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Publikationen 2014

 


 

 


 

Christoph Kleßmann

"Niemiecki Wschód"
Wyobrazenia – misja – dziedzictwo

Poznanska Biblioteka Niemiecka, 2014, 422 Seiten
ISBN 978-8363795993

Niemiecki Wschód ma dluga i burzliwa historie. Bywal on bowiem i jest nadal kontynuacja, mitem, ziemia obiecana i czyms realnym. Rzadko jednak byl tym wszystkim jednoczesnie. Chociaz niemiecki Wschód stal sie polskim Zachodem dopiero po 1945 roku, to obszar, którego dotyczyl, w gruncie rzeczy zawsze budzil spory. Wybór tekstów dokonany przez Christopha Kleßmanna, jest tego znakomitym swiadectwem. Rewersem szczególnego stosunku Niemców wobec Wschodu bylo zwlaszcza obarczone negatywnymi konotacjami pojecie „parcia na Wschód” (Drang nach Osten).


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Bodo Mrozek / Alexa Geisthövel (Hrsg.)

Popgeschichte
Band 1: Konzepte und Methoden

Transcript Verlag, Bielefeld 2014, 280 Seiten
ISBN 978-3-8376-2528-8

Dieser Band will die akademische Auseinandersetzung mit der bisher stark vernachlässigten Popgeschichte anregen. Er fächert erstmalig verschiedene Ansätze und Methoden auf, mit denen sich Historiker_innen dem Thema Pop nähern können. Von den Cultural Studies über Körper-, Gender- und Konsumgeschichte bis zur Sound History stellt er verschiedene Zugänge vor und diskutiert ihre Relevanz für die zeitgeschichtliche Forschung.
Zugleich führt das Buch Studierende der Geschichtswissenschaften an einen historisch informierten Umgang mit Popkultur heran und bietet benachbarten Wissenschaften eine historische Kontextualisierung ihres Theorieinventars.


Das Buch kann beim Transcript Verlag bestellt werden.
 

Rezension "Was uns der Doskotanz lehrt" von Jan Wiele  in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 5. Februar 2015 (Leider nicht online)

Rezension "Pop wird Geschichte" von Kristin Steenbock auf literaturkritik.de, 26.03.2015


Rezension auf H-Soz-Kult von Fernando Esposito, 23.03.2016
 

 

Bodo Mrozek / Alexa Geisthövel /Jürgen Danyel (Hrsg.)

Popgeschichte
Band 2: Zeithistorische Fallstudien 1958-1988

Transcript Verlag, Bielefeld 2014, 384Seiten
ISBN 978-3-8376-2529-5

Dieser Band bündelt erstmals aktuelle Arbeiten zur Popgeschichte und macht das Thema Pop als relevanten Forschungsgegenstand der Zeitgeschichte sichtbar. Mit Fallstudien aus vier Jahrzehnten, die von politischer Mobilisierung über technische Innovation und Vermarktung bis zur Körperbildung reichen, zeigt er ein breites Spektrum möglicher Zugänge anhand exemplarischer Fragestellungen auf.
Zudem bildet die Textsammlung ein Korrektiv zu Ansätzen der Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften, die sich Popkultur in erster Linie über Theoriebildung nähern und nur selten auf breiter empirischer Quellengrundlage arbeite.


Das Buch kann beim Transcript Verlag bestellt werden.
 

Rezension "Was uns der Doskotanz lehrt" von Jan Wiele  in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 5. Februar 2015 (Leider nicht online)

Rezension "Pop wird Geschichte" von Kristin Steenbock auf literaturkritik.de, 26.03.2015


Rezension auf H-Soz-Kult von Fernando Esposito, 23.03.2016
 

 

Hans-Hermann Hertle / Gabriele Schnell (Ed.)

Lindenstrasse Memorial Site
From a House of Terror to the Potsdam House of Democracy

(Translation: David Burnett)

Links Verlag GmbH, 2014, 64 pages
ISBN 978-3-86153-861-5

Located in the heart of historic Potsdam, the Lindenstrasse memorial site is a unique place of memory. With its history under National Socialism as well as in the Soviet Occupation Zone and GDR, it is a symbol of the political persecution and violence practiced during two different German dictatorships in the course of the twentieth century. At the same time it stands for the efforts to overcome communist one-party rule, and the victory of democracy ushered in by the Peaceful Revolution of 1989–90.


This Book can be ordered by Christoph Lings Verlag, Berlin
 

 

 

Jutta Braun / Peter Ulrich Weiß (Hrsg.)

Agonie und Aufbruch
Das Ende der SED-Herrschaft und die Friedliche Revolution in Brandenburg


Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2014, 349 Seiten

Wenn eine gesellschaftliche Großordnung zusammenbricht, werden grundsätzliche Fragen aufgeworfen. Wie kam es dazu? Wer war verantwortlich? Es hält sich der Mythos von einigen mutigen Oppositionellen und einem vermeintlich inaktiven Volk. Folgt man der Statistik, hinkte Brandenburg der Massenprotestbewegung gegen das SED-Regime im Herbst 1989 hinterher. Doch der Eindruck einer Stillhalte-Region täuscht. Das Buch zeichnet mit Hilfe neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse ein vielschichtiges Bild der Friedlichen Revolution in Brandenburg. Der Sammelband setzt dabei zwei Schwerpunkte: Ein Teil der Autoren richtet den Blick primär auf die brüchigen Strukturen und zerfallenden Fassaden der SED-Diktatur in Wirtschaft und Gesellschaft. Eine zweite Gruppe widmet sich Phänomenen des Aufbruchs in der Umweltbewegung, in der Kunst und im Sport.



Das Buch kann bei der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden

 

 

 

Hans-Hermann Hertle / Gerd-Rüdiger Stephan (Hrsg.)

Das Ende der SED
Die letzten Tage des Zentralkomitees


Ch.Links Verlag, Berlin 2014, 6., aktualisierte Auflage, 504 Seiten
ISBN: 978-3-86153-143-2

Unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle entmachteten Politbüro und Zentralkomitee der SED am 17. und 18. Oktober 1989 Generalsekretär Erich Honecker. Doch statt einer erhofften Stabilisierung der Macht unter Thronfolger Egon Krenz begann der rapide Zerfall der Partei. Im ZK spielten sich dramatische Auseinandersetzungen und zunehmend tumultartige Szenen ab, die in der Auflösung der alten SED im Dezember 1989 endeten. Die hier vorgelegten Texte geben den Verlauf der 9. bis 12. Tagung des ZK authentisch wieder. Erstmals seit Öffnung der DDR-Archive werden Diskussionen und Entscheidungen aus dem innersten Zirkel der Macht auf der Basis von Original-Tonbandmitschnitten ungekürzt und im vollen Wortlaut dokumentiert. Sie verdeutlichen die Handlungsunfähigkeit der erstarrten SED-Führung angesichts der akuten Krise im Land.



Das Buch kann beim Ch.Links Verlag bestellt werden

 

 

 

Frank Bösch / Rüdiger Graf (Hrsg.)

The Energy Crises of the 1970s
Anticipations and Reactions in the Industrialized World.


Schwerpunktheft der Zeitschrift Historical Social Research
HSR 39 (2014) 4
herausgegeben vom GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Die Ölkrise 1973 gilt gemeinhin als eine zentrale Zäsur in der Geschichte der westlichen Industrienationen, wenn nicht der Welt insgesamt. Die Studien des vorliegenden Bandes überprüfen diese Einschätzung, indem sie die energiepolitischen Strategien als Reaktionen auf die Antizipation zukünftiger Herausforderungen und Probleme der Energieversorgungen begreifen und deren Analyse in mehrfacher Hinsicht erweitern. Erstens wird der Untersuchungszeitraum auf die späten 1960er Jahre und die zweite Ölkrise 1979 ausgeweitet, so dass längerfristige Entwicklungen sichtbar werden. Zweitens beschäftigen sich die Beiträge nicht nur mit Öl, sondern auch mit anderen Energiequellen wie Kohle, Kernkraft und Gas, und nehmen so die Ausbildung von Energie als einem einheitlichen politischen Wissens- und Handlungsfeld in den Blick. Drittens wählt der Band eine internationale Perspektive, die westliche und sozialistische Industrieländer umfasst und die Energiekrise so in der Geschichte des Kalten Krieges verortet. Damit wird auch gefragt, wie „global“ der transnationale Fluss des Öls und damit auch die Energiekrisen der 1970er Jahre tatsächlich waren.

Dieses Heft enthält weiterhin ein Mixed Issue.


Das Heft kann hier bestellt werden:
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften

Das Special Issue  "The Energy Crises of the 1970s. Anticipations and Reactions in the Industrialized World"  ist  im Open Access über SSOAR (Social Science Open Access Repository) verfügbar.
Den Eintrag der gesamten Special Issue, Inhaltsverzeichnis und Abstracts finden Sie im HSR-Archiv unter der URL:
http://www.gesis.org/en/hsr/archive/2014/394-energy-crises/


 

 


 

Jan C. Behrends / Thomas Lindenberger (Eds.)

Underground Publishing and the Public Sphere
Transnational Perspectives

Wiener Studien zur Zeitgeschichte, vol.6, 2014
LIT Verlag Berlin - Münster - Wien - Zürich - London
328 pp., ISBN: 978-3-643-90561-1

Censorship and its counterpart, the `underground' production and distribution of printed texts and images, existed ever since a `public sphere' came into being. The volume approaches this phenomenon by covering cases from the Tsarist Empire, the Soviet Union, Central Europe, South America and China. In a long-term as well as global perspective, the well-known practise of samizdat under communist rule may be understood as part of a long tradition of underground publishing still relevant today in places like Russia, Iran, or China.


Das Buch kann beim LIT Verlag bestellt werden.



 

 


 

Martin Sabrow (Hg.)

Das Jahrhundert der Gewalt
Band 16, Helmstedter Colloquien

Leipziger Universitätsverlag und Akademische Verlagsanstalt, 2014
171 Seiten
ISBN:
978-3-931982-87-4

Die 19. Helmstedter Universitätstage 2013 widmeten sich in übergreifender Perspektive dem 20. Jahrhundert als einem „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm), dessen so verstörendes wie prägendes Kennzeichen eine präzedenzlose Entfesselung der Gewalt war. Vom Ersten Weltkrieg, „the great seminal catastrophe of this century“ (George Kennan), der das lange 19. Jahrhundert des Bürgertumsaufstiegs beendete, bis zu den weitgehend friedlichen Revolutionen 1989/91 zieht sich eine Konkurrenz der gesellschaftlichen Ordnungssysteme, deren furchtbare Gewaltspur in den letzten Jahren immer stärker in den Blick geraten ist. In ihrer Summe kreisen die Beiträge des vorliegenden Heftes um die Frage nach der politisch-kulturellen Reichweite und Zukunftsfähigkeit einer Gewalteinhegung, die auf dem Aufstieg der Menschenrechte zu einem Leitparadigma der politisch-kulturellen Verständigung und auf dem Wertewandel vom Heroismus zum Viktimismus, von der Vergemeinschaftung zur Individualisierung in der Selbstverständigung der westlichen Gesellschaften basiert.


Das Buch kann beim Leipziger Universitätsverlag bestellt werden.



 

Anke Silomon

Pflugscharen zu Schwertern
Schwerter zu Pflugscharen
Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert

Nicolai Verlag Berlin 2014, 140 Seiten, 40 Abb.
ISBN:
978-3-89479-858-1

Die zwischen 1730 und 1735 erbaute Hof- und Garnisonkirche war nicht nur die bedeutendste Barockkirche Potsdams, sondern entwickelte sich im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte zum Symbol der Hohenzollernmonarchie und des preußischen Militärs. Bei einem schweren Luftangriff 1945 wurde die Garnisonkirche zur Ruine zerbombt. Die SED ließ 1968 die Überreste des Turms sprengen.
Die Geschichte und das kirchliche Leben an der Garnisonkirche (bzw. seit 1949 Heilig-Kreuz-Kirche) zwischen 1914 und 1989 werden hier nachgezeichnet.


Das Buch kann beim Nicolai Verlag Berlin bestellt werden.

Rezension im Tagesspiegel "1933 ein freudiges Ja" am 29. 10.2014, von Manfred Gailus

 

Jürgend Danyel/Jutta Götzmann (Hrsg.)

Stadt-Bild / Kunst-Raum
Entwürfe der Stadt in Werken von Potsdamer und Ost-Berliner Künstlerinnen und Künstler 1949–1990

Lukas Verlag 2014, 192 Seiten, 130 Abb.
ISBN:
978-3-86732-202-7

Der Begleitband zur Ausstellung »Stadt-Bild / Kunst-Raum« des Potsdam Museums widmet sich dem Thema Stadt als Bildmotiv und Genre sowie als Kunst- und Lebensraum in den vier Jahrzehnten der DDR. Da Stadtbilder meist auch Spiegelbild politischer und gesellschaftlicher Veränderungen sind, liegt der Fokus der Ausstellung und des Katalogs auf dem besonderen Spannungsverhältnis zwischen künstlerischem Gestaltungswillen, Demokratieerwartung, historischer Tradition, der Dynamik urbanen Lebens und den politischen Ansprüchen und Vorgaben des SED-Regimes. Im Sinne einer kritischen Neusichtung der Kunst in der DDR fernab vom deutsch-deutschen Bilderstreit soll mit der Ausstellung und dem Katalog Eigensinniges und Originelles zum Thema Stadt sichtbar gemacht werden. Die Möglichkeit der Selbstbestimmung und der freien Meinungsäußerung war für viele Künstlerinnen und Künstler sinngebend und existentiell – dies wird im besonderen Maße in Stadtlandschaften thematisiert und in den fachwissenschaftlichen Katalogbeiträgen von Kunst- und Zeithistorikern reflektiert.


Das Buch kann beim Lukas Verlag bestellt werden




 

Jan C. Behrends/Martin Kohlrausch

Races to Modernity
Metropolitan Aspirations in Eastern Europe, 1890–1940

Central European University Press 2014, 380 Seiten
ISBN:
978-963-386-035-9

The comparative presentation of the birth of metropolises like St. Petersburg, Helsinki, Kiev, Belgrade, or Athens confirms the importance of the Western model as well as the influence of international experts on city planning at the periphery of Europe. In addition, this volume presents an alternative perspective that aims to understand the genesis of Eastern European cities with a metropolitan character or metropolitan aspirations as a process sui generis.
The rapid expansion of metropolitan cities such as London and Paris began in the 17th and 18th centuries. Large parts of Central and Eastern Europe underwent urbanization and industrialization with considerable delay. Nevertheless beginning in the second half of the 19th century, the towns in the Romanov and Habsburg empires, as well as in the Balkans grew into cities and metropolitan areas. They changed at an astonishing pace. This transformation has long been interpreted as an attempt to overcome the economic and cultural backwardness of the region and to catch up to Western Europe.


Zum Inhaltsverzeichnis des Buches



 

Hans-Hermann Hertle/Gabriele Schnell

Gedenkstätte Lindenstraße
Vom Haus des Terrors zum Potsdamer Haus der Demokratie

Ch. Links Verlag 2014, 64 Seiten
ISBN:
978-3-86153-803-5

Mitten im Potsdamer Stadtzentrum gelegen, ist die Gedenkstätte Lindenstraße ein einzigartiger Erinnerungsort. Mit ihrer Geschichte im Nationalsozialismus sowie in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR steht sie für politische Verfolgung und Gewalt während der unterschiedlichen Diktaturen des 20. Jahrhunderts in Deutschland ? und zugleich für die Überwindung der SED-Diktatur und den Sieg der Demokratie in der friedlichen Revolution 1989/90.


Das Buch kann beim Ch. Links Verlag bestellt werden.



 

Wieland Eschenhagen/Matthias Judt

Der neue Fischer Weltalmanach Chronik Deutschland 1949-2014
65 Jahre deutsche Geschichte im Überblick

Fischer Verlag 2014, 480 Seiten
ISBN:
978-3-596-19774-3

Deutsche Gegenwartsgeschichte – immer griffbereit!
65 Jahre deutsche Geschichte: Von der doppelten Staatsgründung 1949 bis zur Bundestagswahl 2013 wird die Entwicklung Deutschlands in einer übersichtlichen und reich illustrierten Chronik nachgezeichnet.
– Ein chronologisches Lesebuch
– Kurzbiografien aller Bundespräsidenten und Bundeskanzler
– Ergebnisse aller Bundestags- und Landtagswahlen
– Alle wichtigen Regierungsmitglieder der DDR und alle Bundeskabinette seit 1949.


Das Buch kann beim Fischer Verlag bestellt werden.



 

Mario Keßler

Albert Schreiner
Kommunist mit Lebensbrüchen

trafo Wissenschaftsverlag 2014, 224 Seiten
ISBN:
978-3-86464-058-2

Albert Schreiner (1892-1979) war Journalist und kommunistischer Funktionär in der KPD und der KPD-Opposition, dessen Lebensstationen Deutschland, Frankreich, Spanien, die USA und zuletzt die DDR waren. Sein politisches Leben war von Parteitreue wie von zeitweilig harter Kritik an ihr geprägt. Vor allem aber war Schreiner ein Militärschriftsteller, der in brillanten Büchern präziser als jeder seiner Zeitgenossen die geheimen Aufrüstungspläne Hitlerdeutschlands enthüllte. In den USA war er der Kopf des deutschen KPD-Exils. Zuletzt wirkte er in der DDR als Historiker, jedoch weit weniger erfolgreich. Schreiners Lebensweg widerspiegelt die Brüche und Widersprüche eines Kommunisten im 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Studie macht erstmals genauer mit diesem Leben bekannt. Sie sucht jede Schwarz-Weiß-Malerei zu vermeiden, denn im Jahrhundert der Umbrüche und Katastrophen gab es kaum eine bruchlose Biographie – weder für Kommunisten noch für ihre Gegner.


Das Buch kann bei trafo Wissenschaftsverlag bestellt werden.



 

Rüdiger Gerlach

Betriebliche Sozialpolitik im historischen Systemvergleich
Das Volkswagenwerk und der VEB Sachsenring von den 1950ern bis in die 1980er Jahre

Franz Steiner Verlag 2014, 457 Seiten
ISBN:
978-3-515-10664-1

Betriebliche Sozialleistungen prägten seit der Industrialisierung das Leben großer Bevölkerungsteile. Für die Zeit der deutschen Teilung analysiert sie Rüdiger Gerlach erstmals im Ost-West Systemvergleich. Auf einer breiten Quellengrundlage verdeutlicht er ihre Entwicklung am Beispiel der Automobilbauer Volkswagen und Sachsenring, die ähnliche Arbeitsbedingungen aufwiesen und gleichzeitig prototypisch für die wirtschaftliche Entwicklung in beiden Teilen Deutschlands stehen. Die Herausforderungen des fordistischen Produktionssystems führten – trotz aller Systemunterschiede – anfangs zu vergleichbaren Formen und Motiven betrieblicher Sozialpolitik. In der Folge der gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen zwischen 1966 und 1975 kam es zu Zielkonflikten zwischen ihren wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben. Seit der Mitte der 1970er Jahre etablierten sich systemtypische Formen sozialer Leistungen, welche die Wahrnehmung der betrieblichen Sozialpolitik in West und Ost bis heute prägen. Der Vergleich mündet in der Analyse ihrer spezifischen und gemeinsamen Entwicklungsprozesse in beiden Systemen, welche die gängigen Bilder vom fürsorglichen DDR-Betrieb und dem an sozialen Fragen uninteressierten Marktunternehmen präzisiert und teilweise konterkariert.


Das Buch kann bei Franz Steiner Verlag bestellt werden.



 

Stefanie Samida/Manfred K. H. Eggert/Hans Peter Hahn (Hrsg.)

Handbuch Materielle Kultur
Bedeutungen, Konzepte, Disziplinen

J.B. Metzler 2014, 378 Seiten
ISBN:
978-3-476-02464-0

Was die Welt der Dinge über uns verrät. Alltagsdinge, Erinnerungsdinge, häusliche und religiöse Dinge: Das sind einige Beispiele materieller Hinterlassenschaften und allgegenwärtiger Spuren unserer Gesellschaft - von uns gesammelt, getauscht oder recycelt. Das Handbuch befasst sich mit den Beziehungsgefügen, in denen sich Dinge befinden, zum Beispiel in der Kultur, der Sprache, der Identität und der Macht. Es beschreibt Praktiken und erklärt Begriffe, darunter Abfall, Aura, Fetisch, Fragmente und Kitsch.


Das Buch kann beim J.B. Metzler bestellt werden.

Rezension von Tobias Schmidt auf literaturkritik.de vom 22.08.2014.



 

Renate Hürtgen: Ausreise per Antrag: Der lange Weg nach drüben

Martin Sabrow

Zeitgeschichte schreiben
Von der Verständigung über die Vergangenheit in der Gegenwart

Wallstein 2014, 290 Seiten
ISBN:
978-3-8353-1433-7

Klio lebt nicht im Elfenbeinturm. Die Verwandlung von Geschehen in Geschichte entwickelt sich im Spannungsfeld von aktivem Miterleben und distanzierter Reflexion, von öffentlicher Identitätsvergewisserung und geschichtspolitischer Legitimation. Mächtiger als Akteure und Institutionen aber sind die kulturellen Codes und die fachlichen Denkmuster, in denen die Gegenwart sich ihrer Vergangenheit vergewissert. Besonders deutlich wird dies in der Zeitgeschichtsschreibung, die sich in der Spannung von politischer Lenkung und fachlicher Autonomie, von früherer Geschichtsvergessenheit und heutiger Geschichtsversessenheit bewegt. Die in diesem Band versammelten Aufsätze sind den sich wandelnden Standards der Verständigung über die Vergangenheit im 20. Jahrhundert gewidmet. Martin Sabrow spürt den Verständigungsformen des historischen Fachdiskurses unter dem Druck staatlicher Vorgaben nach und untersucht die Erzählformen und Leitkategorien des gesellschaftlichen Umgangs mit der Vergangenheit.


Das Buch kann beim Wallstein Verlag bestellt werden.

 

Renate Hürtgen: Ausreise per Antrag: Der lange Weg nach drüben

Renate Hürtgen

Ausreise per Antrag: Der lange Weg nach drüben
Eine Studie über Herrschaft und Alltag in der DDR-Provinz

Vandenhoeck & Ruprecht, ca. 356 Seiten
ISBN:
978-3-525-35078-2

Am Beispiel der "Antragsteller auf ständige Ausreise" im Kreis Halberstadt entwirft die Autorin ein anschauliches Bild der Gesellschaft und des Herrschaftsalltags in der DDR der Honecker-Ära. Sie betrachtet sowohl die Herrschaftspraxis im regionalen "Mikrokosmos der Macht" und den Umgang der lokalen Funktionäre mit den Antragstellern als auch die "Ausreiser" selbst, ihre Herkunft, Sozialisation und kulturellen Prägungen sowie ihre Motive und das Verhältnis zu ihrem sozialen Umfeld. Dabei zeigt sich, dass unter den Antragstellern häufig gerade jene waren, die bis dahin ein durchaus angepasstes Leben geführt hatten, dessen Grenzen sie nun nicht mehr ertragen wollten. Die Studie entfaltet eine differenzierte Sicht auf die DDR-Gesellschaft, in der trotz Allgegenwart der Sicherheitsapparate und geschlossener Grenzen auch Eigensinn und Zivilcourage praktiziert wurden.


Das Buch kann beim V&R Verlag bestellt werden.  

Rezension im Tagesspiegel , Ressort Politische Literatur vom 28.05.2014 (leider nicht online)

 

Renate Hürtgen: Ausreise per Antrag: Der lange Weg nach drüben

Jan Philipp Wölbern

Der Häftlingsfreikauf aus der DDR 1962/63–1989
Zwischen Menschenhandel und humanitären Aktionen

V&R 2014, 563 Seiten
ISBN:
978-3-525-35079-9

Es war ein innerdeutsches Tauschgeschäft Mensch gegen Ware, das parallel zur Existenz von Mauer und Grenzregime praktiziert wurde. Von 1963 bis 1989 kaufte die Bundesregierung über 33.000 politische Häftlinge aus DDR-Gefängnissen frei, im Gegenzug erhielt das SED-Regime Waren im Wert von rund drei Milliarden DM. Als bevollmächtigte Vermittler verhandelten die Berliner Rechtsanwälte Jürgen Stange (West) und Wolfgang Vogel (Ost) unter strikter Geheimhaltung über die Namen und jeweiligen Gegenleistungen. Im Auftrag der SED war das Ministerium für Staatssicherheit an der Durchführung der „Häftlingsaktionen“ an zentraler Stelle beteiligt.
Jan Philipp Wölbern legt die erste quellenfundierte Gesamtdarstellung zur Geschichte des Häftlingsfreikaufs vor, die in wesentlichen Teilen auf die Aktenüberlieferung beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zurückgreift. Im Kontext der deutsch-deutschen Beziehungen untersucht die Studie Entstehungsgeschichte, Entwicklung und Folgewirkungen des Häftlingsfreikaufs. Sie zeigt, dass er für beide Seiten eine Gratwanderung darstellte. Für den Westen, da er zwar unschuldig Inhaftierten zur Freiheit verhalf, die Gegenleistungen jedoch das SED-Regime stabilisierten. Noch größer waren die Widersprüche seitens der DDR: Einerseits wurden die Waren bzw. Devisen für Wirtschaft und Schuldendienst verwendet, doch demoralisierte der Freikauf die Mitarbeiter des Repressionsapparates, eröffnete Ausreisewilligen ein Schlupfloch in der Mauer und beschädigte das internationale Ansehen der DDR.


Das Buch kann beim V&R Verlag bestellt werden.

Rezension von Clemens Heitmann im Sächsischen Archivblatt Heft 2-2014, S. 31/32
http://www.archiv.sachsen.de/3586.htm
(Beitrag ist noch nicht online)

Rezension in der FAZ, 30. September 2014 "Menschlichkeit gegen Kasse"
(Beitrag ist leider nicht online.)
 

Buchvorstellung am 10. April 2014, Berlin
Einladungsflyer (pdf)

 

Renate Hürtgen: Ausreise per Antrag: Der lange Weg nach drüben

Klaus Neitmann/Jochen Laufer

Demontagen in der Sowjetischen Besatzungszone und in Berlin 1945 bis 1948
Sachthematisches Archivinventar

BWV 2014, 754 Seiten
ISBN:
978-3-8305-1899-0

Zwischen 1945 und 1948 demontierten Organe der Besatzungsmacht in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches tausende Rüstungs- und Wirtschaftsbetriebe. Durch die Demontagen sank die Industriekapazität in der SBZ insgesamt um rund 50 Prozent, eine schwere Belastung für die spätere Entwicklung der Wirtschaft der DDR und ein Thema, das seit einigen Jahren in wachsendem Umfang erforscht wird. Dazu soll dieses Buch einen Beitrag leisten und Anregungen geben. Das sachthematische Inventar zu den Demontagen in der SBZ und Berlin 1945–1948 bietet eine systematisch geordnete Übersicht zu den Aktenbeständen auf der Ministerialebene in den ostdeutschen Hauptstaats- und Landeshauptarchiven. Berücksichtigt werden Unterlagen des Bundesarchivs, des Landesarchivs Berlin, des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, des Landeshauptarchivs Schwerin, des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt/Abteilung Magdeburg, des Thüringischen Hauptstaatsarchivs Weimar sowie des Sächsischen Staatsarchivs/Hauptstaatsarchivs Dresden. Durch die thematische Ordnung des Materials sowie durch einen Ortsindex und einen Index der Betriebe und Objekte wird eine rasche Auffindung relevanter Quellen in den ausgewerteten Archiven und Archivbeständen ermöglicht.


Das Buch kann beim Berliner Wissenschafts-Verlag bestellt werden.

 

Renate Hürtgen: Ausreise per Antrag: Der lange Weg nach drüben

Jens Gieseke

The History of the Stasi
East Germany's Secret Police, 1945-1990

Translated from the German by David Burnett

Berghahn Books 2014,  268 pages
ISBN:
978-1-78238-254-6

The East German Ministry for State Security stood for Stalinist oppression and all-encompassing surveillance. The “shield and sword of the party,” it secured the rule of the Communist Party for more than forty years, and by the 1980s it had become the largest secret-police apparatus in the world, per capita. Jens Gieseke tells the story of the Stasi, a feared secret-police force and a highly professional intelligence service. He inquires into the mechanisms of dictatorship and the day-to-day effects of surveillance and suspicion. Masterful and thorough at once, he takes the reader through this dark chapter of German postwar history, supplying key information on perpetrators, informers, and victims. In an assessment of post-communist memory politics, he critically discusses the consequences of opening the files and the outcomes of the Stasi debate in reunified Germany. A major guide for research on communist secret-police forces, this book is considered the standard reference work on the Stasi and has already been translated into a number of Eastern European languages.


The book is available by Berghahn Books.  

 

 

 

 

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