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Dr. Matthias Judt

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Zwei Wege in die Massenkonsumgesellschaft. Ost- und westdeutscher Einzelhandel im Strukturwandel (1961-2000)

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

In dem Forschungsvorhaben wird die deutsche Einzelhandelsgeschichte im
letzten Drittel des 20. Jahrhunderts untersucht, wobei mit der DDR und der „alten“ bzw.
„neuen“ Bundesrepublik (1961 bis 1990 bzw. das Jahrzehnt danach) sowohl ein system- als
auch ein epochenübergreifender Ansatz verfolgt wird. Im Vordergrund der Analyse stehen
der Beitrag des Wirtschaftsbereiches zum Strukturwandel in den beiden ordnungspolitisch
unterschiedlich orientierten Volkswirtschaften und der Wandel in dem Bereich selbst:
Jenseits des offensichtlichen ordnungspolitischen Gegensatzes werden hier für die DDR
mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede in der Entwicklung von Einzelhandel und privaten
Konsum von Waren und Dienstleistungen vermutet. Es wird der zunächst getrennte und
dann vereinigte Weg in die Massenkonsumgesellschaft der Gegenwart analysiert, bei der
Waren und ihr Konsum zu prägenden Elementen für die Ziele, das Verhalten und das
Denken der Menschen geworden sind.
Die Untersuchung soll in einer akteurszentrierten Perspektive erfolgen: Die Handlungen und
Reaktionen der Akteursgruppen Staat, Unternehmen und Verbraucher werden im Prozess
des Strukturwandels für sich und in ihren wechselseitigen Einflüssen in den Blick
genommen. Schließlich ist die Perzeption und die ggf. daraus folgende Reaktion auf
Entwicklungen im Einzelhandel des jeweils anderen deutschen Staates in die Analyse
einzubeziehen.

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