutschen Länder befindlichen Bestände der Landes- und Provinzialverwaltungen. Das Inventar wird aus zwei Teilen bestehen, den Generalia und den Spezialia. Zur Erfassung der Generalia wurde eine vorläufige Klassifikation erstellt, die zunächst die ostdeutschen Länder berücksichtigt und dann thematisch gegliedert ist, etwa Quellen zur Finanzierung von Demontagen oder zum Einsatz von Arbeitskräften für den Abbau von Einrichtungen verzeichnet. Als Grundlage für die Spezialia dient die Moskauer Liste der demontierten Betriebe des Zentrums für Zeithistorische Forschung. Diese Liste wird durch die in den Archiven vorgehaltenen Informationen modifiziert und ergänzt.

Demontageinventar (reduzierte Liste)

Die Erfassung

Material zu den sowjetischen Demontagen ist in den Landeshaupt- und Hauptstaatsarchiven in unterschiedlichem Umfang und mit divergierender Aussagekraft überliefert. Den deutschen Verwaltungen war es untersagt, Material zu den Demontagen zu sammeln und zu verbreiten, teilweise wurde bereits der Begriff äußerst vorsichtig genutzt. Deshalb gibt es nur eine vergleichsweise geringe Zahl an Sachakten, die Demontagevorgänge betreffen. In der Regel taucht das Thema im Zusammenhang mit anderen Fragen auf, etwa in den Unterlagen zu den Sequestrierungen oder Enteignungen, dem Wiederaufbau von Betrieben oder zum Einsatz von Arbeitskräften. Nicht selten finden die Demontagen auch in Besprechungen und Reden Erwähnung.

Als Grundlage für die systematische Erfassung dienen Listen, die durch die Landeshaupt- und Hauptstaatsarchive zur Verfügung gestellt worden sind. Sie werden in enger Kooperation mit den Mitarbeitern der Archive bearbeitet und – je nach Charakter der Überlieferung - anhand einer Durchsicht der verfügbaren Findmittel ergänzt oder erweitert.

Vor allem in den folgenden Beständen der Provinzial- und Landesregierungen lassen sich Angaben zu den Demontagen finden:

- Ministerpräsident

- Ministerium für Wirtschaft und Verkehr

- Ministerium des Innern

- Ministerium der Finanzen

- Ministerium für Arbeit- und Sozialfürsorge

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