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Publikationen 2015



 

Dominik Juhnke

Leopold Ranke: Biographie eines Geschichtsbesessenen

Vergangenheitsverlag, 2015, 200 Seiten
ISBN 978-3864081873

 

Leopold Ranke (1795-1886) gilt als Vater der modernen Geschichtswissenschaft und „Goethe der Geschichtsschreibung”, ein Säulenheiliger des Historismus. Auf anschauliche und lesbare Weise zeichnet der Autor den Aufstieg Rankes vom altphilologisch geschulten Oberlehrer zum weltweit geachteten Geschichtsprofessor, vom kritischen Querulanten zum angepassten Staatshistoriografen nach. Eingebettet in ein Panorama der Berliner Wissenschaftsszene und ihrer Akteure des 19. Jahrhunderts gelingt die Biografie eines „großen Gelehrten“ – allerdings keinesfalls vorhersehbar und bruchfrei, sondern geprägt von Zweifeln, Rückschlägen und Widersprüchen.


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Rezension von Stefan Jordan auf H-Soz-Kult vom 02.03.2016

 

 

Annette Vowinckel

Hannah Arendt

Reclam, 2015, 136 Seiten
ISBN 978-3-15-019354-9

 

Hannah Arendt ist eine der bedeutendsten und populärsten Philosophinnen überhaupt: Ihre Untersuchungen über den Zusammenhang von Totalitarismus und Antisemitismus und die drei Kategorien menschlicher Aktivität »Arbeit«, »Herstellen« und »Handeln« zeigen sie als eine der einflussreichsten gesellschafts- und politikwissenschaftlichen Theoretikerinnen. Für die zweite Auflage wurde der Band vollständig überarbeitet und auf den neuesten Stand der Forschung gebracht. 


Link zur Bestellung beim Reclam Verlag

Rezension von Maria Behre auf literaturkritik.de

 

Rezension von Christine Neumann im Magazin der Leibniz-Gemeinschaft
1/2016, S. 82.
(pdf)

 

 


 

Franziska Rehlinghaus

Die Semantik des Schicksals
Zur Relevanz des Unverfügbaren zwischen Aufklärung und Erstem Weltkrieg

Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 479 Seiten
ISBN 978-3-525-36724-7

 

Warum ist eine moderne, in ihrem Selbstverständnis rationale Gesellschaft auf einen so okkult anmutenden Begriff wie den des Schicksals angewiesen? Franziska Rehlinghaus weist nach, dass der deutsche Schicksalsbegriff seit seiner Etablierung um 1650 ein zentraler Ausdruck epochenspezifischer Problemstellungen war, so dass man von der Neuzeit als einem fatalisierten Zeitalter sprechen kann. Dafür rekonstruiert sie erstmals den semantischen und den funktionalen Wandel sowie die Konjunkturen des Schicksalsbegriffs von der Aufklärung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. 


Link zur Bestellung beim Vandenhoeck&Ruprecht Verlag


Rezension von Fabian Fechner auf H-SOZ-U-KULT, 02. November 2016

 

 


 

Martin Sabrow und Alexander Koch (Hrsg.)

Experiment Einheit
Zeithistorische Essays

Wallstein, 2015, 168 Seiten
ISBN 978-3-8353-1864-9


Lange Zeit war die deutsche Einheit vor allem ein staatliches Projekt, ehe sie mehr und mehr zu einer gesellschaftlichen Realität wurde. Den einzelnen Aspekten dieses Prozesses widmete sich 2015 eine vom Zentrum für Zeithistorische Forschung und dem Deutschen Historischen Museum gemeinsam ausgerichtete Ausstellung »Alltag Einheit. Portrait einer Übergangsgesellschaft«. Aus ihr ist diese Sammlung von Essays hervorgegangen, die aus unterschiedlichen Perspektiven und in der Verschränkung von zeitgenössischer Erfahrung und zeitgeschichtlicher Distanz auf die Geschichte der deutschen Einigung seit 1990 blicken.

 

Aus dem Inhalt:

Martin Sabrow: Mythos Einheit? Die deutsche Wiedervereinigung als zeitgeschichtliche Herausforderung
Konrad Jarausch: Der wundersame Weg in die Einheit. Eine transatlantische Perspektive
Pascale Hugues: DDR, mon amour
Etienne François: Die deutsche Nation – eine intellektuelle und politische Herausforderung
Wolfgang Engler: Von der arbeiterlichen Gesellschaft zur Marktwirtschaft. Der Umbruch der Arbeitswelt im Osten
Andreas Ludwig: Die Dinge am Wege. Geld und Konsum in der Erinnerung an eine Gesellschaft vor 25 Jahren
Frank Bösch/Christoph Classen: Fremde Nähe. Die ostdeutschen Medien in den 1990er Jahren
Hermann Rudolph: Die Einheit in Berlin – Eine Fallstudie
Dorothee Wierling: Wendebiografien. Die deutsche Vereinigung als lebensgeschichtlicher Umbruch
Doris Müller-Toovey: Einheitsdeutsch? Zum Wandel der Sprache


Link zur Bestellung beim Wallstein Verlag


Buchbesprechung "Postsozialistische Ebenen. Ein Essayband spürt dem Wandel der Wende nach" von Werner Hornung, in: Süddeutsche.de, vom 10. Juli 2016.

 

Jan C. Behrends, Vera Dubina, Andrej Sorokin, Ekaterina Akopyan (Hrsg.)

Povsednevnaja žizn' pri socializme [Alltag unter dem Sozialismus]
Nemeckie i rossijskie podchody [Deutsche und russische Ansätze]

Rosspen, 2015, 271 Seiten
ISBN 9785824319880


Der Band versammelt erstmals deutsche und russische Beiträge zur Alltagsgeschichte des Sozialismus, die im Oktober 2013 auf einem Workshop im Moskauer Archiv für politische Geschichte (RGASPI, ehem. Zentrales Parteiarchiv der KPdSU) gemeinsam diskutiert wurden. Aus dem ZZF veröffentlichen hier erstmals auf Russisch Thomas Lindenberger seine Überlegungen zu "Herrschaft und Eigen-Sinn in der Diktatur", Jens Gieseke zur Sozialgeschichte der Staatssicherheit und Jan Claas Behrends zur neueren Gewaltforschung als Ansatz in der Diktaturgeschichte. Außerdem enthält der Band Beiträge zum Alltag im späten Sozialismus von weiteren deutschen, französischen, britischen und russischen Autoren.
Der Band steht damit für die internationale Ausrichtung der Kommunismusforschung am ZZF. Eingeleitet wird er mit einem Überblick zur alltagshistorischen Forschung von Behrends und abgeschlossen mit einer erweiterten Bibliographie, die russische Forscher und Studierende mit den wichtigsten westlichen Publikationen vertraut macht. Der Band erschien im renomierten Moskauer Verlag ROSSPEN. Er entstand in Zusammenarbeit mit der FES Moskau und dem RGASPI.


Link zum  Verlag: Rossijskaja politiceskaja enciklopedija (Rosspen) 

 

 

Stefanie Samida, Miriam Sénécheau

Living History als Gegenstand historischen Lernens
Begriffe - Problemfelder - Materialien

Kohlhammer, 2015, 192 Seiten
ISBN 978-3-17-022438-4


Das Nachspielen und Erleben von Vergangenheit erfreut sich zunehmender Beliebtheit - vor allem in Freilichtmuseen und im Fernsehen. Lebendige Szenen sind zum Kern vieler filmischer Dokumentationen geworden. Diese als Living History und Reenactments bezeichneten populären Geschichtsrepräsentationen sind Teil der Geschichtskultur und prägen unser Geschichtsbewusstsein. Die Praxis von Living History wird in diesem Buch am Beispiel der Germanen erörtert und erstmals für Historisches Lehren und Lernen an Schulen und Hochschulen aufbereitet. Wie und auf Grundlage welcher Quellen wird die Lebensweise der Germanen rekonstruiert? Welche gesellschaftlichen und fachwissenschaftlichen Einflüsse prägen die Verlebendigungen von Vergangenheit? Anhand einschlägiger Materialien werden neben aktuellen wissenschaftlichen Diskursen auch Problemfelder wie z. B. Aspekte der Germanenideologie im Kontext des Nationalsozialismus oder das Verhältnis von Living History und Rechtsextremismus vorgestellt.


Link zur Bestellung beim Kohlhammer Verlag  


Lesen Sie hier ein Interview (2. November 2015) mit den beiden Autorinnen über das Buch, seinen Inhalt und die Forschungshintergründe seiner Entstehung.

 

 

Rüdiger Hachtmann und Sven Reichardt

Detlev Peukert und die NS-Forschung
Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus

Wallstein, 2015, 223 Seiten
ISBN 978-3-8353-1731-4


Detlev Peukert war in vielerlei Hinsicht ein Pionier historiographischer Entwicklungen. Anlässlich seines 25. Todestages setzen sich prominente Historiker vor dem Hintergrund von Entwicklung, Stand und Perspektiven der aktuellen NS-Forschung mit seinen Werken auseinander. Aus dem Inhalt: Ulrich Herbert: Detlev Peukert und die NS-Forschung, 1975-1985 Michael Wildt: Die Volksgemeinschaftsdebatte Anthony McElligott: In Search of a Fuehrer. Bourgeois Youth in Weimar Politics Ulrike Jureit: Generationengeschichtliche Deutungsmuster zum 20. Jahrhundert Nikolaus Wachsmann: Rewriting resistance and repression under the Nazi regime Elizabeth Harvey: Privaträume und Privatleben im Nationalsozialismus Thomas Etzemüller: War die Moderne »janusköpfig«? Frank Bajohr: Der Nationalsozialismus als »Krankengeschichte der Moderne«


Link zur Bestellung beim Wallstein Verlag


Rezension von Michael Schneider im Archiv für Sozialgeschichte (online) 56, 2016.

Rezension von Daniel Hadwiger für H-Soz-Kult vom 21.02.2017.

 
 

 

Frank Bösch (Hg.)

Geteilte Geschichte
Ost- und Westdeutschland 1970-2000

Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 491 Seiten
mit 6 Abb. und 7 Tab. gebunden
ISBN 978-3-525-30083-1


Die Geschichte der beiden deutschen Teilstaaten wird meist getrennt behandelt. Dieses Buch wählt hingegen eine gesamtdeutsche Perspektive auf die Gesellschaftsgeschichte der Teilung und Wiedervereinigung. Es fragt vor allem, wie Ost- und Westdeutschland auf zwei unterschiedliche Umbrüche reagierten: auf die neuen Herausforderungen und Krisen der 1970er Jahre und auf die Wiedervereinigung. Auf diese Weise zeigt es bisher wenig beachtete innerdeutsche Bezüge, aber auch lang wirkende Differenzen. Dabei spannt das Buch einen breiten Bogen, der vom Wandel des Politischen, der Arbeit und der Wirtschaft über Migration und Umweltfragen bis hin zur neuen Bedeutung von Medien, Sport und Bildung reicht. Obwohl beide deutschen Staaten in den 1970/80er Jahren mehr Eigenständigkeit entwickelten, blieben sie in vielen Bereichen aufeinander bezogen. Übergreifende neue europäische Trends, wie die Expansion des Sozialstaats, vollzogen sich in wechselseitiger Beobachtung und Konkurrenz. Umweltprobleme oder die Ölkrisen machten eben nicht an der Mauer halt und in beiden Teilstaaten entstand ein Massentourismus. Ebenso setzten westliche Innovationen, wie die Computerisierung oder die neuen Protestbewegungen, auch die DDR unter Druck. Deutlich wird dabei, dass besonders die DDR stark auf die Bundesrepublik bezogen blieb, was mit zu ihrem Niedergang beitrug. Zugleich zeigt das Buch die Differenzen und das Auseinanderwachsen von Ost und West, wodurch fortbestehende Unterschiede nach 1990 historisch erklärt werden.


Link zur Bestellung beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht 

 

 

 

 

 

Hans-Hermann Hertle, Hans-Wilhelm Saure (Hrsg.)

Ausgelacht
DDR-Witze aus Geheimakten des BND


Ch. Links, 2015, 144 Seiten
ISBN 978-3-86153-844-8

BND-Geheimoperation DDR-Witz. Es klingt wie ein Scherz, ist aber keiner. Jahrelang sammelten Agenten des Bundes-nachrichtendienstes mit vollem Ernst politische Witze aus der DDR, werteten sie aus und reichten eine Auswahl davon sogar an den Bundeskanzler weiter. Alles streng geheim – versehen mit dem Stempel Verschlußsache – Nur für den Dienstgebrauch. Die Herausgeber berichten in ihrer ausführlichen Einleitung davon, wie politische Witze als Stimmungs-barometer für die Lage im real existierenden Sozialismus behandelt wurden. Sie informieren aber zugleich auch darüber, wie hart Witzerzähler in den frühen Jahren der DDR mit Gefängnis bestraft wurden. Je näher das Ende des Arbeiter- und Bauernstaates rückte, umso schonungsloser wurden Honecker und Genossen vom eigenen Volk ausgelacht. Den Spaß ließen sich die DDR-Bürger bis zum Schluss nicht nehmen und zeigten in der Friedlichen Revolution des Herbstes 1989 ihren Witz bei Parolen und auf Plakaten.


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Buchbesprechungen (Auswahl):


 23.09.2015, Deutschlandfunk
So hat die DDR gelacht

 

22.09.2015, kress.de
"DDR-Witze aus den Geheimakten des BND": Ein ernstgemeintes Buch von Hans-Wilhelm-Saure und Hans-Hermann Hertle


12.09.2015, Deutsche Welle
Lachhaft: BND sammelte DDR-Witze


12.09.2015, Thüringer Allgemeine
Kennste den ...? Die besten DDR-Witze

08.09.2015, Die Welt
Kalter Krieg: Warum die Banane wirklich krumm ist

 

 

 



Das Journal of Urban History enthält in der Ausgabe July 2015, Vol 41 (4)  eine von ZZF-Wissenschaftler Peter Ulrich Weiß u.a. herausgegebene Special Section "Protest in the City". In den Beiträgen wird gefragt, welchen Anteil subkulturelle Protestbewegungen an den Demokratisierungsprozessen in ost- und westeuropäischen Städten in der Endzeit des Kalten Krieges hatten. Zur Zeitschrift und zum Themenheft...


 

 

 


Ergebnisse des Forschungsprojekts Physical Violence and State Legitimacy in late Socialism angesiedelt in Abteilung I des ZZF Potsdam sind publiziert in:

European History Quarterly, Special Issue: Violence in Late Socialist Public Spheres,
Volume 45, Number 2, April 2015, hrsg. von Sabine Rutar (Kooeperationspartnerin des Forschungsprojekts)

erschienen: SAGE Publications

 


 

 

Jutta Braun, Michael Barsuhn (Hrsg.)

Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte
Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen


Verlag Die Werkstatt, 2015, 310 Seiten
ISBN 978-3-7307-0082-2

Seit 1968 schnitt die DDR bei Olympischen Spielen regelmäßig besser ab als die Bundesrepublik Deutschland. Der Stolz auf den ostdeutschen Medaillenglanz lässt jedoch leicht die Schattenseiten des DDR-Sportsystems vergessen. Im sportlichen Vorzeigeland Thüringen ist der Streit um die Vergangenheit mit besonderer Vehemenz entbrannt. Dieses Buch geht daher der Frage nach, weshalb dort bis heute sportlicher Regionalstolz mit dem Wunsch nach einer angemessenen Würdigung der Opfer von Doping und Staatssicherheit kollidiert. Die vier AutorInnen, sämtlich ausgewiesene ExpertInnen der DDR-Sportgeschichte, beleuchten die Ergebnisse aus 25 Jahren Forschung zum DDR-Sport im heiklen Spannungsfeld zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte. Sie zeigen zugleich, dass Thüringen den schwierigen Umbau vom Staats- zum Vereinssport zwar mit Erfolg gemeistert hat, hingegen die Aufarbeitung des SED-Unrechts weiterhin Schauplatz politischer Grabenkämpfe geblieben ist.


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Jan C. Behrends (Hg.)

Sonderheft
Special Section: War, violence, and the military during late socialism and transition

der Zeitschrift Nationalities Papers
(Hg. Association for the Study of Nationalities)

Volume 43, Issue 5, 2015
ISSN 0090-5992 (Print), 1465-3923 (Online)

Das Sonderheft der Zeitschrift Nationalities Papers publiziert in der "Special Section: War, violence, and the military during late socialism and transition" Ergebnisse des Forschungsprojektes "Physische Gewalt und Herrschaftslegitimation im Spätsozialismus/
Physical Violence and State Legitimacy in late Socialism". Das Sonderheft - herausgegeben von ZZF-Wissenschaftler Dr. Jan C. Behrends - enthält Beiträge über die sowjetische Armee, Afghanistan, Tschetschenien und Jugoslawien. Das "Gewalt-Projekt" ist am ZZF Potsdam in Abteilung I "Kommunismus und Gesellschaft" angesiedelt.

Link zum Verlag 

 

 

 

Matthias Judt

KoKo - Mythos und Realität
Das Imperium des Alexander Schlack-Golodkowski

Neuausgabe 2015


Edition Berolina, 2015, 304 Seiten
ISBN 978-3-95841-020-6

Im Gegensatz zum Medienbild von Alexander Schalck-Golodkowski, das besonders auf skandalträchtige Vorgänge wie die Beschaffung embargobewehrter Güter aus dem Westen, den Handel mit Waffen und Antiquitäten sowie die Versorgung der SED-Spitze mit Westprodukten ausgerichtet war, analysiert Matthias Judt vor allem das alltägliche Geschäft der Unternehmen des Bereiches Kommerzielle Koordinierung (KoKo). Dieser eigenständige Firmenverbund agierte im Wesentlichen außerhalb des Plans des DDR-Außenhandels und versuchte, Defizite der Staatswirtschaft zu mildern. Matthias Judt zeigt jedoch, dass die legendären Devisenbeschaffer von KoKo letztlich indirekt zum Untergang der DDR beigetragen haben.


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Frank Bösch

Mass Media and Historical Change
Germany in International Perspective, 1400 to Present

translated from the German by Freya Buechter


Berghahn Books, 2015, 212 Seiten
ISBN 978-1-78238-625-4

Media influenced politics, culture, and everyday life long before the invention of the Internet. This book shows how the advent of new media has changed societies in modern history, focusing not on the specifics of technology but rather on their distribution, use, and impact. Using Germany as an example for international trends, it compares the advent of printing in Europe and East Asia, and the impact of the press on revolutions, nation building, and wars in North America and Europe. The rise of tabloids and film is discussed as an international phenomenon, as the importance of media during National Socialism is looked at in comparison with Fascist Italy and Spain. Finally, this book offers a precise analysis of media during the Cold War, with divided Germany providing the central case study.


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Martin Sabrow (Hg.)

Historische Jubiläen
 

in der Reihe: Helmstedter Colloquien

Akademische Verlagsanstalt, 2015, 127 Seiten
ISBN 978-3-931982-94-2

Die 20. Helmstedter Universitätstage befassten sich mit Bedeutung und Gestaltwandel historischer Jubiläen. Am Beispiel nationaler, aber auch städtischer und unternehmerischer Gedächtnisfeiern gingen sie den Fragen nach: Welcher Stellenwert wurde historischen Jahrestagen in Deutschland und Europa seit dem Beginn der Neuzeit zugemessen? Und wie kam es dazu, dass Jubiläen seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert nicht mehr nur der Kontinuitätsvergewisserung dienten, sondern nun auch historische Umbruchserfahrungen zu spiegeln vermochten.


Link zur Bestellung: Leipziger Universitätsverlag und Akademische Verlagsanstalt  



 

Annelie Ramsbrock

The Science of Beauty
Culture and Cosmetics in Modern Germany, 1750–1930


Palgrave Macmillan Verlag, 2015, 277 Seiten
ISBN 9781137489807

What did the cosmetics practices of middle-class women in the nineteenth century have in common with the repair of men's bodies mutilated in war? What did the New Woman of the Weimar years have to do with the field of social medicine that emerged in the same period? They were all part of a conversation about the cosmetic modification of bodies, a debate shaped by scientific knowledge and normative social models. Conceived as a cultural history, this book examines the history of artificially created beauty in Germany from the late Enlightenment to the early days of National Socialist rule.


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Mario Keßler

Grenzgänger des Kommunismus
Zwölf Portraits aus dem Jahrhundert der Katastrophen


Karl Dietz Verlag Berlin, 2015, 256 Seiten
ISBN 978-3-320-02312-6

Von Isaac Deutscher stammt die Unterscheidung zwischen Ketzern und Renegaten des Kommunismus. Der Begriff des Grenzgängers liegt quer zu beiden: Er bezieht sich auf Menschen, die sich unterschiedlich weit vom Kommunismus als Ideologie, Bewegung oder Glaubensgemeinschaft entfernten, denen er aber nie gleichgültig wurde. Sie lebten mit und gegen den Kommunismus, ein Leben ohne ihn war für sie nicht möglich. Er blieb der archimedische Punkt ihres Daseins. Das Buch enthält biographische Porträts von zehn Männern und zwei Frauen, die in Deutschland und Zentraleuropa aufwuchsen, verfolgt und oft vertrieben wurden: Karl Korsch // Arthur Rosenberg // Arkadi Maslow // Susanne Leonhard Ruth Fischer // Alfred Kantorowicz // Joseph Berger // Isaac Deutscher Ossip Flechtheim // Walter Markov // Stefan Heym // Walter Grab


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Rezension "Der archimedische Punkt ihres Daseins" von Käthe Pohl, in: Neues Deutschland, 5. Mai 2015 (nicht online)

 

Wladislaw Hedeler/Mario Keßler (Hg.)

Reformen und Reformer im Kommunismus
Für Theodor Bergmann.
Eine Würdigung

Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

VSA: Verlag Hamburg, 2015, 416 Seiten
ISBN 978-3-89965-635-0

Das lange 20. Jahrhundert war auch vom Versuch der Kommunisten, eine nichtkapitalistische Gesellschaft aufzubauen, geprägt. Er scheiterte, da die kommunis tische Weltbewegung, die sich an der Sowjetunion orientierte, mehr und mehr zu einem Instrument ihrer Außenpolitik verkam. Doch gab es immer wieder, auch in den kommunistischen Parteien und ihren Führungsgremien, Persönlichkeiten, die sich um eine Demokratisierung des Kommunismus als Ideologie, Bewegung und Staatenwelt bemühten. Von diesen Reformern und den Gründen, warum sie scheiterten, handelt der Band. Er ist eine Würdigung für Theodor Bergmann, der schon fast ein ganzes Jahrhundert lang Solidarität mit Reformen und Reformern im Kommunismus übt.


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Thomas Schaarschmidt/Andreas Weigelt/Klaus-Dieter Müller/Mike Schmeitzner (Hg.)

Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944-1947)
Eine historisch-biographische Studie

Schriften des Hannah-Arendt-Instituts Band 56

Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, 488 Seiten
ISBN 978-3-525-36968-5

Die Publikation schließt eine Lücke in der Aufarbeitung des Stalinismus und der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mit der Studie werden zugleich weiter zurückliegende Forschungen des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung und der Stiftung sächsischer Gedenkstätten fortgeführt. Lange nach Abschluss des Projekts zu den SMT-Todesurteilen gegen deutsche Zivilisten 1950 bis 1953 war der Zeitraum von 1944 bis zur Aussetzung der Todesstrafe 1947 weitgehend eine terra incognita geblieben. Die jetzt abgeschlossene Forschungsarbeit beruht auf Recherchen in russischen, deutschen und amerikanischen Archiven. Sie präsentiert sowohl eine statistische und qualitative Auswertung der Urteile als auch eine umfassende biografische Übersicht zu den Verurteilten. So wurden nach aktuellem Stand gegen 3301 Deutsche Todesurteile verhängt, 2542 davon vollstreckt. Anders als für die Zeit von 1950 bis 1953, in der die Verfolgung widerständiger Aktionen gegen die Sowjetisierung in der DDR dominierte, stand für die Jahre bis 1947 die juristische Ahndung von Verbrechen aus der Zeit vor 1945 im Vordergrund.
Die Studie basiert auf einem Verbundprojekt des Hannah-Arendt-Instituts, der Stiftung sächsischer Gedenkstätten und des Zentrums für Zeithistorische Forschung, die von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziert wurde.


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Rezension: Der Tagesspiegel, Rubrik "Politische Bücher" vom 3.06.2015, S. 21. Rezensent: Hannes Schwenger
 

Rezension: Sächsisches Archivblatt 2/2015, S. 21f. (pdf).
Rezensent: Raymond Plache

 

 

Sven Schultze

"Land in Sicht?"
Agrarexpositionen in der deutschen Systemauseinandersetzung: Die "Grüne Woche" und die DDR-Landwirtschaftsausstellung in Leipzig-Markkleeberg 1948-1962

Zeitgeschichte im Fokus, Band 4

be.bra Wissenschaftsverlag, 2015, 528 Seiten
ISBN 978-3-95410-103-0

Land in Sicht: Das bedeutete eine lange Tradition landwirtschaftlicher Ausstellungen, auf denen Städter mit der ländlichen Lebensweise in Berührung kamen. Im Kalten Krieg hieß das aber auch, dass dort die Politik in West und Ost Foren zur Verbreitung ihrer agrar- wie deutschlandpolitischen Ziele installierte. Zur Kommunikation politischer Programme, Vorgaben und Leitbilder waren diese Veranstaltungen ein unverzichtbarer Kommunikations- und Darstellungsraum. Es war ein Kampf um Meinungen, Deutungshoheiten und Bilder. Während es in West-Berlin um die »Grünen Pläne« der Bundesregierung und den europäischen Agrarmarkt ging, propagierte die SED in Markkleeberg ihr Modell der Kollektivierung der Landwirtschaft. Die Geschichte von Verflechtung und Abgrenzung zwischen 1948 und 1962 stellten die beiden großen Agrarexpositionen en miniature, quasi wie ein politischer Themenpark, dar. Sie verdeutlichten die Krisenmomente im Kalten Krieg ebenso wie das latente innere Spannungsverhältnis der ungelösten Deutschen Frage.


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Rezension von Madlen Benthin auf H-Soz-Kult, 19.04.2016.

Rezension von Arnd Bauerkämper auf Sehepunkte.de, 15.06.2015.

 

Hans-Hermann Hertle

Die Berliner Mauer
Biografie eines Bauwerkes

2., durchgesehene und aktualisierte Auflage 2015

Links Verlag GmbH, 2015, 248 Seiten
ISBN 978-3-86153-649-9

Wo eigentlich stand die Berliner Mauer? Warum wurde sie gebaut? Wie gelang es immer wieder, sie zu überwinden – und wie viele Menschen kamen dabei zu Tode? Warum ist sie schließlich gefallen? Was erinnert heute noch an das Symbol des Kalten Krieges?
Im vorliegenden kompakten Gesamtüberblick wird der Auf- und Ausbau der Sperranlagen quer durch Berlin mit zahlreichen Fotos und Zeichnungen anschaulich dokumentiert. Spektakuläre Fluchtgeschichten und die Auswirkungen auf den Alltag in der Stadt werden ebenso dargestellt wie die dramatischen Ereignisse um den Fall der Mauer.


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