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Prof. Dr. André Steiner

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Die Balance von Wirtschafts- und Sozialpolitik in den 1970er und 1980er Jahren in der deutschdeutschen Systemkonkurrenz. Probleme, Wahrnehmungen und Reaktionen

Untersucht wird in diesem Vorhaben, inwiefern ein längerfristiger Transformationsprozess wie der wirtschaftliche Strukturwandel die eher kurz- und mittelfristigen Krisenprozesse der siebziger und achtziger Jahre mit ausgelöst hat und letztere wiederum diesen Strukturwandel geprägt haben. Dabei wird die Frage in den Mittelpunkt gerückt, welche Spielräume sich in diesem Zusammenhang für die sozialstaatliche Entwicklung ergaben und wie diese wiederum auf das Wirtschaftswachstum zurückwirkte. Dieses Beziehungsgeflecht wird in einer akteurszentrierten Perspektive vor dem Hintergrund der Umbrüche der siebziger und achtziger Jahre für die Bundesrepublik und die DDR vergleichend untersucht. Dabei ist, erstens, den wirtschaftlichen Zusammenhängen zwischen Strukturwandel und sozialstaatlicher Entwicklung für die Bundesrepublik und die DDR im Detail nachzugehen. Außerdem soll, zweitens, die Wahrnehmung solcher Wechselbeziehungen durch die Politik in beiden Teilen Deutschlands analysiert werden. Schließlich ist, drittens, nach dem Handeln bzw. Nicht-Handeln der Akteure in ihren jeweils systemspezifischen Kontexten und den daraus resultierenden Konsequenzen zu fragen. Insgesamt geht es um die Rekonstruktion von wesentlichen wirtschaftspolitischen Entscheidungen im Kontext ökonomischer, sozialstruktureller und soziokultureller Entwicklungen in der Bundesrepublik und der DDR.




Wirtschaftsgeschichte der Globalisierung

Dieses Vorhaben widmet sich den wirtschaftlichen Internationalisierungsprozessen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Dabei sind drei Untersuchungsabschnitte zu unterscheiden: die erste Globalisierungswelle vor dem Ersten Weltkrieg, die “Deglobalisierungsphase” der Zwischenkriegszeit und der Weltkriege sowie die zweite Globalisierungsphase nach dem Zweiten Weltkrieg. Es werden die wesentlichen Dimensionen wirtschaftlicher Globalisierung - der Güter- und Leistungsaustausch, internationale Kapitalbewegungen und -märkte, Migration sowie der Informationsaustausch - in einer akteurszentrierten Perspektive analysiert. Als Akteure dieser Prozesse werden Unternehmen, die Arbeitskräfte sowie die Politik betrachtet. Übergreifend wird den Fragen nach den Antriebskräften und Hemmnissen des Globalisierungsprozesses sowie seinen Gewinnen und Verlusten in Bezug auf den Wohlstand und seine Verteilung nachgegangen. Darüber hinaus bildet das Spannungsfeld von Politik und Wirtschaft bei der Gestaltung der ökonomischen Internationalisierungsprozesse einen zentralen Punkt des Vorhabens.

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