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Anja Tack

Vita | Projekt | Publikationen

„Revolution an den Wänden“? Kunst und postkommunistische Transformation in Polen und Deutschland.

Dissertationsprojekt im Rahmen des Verbundprojektes "Bildatlas: Kunst in der DDR"

Nach dem politischen Umbruch in der DDR entzündete sich an der Frage nach Wert und Zukunft der Kunst aus der DDR eine hitzige Debatte. Sind die Werke Kunst oder lediglich historisches Objekt? Welcher Maßstab ist angemessen, um die Kunst aus der DDR zu bewerten? Die Arbeit geht den Konfliktlinien in dieser Auseinandersetzung nach, fragt nach den Motiven der Akteure und versucht, vor der Folie der „Vereinigungskrise“ (Kocka) diesen so genannten Bilderstreit in Deutschland als Teil der deutschen Vereinigung zu historisieren. Gleichzeitig dient die Kunstdebatte im Sinne eines Stellvertreterdiskurses dazu, die Konflikte im Prozess der deutschen Vereinigung zu spiegeln und damit zu erhellen. Die Frage, warum sich in Deutschland immer wieder und auch noch zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR sehr heftig über die Kunst aus der DDR gestritten wurde, soll auch ein historischer Vergleichs offen legen. Welchen Stellenwert nimmt die Kunst der Volksrepublik nach dem Ende des Kommunismus in Polen ein? Führte das kommunistische Erbe in Polen ebenfalls zu hitzig geführten Debatten über einen angemessenen Umgang mit den Künsten aus der Volksrepublik? Ist der Streit ein Phänomen kultureller Transformation kommunistischer Gesellschaften? Oder ist er ein deutscher Sonderfall?

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