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Prof. Dr. Mario Keßler

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Laufende Projekte

 

Paul Merker. Ein Kommunist im Mahlstrom der Geschichte (1894-1969)

 

Paul Merker (1894-1969) war als Politbüromitglied der ranghöchste SED-Politiker, der Opfer stalinistischer Repressalien wurde. Zudem wurde er – scheinbar paradox – als einziger Nichtjude durch eine antizionistische (im Gehalt aber antisemitische) Kampagne in Mitleidenschaft gezogen. Eine Biographie über ihn liegt bisher nicht vor. Das geplante Buch sucht diese Lücke zu schließen und möchte unter biographischen Aspekten spezifische Fragestellungen der Kommunismusforschung sowie der Exil- und Remigrationsforschung miteinander verbinden.

 

 

Beargwöhnt und benötigt: Westemigranten zwischen USA-Exil und DDR


Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft teilfinanzierten Buchprojektes ist die Untersuchung deutscher kommunistischer oder prokommunistischer Remigranten zwischen dem Exil in den USA und ihrem späteren Wirken in der DDR. Das Projekt geht mit einem gruppenbiographischen Ansatz der Frage nach, welche individuellen und gemeinschaftlichen Erfahrungen deutsche Kommunisten aus der amerikanischen Emigration mitbrachten und welche Folgen diese für die Arbeit, die Wahrnehmungen und das Leben in der DDR wie auch für die Vorstellungen einer sozialistisch-kommunistischen Gesellschaft hatten. Zu der untersuchten Gruppe gehören Bertolt Brecht, Ernst Bloch, Hanns und Gerhart Eisler, Henryk Grossmann, Stefan Heym, Alfred Kantorowicz und Samuel Mitja Rapoport. Sie waren Akteure, teilweise aber auch Getriebene in einer komplexen und widerspruchsvollen Wirklichkeit im Kalten Krieg.


Als erste größere Vorab-Publikation erschien 2014 die Biographie „Albert Schreiner – Kommunist mit Lebensbrüchen (1892-1979)“ im Trafo-Wissenschaftsverlag Berlin.

 
 

Westeuropäische Kommunisten als Kritiker des Sowjetkommunismus

Das in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg (Prof. Axel Schildt und Prof. Dorothee Wierling) durchzuführende Projekt soll, nach einer Konferenz am 18.-19. Juni 2015 am ZZF, in die Publikation eines Sammelbandes einmünden.

 

 
East German Historians since Reunification. A Discipline Transformed, hg. von Axel Fair-Schulz und Mario Kessler


With German reunification and the demise of the German Democratic Republic in 1990, East German historians and their traditions of historiography were removed from mainstream discourse in Germany and relegated to the periphery. By the mid-1990s, few GDR-trained historians remained in academia. These developments led to a greater degree of intellectual pluralism, yet marginalized many accomplished scholars. East German Historians since Reunification assesses what was gained and lost in the process of dissolving and remaking GDR institutions of historical scholarship. The collection combines primary and secondary sources: younger scholars offer analyses of East German historiography, while senior scholars who lived through the dismantling process provide firsthand accounts. Contributors address broad trends in scholarship as well as particular subfields and institutions. What unites them is a willingness to think critically about the achievements and shortcomings of GDR historiography, and its fate after German reunification.
Publisher: The State University of New York Press, Albany, N.Y.
Release date: June 2017.
 

 

 
Zuletzt abgeschlossene Projekte

 

 

Alfred Meusel. Soziologe und Historiker zwischen Bürgertum und Marxismus (1896-1960)

 

Alfred Meusel fand im Ersten Weltkrieg zu linken Positionen und nahm als junger Aachener Professor an den soziologischen Debatten in der Weimarer Republik teil. Im britischen Exil schloss er sich der KPD an. Er wechselte das Fach und wurde ein marxistischer Historiker, der nach seiner Rückkehr die Geschichtswissenschaft in der frühen DDR mitprägte. Sein Bemühen um den Erhalt eines gesamtdeutschen Diskussionsrahmens geriet dabei zunehmend in Widerspruch zu den Realitäten des Kalten Krieges.
Das Buch erschien 2016 beim Karl Dietz Verlag Berlin.  

 

 

Reformen und Reformer im Kommunismus

 

Immer wieder gab es, auch in den kommunistischen Parteien und ihren Führungen, Persönlichkeiten, die sich um eine Demokratisierung des Kommunismus als Ideologie, Bewegung und Staatenwelt bemühten. Von diesen Reformern und den Gründen, warum sie scheiterten, handelt dieser Band, an dem sich 22 Autorinnen und Autoren aus fünf Ländern beteiligten. Er erschien im Mai 2015 zu Ehren des Agrarökonomen, politischen Aktivisten und Kommunismusforschers Theodor Bergmann, Jg. 1916, der an diesem Band mitgearbeitet hat. Das Buch wurde durch eine finanzielle Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.

 

 

Grenzgänger des Kommunismus

 

Das Buch stellt zehn Männer und zwei Frauen vor, die in Deutschland und Mitteleuropa aufwuchsen, dort ausnahmslos verfolgt und oft vertrieben wurden: Karl Korsch, Arthur Rosenberg, Arkadij Maslow, Susanne Leonhard, Ruth Fischer, Alfred Kantorowicz, Joseph Berger, Isaac Deutscher, Ossip Flechtheim, Walter Markov, Stefan Heym und Walter Grab. Der Begriff des Grenzgängers bezieht sich auf Menschen, die sich unterschiedlich weit vom Kommunismus als Ideologie, Bewegung oder Glaubensgemeinschaft entfernten, denen er aber nie gleichgültig wurde. Das Buch erschien im Mai 2015. Seine Publikation wurde durch eine finanzielle Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.

 

 

Ruth Fischer. Ein Leben mit und gegen Kommunisten (1895-1961)

 
Das 2013 publizierte Buch befasst sich mit der Biographie der Politikerin und Publizistin Ruth Fischer. Sie war 1924-25 Vorsitzende der KPD und später im US-Exil zeitweilig leidenschaftliche Antikommunistin. In ihren letzten Lebensjahren neigte sie wiederum der Idee eines demokratischen Sozialismus zu. Die Darstellung beruht weitgehend auf bisher unerschlossenen Archivquellen. Dies gilt besonders für Ruth Fischers Exiljahre, für die ihr Nachlass in der Harvard University sowie umfangreiche amerikanische Geheimdienstakten ausgewertet wurden. Die Forschungsaufenthalte in den USA wurden von der Yeshiva University, der Mildred Miller Fort Foundation (Columbus/Georgia) und der Houghton Library (Katherine F. Panzer Fellowship) der Harvard University finanziert bzw. teilfinanziert. Zum Thema wurde auch eine kleinere englische Monographie veröffentlicht.

  

 

German Scholars in Exile

 
Das gemeinsam mit der State University of Potsdam, New York (Bearbeiter: Prof. Axel Fair-Schulz) durchgeführte Projekt wurde im Jahre 2011 mit der Vorlage eines Sammelbandes in englischer Sprache unter dem o.g. Titel abgeschlossen. Das Buch, das ein wissenschaftliches Begutachtungsverfahren durchlief, erschien im Verlag Lexington Books. Beiträge waren Devan Barker, Stephen Eric Bronner, Catherine A. Epstein, Anja-Sivia Goeing, John L. Harvey, Georg G. Iggers, Markus Lang, Alfons Söllner und die beiden Herausgeber.

 

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