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Rüdiger Gerlach

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Betriebliche Sozialpolitik im historischen Systemvergleich. Die Volkswagen AG und das IFA Kombinat Pkw von den 1950er bis in die 1980er Jahre

Dissertation, gefördert durch ein Ivan-Hirst-Stipendium der Volkswagen AG

Die betriebliche Sozialpolitik entwickelte sich in beiden deutschen Staaten auf höchst unterschiedlichen Pfaden. Bedeutung, Funktion und Art der betrieblichen Sozialleistungen wandelten sich im Umfeld der spezifischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen. Es lassen sich aber auch immer wieder parallele Entwicklungen der betrieblichen Sozialpolitik feststellen. Sowohl in der Marktwirtschaft als auch unter staatlicher Leitung mussten die wirtschaftlich Verantwortlichen schließlich, bei mehr oder weniger knappen Budgets, ihre Beschäftigten motivieren, den Betriebsfrieden sichern und gesellschaftlichen wie staatlichen Forderungen nach einer Verbesserung der Lebensumstände nachkommen.

Aus der Perspektive des Systemvergleichs stellen sich drei zentrale Fragen. Erstens: Welche institutionellen, gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Einflussfaktoren wirkten auf die betriebliche Sozialpolitik, welche Akteure gestalteten sie, welche Formen nahmen die betrieblichen Sozialleistungen unter diesen Bedingungen an und welche Motivation beziehungsweise Intention lagen ihnen zugrunde? Zweitens: Lassen sich die parallelen Entwicklungen auf ähnlich geartete Problemstellungen zurückführen oder waren sie sogar das Ergebnis des Transfers von Lösungsansätzen zwischen den deutschen Staaten? Und drittens: Wie war die Rolle der betrieblichen Sozialpolitik in den verschiedenen Systemen zu bewerten und in welchem Verhältnis stand sie zur allgemeinen Sozialpolitik?

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