Dr. Thomas Klein

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„Das System ist der Fehler“. Eine Beziehungsgeschichte systemkritischer Strömungen in Ost- und Westdeutschland während der 1970er und 1980er Jahre

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Gegenstand des Forschungsvorhabens sind die besonderen Beziehungen widerständiger und oppositioneller Gruppierungen in der DDR zu alternativen und systemkritischen Strömungen in der BRD. Referenzbereiche der beziehungsgeschichtlichen Analyse sind dabei die Jugendrevolten in beiden deutschen Staaten, die ökologische und Anti-AKW-Bewegung, die Friedensbewegung der achtziger Jahre sowie die besonderen Beziehungen der DDR-Opposition zu den Grünen. Ein Schwerpunkt ist die Rekonstruktion demokratiepolitischer Gegendiskurse (Basisdemokratie und „direkte Demokratie“) im Kontext einer sich entwickelnden Menschenrechtsproblematik.

In einer Untersuchung der grenzüberschreitenden Kommunikation und Interaktion von DDR-Oppositionellen mit Bündnispartnern und strömungsverwandten Akteuren des anderen deutschen Staates wird einerseits die Eigentümlichkeit der deutschen Lage im Systemkonflikt und die Wirkungsmacht von Entspannung und Konfrontation im Kalten Krieg auf jene Zusammenarbeit abgebildet. Andererseits sind die auffälligen Ähnlichkeiten der Zielhorizonte systemkritischer Basisinitiativen in der DDR und alternativer sozialer Bewegungen bzw. politischer Strömungen in der BRD ein Ausgangspunkt für die Ursachenanalyse systeminvarianter Affinitäten und systembedingter Differenzen von systemkritischen Strömungen in Ost und West. Vor dem Hintergrund einer gesellschaftsgeschichtlichen Analyse der Folgen von unterschiedlichen Modernisierungsverläufen in West und Ost wird auch der politische Paradigmenwechsel systemkritischer Diskurse seit den siebziger Jahren untersucht.

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